Hohe Berge zum Wandern, kristallklare Seen zum Baden: Österreich ist auch im Sommer ein beliebtes Urlaubsziel für Deutsche. Und Reisen ins Nachbarland werden noch leichter: Das Land gilt seit Sonntag, 13. Juni, nicht mehr als Corona-Risikogebiet. Außerdem hat Österreich selbst seine Einreisebestimmungen gelockert, Urlauberinnen und Urlauber müssen dort nicht mehr in Quarantäne. Die Pflicht zum Nachweis eines negativen Tests, einer Impfung oder Genesung bleibt aber bestehen. Welche Beschränkungen es derzeit vor Ort gibt, darüber informiert dieser Überblick.

Die aktuelle Corona-Lage in Österreich

Die Corona-Lage in Österreich hat sich entspannt, die Infektionsraten steigen aber leicht. Aktuell liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 26,5 (Stand: 22. Juli) – am 1. Juli betrug sie noch 6,3. Sie ist aber weiterhin deutlich unter der kritischen Marke von 50 Neuinfizierten je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Das hatte zur Folge, dass die deutsche Bundesregierung das gesamte Land von der Liste der Risikogebiete genommen hat.

Urlaub in Österreich: Was muss ich zur Einreise wissen?

Seit dem 1. Juli ist eine Einreise nach Österreich aus Ländern mit geringem epidemologischem Risiko ohne Registrierung oder Quarantäne möglich, schreibt das Österreichische Gesundheitsministerium. Dazu zählt aktuell auch Deutschland. Bei der Einstufung orientiert sich Österreich an der ECDC-Karte für Risikogebiete. Ein Nachweis im Sinne der 3G-Regel sei jedoch zu erbringen (geimpft, genesen, getestet), außerdem müssen Reisende nachweisen, dass sie sich in den vergangenen zehn Tagen in einem Land mit geringem Risiko aufgehalten haben.

Eine Einreise aus Virusvarientengebieten ist in Österreich untersagt, Ausnahmen werden nur für Landsleute, sowie EU- und EWR-Bürgerinnen und -Bürger gemacht. Für sie gilt dann alleridings eine Test- und Quarantänepflicht.

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Bei Einreise aus anderen Staaten ist ein Impfnachweis, ein PCR-, Antigen- oder Antigentest oder ein Nachweis über eine überstandene Infektion vorzulegen. Vor der Einreise müssen sich Touristinnen und Touristen online registrieren.

Kleiner Grenzverkehr: Was ist möglich?

Wer nur für eine Wandertour für einen Tag nach Österreich fahren will, muss folgende Regeln beachten: Auch für Kurzaufenthalte von unter 24 Stunden in Österreich benötigen Touristinnen und Touristen den „Grünen Pass“ – also den Nachweis über einen negativen Corona-Test, die Impfung oder Genesung. Das österreichische Einreiseformular muss nicht mehr ausgefüllt werden.

Bei der Rückkehr nach Deutschland sind aktuell weder digitale Einreiseanmeldung noch Quarantäne oder Corona-Test vorgeschrieben. Das gilt seit dem 13. Juni auch für Rückkehrerinnen und Rückkehrer aus Tirol und Vorarlberg. Die beiden österreichischen Bundesländer sind keine Risikogebiete mehr, die Reisewarnung wurde aufgehoben.

Transit durch Österreich

Wer nur auf der Durchreise durch Österreich ist, der muss folgendes wissen:

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  • Ohne Zwischenstopp ist die Durchreise ohne Einschränkungen möglich.
  • Kurze Tankstopps und Toilettenbesuche sind in der Regel erlaubt.
  • Transitreisende sind von der elektronischen Registrierung und der Testpflicht ausgenommen.
  • Die Grenze zu Tschechien und zur Slowakei ist nicht überall möglich, nur bestimmte Grenzübergänge sind geöffnet. Hier müssen, wie auch dei der Einreise nach Italien, die Einreiseregeln des jeweiligen Landes beachtet werden.

