Italien hat den Gardasee, Kroatien die Plitvicer Seen und Ungarn den Balaton. Aber selbst, wenn du in diesem Jahr in Deutschland bleibst, musst du auf malerische Seen nicht verzichten. Wir haben für deinen Badespaß die schönsten Seen in Deutschland gesammelt – von Nord nach Süd!

Karte: Übersicht der schönsten Badeseen in Deutschland  

1. Großer Plöner See in Schleswig-Holstein

Der Große Plöner See ist nur einen Katzensprung von der Ostsee entfernt – und ist trotz dieser großen Konkurrenz ein beliebtes Ausflugsziel. Kein Wunder: An 15 Badestellen kommen Bade-Fans, Familien und Ruhe-Suchende auf ihre Kosten. Der zehntgrößte See in Deutschland liegt südwestlich von Plön im Naturpark Holsteinische Schweiz.

Wer sich gern austobt, kann das auf dem Wasser beim Paddeln und Segeln tun. Und wenn es am Plöner See mal zu voll wird, findest du zahlreiche große und kleine Gewässer in der Nähe.

Blick auf den Großen Plöner See in Schleswig-Holstein.

2. Schaalsee in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern

Grenzübergreifender Urlaub am See: Der Schaalsee liegt auf der Landesgrenze von Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Er zählt zu den tiefsten Seen in Deutschland und bietet naturbelassene Badestellen.

Weil der See im ehemaligen innerdeutschen Grenzgebiet liegt, ist auch die Natur rund um das Gewässer intakt und lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein.

Morgenrot am Schaalsee, mit Blick auf einen Holzsteg, im Biosphärenreservat Schaalsee in Mecklenburg-Vorpommern.

3. See Hinterm Horn in Hamburg

Etwas außerhalb von Hamburg, bei Allermöhe, findest du den See Hinterm Horn. Mit Sandstrand und Liegewiese ist er der perfekte Ort für sonnenhungrige Städter. Weil es keine Badeaufsicht gibt und das Ufer steil abfällt, ist er allerdings nicht für Kinder geeignet.

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4. Müritzsee und Mecklenburgische Seenplatte

Wer malerische Badeseen sucht, findet sie auf der Mecklenburgischen Seenplatte in Hülle und Fülle. Ob beim Urlaub im Hausboot oder beim Campen am Seeufer – die Seen rund um die Müritz sind ein ganz besonderes Naturerlebnis.

Insgesamt findest du auf der Mecklenburgischen Seenplatte rund 200 Naturbadestellen. Dank des flachen Einstiegs sind die meisten von ihnen auch perfekt für Kinder geeignet.

Röbel am Müritzsee.

5. Großer Stechlinsee in Brandenburg

Alle Badegewässer in Deutschland werden regelmäßig kontrolliert. Wer aber in besonders sauberem Wasser baden will, sollte zum Stechlinsee im Norden Brandenburgs reisen. Seine Wasserqualität wird regelmäßig als exzellent bewertet.

Das Wasser des Sees ist extrem klar, darin tummeln sich zahlreiche Fische. 2012 wurde er deshalb vom Global Nature Fund als „Lebendigster See des Jahres“ ausgezeichnet.

Das Rheinsberge Seengebiet mit dem großen Stechlinsee und der Mecklenburgische Seenplatte.

6. Mahndorfer See in Bremen

Bremen ist vielleicht nicht als Stadt mit zahlreichen Badeseen bekannt. Lieber legen sich die Bremer an die Weser. Doch ein kurzer Abstecher ins Umland lohnt sich: Der Mahndorfer See ist ein perfekter Ort für Erholung und Badespaß.

Es gibt einen langen Sandstrand, eine Liegewiese, auf der gegrillt werden darf, einen Nichtschwimmerbereich und einen FKK-Strand. Du siehst: Der Baggersee im Grünen lässt keine Wünsche offen.

7. Steinhuder Meer in Niedersachsen

Der Name könnte verwirren, ist aber für den größten See Niedersachsens durchaus angemessen. Hier kannst du segeln, windsurfen, zur Insel Wilhelmstein übersetzen oder den See mit dem Rad einmal umrunden.

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Das Steinhuder Meer ist so vielfältig, dass es für einen Tag fast zu viel zu tun gibt! Trotzdem findest du gerade abseits der Orte Steinhude und Mardorf immer wieder auch ruhige Ecken.

8. Wannsee in Berlin

Auch wenn der Wannsee für die Ärzte nicht an Sylt rankommt: Für einen Ausflug in die Natur abseits des Großstadtlebens ist er perfekt! Kultig: das Strandbad, das 1907 eröffnet wurde.

