Malerische Sandstrände, tiefblaues Wasser und meterhohe Felsen locken viele Tausend Urlauber pro Jahr an die Algarve. Auch während der Coronavirus-Pandemie ist die Region in Portugal ein beliebtes Ziel, ebenso wie Lissabon sowie die Inseln der Azoren und die Insel Madeira.

Portugal erlaubt Einreise mit Corona-Schnelltest

Reisen in das Land sind ohne die Angabe von triftigen Gründen und mit wenigen Einschränkungen möglich: Portugal  verlangt bei der Einreise mit dem Flugzeug keinen PCR-Test mehr. Notwendig ist nur ein negativer Antigen-Schnelltest.

Deutschland hat nun ganz Portugal von der Hochrisikoliste gestrichen: Bisher galt nur noch die Algarve als solche – ab Sonntag, 19. September, steht sie nicht mehr auf der Liste der Risikogebiete des RKI. In unserem Überblick erfahren Reisende, welche Pläne das Land für den Tourismus hat, was Urlauberinnen und Urlauber jetzt für die Einreise sowie über die Situation vor Ort wissen müssen und welche Sonderregeln für Madeira sowie die Azoren gelten.

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Die aktuelle Lage in Portugal

Die Lage in Portugal hatte sich vor dem Sommer deutlich entspannt, die Infektionszahlen waren gesunken – dank eines harten Lockdowns im Januar. Seit Anfang Juni ging die Kurve aber steil nach oben, die Inzidenz stieg auf etwa 400. Inzwischen entspannt sich die Lage langsam, die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit nur noch bei 71,6 (Stand: 17.September). Deshalb steht seit dem 15. August auch nicht mehr ganz Portugal auf der Liste der Hochrisikogebiete – und ab dem 19. September gilt auch die Algarve nicht länger als solche. 

Aktuelle Regeln in Portugal, die auch Urlauber betreffen

Portugal lockert nur bei sinkenden Infektionszahlen – seit dem 1. Mai gelten im Großteil des Landes die in der vierten und letzten Stufe vorgesehenen Lockerungsmaßnahmen. Aktuell gelten folgende auch für Reisen relevante Regeln (Stand: 14. September):

  • Ausgangssperre: Wurde wieder aufgehoben, kann aber in Regionen mit besonders hohen Infektionszahlen wieder zwischen 23 und 5 Uhr eingeführt werden. 
  • Restaurants und Cafés dürfen öffnen. Am Wochenende (freitags, samstags, sonntags) und an Feiertagen ist ab 19 Uhr ein digitales Zertifikat oder ein negativer Corona-Test für den Innenbereich von Restaurants erforderlich. Im Innenbereich dürfen nur acht Personen pro Gruppe an einem Tisch sitzen – auf der Terrasse maximal 15 Personen pro Gruppe.
  • Kulturveranstaltungen sind erlaubt, Museen und ähnliche Einrichtungen haben wieder geöffnet.
  • Geschäfte und Einkaufszentren dürfen öffnen.
  • Es gilt ein Konsumverbot für Alkohol im öffentlichen Raum zwischen 21 und 6 Uhr.
  • Der Mindestabstand im öffentlichen Raum beträgt zwei Meter.
  • Es gilt eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften sowie im öffentlichen Raum bei Menschenansammlungen.

Bei Verstößen drohen Strafen von bis zu 500 Euro. Bitte beachte die weiter oben genannten Ausnahmeregelungen für die Metropolregion Lissabon.

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Portugal lockert Maskenpflicht im Freien

Das Tragen von Masken im Freien ist seit 13. September 2021 nicht mehr grundsätzlich verpflichtend, sondern beispielsweise nur noch bei Menschenansammlungen oder im schulischen Kontext. Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Kinder unter zehn Jahren und Personen mit einem ärztlichen Attest. 

Seit Oktober 2020 hatten auch Urlauberinnen und Urlauber auf der Straße, in Parks oder auf der Strandpromenade einen Mund- und Nasenschutz tragen müssen.

Ampelsystem regelt Besucherlenkung an Stränden

Wie in einigen deutschen Küstenorten gibt es auch in Portugal ein Ampelsystem. Es soll die Besucherströme lenken und darüber informieren, wie voll es an den Stränden ist. Urlauberinnen und Urlauber können sich die App „Info Praia“ im Apple Store (für iOs) oder im Google play Store (für Android) herunterladen.