Wofür brauche ich den „Grünen Pass“ in Österreich?

Ausschlaggebend für die Nutzung von Angeboten in Hotels und Gastrobranche sowie die Teilnahme an Kultur- und Sportevents in Österreich ist der sogenannte „Grüne Pass“. Dabei handelt es sich um eine Bestätigung, dass man aktuell als coronafrei gilt – entweder durch Impfung, eine überstandene Erkrankung oder negative Tests. Die Regelung ist in Österreich auch als 3G bekannt und steht für geimpft, genesen, getestet. Seit dem 1. Juli wurde die Regelung für den Grünen Pass für Kinder gelockert: Personen ab 12 Jahren sind dazu verpflichtet, den Nachweis vorzulegen, schreibt das Österreichische Gesundheitsministerium auf seiner Webseite.

Bei den Corona-Tests wird unterschieden: PCR-Tests haben eine Gültigkeit von 72 Stunden, Antigen-Tests von 48 Stunden und Selbsttests von 24 Stunden. Geimpfte erhalten den „Grünen Pass“ 22 Tage nach der Erstimpfung und bis zu einem Jahr nach der Erstimpfung. Bei Genesenen spielt der Zeitraum der Corona-Infektion eine Rolle, bis zu sechs Monate nach der überstandenen Krankheit erhalten sie den Pass. 

Wichtig: Während die österreichische Regierungen viele Regeln gelockert hat, hat die Stadt Wien einige Regeln sogar noch verschärft – als Vorsichtsmaßnahme in Bezug auf die ansteckende Delta-Variante. Die Regeln für die Stadt Wien findest du in einem eigenen Absatz weiter unten im Artikel. Sie betreffen unter anderem die Testpflicht.

Wo kann ich mich in Österreich testen lassen?

Auch ausländische Gäste erhalten kostenlose Corona-Tests in Österreich: „Wir bieten all unseren Gästen aber kostenfreie Testmöglichkeiten in hunderten Teststraßen in ganz Österreich an“, das hatte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger dem RedaktionsNetzwerk Deutschland gesagt. Diese befinden sich in öffentlichen Test-Straßen und Apotheken, direkt im Hotel oder teils im Gasthaus.

Hotels in Österreich öffnen wieder regulär

Die Hotels in Österreich sind wieder geöffnet, das touristische Beherbergungsverbot wurde am 19. Mai aufgehoben. Beim Check-in muss der „Grüne Pass“ vorgelegt werden.

Wer nicht nur übernachtet, sondern beispielsweise auch im hoteleigenen Restaurant speist oder andere Angebote des Hotels nutzen möchte, muss zudem jeden zweiten Tag einen Selbsttest unter Aufsicht machen. Für Restaurants in den Hotels gelten die gleichen Regeln wie für die reguläre Gastronomie.

Wandern, Skifahren, Städtetrip – alles möglich in Österreich. Das Land ist geprägt durch Seen, Alpen und Dörfer. Für Städtetrips lohnen die Haupstadt Wien, Linz, Graz oder Salzburg.

Kann ich wieder im Restaurant essen?

Restaurants dürfen in Österreich seit dem 19. Mai wieder öffnen. Seit dem 1. Juli sind auch die Regeln für den Restaurantbesuch gelockert: die maximale Größe von Gästegruppen wurde aufgehoben auch die Sperrstunde entfällt.

Gäste müssen beim Besuch ihre Daten angeben. Die Registrierungspflicht soll laut Angaben des Österreichischen Gesundheitsministeriums nur noch bis einschließlich 22. Juli gelten. Die Maskenpflicht wurde für Restaurants bereits zum 1. Juli aufgehoben – so wie generell für alle Bereiche, für die der „Grüne Pass“ erforderlich ist, beziehungsweise bei denen die 3G-Regel greift.

Theater, Disco, Geschäfte: Was ist im Österreich-Urlaub erlaubt?

