Die Traumziele in Italien haben lange in der Corona-Starre verharrt. Doch im Sommer freuen sich Orte wie Venedig, die Adriaküste und Gardasee wieder auf Touristen. Bei der Einreise nach Italien ist nur noch der Nachweis über einen Test, eine Impfung oder Genesung Pflicht. 

Keine Quarantäne mehr für Italien-Urlauber

Das gesamte Land samt der Inseln Sardinien und Sizilien gilt seit dem 6. Juni nicht mehr als Corona-Risikogebiet und fällt damit von der entsprechenden Liste des Robert-Koch-Institutes. Reisende müssen nun weder bei der Hin-, noch bei der Rückreise in Qurantäne. Allerdings war eine Quarantäne bei der Rückkehr auch schon zuvor nicht mehr nötig, wenn ein Corona-Test vorgelegt wurde.

Wir informieren Reisende darüber, was sie bezüglich der Urlaubsplanung und vor Ort in Italien beachten müssen. 

Die aktuelle Corona-Lage in Italien

Italien ist eines der Länder in Europa, die am härtesten von der Corona-Pandemie getroffen wurden. Aktuell ist die Lage deutlich entspannter als an anderen beliebten Zielen. Doch auch in Italien steigen die Infektionszahlen langsam wieder. Lag die landesweite 7-Tage-Inzidenz am 12. Juli noch bei 13,2, so steht sie am 20. Juli bereits bei 28,7.

Aktuelle Deals

Die seit dem 8. November geltende Reisewarnung für Italien wurde vor der Hauptsaison im Sommer am 6. Juni aufgehoben – das gesamte Land gilt nicht mehr als Corona-Risikogebiet und steht nicht länger auf der entsprechenden Liste des Robert-Koch-Institutes. Italien selbst teilt die 20 Regionen des Landes je nach Infektionsgeschehen in vier Risikozonen ein – es gelten unterschiedliche Einschränkungen

Stufenweise Öffnungen im Tourismus

Die Zeichen im Land stehen auf Lockerung: Inzwischen gelten alle Regionen als weiße Zone, es gelten praktisch keine Restriktionen mehr. Im Folgenden erfährst du, was aktuell gilt.

Einreise nach Italien – die Vorschriften

Aus Ländern der Europäischen Union – und damit auch aus Deutschland – sowie aus Island, Liechtenstein, Norwegen, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich ist die Einreise nach Italien erlaubt. Eine Quarantänepflicht besteht nicht mehr, die Testpflicht bei der Einreise für Geimpfte und Genesene wurde aufgehoben. Es gelten aber mehrere Einschränkungen, über welche die italienische Botschaft in Berlin informiert.

Reisende, die sich in den 14 Tagen vor Einreise nur in Ländern der EU – also auch in Deutschland – sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen, der Schweiz aufgehalten haben, müssen bei Einreise ein „EU Digital Covid-Certificate“ (Italienisch: certificazione verde Covid-19) vorlegen, das einen der drei folgenden Nachweise enthält:

  • ein negatives Testergebnis (PCR- oder Antigen-Schnelltest, nicht älter als 48 Stunden), Kinder unter sechs Jahren ausgenommen
  • seit mindestens 14 Tagen abgeschlossene Impfung mit einem von der EMA zugelassenen Impfstoff
  • Nachweis einer Genesung von Covid-19

Weiterlesen nach der Anzeige

Anzeige

Vorgelegt werden kann der digitale Impfausweis, der internationale Impfausweis (gelbes Heftchen) bleibt auch weiterhin gültig. Außerdem gilt für alle Reisenden:

  • Online-Registrierung: Zur Einreise müssen Touristinnen und Touristen ein Formular (European Passenger Locator Form) ausfüllen, in dem sie Angaben zum Gesundheitszustand machen. Für die Einreise nach Südtirol gilt ein eigenes Online-Formular. Die Einreise ist stets dem zuständigen Gesundheitsamt innerhalb von 48 Stunden anzuzeigen.

Mit Flugzeug, Bus, Bahn oder Auto nach Italien: Was geht?

Gibt es viele Flüge nach Italien? 

Nach wie vor gibt es verschiedene Flugverbindungen zwischen Deutschland und Italien – zum Beispiel von Alitalia, Lufthansa und Eurowings. Täglich starten Maschinen von Frankfurt am Main und München, seltener von Berlin und Düsseldorf. Auch einige Billigfluglinien bieten regelmäßige Flugverbindungen zwischen den beiden Ländern an, schreibt die italienische Botschaft.