Dank der guten Anbindung ist der Wannsee perfekt für alle, die sich bei einem Städtetrip in Berlin abkühlen möchten. Fun-Fact: Wusstest du, dass der Wannsee eigentlich Großer Wannsee heißt und GWS abgekürzt wird?

Ein Klassiker und besungen von den Ärzten: Der Wannsee in Berlin.

9. Kulkwitzer See in Sachsen

Hobby-Taucher kommen im Kulkwitzer See auf ihre Kosten. Am westliche Stadtrand von Leipzig gelegen, gehört er zu den beliebtesten Badeseen der Region. Kein Wunder: Von der Leipziger Innenstadt aus ist der See mit öffentlichen Verkehrsmitteln perfekt angebunden.

Er entstand in den 60er-Jahren durch die Flutung von Braunkohlegruben und wird auch liebevoll „Kulki“ genannt. Aufgrund der guten Wasserqualität hast du beste Sicht beim Tauchen, auch zu den teilweise versenkten Tauchobjekten. Daneben kannst du auf dem Kulkwitzer See unter anderem wakeboarden und Wasserski fahren. 

10. Geiseltalsee in Sachsen-Anhalt

Auch der Geiseltalsee ist ein Überbleibsel des Braunkohleabbaus. Und: Der See im Süden von Sachsen-Anhalt ist der größte künstliche See in Deutschland. Hier findest du jede Menge Platz für Badespaß und Wassersport. 

Übrigens wird seit 2000 am Ufer des Geiseltalsees Wein angebaut. Eine Verköstigung mit Blick auf den See ist der krönende Abschluss deines Ausflugs. Und wenn du dann noch so einen schönen Blick hast, wie ihn Matthias Haltenhof hier eingefangen hat, steht einem romantischen Abend nichts mehr im Wege...

Romantischer Blick auf den Geiseltalsee in Deutschland.

11. Edersee in Hessen

Eine weitere Superlative: der Edersee in Hessen, der zu den größten Stauseen in Deutschland zählt. Beim Spaziergang auf der Edertalsperre wird dir das Ausmaß eindrücklich bewusst.

Da der See im Nationalpark Kellerwald-Edersee liegt, lädt auch die umliegende Natur zu ausgedehnten Streifzügen ein, malerische Aussichten auf den Stausee inklusive:

Panorama des Edersees.

12. Otto-Maigler-See in Nordrhein-Westfalen

Chillen im Strandbad, segeln, rudern oder surfen auf dem Wasser oder abzappeln im Beach-Club: Am Otto-Maigler-See hast du die Qual der Wahl. Nicht umsonst ist er ein beliebtes Ausflugsziel in der Region Köln/Bonn.

Mit dem hellweißen Sand zwischen den Seen vergisst du schnell, dass du dich gerade eigentlich mitten im Landesinneren und nicht an der Küste befindest.

13. Bleilochtalsperre in Thüringen

Zum Schutz vor Hochwasser und zur Energiegewinnung wurde bis 1932 die Bleilochtalsperre errichtet – die größte in Deutschland! Vom Bau profitieren heute aber auch Ausflügler und Urlauber, denn das Gewässer trumpft als beliebtes Naherholungsgebiet auf.

Ganz beschaulich kannst du die Landschaft an Bord der Fahrgastschiffe genießen. Oder du wirst beim Surfen, beim Segeln oder beim Wasserski selbst aktiv.

Sonnenuntergang an der Bleilochtalsperre im Naturpark Thüringer Schiefergebirge.

14. Meerfelder Maar in Rheinland-Pfalz

Hinter diesem klangvollen Namen verbirgt sich eine spektakuläre Geschichte: Das Meerfelder Maar entstand vor rund 80.000 Jahren bei einer Vulkanexplosion. Heutzutage geht es an dem See in der Eifel allerdings ruhiger zu: beim Angeln oder beim Baden an den ausgewiesenen Badestellen.

Der Vulkansee Meerfelder Maar in der Eifel.

15. Bostalsee in Saarland

In der idyllischen Mittelgebiergslandschaft im Naturpark Saar-Hunsrück liegt der Bostalsee. An zwei großen Sandstränden kannst du Beachvolleyball spielen, du kannst Tretboot fahren oder was immer dein sonnenhungriges Herz begehrt. Wer lieber im Trockenen bleibt, kann den See in rund sieben Kilometern umwandern beziehungsweise umradeln.

