Wanderfans, Bergsteiger und Mountainbiker aufgepasst: In Österreichs Alpen gibt es einige Geheimtipps fernab des Massentourismus. Egal, ob in der Steiermark oder in Tirol – bei facettenreichen Hüttenwanderungen kannst du wunderbar durch die Alpen wandern und dabei malerische Täler mit kristallklaren Seen und urigen Almen in Bergkulisse bewundern. Wir zeigen dir sieben tolle Ziele und Geheimtipps für deinen nächsten Wandertripp in den Alpen.

1. Patscherkofel – der ideale Aussichtsberg

Über der Tiroler Hauptstadt Innsbruck erhebt sich das Bergdorf Patsch. Egal, ob du wandern, mountainbiken oder mit der Gondel fahren möchtest: Der Patscherkofel ist ein Allround-Talent. Wer von Alm zu Alm wandert, erlebt unterwegs wunderschöne Ausblicke im unvergleichlichen, alpinen Naturparadies.

Hier gibt es mehrere schöne Wanderrouten, zwischen denen du wählen kannst: Der Naturlehrweg Patscherkofel verläuft beispielsweise entlang des Panoramaweges Jochleitensteig. In etwa 1,5 Stunden kannst du dich an den Haltepunkten über Flora und Fauna des Naturschutzgebietes Patscherkofel-Zirmberg schlaumachen.

Wer es gemütlicher mag, der kommt auch mit der Patscherkofelbahn ans Ziel. Oben angekommen genießt du den traumhaften Drei-Täler-Blick über Inntal, Stubaital und Wipptal.

Infos zum Wanderweg:

  • Start: Bergstation Patscherkofel
  • Ziel: Gipfel
  • Länge: 6 Kilometer
  • Schwierigkeitsgrad: mittel

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2. Wanderung zur Speikbodenhütte

Im Nationalpark Hohe Tauern in Osttirol versteckt sich dieses Juwel für Wanderfreunde: Das Defereggental ist bis heute weitgehend vom Massentourismus verschont geblieben. Inmitten von Zirbenwäldern, auf Wiesen und Almen gibt es verschiedene Strecken für deine nächste Wanderung.  

Ein Wanderweg im wunderschönen Defereggental.

Bei einer Wanderung zur Speikbodenhütte startest du in St. Veit. Die höchstgelegene Gemeinde Osttirols bietet sich hervorragend als Ausgangspunkt zum Wandern und E-Biken an. Unterwegs bekommst du auf mehr als fünf Kilometern wunderschöne Ausblicke auf das Defereggental. Dein Ziel, die Speikbodenhütte, befindet sich auf 2050 Metern.

Infos zum Wanderweg:

  • Start: St. Veit
  • Ziel: Speikbodenhütte
  • Länge: 5,37 Kilometer
  • Schwierigkeitsgrad: mittel

3. Zwieselbacher Rosskogel

Von Niederthai zur Schweinfurter Hütte und durch das Fidaskar führt dieser Wanderweg: Ziel ist die Zwieselbacher Rosskogel. Ein Forstweg macht das Wandern leicht – los geht es im Horlachtal zur Larstigalm, wo du eine kleine Kapelle besichtigen kannst.

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Die Schweinfurter Hütte ist eine Alpenvereinshütte in 2028 Meter Höhe in den Stubaier Alpen.

Etwas mehr Puste brauchst du danach – hier ist der Anstieg über eine Bachbrücke, vorbei an der Großen und Kleinen Horlachalm bis zur über 2000 Meter hohen Schweinfurter Hütte schon etwas sportlicher. Der Ausblick auf das wunderschöne Zwieselbachtal entschädigt dich aber ganz sicher dafür.

