Endlich wieder an die Küste: Bereits seit dem 19. April ist Urlaub an der Ostsee wieder möglich. Ab dem 1. Mai reiht sich auch Nordfriesland in das Tourismus-Modellprojekt in Schleswig-Holstein mit ein.

Die Nordsee-Inseln Sylt, Föhr, Amrum oder Pellworm können dann ebenso wie die Halligen und das Festland mit dem beliebten Ferienort Sankt Peter-Ording wieder Urlauber empfangen. Voraussetzung: das Einhalten einiger Regeln und vor allem mehrere Corona-Tests während des Urlaubs.

Der Kreis Nordfriesland aktualisiert täglich die neuesten Informationen zu dem Modellversuch, der zunächst bis zum 31. Mai laufen soll. Hotels, Ferienwohnungen, Campingplätze, Herbergen und Gaststätten bleiben so lange für Besucher geöffnet und geben endlich wieder das Gefühl von Urlaub. Um diese Zeit richtig auskosten zu können, haben wir einige Tipps für dich parat. Also: Friesennerz und Gummistiefel eingepackt und nichts wie los!

1. Husum – der Schimmelreiter lässt grüßen

Mitten in der Stadt Husum kannst du Ebbe und Flut erleben – allein diese Naturgewalten sind schon ein beeindruckendes Schauspiel. Husum gilt außerdem als Geburtsstadt des bekannten Dichters Theodor Storm. Sein berühmtestes Werk war der „Schimmelreiter“. Bis heute sind zahlreiche Örtlichkeiten hier nach dem Dichter und seinen Werken benannt. Es gibt zum Beispiel das Storm-Museum oder gezielte Gruppenführungen durch Storms Geburtsort.

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In der charmanten Altstadt findest du das Theodor-Storm-Haus.

Wenn du etwas Abwechslung zur trubeligen Stadt suchst, befindet sich Husum außerdem in direkter Nachbarschaft zum Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer. Auch interessant ist das Nationalpark-Haus Husum direkt am charmanten Hafen.

2. Sankt Peter-Ording – endlos lange Sandstrände

Tatsächlich bist du hier etwa 15 Minuten unterwegs, bis du über den breiten Strand ans Meer gelangst. Aber: Das Warten lohnt sich. Endlose Spaziergänge machen den Kopf herrlich frei – Wattwanderungen erlauben es dir, den Meeresboden zu erkunden und aus dem Alltagstrubel auszusteigen.

Der wohl bekannteste Ortsteil von Sankt Peter-Ording ist übrigens „Bad“, außerdem gibt es noch drei weitere: „Böhl“, „Dorf“ und „Ording“. Dort ist es in der Regel etwas ruhiger.

Sankt Peter-Ording – Pfahlbauten am Strand laden zum gemütlichen Essen mit herrlichem Ausblick ein.

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Ein echtes Highlight an den Stränden von Sankt Peter-Ording sind die Pfahlbaurestaurants – direkt am Strand kannst du dort aus der Höhe, mit wunderschönem Blick über die Nordsee, dein Dinner genießen. Eine echte Berühmtheit findest du dort ebenfalls: den wahrscheinlich meistfotografierten Leuchtturm Deutschlands, den Westerhever.

3. Sylt – zurück nach Westerland

Friesischen Charme hat die Insel Sylt jede Menge zu bieten – in der Inselhauptstadt Westerland ist auf jeden Fall immer etwas los. Wem das zu trubelig ist, der findet in Alt-Westerland eine charmante Alternative. Dort leben einige Einheimische, die dem alten Ortskern einen besonderen Flair verleihen. Natürlich gibt es auch historische, typische Ferienhäuser im Friesenstil.

Egal, was du suchst, Naturromantik oder eher pulsierendes Strandleben: Auf Sylt gibt es beides. Die Schönen und Reichen schätzen den Strand in Kampen, trubelig ist es am Strand von Westerland und wer es ruhiger mag, der wird in Hörnum glücklich. Wunderschön sind sie alle. Auch Wassersport oder Wattwanderungen bieten sich bei deinem Sylt-Urlaub an.

Blick auf die Nordsee am Strand auf der Insel Sylt.

Leuchttürme findest du hier ebenfalls einige. Ein besonderes Highlight ist die Bohlentreppe im Süden Westerlands: Rund 100 Stufen und 26 Meter Höhe bieten einen fantastischen Ausblick über den Strand, das Meer und das Umland. Daher wird sie auch Himmelsleiter genannt.

4. Föhr – friesische Karibik

Weiße Strände und blaues Meer gibt’s nur in der Karibik? Die friesische Perle Föhr in der Nordsee kann dir ebenfalls beides bieten; nur beim Wetter bleibt es dann doch eher norddeutsch. Aber wie jedes Küstenkind weiß, gibt es kein schlechtes Wetter, sondern nur falsche Kleidung.

