Wilde Natur und hohe Berge im Norden, Traumstrände und türkisblaues Wasser im Süden – und dazwischen eine aufregende Mischung aus Kultur, Gastfreundschaft und Natur. Ja, Portugal hat als Reiseziel einiges zu bieten. 

Ein Roadtrip ist der beste Weg, um wirklich all die Schönheit des Landes zu erkunden. Wer keine Zeit hat, das gesamte Land mit dem Auto oder Camper zu entdecken, der kann sich erst mal nur eine Route für seinen Portugal-Roadtrip aussuchen. Im Überblick stellt der reisereporter dir fünf mögliche Touren quer durch das beliebte Urlaubsland vor.

Karte für den ultimativen Portugal-Roadtrip

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1. Die Algarve mit dem Auto entdecken

Die erste Strecke ist gleichzeitig auch die wohl bekannteste Route in Portugal für einen Roadtrip. Sie führt dich mit dem Camper einmal an der Algarve im Süden des Landes entlang. Dort finden Reisende zahlreiche Campingplätze unweit der traumhaften Küste und viele tolle Strände zum Sonnen und Badeorte zum Bummeln. 

Dein Algarve-Roadtrip kann zum Beispiel in dem östlichen Badeort Tavira beginnen, der durch seinen zauberhaften historischen Stadtkern und die kleinen Fischerbötchen besticht. Weiter geht es dann nach Faro, der größten Stadt an der Algarve. 

Ein Camper parkt in Lagos – während der Corona-Krise. Normalerweise ist es dort deutlich voller.

Die nächsten Punkte auf der Strecke sind die Badeorte Albufeira, Portimao, Lagos und Sagres. Sie alle haben ihren ganz eigenen Charme und sind dennoch typisch für das besondere Flair an der portugiesischen Südküste. Insgesamt legen Touristen bei diesem Roadtrip rund 145 Kilometer zurück. Für den Trip solltest du eine Zeitspanne von mindestens sieben bis 14 Tagen einplanen. 

2. Unesco-Welterbe-Tour durch Portugal

In Portugal finden kulturinteressierte Urlauber insgesamt zwölf Weltkulturerbestätten der Unesco. Und wer bereit ist, dafür einige Kilometer mit dem Camper oder Auto hinter sich zu bringen, kann sie alle während eines besonderen Roadtrips besuchen. 

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Die kulturelle Tour durch das beliebte Urlaubsland beginnt in der Hauptstadt Lissabon. Dort warten gleich zwei Kulturstätten auf den Besuch: das Hieronymuskloster und der Turm von Belém. Von dort aus geht es in die Nachbarregion Sintra, in der zahlreiche Burgen und Schlösser zum Weltkulturerbe gehören. 

Zudem können Reisende auf der Route die Klöster in den Orten Alcobaça, Batalha und Tomar erkunden, die Universität in Coimbra besuchen und durch die historischen Zentren von Porto, Evora und Guimarães bummeln. Weitere Stopps sind die Weinregion Alto Douro, die Felsschriften in Vale do Côa und die Garnisonsstadt Elvas. Insgesamt legen Reisende hier circa 260 Kilometer zurück. Wir empfehlen eine Reisedauer von mindestens zehn Tagen. 

3. Mit dem Mietwagen die Azoren erfahren

Portugal ist weit mehr als das Festland im Westen von Nachbar Spanien. Auch einige Inseln gehören zu dem beliebten Reiseziel, darunter Madeira und die Azoren. Zu den Azoren wiederum gehört eine Insel, auf der du auch einen abenteuerlichen, naturreichen Roadtrip erleben kannst: São Miguel. 

Die größte und bekannteste Insel der Azoren bietet vor allem für Naturliebhaber zahlreiche besondere Orte. Unsere Route auf der insgesamt 64 Kilometer langen und etwa 16 Kilometer breiten Insel mitten im Atlantik führt dich zu all ihren Hotspots. 

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Startpunkt ist der Airport in Ponta Delgada, der lebendigen Hauptstadt der Insel. Denn dort bekommen Reisende am ehesten einen Mietwagen für ihre Tour. Besonderes Highlight der Route sind etwa die Aussichtspunkte Vista do Rei und Miradouro da Boca do Inferno sowie der Lavastrand von Mosteiros im Westen der Insel.

Im Osten von São Miguel sorgen der Wasserfall Salto da Farinha, die Altstadt von Nordeste und der botanische Garten Terra Nostra für ganz besondere Augenblicke. Für diese Tour sollten Urlauber mindestens 14 Tage einplanen. 

4. Quer durch den rauen Norden Portugals

Wer den schroffen Norden Portugals mit dem Auto oder dem Camper erleben möchte, der beginnt seinen Roadtrip durch die Landschaft am Besten in der Küsten-Metropole Porto. Dort, wo sich normalerweise Surfer am Strand tummeln, ist der optimale Ausgangspunkt für eine Tour durch Berge, Täler und urige Dörfer.

Porto an der nördlichen Atlantikküste Portugals ist eine günstige Alternative zu Lissabon.

Von Porto aus fährst du nämlich Richtung Nordosten nach Braga, um anschließend ins Landesinnere in die Nationalparks Parque Natural de Montesinho und Parque Natural de Serra Estrela sowie ins Duoro-Tal. Zurück nach Porto geht es dann wieder durch das idyllische Städtchen Coimbra.

5. Entlang der Westküste von Portugal

Die Westküste von Portugal ist bei Surfern beliebt, da das Meer rauer und die Wellen dadurch deutlich höher sind als im Süden des Landes. Aber auch Badeurlauber und Naturfreunde finden im Westen Portugals zahlreiche Hotspots für einen zauberhaften Urlaub.

Startpunkt des Westküsten-Roadtrips ist die Küstenstadt Porto. Von dort aus geht es über Sintra weiter in die portugiesische Hauptstadt Lissabon. Nachdem du dich dort von Kultur, Natur und Gastfreundschaft hast verzaubern lassen, geht die Tour weiter über den Nationalpark Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina und den Badeort Aljezur an den südwestlichsten Punkt Europas: Sagres. 

Die gesamte Route ist 600 Kilometer lang und dauert bei einer normalen Reisegeschwindigkeit und ausreichenden Stopps an jedem Punkt mindestens 14 Tage.