Die Traumziele in Italien – Orte wie Venedig, Rom und Florenz sowie die Inseln wie Sardinien und Sizilien oder Regionen wiedie Adriaküste und der Gardasee– freuen sich auf Touristinnen und Touristen. Diese müssen für den Urlaub aber einige Dinge beachten.

Testpflicht für Italien-Urlauber

Das gesamte Land samt der Inseln Sardinien und Sizilien gilt seit dem 1. Januar 2022 als Corona-Hochrisikogebiet und steht auf der entsprechenden Liste des Robert-Koch-Institutes, es gilt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Für Ungeimpfte und Nicht-Genesene besteht damit bei der Rückreise eine Quarantänepflicht. 

Doch auch im Land selbst ist es für Menschen, die nicht geimpft oder genesen sind, ungemütlich – ein Urlaub ist trotz erlaubter Einreise quasi unmöglich. Wir informieren Reisende im Detail darüber, was sie bezüglich der Urlaubsplanung und vor Ort in Italien beachten müssen. 

Die aktuelle Corona-Lage in Italien

Italien ist eines der Länder in Europa, die im vergangenen Jahr am härtesten von der Corona-Pandemie getroffen wurden. Während es in diesem Sommer und Herbst ruhig war, schlägt nun die nächste Corona-Welle wieder zu: Die landesweite 7-Tage-Inzidenz steht aktuell bei 1928,5 (Stand: 26. Januar).

Seit dem 1. Januar gilt das Land daher als Hochrisikogebiet und steht damit der Risikogebiete-Liste des Robert-Koch-Institutes. Die Einstufung als Hochrisikogebiet ist ab einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von deutlich über 100 möglich.

Italien selbst teilt die 20 Regionen des Landes je nach Infektionsgeschehen in vier Risikozonen ein – es gelten unterschiedliche Einschränkungen.

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Grüner Pass muss ins Gepäck

Wer nach Italien reisen will, braucht das digitale Covid-Zertifikat – mit dem der Corona-Status nachgewiesen werden kann. Und zwar nicht nur, weil Urlaubende sonst gar nicht erst ins Land kommen. Wer in Italien im Innenbereich eines Restaurants essen will, muss den „Super Grünen Pass“ vorzeigen – dieser ist nach der Impfung ohne Booster ab dem 1. Februar nur noch sechs Monate gültig.

Das gilt ebenfalls für Museen und Thermen, Kinos und Theater, Kultur- oder Sportveranstaltungen im Freien, Schwimmbäder, Fitnessstudios, Vergnügungsparks, Hotels, auf Skiliften und im öffentlichen Nah- und Fernverkehr. Betroffen sind alle Menschen ab zwölf Jahren. Denn seit dem 10 Januar gilt fast im ganzen Land die 2G-Regel. 

Einreise nach Italien – die Vorschriften

Aus Ländern der Europäischen Union – und damit auch aus Deutschland– sowie aus Island, Liechtenstein, Norwegen, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich ist die Einreise nach Italien erlaubt. Am 1. Februar lockert das Land außerdem deine Einreiseregeln für EU-Länder.

Aktuell gilt noch: Geimpfte und Genesene müssen bei der Einreise zwar nicht in Quarantäne, benötigen aber entweder einen maximal 24 Stunden alten Antigen-Schnelltest oder einen höchstens 48 Stunden alten PCR-Test. Wer weder geimpft noch genesen ist, kann zwar mit einem negativen Corona-Test einreisen, muss aber für fünf Tage in Quarantäne. Nach Ablauf der Quarantänezeit muss ein weiterer Corona-Test gemacht werden. 

Folgende Regeln gelten ab dem 1. Februar

  • Nachweispflicht: Die Einreise ist mit dem „Grünen Pass“ möglich. Das heißt, Reisende müssen entweder den Nachweis über eine Impfung, eine Genesung von Covid-19 oder einen negativen Corona-Test parat haben. Die Quarantänepflicht nach der Einreise für Ungeimpfte entfällt.
  • Testpflicht für alle: Auch Geimpfte und Genesene müssen zusätzlich entweder einen maximal 24 Stunden alten Antigen-Schnelltest oder einen höchstens 48 Stunden alten PCR-Test vorweisen.
  • Online-Registrierung: Zur Einreise müssen Touristinnen und Touristen ein Formular (European Passenger Locator Form) ausfüllen, in dem sie Angaben zum Gesundheitszustand machen. Für die Einreise nach Südtirol gilt ein eigenes Online-Formular. Die Einreise ist stets dem zuständigen Gesundheitsamt innerhalb von 48 Stunden anzuzeigen.

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Mit Kindern nach Italien

Kinder unter sechs Jahren sind von der Nachweispflicht befreit. Minderjährige im Allgemeinen sind von der Quarantänepflicht befreit, wenn sie in Begleitung eines Elternteils reisen, für das aufgrund eines Impfzertifikats oder Genesenennachweises keine Quarantänepflicht besteht. Die Nachweispflicht über einen negativen Corona-Test für Kinder ab sechs Jahren bleibt davon unberührt.