Föhr ist auf jeden Fall die größte Insel ohne Landverbindung in ganz Deutschland. Dort gibt es einige charmante Hotels und Ferienhäuser. Ein echtes Highlight sind auf der Insel die sprechenden Grabsteine: Über kunstvoll gestaltete Bilder erzählen sie Geschichten von verstorbenen Seefahrern aus den umliegenden Dörfern, zum Beispiel Nieblum oder Borgsum. Du findest die Grabsteine auf den Friedhöfen der St.-Laurentii-Kirche in Süderende, der St.-Johannes-Kirche in Nieblum sowie der St.-Nikolai-Kirche in Boldixum.

In Wyk auf Föhr kannst du mal so richtig die Seele baumeln lassen und abschalten.

Wer etwas mehr Action sucht, wird in Wyk sein Glück finden. Der Hafen ist einen Abstecher wert, und an der Promenade kannst du es dir bei Waffeln, selbst gemachtem Eis oder anderen Köstlichkeiten gut gehen lassen. Im Strandkorb mit Blick auf die rauhe Nordsee schmeckt’s natürlich besonders gut. Kinder freuen sich bei schlechtem Wetter über einen Besuch im Robbenzentrum. Die kannst du bei schönerem Wetter, zum Beispiel bei einem Abstecher nach Amrum, auch draußen auf einer Sandbank bewundern.

5. Pellworm – Hafen für die Seele

Baden, Fahrrad fahren, wattwandern oder ganz relaxt im Strandkorb liegen: Die Nordseeinsel Pellworm hilft dir auf jeden Fall beim Entschleunigen. Dort bieten sich lange Spaziergänge am Meer an. Wem anschließend von der frischen Seeluft der Magen knurrt, der kann in charmante Restaurants einkehren und regionale Spezialitäten wie Salzwiesenlamm oder Krabben und Scholle genießen.

Die Insel ist besonders familienfreundlich, sodass auch die lütten Lüüd – also die kleinen Leute – willkommen sind, während sie über die Deiche tollen, Wattwürmer suchen oder sich ihr Eis schmecken lassen.

Tragschrauber im Flug über Pellworm und Nordfrieslands Küste.

Ein Insider-Tipp ist der Sternenhimmel über Pellworm– da die Insel nicht sehr dicht bevölkert ist und auf möglichst wenig Lichtverschmutzung geachtet wird, leuchten die Sterne dort nachts besonder schön. Ebenfalls lohnenswert ist ein Tragschrauberrundflug. So bekommst du ganz neue Perspektiven über Nordfriesland.

6. Niebüll – im Herzen Nordfrieslands

In Niebüll kannst du herrlich durch Wiesen und Rapsfelder radeln und in charmanten Straßencafés eine Erholungspause einlegen. Von hieraus hast du viele verschiedene Möglichkeiten: Die Nordsee ist etwa zwölf Kilometer entfernt, die Insel- und Halligenwelten sind ebenso nah wie die dänische Küste. In Niebüll startet übrigens auch der Sylt-Shuttle nach Westerland.

Überfahrt mit dem Sylt-Shuttle von Westerland nach Niebüll.

Sportsfreunde können dort hervorragend Kanu fahren, segelfliegen, reiten oder wandern. Wer es lieber ruhiger angehen lassen und dabei die Kultur und Geschichte kennenlernen möchte, wird im Niebüller Haizmann-Museum, dem Naturkundemuseum oder dem Friesenmuseum fündig.

7. Amrum – die Dünenschönheit

Die kleine Inselschönheit Amrum ist nur zehn Kilometer lang und 2,5 Kilometer breit. Das führt natürlich dazu, dass Reisende sich öfter mal in den Dünen über den Weg laufen. Vielleicht führt das ja zu einem gemeinsamen Besuch eines Cafés – natürlich unter Einhaltung der Corona-Regeln. Charmante Ferienhäuser inmitten der Dünenlandschaft lassen dich zudem den Alltragsstress schnell vergessen.

Der Leuchtturm von Amrum gilt als Wahrzeichen der schönen Insel.

Dünenwanderwege, zum Beispiel zu Möwenbrutplätzen, zeigen dir die Insel von ihrer schönen, landschaftlichen Seite. Mit dem Fahrrad kannst du bequem über den Deich radeln. Ein Highlight ist ein Besuch beim Wahrzeichen von Amrum: Der Leuchtturm bietet dir einen tollen 360-Grad-Ausblick über Dünen, Wald und den wunderschönen Strand.