Hohe Berge zum Wandern, kristallklare Seen zum Baden: Österreich ist auch im Sommer ein beliebtes Urlaubsziel für Deutsche. Und Reisen ins Nachbarland werden noch leichter: Das Land gilt seit Sonntag, 13. Juni, nicht mehr als Corona-Risikogebiet. Außerdem hat Österreich selbst seine Einreisebestimmungen gelockert, Urlauberinnen und Urlauber müssen dort nicht mehr in Quarantäne. Die Pflicht zum Nachweis eines negativen Tests, einer Impfung oder Genesung bleibt aber bestehen. Welche Beschränkungen es derzeit vor Ort gibt, darüber informiert dieser Überblick. 

Die aktuelle Corona-Lage in Österreich

Die Corona-Lage in Österreich hat sich entspannt, die Infektionsraten sind rückläufig. Aktuell liegt die Sieben-Tage-Inzidenz mit 23,7 deutlich unter der kritischen Marke von 50 Neuinfizierten je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Das hatte zur Folge, dass die deutsche Bundesregierung das gesamte Land – inklusive 

Urlaub in Österreich: Was muss ich zur Einreise wissen?

Bei der Einreise nach Österreich müssen Reisende einen negativen Corona-Test auf Deutsch oder Englisch vorweisen, entweder einen maximal 72 Stunden alten PCR-Test oder einen maximal 48 Stunden alten Antigen-Test. Wer bereits vollständig geimpft oder genesen ist und dies nachweisen kann, ist von der Testpflicht ausgenommen. Dann ist auch keine Online-Registrierung mehr nötig. Als geimpft gelten Menschen in Österreich bereits, wenn die erste Impfung mindestens 22 Tage zurückliegt.

Wer aber keinen Test bei Einreise vorlegen kann, muss diesen innerhalb von 24 Stunden nachholen und sich online registrieren. Von der Testpflicht ausgenommen sind Kinder unter zehn Jahren. Pender müssen sich alle 28 Tage erneut registrieren – wenn sie nicht geimpft, genesen oder getestet sind.

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Quarantäne nur für Reisende aus Hochrisikogebieten

Zum 19. Mai wurden außerdem die Quarantäne-Regeln angepasst. Künftig werden nur noch Einreisende aus sogenannten Hochrisikogebiete in Quarantäne geschickt werden. Österreich orientiert sich hier an der ECDC-Karte für Risikogebiete, schreibt die Tourismusagentur Österreich. Demnach gilt:

  • grün/orange (14-Tage-Inzidenz bis 149): freie Einreise
  • rot (14-Tage-Inzidenz 150 bis 499): Einreise nur für getestete, geimpfte, oder genese Personen
  • dunkelrot (14-Tage-Inzidenz ab 500): Einreise nur getestet, geimpfte oder geimpfte Personen plus Quarantäne (Freitesten nach fünf Tagen)

Kleiner Grenzverkehr: Was ist möglich?

Wer nur für eine Wandertour für einen Tag nach Österreich fahren will, muss folgende Regeln beachten: Auch für Kurzaufenthalte von unter 24 Stunden in Österreich benötigen Touristinnen und Touristen den „Grünen Pass“ – also den Nachweis über einen negativen Corona-Test, die Impfung oder Genesung. Das österreichische Einreiseformular muss nicht mehr ausgefüllt werden.

Bei der Rückkehr nach Deutschland sind aktuell weder digitale Einreiseanmeldung noch Quarantäne oder Corona-Test vorgeschrieben. Das gilt seit dem 13. Juni auch für Rückkehrerinnen und Rückkehrer aus Tirol und Vorarlberg. Die beiden österreichischen Bundesländer sind keine Risikogebiete mehr, die Reisewarnung wurde aufgehoben.

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Transit durch Österreich

Wer nur auf der Durchreise durch Österreich ist, der muss folgendes wissen:

  • Ohne Zwischenstopp ist die Durchreise ohne Einschränkungen möglich.
  • Kurze Tankstopps und Toilettenbesuche sind in der Regel erlaubt.
  • Transitreisende sind von der elektronischen Registrierung und der Testpflicht ausgenommen.
  • Die Grenze zu Tschechien und zur Slowakei ist nicht überall möglich, nur bestimmte Grenzübergänge sind geöffnet. Hier müssen, wie auch dei der Einreise nach Italien, die Einreiseregeln des jeweiligen Landes beachtet werden.

Wofür brauche ich den „Grünen Pass“ in Österreich?

Ausschlaggebend für die Nutzung von Angeboten in Hotels und Gastrobranche sowie die Teilnahme an Kultur- und Sportevents in Österreich ist der sogenannte „Grüne Pass“. Dabei handelt es sich um eine Bestätigung, dass man aktuell als coronafrei gilt – entweder durch Impfung, eine überstandene Erkrankung oder negative Tests.

