Du willst den Corona-Frust endlich mit einem Camping-Trip hinter dir lassen, aber dein Auto bietet dir weder Bett, Sitzecke noch Küche? Kein Problem! Du kannst dein Fahrzeug selbst zu einem praktischen Camper umbauen. Das geht einfacher, als du glaubst. Wir stellen dir drei Möglichkeiten vor, die dabei helfen.

Good Life Vans – Start-up bietet Campingmodule an

Das Start-up „Good Life Vans“ beispielsweise bietet Campingmodule an, die du mit wenigen Handgriffen in alle gängigen Busse einbauen kannst. Auf diese Weise hast du schnell eine Küchen-Bett-Einheit und modular aufgebaute Sitzmöbel in deinem Van, die bei Bedarf in jeden anderen Bus passen – zum Beispiel in einen Multivan, Opel Vivaro, Renault Trafic, Fiat Talento, Caravelle von VW oder Transit von Ford. Das funktioniert, weil die Bodenplatte ohne Einbauspuren eingesetzt und wieder entfernt werden kann. 

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So findet in deinem Auto ein 160 mal 200 Zentimeter großes Bett Platz, das sich wegklappen lässt. Dann kannst du dir auf dem 175 Zentimeter langen Küchenblock eine Mahlzeit vorbereiten. Darin enthalten sind ein 42 Liter fassender Kompressorkühlschrank, ein zweiflammiger Kartuschenkocher sowie eine Edelstahlspüle.  

Außerdem gibt es eine 175 Zentimeter lange Sitzgelegenheit mit integriertem Stauraum, eine Toilette im Sitzkasten, Campinghocker und ein Nachttisch mit integrierter USB-Ladebuchse. Laut dem Hersteller kann das gesamte Modul mit zwei Personen innerhalb von 15 Minuten wieder ausgebaut werden. Der Einführungspreis für den schnellen Camping-Traum startet für Fahrzeuge mit kurzem Radstand ab 9999 Euro, bei einem langen Radstand sind es 11.990 Euro.

Mit einer Campingbox das Auto zum Camper umbauen

Auf den Straßen weltweit gibt es viele tolle DIY-Camper, die ihre Besitzer mit viel Zeit und Mühe zu einem echten Hingucker umgebaut haben. Wenn du nun aber nicht kreativ genug bist, um dir einen eigenen Plan für den Umbau auszudenken, dann hilft dir auch eine Campingbox. 

Durch ein Stecksystem, das individuell anpassbar ist, wird der Transporter oder Van im Nu zu einem Camper-Wohnmobil. Angeboten werden sie zum Beisdpiel von  Alusteck Indem du die zwei Campingbox-Module des Herstellers kombinierst, erhältst du Sitzplätze, Stauraum, Koch- und Waschmöglichkeiten sowie eine Liegefläche als Übernachtungsmöglichkeit.

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Ein weiterer Hersteller ist Mayaadi Home– die Campingboxen mit Heckküche, Schlafplatz und Stauraum gibt es für mehrere Fahrzeugmodelle ab 1.550 Euro. Auch Hornbach bietet ähnliche Boxen, die Bausätze für Schränke und Betten werden ab 460 Euro angeboten und wiegen zwischen 30 bis 50 Kilogramm.

DIY-Camper – ein Bett selbst in den Van einbauen

Wer über echtes handwerkliches Geschick verfügt, kann natürlich seinen Van komplett in Eigenregie in einen Camper umgestalten. Dabei sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Für ein schlichtes Bett beziehungsweise eine einfache Liegefläche braucht es aber nicht viel. Bei einem VW Caddy reichen:

  • 3 Multiplexplatten in der Größe 111 mal 65 Zentimeter
  • 2 Multiplexplatten 62 mal 32 Zentimeter
  • Klavierband
  • eine Reepschnur
  • gegebenenfalls noch zwei lange Schrauben mit Muttern zum Fixieren aller Platten zum leichteren Transport
  • Kostenpunkt: etwa 70 Euro

In etwa zwei Stunde ist alles zusammengeschraubt, und schon kann es losgehen. Eine Isomatte, ein Schlafsack oder eine Luftmatratze sorgen für zusätzlichen Komfort. Natürlich kannst du es dir noch schöner machen, indem du die Platten lackierst oder mit Teppich beziehst. Die genaue Bauanleitung verrät dir Outdoor-Fan Erika in ihrem Blog „Ulligunde“.