Tierparks, Zoos, botanische Gärten,  Museen, Kunsthallen und Bibliotheken sind geöffnet. Seit dem 19. Mai dürfen auch weitere Kultureinrichtungen öffnen, Konzerte und Sportevents sind wieder möglich.

Geschäfte sind geöffnet, es ist kein Corona-Test nötig. Zum 1. Juli sind in Österreich sämtliche Quadratmeterregelungen aufgehoben worden. 

Für Zusammenkünfte gibt es seit dem 1. Juli grundsätzlich keine Höchstgrenzen und Kapazitätsbeschränkungen mehr. Ab 100 Personen ist die Vorlage des „Grünen Passes“ beziehungsweise 3G-Nachweise verpflichtend. 

In Clubs und Diskotheken gibt es seit dem 1. Juli keine Sperrstunde mehr. Die Betriebe dürfen maximal zu 75 Prozent ausgelastet sein. Ab dem 22. Juli gibt es keine Kapazitätsbeschränkung mehr. Besucherinnen und Besucher müssen aber entweder geimpft sein oder einen maximal 72 Stunden alten PCR-Test vorlegen. 

Welche Corona-Regeln gelten sonst noch in Österreich?

Seit dem 1. Juli müssen die Menschen in Österreich keinen Mindestabstand mehr zu anderen Personen einhalten. Außerdem entfällt die Maskenpflicht in vielen Bereichen – nämlich überall dort, wo der „Grüne Pass“ vorgelegt werden muss, beziehungsweise die 3G-Regeln greift.

Maskenpflicht nur noch in wenigen Bereichen

In folgenden Bereichen muss der Mund-Nasen-Schutz noch getragen werden: in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie deren Stationen, in Taxis, Seil- und Zahnradbahnen, im Supermarkt sowie in Behörden. Allerdings reicht hier eine Stoffmaske. Im Handel, in der Gastronomie, im Tourismus, in Kultur- und Freizeitbetrieben sowie Sportstätten ist die Maskenpflicht seit dem 22. Juli komplett aufgehoben.

Welche Corona-Regeln gelten in Wien?

Während für das gesamte Land etliche Lockerungen inkraft getreten sind, geht die Stadt Wien einen Sonderweg – und hat die Regelungen mit Blick auf die ansteckende Delta-Variante verschärft. Das berichtet der „Kurier“. So sind Selbst- und Antigentests als Eintrittsmöglichkeit für Lokale nicht mehr zulässig, stattdessen soll nur ein negativer PCR-Test anerkannt werden. Die Registrierungspflicht soll in Wien zudem auch über den 22. Juli hinaus bestehen bleiben.

Während im Rest des Landes Kinder bis zwölf Jahren von der Testpflicht ausgenommen sind, benötigen in Wien alle Kinder ab 6 Jahren einen negativen Test, den sie etwa am Eintritt beim Restaurant oder im Schwimmbad vorzeigen müssen.

Wien verlangt außerdem den Mund-Nasen-Schutz auch in jenen Bereichen, wo der Bund nun einen Entfall der entsprechenden Tragepflicht vorsieht – also etwa im Einzelhandel.

Was muss ich bei der Rückkehr nach Deutschland beachten?

Deutschland hat die Reisewarnung für Österreich inklsuive der emeinden Jungholz in Tirol und Mittelberg/Kleinwalsertal am 13. Juni aufgehoben.

Wer mit dem Auto, dem Zug oder dem Bus aus Österreich einreist, muss keine Einschränkungen mehr beachten. Es besteht bei der Rückkehr weder eine Online-Anmeldepflicht noch eine Testpflicht.

Wer mit dem Flugzeug einreist und weder geimpft noch genesen ist, muss sich aber weiterhin schon vor Einreise testen lassen. Es reicht hier ein offizieller Antigen-Schnelltest, dieser darf maximal 48 Stunden alt sein. Ein PCR-Test darf 72 stunden alt sein, für die Berechnung ist der Zeitpunkt der Einreise maßgeblich.