Mit Flugzeug, Bus, Bahn oder Auto nach Italien: Was geht?

Gibt es viele Flüge nach Italien? 

Es gibt verschiedene Flugverbindungen zwischen Deutschland und Italien – zum Beispiel von Alitalia, Lufthansa, Easyjet, Ryanar und Eurowings. Täglich starten Maschinen von Frankfurt am Main und München, seltener von Berlin und Düsseldorf.

Die italienische Botschaft rät Passagieren dazu, sich bei den Airlines nach den für das Boarding erforderlichen Dokumenten zu erkundigen. Denn manchmal würden Fluggesellschaften zusätzliche – oder andere – Unterlagen verlangen, als in den Regelungen beider Länder vorgeschrieben ist. 

Mit dem Zug oder dem Bus nach Italien

Reisende sollten sich vor der geplanten Abfahrt informieren, ob ihre Bahnverbindung aktuell bedient wird. Die Schnellzüge von Trenitalia dürfen derzeit nur zu 50 Prozent ausgelastet werden, damit die Abstandsregeln eingehalten werden können. Während der gesamten Bahnfahrt gilt eine Maskenpflicht.

Alle Reisenden müssen beim Einstieg in ein öffentliches Transportmittel (Flugzeug, Bus, Zug oder Fähre) dem Beförderer eine Einreiseerklärung übergeben. Seit dem 10. Januar gilt zudem die 2G-Regel.

Kann ich mit dem Auto nach Italien?

Ja. Die Durchfahrt mit dem Auto sowohl durch die Schweiz als auch durch Österreich ist erlaubt. Tankstellen und Autobahntankstellen seien in ganz Italien geöffnet..

Regeln für Autofahrer in Italien

Autofahrerinnen und Autofahrer sollten beachten, dass bei der Fahrt mit mehreren Haushalten generell höchstens zwei Personen im Auto sein dürfen. Eine Maskenpflicht gilt dann auch für alle Mitfahrenden, sofern keine Plexiglas-Trennwand zwischen Vorder- und Rücksitzen vorhanden ist.

In Südtirol ist die Zahl der Mitfahrer laut ADAC-Informationen hingegen nicht begrenzt. Wenn sie aus verschiedenen Haushalten stammen, müssen sie aber einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Regelung gilt auch in Friaul und Venetien.

Die wichtigsten Corona-Regeln in Italien

In Italien gelten grundsätzlich ähnliche Regeln wie in anderen europäischen Ländern, auch für Touristen. Darüber informiert das Auswärtige Amt:

  • 2G-Regel gilt für Hotels, für Innenbereiche von Restaurants, Museen und Schwimmbäder. Dafür muss ein „Super Green Pass“ vorgelegt werden, das digitale EU-Impfzertifikat ist diesem geichgestellt. 
  • Gültigkeit des Impfzertifikates: Ab dem 1. Februar ist der Impfpass in Italien nur noch sechs Monate lang nach der Grundimmunisierung gültig. Danach muss ein Booster nachgewiesen werden, um weiterhin die 2G-Regel zu erfüllen.
  • Ein Mindestabstand von einem Meter ist vorgeschrieben.
  • Maskenpflicht gilt landesweit im Freien.
  • Die verschärfte FFP2-Maskenpflicht gilt in geschlossenen Räumen, in öffentlichen Verkehrsmitteln und an öffentlichen Orten, wo ein Mindestabstand nicht möglich ist. Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Kinder unter sechs Jahren.
  • Es finden häufig Temperaturmessungen vor dem Betreten von Einrichtungen wie Behörden, Geschäften oder Sehenswürdigkeiten statt.
  • Discos müssen geschlossen bleiben.
  • In einem Auto dürfen sich bis zu fünf Personen aus demselben Haushalt ohne Maske aufhalten. Erlaubt sind außerdem maximal zwei Personen aus weiteren Haushalten, aber mit Maske. (siehe Regeln im Auto)

Skiurlaub in Italien: Welche Regeln gelten auf der Piste?

Wie im gesamten Land gilt auch auf den Skipisten: Ohne „Super Green Pass“ geht nichts, das gilt für alle ab zwölf Jahren. Oft werden Wintersportlerinnen und Wintersportler direkt beim Kauf des Skipasses nach ihrem Corona-Nachweis gefragt. Auch in Seilbahnen und Sesselliften wird oft die 2G-Regel kontrolliert und der QR-Code des digitalen Corona-Zertifikats gescannt. Du solltest dein Handy auf jeden Fall einpacken – wer ohne „Super Green Pass“ erwischt wird, muss bis zu 1500 Euro Strafe zahlen. 

In den Skigebieten gilt zudem in allen Seilbahnen und Sesselliften sowie in den Wartebereichen im Inneren eine Maskenpflicht für alle ab sechs Jahren. Notwendig ist hier eine medizinische Maske. Zudem sollen Skifahrerinnen und Skifahrer den Mindestabstand von einem Meter einhalten.

