Abseits der Hauptstraßen und Touristenorte entdeckst du Portugal mal ganz neu. Abseits des Trubels erstreckt sich eine Welt, die von ländlicher Stille und charmanten Fischerdörfern dominiert wird.

Historische Sehenswürdigkeiten und Architektur schicken dich gedanklich in eine andere Zeit, und in der traditionellen portugiesischen Küche kannst du es dir so richtig schmecken lassen. Kommst du mit in eine Welt, wie aus dem Bilderbuch?

Alte – im Hinterland der Algarve

Etwa 20 Kilometer nördlich vom Badeort Albufeira liegt das kleine Dörfchen Alte im Landesinneren und eignet sich perfekt für einen Tagesausflug von der Küste aus. An Romantik ist die Gemeinde kaum zu übertreffen. Unzählige Brunnen, Brücken und Kanäle erinnern an eine Märchenwelt. Man sagt ihr nach, es sei eines der typischsten und unverfälschtesten Dörfer der Algarve. 

Auf keinen Fall verpassen darfst du die Kirche Nossa Senhora da Assunção aus dem zwölften Jahrhundert im Stadtkern und den Wasserfall Cascada Queda do Vigário nur einige Meter entfernt. Falls du deinen Urlaub lieber mit etwas mehr Abenteuer füllen möchtest, bietet sich der Wanderweg Via Algarviana an, denn er verläuft direkt durch das kleine portugiesische Dorf.

Unzählige Kanäle schlängeln sich durch die Algarve Region in Portugal.

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Alvor – der entspannte Strandurlaub

Die ehemalige Stadt mit Fischerhafen hat sich in den letzten Jahren in ein reizvolles Urlaubsstädtchen verwandelt. Die traditionell weiß getünchten Häuser und die kleinen Fischerboote am Ufer vermitteln zu 100 Prozent portugiesisches Urlaubsfeeling. Kleines Manko sind die vergleichsweise hohen Apartmenthäuser, die in einer Ecke des Ortes am Strand stehen.

In einer Vielzahl an kleinen Restaurants und Bars kannst du bis spät in die Nacht Portugal kulinarisch erleben, schreibt die Website „Algarve Tourist“.

Blick auf Küstenstadt Alvor an der Algarve.

Die feinen Sandstrände der Algarve sind in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Von dort aus kannst du die malerischen Buchten und die Felsformationen, die das kleine Dörfchen einrahmen, bestaunen. Wenn du genug Sonne getankt hast, bietet die historische Stadt Portimão das perfekte Ausflugsziel für einen Szenenwechsel.

Cachopo – das gemütliche Bergdorf

Stehst du auf gemütliches Schlendern durch kleine Gassen und altertümliche Architektur? Dann bist du im Bergdorf Cachopo an der Ostalgarve genau richtig. Im Laufe der Zeit wurden um Cachopo 112 archäologische Fundstätten entdeckt, die die Geschichte der Gegend erzählen. Die Region ist bekannt für Handarbeiten und niedliche Wochenmärke. Neben Imkerei und der Korkproduktion werden in der Umgebung vor allem wunderschöne Leinenarbeiten hergestellt.

Sehenswürdigkeiten hat das 1000-Einwohner-Dorf auch zu bieten. Da wäre zum Beispiel das „Núcleo Museológico de Cachopo“, ein Museum für Ethnologie und Archäologie, oder die Kirche im Stadtkern. Die Region rings um die Gemeinde Tavira ist vor allem für ihre besonders schöne Landschaft bekannt, die geprägt ist von Bergen und dem Fluss Gilão.

Cachopo ich ein kleines traditionelles Dorf im Hinterland der Algarve aus dem 16. Jahrhundert.

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Bordeira – überzeugt mit spektakulären Sandstränden

Die Praia da Bordeira überzeugt mit ihrer wilden Natur: Lang gezogene Klippen, Brandung und Sanddünen bilden zusammen ein echtes Naturspektakel an der Westküste der Algarve. Ein Pluspunkt: Der Strand ist oft menschenleer – der ein oder andere Surfer paddelt auf dem Meer. Die Praia do Amado ist nämlich bei Bodyboardern und Surfern besonders beliebt. 

Das kleine Dörfchen Bordeira liegt mitten im drei Kilometer langen Nationalpark Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina, der sich idyllisch entlang der Küste erstreckt. Die typischen weiß gestrichenen Häuser Portugals findest du in Bordeira nicht, dafür sind die meisten Fassaden in knallig bunten Farben angemalt und schmücken die Kopfsteinpflasterstraßen. 

Portugals Praia da Bordeira an der Atlantikküste ist ein echtes Surferparadis

Obidos – wo du auf der Stadtmauer laufen kannst

Unweit von Portugals Hauptstadt Lissabon finden Urlauber ein weiteres traditionelles Dorf. Der winzige Stadtkern von Obidos wird dominiert von weißen Häusern und gepflasterten Straßen. Die Schirmherrschaft der ehemaligen Königinnen und Könige Portugals hinterließ ihre Spuren: Da wäre beispielsweise unverkennbar die mittelalterliche Burg Castelo de Óbidos, die inklusive der Mauer im 13. Jahrhundert von König Dinis errichtet wurde.