Infos zum Wanderweg:

Start: Tourismusinformation am Parkplatz in Niederthai
Ziel: Schweinfurter Hütte
Länge: 6,1 Kilometer
Schwierigkeitsgrad: mittel

4. Die Dolomitenhütte

Oberhalb von Lienz in Osttirol findest du die Dolomitenhütte. 3,3 Kilometer lang schlängelt sich ein anspruchsvoller Weg in mehr als 1600 Meter Höhe. Unterwegs geht es entlang der unterschiedlichsten Vegetation – einmal vorbei an schroffem Gestein, dann wieder durch liebliche Blumenwiesen und Wälder.

Oben angekommen erreichen Wanderer dann die Dolomitenhütte, die auf einem gewaltigen Felsriegel steht. Die Aussicht auf die Lienzer Dolomiten ist wunderschön. Die Hütte wurde 2007 von der neuen Besitzerin und ihrem Bruder von Grund auf renoviert. Wenn Corona es erlaubt, können hier 19 Wanderfreunde übernachten.

Infos zum Wanderweg:

  • Start: Parkplatz Klammbrücke
  • Ziel: Dolomitenhütte
  • Länge: 3,3 Kilometer
  • Schwierigkeitsgrad: anspruchsvoll

5. Namlos über die Hängebrücke nach Fallerschein

Ruhe und Frieden abseits des Alltagstrubels findest du hier garantiert: in Namlos, Tirols größtem Almdorf. Idyllisch zwischen den Bergen gelegen, kannst du hier ganz entspannt die unberührte Natur genießen. Ein Highlight ist die neue Hängebrücke, die 40 Meter lang und 20 Meter hoch ist.

Früher musste man bei einer Wanderung nach Fallerschein einen Teil der Strecke auf der viel befahrenen Straße zurücklegen. Das gehört nun erfreulicherweise der Vergangenheit an. Nun kannst du deine Wanderung inmitten der satten Natur in aller Ruhe genießen.

Infos zum Wanderweg:

  • Start: Namlos Gemeindehaus
  • Ziel: Almdorf Fallerschein
  • Länge: 4,1 Kilometer
  • Schwierigkeitsgrad: mittel

6. Krakau im Lungau

Steirisch Krakau befindet sich im Lungau an den Südhängen der Schladminger Tauern, also immer noch in Österreich. Hier gibt es viel Sonne und wenig Regen. Ein Highlight vor Ort: das traditionelle Wasserscheibenschießen am Preber und am Schattensee.

Wie das geht? Der Clou ist, dass nicht auf die Scheibe, sondern auf ihr Spiegelbild im Wasser geschossen wird. Durch das Wasser prallt die Kugel bei Aufschlag ab und kommt im besten Fall doch noch an der Scheibe am Ufer an.

In Kraukau gibt es elf schöne Wanderwege, die du ausprobieren kannst, wenn du schon einmal vor Ort bist – einer davon ist der Krakauer Dorfrundweg.

Infos zum Wanderweg:

  • Start/Ziel: Infopoint Krakau
  • Länge: 5,7 Kilometer
  • Schwierigkeitsgrad: leicht

7. Naturphänomen in der Olympiaregion Seefeld

Ist hier etwa Zauberei am Werk? In der Olympiaregion Seefeld kannst du jedes Jahr im Frühjahr ein echtes Naturschauspiel beobachten: Wie aus dem Nichts entstehen im Wildmoos auf über 1000 Metern zwei Seen. Quasi über Nacht sind sie dann auf einmal da: der Wildmoossee und der Lottensee.

Sobald der Herbst kommt, verschwinden sie wieder. Wie das sein kann? Genau weiß das niemand, aber es wird vermutet, dass es mit der Schneeschmelze und dem unterirdischen Karstsystem zusammenhängt. Wanderfreunde können hier zum Beispiel die Drei-Seen-Rundwanderung am Seefelder Plateau genießen.

Infos zum Wanderweg:

  • Start: Seefeld WM-Tennishalle
  • Ziel: Seefeld Seekirchl
  • Länge: 12,3 Kilometer
  • Schwierigkeitsgrad: mittel