Geöffnet haben bereits mehrere Skigebiete. Unter anderem kannst du auf dem Schnalstaler Gletscher in Südtirol den Schnee genießen oder am Presena-Gletscher am Passo Tonale.

Einteilung des Landes in vier Risikostufen

Italien teilt die 20 Regionen des Landes je nach Infektionsgeschehen in vier Risikozonen ein – rot, orange, gelb und weiß. Die aktuellen Einstufungen sind auf einer Karte des italienischen Gesundheitsministeriums nachzusehen. Je nach Einstufung gelten unterschiedliche Abstufungen und Einschränkungen:

  • Weiße Zonen: Hier sind die meisten Beschränkungen aufgehoben. Die Menschen müssen nur die Maskenpflicht in den Innenräumen einhalten und auf die Abstände achten.
    Weiß sind derzeit folgende Regionen: Basilikata, Molise, Umbrien.
  • Gelbe Zonen: In Restaurants und Bars dürfen nur vier Menschen an einem Tisch sitzen, Museen und Ausstellungen dürfen öffnen. Es gilt eine Maskenpflicht im Freien.
    Gelb sind derzeit folgende Regionen: Apulien, Emilia-Romagna, Kampanien, Latium, Ligurien, Lombardei, die Marken, Südtirol, Sardinien, Toskana, Venezien.
  • Orangene Zonen: Hier sollen die Menschen in der Regel ihre Orte nicht verlassen. Restaurants und Bars dürfen nur Außer-Haus-Verkauf anbieten. Hotels dürfen aber grundsätzlich Übernachtungsgäste empfangen.
    Orange sind derzeit folgende Regionen: Abruzzen, Aostatal, Friaul-Julisch Venetien, Piemont, Sizilien.
  • Rote Zonen: Es gelten Ausgangssperren. Die Menschen dürfen ihre Wohnungen grundsätzlich nur aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen verlassen, das berichtet der „ADAC“. Die Ein- und Ausreise in rote Zonen ist grundsätzlich verboten. Restaurants und Bars sind dicht; auch alle Geschäfte, die keine lebenswichtigen Produkte anbieten, müssen schließen. Es gilt ein touristisches Beherbergungsverbot: Hotels dürfen keine Urlauber aufnehmen, sondern nur Geschäftsreisende.
    Rot ist derzeit folgende Region: keine.

Regeln für die Rückkehr aus Italien nach Deutschland

Auch für die Rückreise nach Deutschland müssen Urlauber Regeln beachten, da Italien als Hochrisikogebiet gilt.

Nachweispflicht: Bei der Einreise muss der Nachweis über eine vollständige Impfung, eine Genesung oder einen aktuellen negativen Coronatest vorliegen. Möglich ist ein maximal 72 Stunden alter negativer PCR-Test oder ein maximal 48 Stunden alter negativer Antigen-Schnelltest. Die Nachweispflicht gilt für Kinder ab zwölf Jahren.

Einreise­anmeldung: Alle Reise­rückkehrerinnen und Reise­rückkehrer aus Hochrisiko­gebieten müssen die digitale Einreise­anmeldung ausfüllen. Hier muss der Test-, Impf- oder Genesenen­nachweis hoch­geladen werden.

Quarantäne­pflicht: Für Reise­rückkehrerinnen und Reise­rückkehrer aus Hochrisiko­gebieten besteht eine Quarantäne­pflicht – auch für Kinder! Menschen ab zwölf Jahren müssen sich für bis zu zehn Tage isolieren. Die Quarantäne kann durch einen freiwilligen Corona-Test ab dem fünften Tag nach der Rück­kehr verkürzt werden. Geimpfte und Genesene sind von der Quarantäne­pflicht befreit, ihre ungeimpften Kinder aber nicht. Allerdings endet für Kinder unter zwölf Jahren die Quarantäne automatisch nach dem fünften Tag.

So viel kostet ein Coronatest in Italien

In Italien kostet ein Antigen-Schnelltest 20 bis 50 Euro, ein PCR-Test liegt bei 50 bis 120 Euro. Die Preise können je nach Region und Anbieter variieren, darüber informiert das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland. Test-Orte in Italien finden sich beispielsweise an Flughäfen, in öffentlichen und privaten Einrichtungen sowie in Apotheken. 

Es gibt aber auch die Möglichkeit auf kostenlose Tests: An mehreren Bahnhöfen hat das italienische Rote Kreuz kostenlose Teststationen eingerichtet. Diese sind stationiert in Rom Termini, Mailand Centrale, Bari Centrale, Bologna Centrale, Cagliari, Florenz SMN, Genua Piazza Principe, Neapel Centrale, Palermo Centrale, Reggio Calabria, Turin PN und Venedig Santa Lucia. Die Teststellen schließen um 13.30 Uhr, eine persönliche Anmeldung ist nötig und morgens ab 7.30 Uhr möglich. Es kann zu längeren Wartezeiten für Testwillige an den Bahnhöfen kommen.