Das Highlight von Obidos ist definitiv die Stadtmauer. Auf ihr kannst du komplett um das ganze Dorf laufen, mit einer Traumaussicht auf das Lissaboner Umland. 

Die Stadtmauer in Obidos wurde im 11. Jahrhundert erbaut.

Sintra – die Kleinstadt der Paläste und Burgen

Die entzückende portugiesische Kleinstadt schmiegt sich an die Ausläufer der Serra de Sintra. Die Stadt besticht mit vielen jahrhundertealten Palästen, Schlössern und Herrenhäusern. Lange Zeit diente sie sogar als Sommerresidenz der Könige. Der ganze Ort, der auch mit Gartenanlagen und Stadtmauern aufwartet, gehört seit dem Jahr 1995 zum Unesco-Weltkulturerbe.

Auf deine Must-see-Liste gehören auf jeden Fall der Palácio Nacional de Sintra, das Castelo dos Mouros und der Palácio Nacional da Pena. Falls du nur einen Tagesausflug nach Sintra machen möchtest, eignet sich vor allem die Anreise mit dem Zug von Lissabon, denn du bist nur etwa eine halbe Stunde unterwegs. 

Der Palácio da Pena über Sintra gehört mit zum Weltkulturerbe von der Unesco.

Ericeira – die Fischerkleinstadt

Mit zu den schönsten kleinen Fischerdörfern gehört das westportugiesische Ericeira. Hier herrscht die perfekte Mischung aus traditionellem portugiesischen Erbe und cooler Surferatmosphäre. Gerade für die portugiesische Geschichte spielt Ericeira eine wichtige Rolle, denn vom Hafen aus segelte die portugiesische Königsfamilie vor mehr als einem Jahrhundert ins Exil nach Brasilien.

Gerade in den Sommermonaten tobt das Leben in der Kleinstadt. Urige Fischrestaurants grenzen hier dicht an dicht an hippe Cafés und Bars. So kannst du auf deiner Sightseeingtour getrost vom traditionellen Fischereihafen an die umliegende unberührte Küste wechseln oder es dir in einem der Restaurants bequem machen. 

Monsanto – besonders ursprünglich

Das mittelalterliche Dorf Monsanto schmiegt sich um den gleichnamigen Berg und ist mit einer Höhe von 752 Metern noch weit über das flache Land zu erkennen. Von dem Castelo e muralhas de Monsanto, der Burg der Stadt, erschließt sich dir ein Blick über die gesamte Landschaft. Oben angekommen, kannst du sogar die Überreste einer alten Kapelle besichtigen. 

Das Dorf finden Touristen im Südosten des Landes, unmittelbar an der Grenze zu Spanien. Es gehört zu den zwölf historischen Dörfern Portugals, den „Aldeias Históricas“.

Von dem Castelo Branco hat man einen Blick über das ganze Dorf Monsanto.

Marvão – portugiesischer Charme inklusive

Seitdem die „New York Times“ Marvão mit in die Liste „1000 Places to See Before You Die“ aufgenommen hat, zählt es zu den bekanntesten Dörfern in Portugal. Es wurde auf ein bis zu 860 Meter hohes Felsplateau gebaut – die Bewohner haben dadurch einen schönen Blick über die Serra de Sao Mamede. Und Touristen versetzen die kleinen gepflasterten Gassen und die kalkweißen traditionellen Häuser direkt in Urlaubsstimmung. 

Durch seine Grenzlage zu Spanien ist Marvão sehr geschichtsträchtig: Die umliegende Befestigungsanlage und die Burg gehören mit auf die To-do-Liste.

Von dem Marvao Schloss überblickt man die gesamte Region rings um das Dorf.

Monsaraz – das Dorf mit mittelalterlichem Flair

Wegen der geografischen Nähe zu Spanien prunkt als höchster Punkt des Dorfs eine Burg in Monsaraz. Das jahrhundertealte Gebäude diente zur Bewachung des Flusses Guadiana und zur Abwehr vor Angriffen der Spanier. Heute erstreckt sich zu Füßen des Dorfes der Stausee Barragem do Alqueva, der die trockene Region mit dem Wasser des Rio versorgt.

Hunderte mit Süßwasser aus dem gestauten Fluss Rio Guadiana befüllte Seitenarme breiten sich in der größten Talsperre Europas aus – es gibt auch mehrere Strände in Monsaraz.

Markenzeichen des portugisischen Dorfes Monsaraz ist das Märchenburg aus Schieferstein im Herzen.

Außerdem kannst du dich in den Straßen und Gassen von Monsaraz auf eine echte Zeitreise ins Mittelalter begeben und in dem Flair einer der ältesten Siedlungen der Region eintauchen. Die Märchenburg aus Schieferstein liegt direkt im Herzen des Alentejo und dient hervorragend als Aussichtspunkt über die Region.