Die Traumziele in Italien haben lange in der Corona-Starre verharrt. Doch im Sommer freuen sich Orte wie Venedig, die Adriaküste und Gardasee wieder auf Touristen. Bei der Einreise nach Italien ist nur noch der Nachweis über einen Test Pflicht. Und in einigen Regionen fallen ab Juni sogar praktisch alle Beschränkungen vort Ort weg.

Keine Quarantäne mehr für Italien-Urlauber

Außerdem gilt das gesamte Land samt der Inseln Sardinien und Sizilien seit dem 6. Juni nicht länger als Corona-Risikogebiet und fällt damit von der entsprechenden Liste des Robert-Koch-Institutes. Reisende müssen nun weder bei der Hin- noch bei der Rückreise in Qurantäne. Allerdings war eine Quarantäne bei der Rückkehr auch schon zuvor nicht mehr nötig, wenn ein Corona-Test vorgelegt wurde.

Wir informieren Reisende darüber, was sie bezüglich der Urlaubsplanung und vor Ort in Italien beachten müssen. 

Die aktuelle Corona-Lage in Italien

Italien ist eines der Länder in Europa, die am härtesten von der Corona-Pandemie getroffen wurden. Die landesweite 7-Tage-Inzidenz liegt inzwischen mit aktuell 27,2 (Stand: 7. Juni 2021) deutlich unter der kritischen Grenze von 50 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner.

Aktuelle Deals

Nun ist klar: Die seit dem 8. November geltende Reisewarnung wurde passend zum Sommer am 6. Juni aufgehoben – das gesamte Land gilt nicht mehr als Corona-Risikogebiet und steht nicht länger auf der entsprechenden Liste des Robert-Koch-Institutes. Italien selbst teilt die 20 Regionen des Landes je nach Infektionsgeschehen in vier Risikozonen ein – es gelten unterschiedliche Einschränkungen

Stufenweise Öffnungen im Tourismus

Die Zeichen im Land stehen auf Lockerung: Seit dem 7. Juni gelten sieben Regionen (Abruzzen, Friaul-Julisch Venetien, Ligurien, Molise, Sardinien, Umbrien, Venetien) als weiße Zone, dort gelten praktisch keine Restriktionen mehr. 

Alle anderen Regionen gelten als gelbe Zonen, damit steigt die Bewegungsfreiheit weiter. Auch Fahrten über Regionalgrenzen hinaus sind wieder möglich. Die Außengastronomie darf seit Ende April in einigen Regionen ebenfalls wieder öffnen. Weitere Öffnungsschritte – auch die Einreise von Urlaubern aus Deutschland betreffend – sollen bis Juli schrittweise erfolgen. Im Folgenden erfährst du, was aktuell gilt.

Einreise nach Italien – die Vorschriften

Aus Ländern der Europäischen Union – und damit auch aus Deutschland – sowie aus Island, Liechtenstein, Norwegen, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich ist die Einreise nach Italien erlaubt. Eine Quarantänepflicht besteht nicht mehr. Es gelten aber mehrere Einschränkungen, über welche die italienische Botschaft in Berlin informiert:

  • Corona-Testpflicht: Wer nach Italien reisen will, muss nicht mehr in Quarantäne. Jedoch müssen Reisende (ab zwei Jahren) einen negativen PCR- oder Antigen-Schnelltest vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Die Testpflicht gilt derzeit auch für Geimpfte und genesene Personen. Verschiedene Airlines verlangen verpflichtend die Vorlage des Nachweises beim Boarding. Sonderbedingungen gelten für Sardinien (siehe unten).
  • Online-Registrierung: Zur Einreise müssen Touristen ein Formular (European Passenger Locator Form) ausfüllen, in dem sie Angaben zum Gesundheitszustand machen. Für die Einreise nach Südtirol gilt ein eigenes Online-Formular. Gleiches gilt für Sardinien.