Sie rät Passagieren dazu, sich bei den Airlines nach den für das Boarding erforderlichen Dokumenten zu erkundigen. Denn manchmal würden Fluggesellschaften zusätzliche – oder andere – Unterlagen verlangen, als in den Regelungen beider Länder vorgeschrieben ist. Einige ließen nur Personen an Bord, die ein negatives Testergebnis vorlegen können.

Mit dem Zug oder dem Bus nach Italien

Reisende sollten sich vor der geplanten Abfahrt informieren, ob ihre Bahnverbindung aktuell bedient wird. Die Schnellzüge von Trenitalia dürfen derzeit nur zu 50 Prozent ausgelastet werden, damit die Abstandsregeln eingehalten werden können. Während der gesamten Bahnfahrt gilt eine Maskenpflicht.

Alle Reisenden müssen beim Einstieg in ein öffentliches Transportmittel (Flugzeug, Bus, Zug oder Fähre) dem Beförderer eine Einreiseerklärung übergeben.

Kann ich mit dem Auto nach Italien?

Die Durchfahrt mit dem Auto sowohl durch die Schweiz als auch durch Österreich ist erlaubt. Tankstellen und Autobahntankstellen seien in ganz Italien geöffnet. In den Raststätten am Brenner würden jedoch nur Essen und Getränke zum Mitnehmen verkauft.

Wichtig: Nach Angaben der italienischen Botschaft in Berlin ist das Autofahren während der nächtlichen Ausgehverbote in Italien (0 bis 5 Uhr, ausgenommen sind weiße Zonen) nicht erlaubt. Dies gilt auch auf Autobahnen, schreibt der ADAC. Ausnahmen gelten nur für triftige Gründe, wie ein medizinischer Notfall, dann muss eine Selbsterklärung vorgelegt werden. Touristische Reisen zählen nicht zu den triftigen Gründen.

Regeln für Autofahrer in Italien

Autofahrerinnen und Autofahrer sollten aber beachten, dass bei der Fahrt mit mehreren Haushalten generell höchstens zwei Personen je Sitzreihe und nur auf den an der Seite gelegenen Sitzen befördert werden dürfen. Der Beifahrersitz muss frei bleiben.

In Südtirol ist die Zahl der Mitfahrer laut ADAC-Informationen hingegen nicht begrenzt. Wenn sie aus verschiedenen Haushalten stammen, müssen sie aber einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Regelung gilt auch in Friaul und Venetien.

Im Trentino werden Menschen, die in engem Kontakt stehen, aber in unterschiedlichen Haushalten leben, Haushaltsangehörigen gleichgestellt. In diesen Fällen kann dort im Auto gegebenenfalls auf Mindestabstände und Maske verzichtet werden.

Die wichtigsten Corona-Regeln in Italien

In Italien gelten grundsätzlich ähnliche Regeln wie in anderen europäischen Ländern, auch für Touristen. Darüber informiert das Auswärtige Amt:

  • Der Abstand von ein bis zwei Metern ist vorgeschrieben.
  • Die Maskenpflicht im öffentlichen Raum im Freien in Italien wurde aufgehoben. In geschlossenen Räumen ist weiterhin ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen – es kann auch eine merlagige selbstgemachte Alltagsmaske sein. Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Kinder unter sechs Jahren.
  • Die landesweiteAusgangssperre wurde zum 21. Juni vollständig abgeschafft.
  • In öffentlichen Verkehrsmitteln darf maximal die Hälfte der Plätze besetzt sein.
  • Es finden häufig Temperaturmessungen vor dem Betreten von Einrichtungen wie Behörden, Geschäften oder Sehenswürdigkeiten statt.
  • In einem Auto dürfen sich bis zu fünf Personen aus demselben Haushalt ohne Maske aufhalten. Erlaubt sind außerdem maximal drei Personen aus mehreren Haushalten, aber mit Maske. (siehe Regeln im Auto)
  • Die Behörden empfehlen die Nutzung der Tracing App Immuni. 
  • In der Stadt Florenz herrscht an sechs Bereichen in der Innenstadt, darunter das beliebte Viertel Santo Spirito, ein abendliches Ausgehverbot. Donnerstags, freitags und samstags zwischen 21 bis 6 Uhr sind die Orte gesperrt, die normalerweise abends viele Menschen anziehen. Besucherinnen und Besucher von Bars und Restaurants dürfen sich dort dennoch aufhalten, müssen dies aber mit einer Quittung belegen können.