16. Chiemsee in Bayern

Dieses Gewässer gehört definitiv zu den bekannteren in Deutschland. Der Chiemsee wird gern mal als „Bayerisches Meer“ bezeichnet. Kein Wunder: Immerhin ist er der größte See in Bayern. Hier kommen alle auf ihre Kosten, die neben Wasser auch auf Berge stehen – hinter dem Ufer erhebt sich ein Voralpenpanorama als perfektes Postkartenmotiv.

Mit den Booten der Chiemsee-Schifffahrt kannst du auf die Inseln Herrenchiemsee mit dem gleichnamigen Schloss und Frauenchiemsee übersetzen.

Das wunderschöne Alpenpanorama am Chiemsee begegnet dir beim Wandern.

17. Schluchsee in Baden-Württemberg

Der Schwarzwald ist öde und spießig? Von wegen! Der Schluchsee, der größte See im Schwarzwald, ist das beste Beispiel dafür, wie sehr hier das Leben tobt. Einst ein Gletschersee, führt er noch heute sehr sauberes Wasser. Beim Baden oder beim Wassersporteln tummeln sich darin die Einheimischen und die Urlauber.

Trotzdem wird auch die Erholung am Schluchsee großgeschrieben: Der gleichnamige Ort ist ein heilklimatischer Kurort. Die schönsten Aussichten genießt du bei einer Schiffsrundfahrt oder vom Wanderweg Schluchseer Jägersteig aus.

Vom Jägersteig im Schwarzwald hast du einen guten Blick auf den Schluchsee.

18. Walchensee in Bayern

Am Walchensee ist nicht nur das Wasser besonders rein, sondern auch die Luft. Der Luftkurort hat all das, was ein fast übernatürlich schöner Alpensee braucht: hellblaues Wasser zwischen mal kargen, mal bewaldeten Berggipfeln. Taucherbrille einzupacken lohnt sich: Unter Wasser kannst du bis zu 40 Meter weit gucken! Der Walchensee liegt nur 75 Kilometer südlich von München.

Blick über den Walchensee im Frühling.

19. Bodensee in Baden-Württemberg und Bayern

Auch der Bodensee dürfte dir bekannt sein. Er liegt an der Grenze zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz. Bei einer Wanderung rund um den Bodensee durchquerst du deshalb gleich drei Länder. Im See selbst kannst du natürlich baden, aber auch tauchen und an einigen Stellen sogar kitesurfen. 

Zehn Inseln liegen im Bodensee, darunter die Blumeninsel Mainau. Dank zahlreicher Obstwiesen und Weinhänge ist der Bodensee auch kulinarisch ein Hochgenuss.

Der Bodensee-Radweg ist 270 Kilometer lang, 170 davon liegen in Deutschland. Er belegt Platz 5 im ADFC-Ranking der beliebtesten Radwege Deutschlands. Mehr als 220.000 Radfahrer sind hier pro Jahr unterwegs.

20. Eibsee in Bayern

Das Beste kommt zum Schluss? In diesem Fall ist da was dran. Denn der Magie des Eibsees kann man sich wirklich nur schwer entziehen. Vor dem imposanten Massiv der Zugspitze ruht der Eibsee an windstillen Tagen wie ein Spiegel.

Eine kleine Insel mitten im Eibsee unterhalb der Zugspitze.

In 1.000 Meter Höhe findest du am Ufer immer wieder kleine Buchten, in denen du baden und die Ruhe der Natur genießen kannst. Und wer den See aus der Vogelperspektive erleben will, fährt mit der Seilbahn vom Ufer auf die Zugspitze.

21. Pipersee in Schleswig-Holstein

Der idyllische Waldsee ist knapp sieben Meter tief, am östlichen Ende befindet sich eine Badestelle mit Steg und Sandstrand. Gerade an heißen Sommertagen gibt's am Pipersee viele schattige Plätze am bewaldeten Ufer. Wer nicht schwimmen will, kann sich ein Kanu mieten oder gleich eine Tour buchen.

Eine Brücke trennt den Pipersee vom Phuhlsee, und dort gibt es auch einen Campingplatz – er ist in ein Hochwaldgebiet eingebettet. Dort kannst du im eigenen Wohnwagen oder Zelt übernachten, es stehen aber auch Tipis und Planwagen zur Miete bereit. So kannst du auch gleich einen ganzen Urlaub am Pipersee verbringen.

Boote liegen im Pipersee – einem idyllischen Plätzchen in Schleswig-Holstein mit etwa sieben Meter Wassertiefe.

Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel wurde erstmals im August 2020 publiziert. Wir haben ihn im Juni 2021 aktualisiert.