Weiterlesen nach der Anzeige

Anzeige

Besonderheiten gelten für Sardinien: Einreisende müssen sich vor dem Boarding online registriert haben. Den Nachweis darüber sowie ein gültiges Ausweisdokument müssen Reisende mit sich führen. Ferner hat die Region die Einreise für Geimpfte und Genesene erleichtert. Für die Einreise ohne Quarantänepflicht werden folgende Dokumente anerkannt:

  • Nachweis einer Corona-Impfung, bei der die letzte nicht länger als neun Monate zurückliegen darf.
  • Negativer PCR- oder Antigen-Test, der nicht älter als 48 Stunden zum Zeitpunkt der Einreise ist.
  • Nachweis der Covid-19-Infektion, die länger als sechs Monate her sein muss.

Mit Flugzeug, Bus, Bahn oder Auto nach Italien: Was geht?

Gibt es viele Flüge nach Italien? 

Nach wie vor gibt es verschiedene Flugverbindungen zwischen Deutschland und Italien – zum Beispiel von Alitalia, Lufthansa und Eurowings. Täglich starten Maschinen von Frankfurt am Main und München, seltener von Berlin und Düsseldorf. Auch einige Billigfluglinien bieten regelmäßige Flugverbindungen zwischen den beiden Ländern an, schreibt die italienische Botschaft.

Sie rät Passagieren dazu, sich bei den Airlines nach den für das Boarding erforderlichen Dokumenten zu erkundigen. Denn manchmal würden Fluggesellschaften zusätzliche – oder andere – Unterlagen verlangen, als in den Regelungen beider Länder vorgeschrieben ist. Einige ließen nur Personen an Bord, die ein negatives Testergebnis vorlegen können.

Mit dem Zug oder dem Bus nach Italien

Reisende sollten sich vor der geplanten Abfahrt informieren, ob ihre Bahnverbindung aktuell bedient wird. Die Schnellzüge von Trenitalia dürfen derzeit nur zu 50 Prozent ausgelastet werden, damit die Abstandsregeln eingehalten werden können. Während der gesamten Bahnfahrt gilt eine Maskenpflicht.

Alle Reisenden müssen beim Einstieg in ein öffentliches Transportmittel (Flugzeug, Bus, Zug oder Fähre) dem Beförderer eine Einreiseerklärung übergeben.

Kann ich mit dem Auto nach Italien?

Die Durchfahrt mit dem Auto sowohl durch die Schweiz als auch durch Österreich ist erlaubt. Tankstellen und Autobahntankstellen seien in ganz Italien geöffnet. In den Raststätten am Brenner würden jedoch nur Essen und Getränke zum Mitnehmen verkauft.

Wichtig: Nach Angaben der italienischen Botschaft in Berlin ist das Autofahren während der nächtlichen Ausgehverbote in Italien (0 bis 5 Uhr, ausgenommen sind weiße Zonen) nicht erlaubt. Dies gilt auch auf Autobahnen, schreibt der ADAC. Ausnahmen gelten nur für triftige Gründe, wie ein medizinischer Notfall, dann muss eine Selbsterklärung vorgelegt werden. Touristische Reisen zählen nicht zu den triftigen Gründen.

Regeln für Autofahrer in Italien

Autofahrerinnen und Autofahrer sollten aber beachten, dass bei der Fahrt mit mehreren Haushalten generell höchstens zwei Personen je Sitzreihe und nur auf den an der Seite gelegenen Sitzen befördert werden dürfen. Der Beifahrersitz muss frei bleiben.

In Südtirol ist die Zahl der Mitfahrer laut ADAC-Informationen hingegen nicht begrenzt. Wenn sie aus verschiedenen Haushalten stammen, müssen sie aber einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Regelung gilt auch in Friaul und Venetien.

