Nichts wie raus – das denken sich am Wochenende mit viel Sonne und sommerlichen Temperaturen vermutlich viele Menschen. Und genau das könnte zum Problem werden. Denn an überfüllten Ausflugszielen ist es schwer, Abstand zu halten.

Falls es dich bei deinem nächsten Tagestrip nach Bayern oder an die Ostsee zieht, kannst du die Massen ganz easy umgehen. Mit den Tools Ausflugsticker und Strandticker checkst du einfach vor dem Start, wie hoch die Auslastung am Zielort ist.

Der Ausflugsticker liefert aktuelle Informationen zu Zielen in Bayern

Der Ausflugsticker ist ein Service von Bayern Tourismus und liefert dir auf einer interaktiven Karte aktuelle Informationen zur Auslastung an Ausflugszielen. Für eine Wanderung auf der Deixlfurther-Seen-Runde etwa gibt gerade grünes Licht. Auch für die Dachauer Altstadt oder das Kutschermuseum in Hinterstein zeigt der Ausflugsticker „Daumen hoch“. 

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Das Ofterschwanger Horn dagegen meldet über die Seite eine starke Auslastung – und warnt vor einem erhöhten Besucheraufkommen während des gesamten Osterwochenendes. Andere Ausflugsziele sind komplett geschlossen. In diesem Fall zeigt das Tool gleich, welche Alternativen du stattdessen ansteuern kannst.

Schleswig-Holstein: Strandticker informiert über Auslastung an Lübecker Bucht

Auch für die Lübecker Bucht können sich Touristen schon vor der Abfahrt darüber informieren, an welchen Stränden es voll wird. Der Strandticker liefert Informationen zur Auslastung der Ostseestrände Timmendorfer Strand, Niendorf, Scharbeutz, Haffkrug, Sierksdorf und Neustadt in Holstein mit Pelzerhaken und Rettin. Ein Ampelsystem zeigt dir, wie die Lage an den Strandabschnitten ist, und verrät auch, wo du parken kannst.

Die Informationen dazu liefern unter anderem Strandsensoren, die mit Lichtmesstechnik die Personenzahl in Echtzeit erfassen. Der Strandticker wird alle zehn Minuten aktualisiert.

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Rügen: Erster Ort in Mecklenburg-Vorpommern mit Ampelsystem

Die Urlaubsorte an der Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern werden im zweiten Corona-Jahr ebenfalls verstärkt auf digitale Lösungen, berichtet die „Ostsee Zeitung“. Binz auf der beliebten Insel Rügen werde als erster Küstenort im Bundesland den Verkehr am Strand und auf der Seebrücke über eine Ampel regeln.

Wenn Seebrücke oder Strandabschnitte von mehr Besuchern angesteuert werden, als es die Corona-Kontaktbeschränkungen erlauben, schaltet die Ampel auf dem Urlauberhandy auf Rot. Sie signalisiert den Urlauber, auf nicht so stark frequentierte Orte auszuweichen.

Niedersachsen startet Pilotprojekt

Um überlaufene Promenaden, volle Parkplätze und Menschenmassen am Wasser zu vermeiden, starten Niedersachsens Nordseeregionen gemeinsam mit dem Tourismus-Dachverband Die Nordsee GmbH ein Pilotprojekt zur digitalen Besucherlenkung.

Urlaubern und Ausflüglern solle dadurch ein kontaktloser Aufenthalt ermöglicht werden, versprechen die Initiatoren. Mit dabei sind Urlaubsorte wie Cuxhaven, Otterndorf, Dornumersiel, Butjadingen, Wilhelmshaven, Greetsiel oder Norddeich. Touristische Hotspots an der Nordsee sollen entzerrt werden Unter anderem über die Website der Nordsee GmbH sowie den Websites der Destinationen sollen Gäste zum Start der Sommersaison erfahren können, wie stark Ausflugsziele in der Region ausgelastet sind.

Zusätzlich werden jeweils vor Ort Monitore installiert, die mithilfe eines Ampelsystems informieren und zugleich mögliche alternative touristische Ziele vorschlagen, sollte es zu voll sein. „Die Besucherlenkung wird uns dabei helfen, touristische Hotspots zu entzerren, eine gleichmäßige Verteilung des Gästeaufkommens sicherzustellen und alternative Angebote wie zum Beispiel unentdeckte Ausflugsziele und reizvolle Landschaften abseits der Küste im Hinterland zu ermöglichen“, sagt Sonja Janßen, Geschäftsführerin der Die Nordsee GmbH.

Die Bewegungsdaten, auf denen die digitale Besucherlenkung basiert, würden mithilfe von laserbasierten Sensoren, Lichtschranken und Webcams gesammelt. Sie erfassen anonymisiert und in Echtzeit, wie hoch die Auslastung an einzelnen Strandabschnitten, auf Indoorspielplätzen, in Schwimmbädern oder auf Parkplätzen ist.