Bei den Corona-Tests wird unterschieden: PCR-Tests haben eine Gültigkeit von 72 Stunden, Antigen-Tests von 48 Stunden und Selbsttests von 24 Stunden. Geimpfte erhalten den „Grünen Pass“ 22 Tage nach der Erstimpfung und bis zu einem Jahr nach der Erstimpfung. Bei Genesenen spielt der Zeitraum der Corona-Infektion eine Rolle, bis zu sechs Monate nach der überstandenen Krankheit erhalten sie den Pass. 

Wo kann ich mich in Österreich testen lassen?

Auch ausländische Gäste erhalten kostenlose Corona-Tests in Österreich: „Wir bieten all unseren Gästen aber kostenfreie Testmöglichkeiten in hunderten Teststraßen in ganz Österreich an“, das hatte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger dem RedaktionsNetzwerk Deutschland gesagt. Diese befinden sich in öffentlichen Test-Straßen und Apotheken, direkt im Hotel oder teils im Gasthaus.

Hotels in Österreich öffnen wieder regulär

Die Hotels in Österreich sind wieder geöffnet, das touristische Beherbergungsverbot wurde am 19. Mai aufgehoben. Beim Check-in muss der „Grüne Pass“ vorgelegt werden.

Wer nicht nur übernachtet, sondern beispielsweise auch im hoteleigenen Restaurant speist oder andere Angebote des Hotels nutzen möchte, muss zudem jeden zweiten Tag einen Selbsttest unter Aufsicht machen. Für Restaurants in den Hotels gelten die gleichen Regeln wie für die reguläre Gastronomie.

Wandern, Skifahren, Städtetrip – alles möglich in Österreich. Das Land ist geprägt durch Seen, Alpen und Dörfer. Für Städtetrips lohnen die Haupstadt Wien, Linz, Graz oder Salzburg.

Kann ich wieder im Restaurant essen?

Restaurants dürfen in Österreich seit dem 19. Mai wieder öffnen, allerdings unter strengen Hygiene-Auflagen und nur bis 24 Uhr. An einem Tisch im Innenbereich dürfen maximal acht Erwachsene sitzen, dazu die jeweils eigenen Kinder. Im Außenbereich sind maximal 16 Erwachsene erlaubt, plus die Kinder. Zwischen den Tischen muss ein Abstand von einem Meter gewährleistet sein. Die Sperrstunde soll voraussichtlich am 1. Juli aufgehoben werden, darüber informiert das österreichische Sozialministerium.

Gäste müssen beim Besuch ihre Daten angeben und zudem Masken tragen, insofern sie nicht an dem ihnen zugewiesenen Tisch sitzen. Wer keinen „Grünen Pass“ vorweisen kann, muss beim Betreten des Lokals einen Schnelltest machen.

Theater, Kino, Geschäfte: Was ist im Österreich-Urlaub erlaubt?

Tierparks, Zoos, botanische Gärten,  Museen, Kunsthallen und Bibliotheken sind geöffnet. Seit dem 19. Mai dürfen auch weitere Kultureinrichtungen öffnen, Konzerte und Sportevents sind wieder möglich.

Geschäfte sind geöffnet, es ist kein Corona-Test nötig. Pro Kundin und Kunde müssen zehn Quadratmeter Ladenfläche zur Verfügung stehen.Diese Beschränkung soll zum 1. Juli entfallen.

Bei Indoor-Veranstaltungen dürfen bis zu 1500 Menschen zusammenkommen, outdoor sind es 3000. Die Sitzplatzkapazität liegt allerdings nur bei 75 Prozent. Die Obergrenze soll am 1. Juli entfallen.

Welche Corona-Regeln gelten sonst noch in Österreich?

In Innenräumen gilt in Österreich eine FFP2-Maskenpflicht und Personen müssen in der Öffentlichkeit mindestens einem Meter Abstand zueinander halten.

Wer innerhalb Österreichs reist, muss in manchen Gebieten einen negativen, maximal 72 Stunden alten PCR-Test oder einen negativen, maximal 48 Stunden alten Antigen-Test vorweisen, wenn er eine Region verlässt.

Was muss ich bei der Rückkehr nach Deutschland beachten?

Deutschland hat die Reisewarnung für Österreich inklsuive der emeinden Jungholz in Tirol und Mittelberg/Kleinwalsertal am 13. Juni aufgehoben.

Wer mit dem Auto, dem Zug oder dem Bus aus Österreich einreist, muss keine Einschränkungen mehr beachten. Es besteht bei der Rückkehr weder eine Online-Anmeldepflicht noch eine Testpflicht.

Wer mit dem Flugzeug einreist und weder geimpft noch genesen ist, muss sich aber weiterhin schon vor Einreise testen lassen. Es reicht hier ein offizieller Antigen-Schnelltest, dieser darf maximal 48 Stunden alt sein. Ein PCR-Test darf 72 stunden alt sein, für die Berechnung ist der Zeitpunkt der Einreise maßgeblich.