Die wichtigsten Corona-Regeln in Italien

In Italien gelten grundsätzlich ähnliche Regeln wie in anderen europäischen Ländern, auch für Touristen. Darüber informiert das Auswärtige Amt:

  • Der Abstand von ein bis zwei Metern ist vorgeschrieben.
  • Es gilt eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum, ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren. Der Mund-Nasen-Schutz muss im Freien, auch in Geschäften, Zügen oder anderen geschlossenen Räumen getragen werden.
  • Es gilt eine landesweiteAusgangssperre von 23 Uhr abends bis 5 Uhr morgens. Ab dem 7. Juni soll sie ab Mitternacht gelten. Am 21. Juni soll sie vollständig abgeschafft werden.
  • In öffentlichen Verkehrsmitteln darf maximal die Hälfte der Plätze besetzt sein.
  • Es finden häufig Temperaturmessungen vor dem Betreten von Einrichtungen wie Behörden, Geschäften oder Sehenswürdigkeiten statt.
  • In einem Auto dürfen sich bis zu fünf Personen aus demselben Haushalt ohne Maske aufhalten. Erlaubt sind außerdem maximal drei Personen aus mehreren Haushalten, aber mit Maske. (siehe Regeln im Auto)
  • Die Behörden empfehlen die Nutzung der Tracing App Immuni. 

Die einzelnen Regionen und Kommunen in Italien können in Abhängigkeit des Infektionsgeschehens individuelle Regeln und Beschränkungen erlassen. Dafür entscheidend ist auch der nächste Punkt:

Einteilung des Landes in vier Risikostufen

Italien teilt die 20 Regionen des Landes je nach Infektionsgeschehen in vier Risikozonen ein – rot, orange, gelb und weiß. Die aktuellen Einstufungen sind auf einer Karte des italienischen Gesundheitsministeriums nachzusehen. Die italienische Regierung hat, dass es ab Juni wieder weiße Zonen gibt.

Je nach Einstufung gelten unterschiedliche Abstufungen und Einschränkungen (Stand: 1. Juni 2021):

  • Rote Zonen: Es gelten Ausgangssperren. Die Menschen dürfen ihre Wohnungen grundsätzlich nur aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen verlassen, das berichtet der „ADAC“. Die Ein- und Ausreise in rote Zonen ist grundsätzlich verboten. Restaurants und Bars sind dicht; auch alle Geschäfte, die keine lebenswichtigen Produkte anbieten, müssen schließen. Es gilt ein touristisches Beherbergungsverbot: Hotels dürfen keine Urlauber aufnehmen, sondern nur Geschäftsreisende.
    Rot ist derzeit folgende Region: keine.
  • Orangene Zonen: Hier sollen die Menschen in der Regel ihre Orte nicht verlassen. Restaurants und Bars dürfen nur Außer-Haus-Verkauf anbieten. Hotels dürfen aber grundsätzlich Übernachtungsgäste empfangen.
    Orange ist derzeit folgende Region: keine.
  • Gelbe Zonen : Restaurants und Bars dürfen von 5 bis 18 Uhr öffnen – bis 22 Uhr darf Essen zum Mitnehmen angeboten werden. Museen dürfen von Montag bis Freitag öffnen.
    Gelb sind derzeit folgende Regionen: Aostatal, Apulien, Basilikata, Autonome Provinz Bozen, Emilia Romagna, Kalabrien, Kampanien, Latium, Lombardei, Marken, Piemont, Sizilien, Autonome Provinz Trient, Toskana
  • Weiße Zonen: Hier sind die meisten Beschränkungen aufgehoben. Die Menschen müssen nur die Maskenpflicht einhalten und auf die Abstände achten.
    Weiß sind derzeit folgende Regionen: Abruzzen, Friaul-Julisch Venetien, Ligurien, Molise, Sardinien, Umbrien, Venetien.

Regeln für die Rückkehr aus Italien nach Deutschland

Auch für die Rückreise nach Deutschland müssen Urlauber mehrere Regeln beachten: In ganz Deutschland gilt eine Anmeldepflicht sowie eine Corona-Testpflicht für Rückkehrer – auch aus Nicht-Risikogebieten. Es gilt hier:

Wer mit dem Flugzeug einreist und weder geimpft noch genesen ist, muss sich vorerst bis zum 30. Juni bereits vor Einreise testen lassen. Die Einreise ist mit einem Antigentest (nicht älter als 48 Stunden) oder PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden) möglich. Die Testpflicht gilt nicht für Genesene, Geimpfte und Kinder unter sechs Jahren.

Wer per Auto, Bahn oder Bus nach Deutschland zurückreist, muss hingegen keine Regeln beachten. Denn Italien gilt nicht mehr als Risikogebiet.