Es gibt drei Stufen: Die Ampel leuchtet grün, wenn es relativ leer ist. Das gilt bis zu einer Auslastung von etwa einem Drittel. Wenn die Ampel gelb ist, dann sind bis zu zwei Drittel der Kapazitäten genutzt. Und bei Rot sind mehr Kapazitäten ausgeschöpft.  Sport an den Stränden, wie Volleyball spielen, ist nur erlaubt, wenn die Ampel auf grün steht.

Regeln für die Einreise nach Portugal, auf Madeira und auf die Azoren

Die Einreise aus Deutschland auf Portugals Festland war bis zum 16. Mai für Urlauber nicht erlaubt. Seit dem 17. Mai dürfen Deutsche wieder ohne triftigen Grund nach Portugal reisen. Ein Urlaub ganz ohne Quarantäne ist möglich, sowohl an der Algarve als auch in Lissabon oder Porto. Für die autonomen Inselregionen gelten Sonderregelungen.

Wer einreisen will, muss folgende Regeln beachten (Stand: 17. September):

  • Anmeldung: Einreisende müssen vor der Ankunft ein Einreiseformular (Passenger Locator Form) ausfüllen. Darauf müssen sie den Grund ihrer Einreise angeben, ihren Zielort sowie Kontaktdaten.
  • Nachweispflicht: Eine Impfung, Genesung oder ein negativer Corona-Test (PCR oder Antigen-Schnelltest) ist Pflicht. Der Schnelltest darf bei Abflug nicht älter als 48 Stunden sein, der PCR-Test nicht älter als 72 Stunden. Der Test muss gegenüber der Fluggesellschaft nachgewiesen werden. Ausgenommen sind Kinder unter zwei Jahren. Mehr Infos stellt die portugiesische Grenzbehörde SEF online zur Verfügung.

Einreise auf die Azoren und auf Madeira

Je nach automoner Inselregion gelten folgende Regeln:

Auf Madeira kann der Corona-Test auch bei der Einreise kostenlos gemacht werden, das Ergebnis liegt in der Regel innerhalb von zwölf Stunden vor. Bis dahin müssen die Urlauber in Quarantäne. Wer bereits mit einem negativen Corona-Test-Ergebnis einreist, kann sich sofort frei bewegen. Akzeptiert werden PCR-Tests (maximal 72 Stunden alt). Wer vollständig gegen Corona geimpft oder von einer Corona-Erkrankung genesen ist, muss keinen Test machen. Reisende müssen ein Online-Formular ausfüllen, es sei denn, sie können ein Digitales COVID-Zertifikat der EU vorweisen.

Auf den Azoren gelten ähnliche Regeln. Auch hier müssen Einreisende ein spezielles Online-Formular ausfüllen, wenn sie kein Digitales COVID-Zertifikat der EU vorweisen können.

Gesonderte Regelungen gelten für Einreisende, die vom portugiesischen Festland aus nach Madeira reisen wollen. Hier gilt ebenfalls eine Testpflicht – gegen Vorlage des Flugtickets können kostenlose PCR-Tests in einigen dazu bestimmten Labors auf dem Festland vorgenommen werden, schreibt das Auswärtige Amt. 

Diese Sicherheitsmaßnahmen gelten an Portugals Flughäfen

Wer mit einem Flugzeug auf dem portugiesischen Festland ankommt, muss sich auf Temperaturmessungen einstellen. Sollte die Körpertemperatur 38 Grad Celsius überschreiten, müssen Urlauber mit weiteren Untersuchungen und häuslicher Quarantäne rechnen. Unter anderem für diesen Fall bietet Portugal Touristen zur Sicherheit eine kostenpflichtige Corona-Versicherung an.

An den Flughäfen selbst gelten außerdem strikte Zugangsregeln. So dürfen nur Passagiere mit einem gültigen Flug-Ticket eintreten.

Regeln für die Rückreise nach Deutschland

Seit Inkrafttreten der neuen Einreiseverordnung am 1. August müssen alle Reiserückkehrenden bereits bei der Einreise nach Deutschland einen der folgenden Nachweise vorlegen können: aktueller Corona-Test, Nachweis einer vollständigen Impfung oder Genesenen-Nachweis. Von der Testpflicht ausgenommen sind Kinder unter zwölf Jahren. Die neuen Einreise-Regeln gelten für alle Länder unabhängig davon, ob man aus einem Nicht-Risikogebiet, einem Hochrisiko-Gebiet oder einem Virusvarianten-Gebiet einreist.

Weil die die Algarve ab dem 19. September nicht mehr als Hochrisikogebiet gilt besteht ab dann für nicht geimpfte oder genesene Rückkehrende keine Quarantänepflicht mehr.

Portugal: Checkliste für Einreise und Rückreise

Stand der Infos: 17. September.