Malerische Sandstrände, tiefblaues Wasser und meterhohe Felsen locken viele Tausend Urlauber pro Jahr an die Algarve. Auch während der Coronavirus-Pandemie ist die Region in Portugal ein beliebtes Ziel, ebenso wie die Westküste am Atlantik, die Städte Porto und Lissabon sowie die Inseln der Azoren und die Insel Madeira.

Portugal verschärft Einreisebeschränkungen

Reisen in das Land sind möglich, allerdings gelten ab dem 1. Dezember strengere Bestimmungen für die Einreise. Dann benötigen alle alle Menschen, die auf dem Luftweg nach Portugal einreisen, einen negativen Covid-19-Test. Das gilt auch für Reisende, die geimpft oder genesen sind.

Deutschland stuft Portugal nicht als Risikogebiet ein. In unserem Überblick erfahren Reisende, was sie jetzt für die Einreise sowie über die Situation vor Ort wissen müssen und welche Sonderregeln für Madeira sowie die Azoren gelten.

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Die aktuelle Lage in Portugal

Die Impfquote in dem Urlaubsland ist gut: 86,6 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft. Trotzdem steigen auch in Portugal die Infektionszahlen: Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei 202,4 (Stand: 30. November). Portugal hat wieder den Nationalen Notstand (estado de calamidade) ausgerufen.

Aktuelle Corona-Regeln in Portugal, die Urlauber betreffen

Portugal verschärft die Corona-Regeln wieder. Die wichtigste Entwicklung: Ab dem 1. Dezember müssen alle Menschen, die per Flugzeug in das Land einreisen, einen negativen Corona-Test vorlegen. Ausnahmen für Geimpfte oder Genesene gibt es nicht. Im Land selbst gelten ab dem 1. Dezember folgende für Touristinnen und Touristen relevante Regeln:

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  • 3G-Regel gilt für viele Freizeit-Bereiche: In Hotels und anderen Unterkünften, in Restaurants, Fitnessstudios sowie Veranstaltungen mit festen Plätzen wird der Nachweis über eine Impfung, Genesung oder einen negativen Corona-Test verlangt.
  • 3G-plus-Regel: In Discos, Bars und bei Großveranstaltungen ohne feste Plätze müssen alle einen negativen Corona-Test vorlegen (PCR- oder Antigen-Schnelltest), auch Geimpfte und Genesene.
  • Die Maskenpflicht im Freien wurde aufgehoben. In geschlossenen Räumen gilt die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung weiterhin. Bei Verstößen drohen Bußgelder bis zu 500 Euro.
  • Der Mindestabstand im öffentlichen Raum beträgt zwei Meter.

Ampelsystem regelt Besucherlenkung an Stränden

Wie in einigen deutschen Küstenorten gibt es auch in Portugal mancherorts ein Ampelsystem. Es soll die Besucherströme lenken und darüber informieren, wie voll es an den Stränden ist. Urlauberinnen und Urlauber können sich die App „Info Praia“ im Apple Store (für iOs) oder im Google play Store (für Android) herunterladen.

Es gibt drei Stufen: Die Ampel leuchtet grün, wenn es relativ leer ist. Das gilt bis zu einer Auslastung von etwa einem Drittel. Wenn die Ampel gelb ist, dann sind bis zu zwei Drittel der Kapazitäten genutzt. Und bei Rot sind mehr Kapazitäten ausgeschöpft.  Sport an den Stränden, wie Volleyball spielen, ist nur erlaubt, wenn die Ampel auf grün steht.

Regeln für die Einreise: Portugal, Madeira und Azoren

Die Einreise aus Deutschland auf Portugals Festland ist ganz ohne Quarantäne möglich, sowohl an der Algarve als auch in Lissabon oder Porto. Für die autonomen Inselregionen gelten Sonderregelungen.

Wer aufs Festland von Portugal reisen will, muss ab dem 1. Dezember folgende Regeln beachten:

  • Anmeldung: Einreisende müssen vor der Ankunft ein Einreiseformular (Passenger Locator Form) ausfüllen. Darauf müssen sie den Grund ihrer Einreise angeben, ihren Zielort sowie Kontaktdaten.
  • Testpflicht: Für alle Flugpassagiere – egal oder nicht geimpft, geimpft oder genesen – ist ein negativer Corona-Test vor der Einreise Pflicht. Ein Antigen-Schnelltest darf bei Abflug nicht älter als 48 Stunden sein, der PCR-Test nicht älter als 72 Stunden. Der Test muss gegenüber der Fluggesellschaft nachgewiesen werden. Ausgenommen sind Kinder unter zwölf Jahren. Mehr Infos stellt die portugiesische Grenzbehörde SEF online zur Verfügung.

Einreise auf die Azoren und auf Madeira

Urlauberinnen und Urlauber ab zwölf Jahren müssen die 3G-Regel beachten und benötigen den Nachweis über eine vollständige Impfung, eine Genesung oder einen negativen Corona-Test (PCR-Test maximal 72 Stunden alt, Antigen-Schnelltest maximal 48 Stunden). Je nach autonomer Inselregion gelten zusätzlich folgende Regeln:

Madeira: Vor der Einreise müssen alle Reisenden eine Gesundheitserklärung ausfüllen (frühestens 48, spätestens zwölf Stunden vor dem Boarding). Kinder unter zwölf Jahre werden in die Gesundheitserklärung des mitreisenden Erwachsenen aufgenommen.

Azoren: Einreisende müssen 72 Stunden vor der Einreise ein spezielles Online-Formular ausfüllen, wenn sie kein digitales Covid-Zertifikat der EU vorweisen können.

Diese Sicherheitsmaßnahmen gelten an Portugals Flughäfen

Wer mit einem Flugzeug auf dem portugiesischen Festland ankommt, muss sich auf Temperaturmessungen einstellen. Sollte die Körpertemperatur 38 Grad Celsius überschreiten, müssen Urlauber mit weiteren Untersuchungen und häuslicher Quarantäne rechnen. Unter anderem für diesen Fall bietet Portugal Touristen zur Sicherheit eine kostenpflichtige Corona-Versicherung an.

An den Flughäfen selbst gelten außerdem strikte Zugangsregeln. So dürfen nur Passagiere mit einem gültigen Flug-Ticket eintreten.

Regeln für die Rückreise nach Deutschland

Alle Reiserückkehrenden müssen bereits vor der Einreise nach Deutschland einen der folgenden Nachweise vorlegen können: aktueller Corona-Test, Nachweis einer vollständigen Impfung oder Genesenen-Nachweis. Von der Testpflicht ausgenommen sind Kinder unter zwölf Jahren.

Portugal: Checkliste für Einreise und Rückreise

Stand der Infos: 30. November 2021