Welche Regeln gelten an den Stränden?

Grundsätzlich gilt an frei zugänglichen Stränden: Der Abstand von mindestens einem Meter zu anderen Besucherinnen und Besuchern muss gefährleistet sein. Zwischen Sonnenliegen und -stühlen ist ein Mindestabstand von 1,50 Metern einzuhalten. Es gilt die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, wenn der Mindestabstand zu haushaltsfremden Personen nicht eingehalten werden kann. Strandbäder können eine Anmeldung verlangen und Fieber messen – daher sollten sich Gästinnen und Gäste immer vorab informieren.

Die einzelnen Regionen und Kommunen in Italien können in Abhängigkeit des Infektionsgeschehens individuelle Regeln und Beschränkungen erlassen. Dafür entscheidend ist auch der nächste Punkt:

Einteilung des Landes in vier Risikostufen

Italien teilt die 20 Regionen des Landes je nach Infektionsgeschehen in vier Risikozonen ein – rot, orange, gelb und weiß. Die aktuellen Einstufungen sind auf einer Karte des italienischen Gesundheitsministeriums nachzusehen. Die italienische Regierung hat, dass es ab Juni wieder weiße Zonen gibt.

Je nach Einstufung gelten unterschiedliche Abstufungen und Einschränkungen (Stand: 20. Juli 2021):

  • Rote Zonen: Es gelten Ausgangssperren. Die Menschen dürfen ihre Wohnungen grundsätzlich nur aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen verlassen, das berichtet der „ADAC“. Die Ein- und Ausreise in rote Zonen ist grundsätzlich verboten. Restaurants und Bars sind dicht; auch alle Geschäfte, die keine lebenswichtigen Produkte anbieten, müssen schließen. Es gilt ein touristisches Beherbergungsverbot: Hotels dürfen keine Urlauber aufnehmen, sondern nur Geschäftsreisende.
    Rot ist derzeit folgende Region: keine.
  • Orangene Zonen: Hier sollen die Menschen in der Regel ihre Orte nicht verlassen. Restaurants und Bars dürfen nur Außer-Haus-Verkauf anbieten. Hotels dürfen aber grundsätzlich Übernachtungsgäste empfangen.
    Orange ist derzeit folgende Region: keine.
  • Gelbe Zonen : Restaurants und Bars dürfen von 5 bis 18 Uhr öffnen – bis 22 Uhr darf Essen zum Mitnehmen angeboten werden. Museen dürfen von Montag bis Freitag öffnen.
    Gelb sind derzeit folgende Regionen: keine
  • Weiße Zonen: Hier sind die meisten Beschränkungen aufgehoben. Die Menschen müssen nur die Maskenpflicht einhalten und auf die Abstände achten.
    Weiß sind derzeit alle Regionen: Abruzzen, Aostatal, Friaul-Julisch Venetien, Ligurien, Molise, Sardinien, Umbrien, Venetien, Apulien, Basilikata, Autonome Provinz Bozen, Emilia Romagna, Kalabrien, Kampanien, Latium, Lombardei, Marken, Piemont, Sizilien, Autonome Provinz Trient, Toskana.

Regeln für die Rückkehr aus Italien nach Deutschland

Auch für die Rückreise nach Deutschland müssen Urlauber mehrere Regeln beachten: In ganz Deutschland gilt eine Nachweispflicht für Flureisende  – auch aus Nicht-Risikogebieten. Es gilt hier:

Wer mit dem Flugzeug einreist, muss das digitale Impfzertifikat oder entsprechende ausgedruckte Nachweise bei sich führen über eine vollständige Impfung, Genesung oder negativen Corona-Test. Die Einreise ist mit einem Antigentest (nicht älter als 48 Stunden) oder PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden) möglich. Die Nachweispflicht gilt nicht für Kinder unter sechs Jahren.

Wer per Auto, Bahn oder Bus nach Deutschland zurückreist, muss hingegen keine Regeln beachten. Denn Italien gilt nicht mehr als Risikogebiet.

​Portugal: Checkliste für Einreise und Rückreise

Hier findest du alle wichtigen Infos zur Einreise und Rückreise im Überblick:

Stand der Infos: 20. Juli