Von Boltenhagen, östlich von Lübeck, über die Wismarer Bucht, die Insel Poel und Rerik, über Kühlungsborn, das älteste Seebad Heiligendamm und Warnemünde, bis nach Graal-Müritz verläuft die Linie und reiht eine Ostseeperle an die andere.

Mit dem Rad unterwegs

Schöner lässt sich die Mecklenburgische Ostseeküste kaum entdecken als mit der Nase im Wind und den Füßen auf den Pedalen. Es gibt hunderte Kilometer Radweg.

Ein oder vielleicht die schönste Etappe der Radtour durch Mecklenburg-Vorpommern führt durch die Wismarer Bucht. Das maritime Flair spürt hier nicht nur, wer auf der Seebrücke in Boltenhagen einen Cappuccino genießt. 290 Meter ragt das imposante Bauwerk ins Meer hinein und spendiert am Ende einen wunderbaren Blick auf den sanft geschwungenen Küstenstreifen des Seeheilbads und die beeindruckende Steilküste.

Der lange Sandstrand von Boltenhagen

Wer noch nicht sofort losradeln möchte, dem sei ein Spaziergang durch das hübsche Örtchen empfohlen, immerhin ist es das drittälteste Seeheilbad Deutschlands. Entlang der Strandpromenade reihen sich bezaubernde Villen in der klassischen Bäderarchitektur der 20er Jahre. Jedes Haus hat seinen ganz eigenen Charme.

Alltag vergessen, Neuland entdecken 

Wer sich dann doch irgendwann auf den Sattel schwingt, um die Gegend in ihrer ganzen Schönheit zu entdecken, sollte den Klützer Winkel nicht verpassen. Hier erwartet den Gast mit dem Schloss Bothmer nicht nur die größte barocke Schlossanlage des Landes, sondern auch ein historischer Ortskern mit einem einladenden Marktplatz und einem alten Getreidespeicher, in dem sich das Literaturhaus befindet.

Weiter geht's gen Osten: Umgeben von Feldern, Wiesen und Wäldern liegt Zierow an der Eggers Wiek. Sollten die Temperaturen oder der eigene Schweinehund nichts dagegen haben, wäre jetzt der geeignete Moment, ein erstes Bad in der Ostsee zu nehmen. Danach heißt es aber weitertreten bis Wismar.

Wunderbares Wismar

Die Hansestadt gilt als eines der kulturellen Zentren Mecklenburgs und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Schon von weitem sieht man die gotischen Türme verschiedener Kirchen. Beeindruckendes Meisterwerk der Spätgotik ist zum Beispiel die Nikolaikirche, die von 1381 bis 1487 als Kirche der Seefahrer und Fischer erbaut wurde.

St. Nikolai in Wismar

Wir empfehlen unbedingt abzusteigen und die schweren Kirchentüren zu öffnen. Es könnte nämlich sein, dass Christian Thadewald-Friedrich gerade an der Orgel sitzt und eine seiner eigenen Kompositionen spielt. Vielleicht übt der junge Kantor gerade auch für einen der Gottesdienste, ein Konzert oder leitet eine Chorprobe - Reinhören lohnt sich auf jeden Fall.

Über den Damm nach Poel

Ganz ohne Fähre und nasse Füße kommen Radfahrer schließlich von Groß Strömkendorf über einen Damm auf die Insel Poel. Das etwa 37 Quadratkilometer große Eiland liegt zwischen dem Salzhaff und der Wohlenberger Wiek und begrenzt die Wismarer Bucht nach Norden. Der Timmendorfer Hafen am westlichen Ufer bildet den Abschluss unseres Radausflugs.

Hier haben hungrige Radler und Radlerinnen beste Aussichten auf frischen Fisch direkt vom Kutter weg. Ob mit Steinbutt, Dorsch oder Scholle - besser kann ein Urlaubstag am Meer nicht zu Ende gehen.

Weitere Infos zum Radfahren findest du unter www.ostseeferien.de und www.auf-nach-mv.de/radwandern.

Mit der Kamera auf Motivsuche

Einen anderen Weg, die Schönheit der Region zu entdecken, geht Maik Gutmann: Ihn trifft man häufig mit der Fotokamera in der Hand. Ihn fasziniert die Vielzahl der Motive, die er immer wieder aufs Neue entdeckt.

Motivsuche an der Ostseeküste

Mal ist es die Bäderarchitektur mit ihren Klassizismus- und Jugendstilbauten in den berühmten Seebädern, mal der Hafen von Kühlungsborn mit seinem bunten Treiben an den Stegen, den großen und kleinen Booten und den Menschen, die hier anzutreffen sind. Und natürlich gehört auch das Münster in Bad Doberan dazu, das man nicht umsonst die "Perle der norddeutschen Backsteingotik" nennt.

Immer anders, immer schön

Oft ist es aber auch die Ostsee, die er in den Fokus nimmt: mit ihren vielen Gesichtern, mal sanft und glatt im Sonnenuntergang, dann schäumend-wild bei Sturm oder fröhlich-glitzernd an einem Frühlingsmorgen wird sie nie langweilig. Wer wie der Hobbyfotograf mit Muße unterwegs ist und mit Geduld, dem werden die Motive an der Mecklenburgischen Ostseeküste nicht ausgehen.

Warten auf den perfekten Sunset-Moment am Strand bei Graal-Müritz

Dazu trägt auch das ganz besondere Licht bei, das es so nur hier gibt: Im Frühjahr schimmert es fast bläulich, im Sommer golden und im Herbst manchmal glutrot. Aber davon überzeugt man sich am besten selbst bei einem Besuch ...

Weitere Infos zum Fotografieren findest du unter www.ostseeferien.de und www.auf-nach-mv.de/fotografie.