Hier ist der Name Programm: Der „Sunshine State“ Florida ist neben den feinsandigsten Stränden der Welt, den Palmen und ultimativen Freizeitparks bekannt für sein herrliches Wetter und Sonne satt. Entspanntes, gechilltes Leben – das kann der US-Bundesstaat an der Südostküste der USA.

Klimaneutral in die Zukunft

Aber dass er auch in Sachen Nachhaltigkeit einiges zu bieten hat, wissen die wenigsten. Dabei liegt es doch eigentlich nah, den ganzjährigen Sonnenschein für nachhaltige Energiegewinnung zu nutzen.

Und genau das wird getan: Disney zum Beispiel investiert schon lange in erneuerbare Energien und so befindet sich nur wenige Kilometer von der Disney-World in Orlando entfernt eine über 100 Hektar große 50-Megawatt-Solaranlage, die so viel Strom erzeugt, dass zwei der vier Themenparks ihre Energie von dort beziehen.

Manatis bei der Aufzucht.

Noch viel mehr also als die bereits seit Jahren existierende Fünf-Megawatt-Anlage „Hidden Mickey“, die aus der Luft aussieht wie eine gigantische Mickey Mouse. Langfristiges Ziel des Unternehmens ist es, gar keine Treibhausgase mehr zu erzeugen.

Florida rettet die Unterwasserwelt

Ein anderes riesiges Öko-Projekt kümmert sich um das drittgrößte Barrier-Riff der Welt. Im äußersten Süden Floridas, vor den Florida Keys, verläuft dieses einzige Riff der USA, das 1400 Arten von Meerespflanzen und -tieren, mehr als 40 Korallenarten und 500 Fischen eine Heimat ist. Doch wir wissen ja, wie bedroht diese spektakuläre Unterwasserwelt ist: Tropische Wirbelstürme, Korallenbleiche, Kälteeinbrüche und Krankheitserreger machen auch vor dem Florida Riff nicht Halt.

Damit die Unterwasserbewohner überleben und das gigantische Ökosystem nicht zerstört wird, bemüht man sich hier seit über 15 Jahren, das Riff kontinuierlich aufzuforsten. Denn nur dann können Schnorchler und Taucherinnen aus der ganzen Welt das empfindliche Paradies im kristallklaren blauen Meer mit den bunten Fischen, Wasserschildkröten und den faszinierenden Korallen auch in Zukunft bewundern.

Tauchen im Dry Tortuga National Park

Auch als Tourist kannst du dich hier engagieren und auf Tauchausflügen gezüchtete „Korallen-Babys“ an die Felsen kleben. Die Tourismusbehörde der Keys fasst alle Bemühungen, die sich mit dem Erhalt des subtropischen Inselparadieses beschäftigen, unter dem Motto „Connect & Protect“ zusammen. Wer also Lust hat, sich auch im Urlaub  für Nachhaltigkeit zu engagieren, findet hier Möglichkeiten, einzigartige Tauchgänge und Umweltschutz miteinander zu verbinden.

Tierisches Badevergnügen

Auch in Crystal River, einem kleinen Städtchen an der Westküste, können Urlauber Tierleben retten. Mit Geldern aus dem Tourismus werden hier Maßnahmen und Kampagnen zum Schutz von Tieren finanziert. Die Hauptattraktion an der hiesigen „Nature Coast“ sind nämlich die vielen Seekühe, auch Manatis genannt. Sie lieben die Gegend wegen der natürlichen warmen Quellen. Doch bis vor wenigen Jahren noch galten die friedlichen Kolosse als akut bedroht.

Schwimmen mit Manatis im Crystal River

Gejagt und vom Menschen aus ihrem natürlichen Lebensraum verdrängt, stehen sie heute unter strengem Artenschutz. Zum Glück findet man sie jetzt wieder überall in Floridas Gewässern. Und an einem Ort darfst du sogar – unter Anleitung – mit ihnen gemeinsam schwimmen. Einen solchen sanften Riesen zu berühren gehört sicher zu den „once-in-a-lifetime“-Erlebnissen. Am besten bewegst du dich so wenig wie möglich, lass dich einfach treiben. Das sollte dir doch nirgendwo besser gelingen als in deinem Florida-Urlaub, oder?!