An Ostern 2021 zu verreisen ist gar nicht so einfach: Für gut 160 Länder weltweit gilt eine Reisewarnung. Daher müssen Urlauber bei ihrer Rückkehr einen negativen Corona-Test vorweisen und anschließend für zehn Tage in Quarantäne, ein Freitesten ist frühestens an Tag fünf möglich. 

Einige Länder gelten allerdings nicht als Risikogebiete. Die Quarantänepflicht bei der Rückkehr nach Deutschland würde also entfallen. Da sie Deutschen auch die Einreise erlauben, wäre ein Oster-Urlaub möglich. Bei der Rückkehr müssten sich Urlauber jedoch vor dem Abflug auf Covid-19 testen lassen, denn in der Nacht zu Dienstag, 30. März, ist eine neue Einreiseverordnung in Kraft getreten. Diese umfasst eine Testpflicht für alle Flugreisenden, die nach Deutschland kommen wollen. Wir stellen dir die Einreise- und Corona-Regeln für die Regionen vor.

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Festland von Spanien und die Balearen

Für Deutsche war das Reisen nach Spanien ohnehin durchweg möglich. Allerdings sind nun die autonomen Gemeinschaften Kastilien-La Mancha, Extremadura, La Rioja, Murcia, Valencia und Galicien auf dem Festland sowie die Inselgruppe der Balearen keine Risikogebiete mehr.

Ein Osterurlaub ohne Quarantäne nach der Rückkehr wäre also theoretisch möglich, allerdings gilt in Spanien noch bis zum 9. Mai der Alarmzustand. Die meisten autonomen Gemeinschaften auf dem Festland haben Ein- und Ausreisesperren sowie nächtliche Ausgangssperren erlassen. Touristische Reisen sind also nicht erlaubt. Nur die Balearen haben für Urlauber geöffnet.

Urlaub zu Ostern auf Mallorca, Menorca und Ibiza möglich

Wer über die Osterferien wegen der vielen Touristen nicht nach Mallorca fliegen will, kann auch nach Menorca, Ibiza oder Formentera reisen. Vor der Abreise ist aber ein PCR-Test nötig, der bei der Einreise nicht älter als 72 Stunden sein darf. Ein Antigen-Schnelltest wird nicht akzeptiert. Von der Testpflicht ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren.

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Vor dem Flug müssen Urlauber außerdem ein Online-Formular auf dem „Spain Travel Health“-Portal zur Gesundheitskontrolle ausfüllen. Daraufhin erhalten Reisende einen QR-Code, den sie bei der Einreise vorlegen müssen. Die Registrierung kann frühestens 48 Stunden vor der Einreise erfolgen.

Nicht die Karibik, sondern die Balearen: Formentera ist für sein glasklares türkisfarbenes Wasser bekannt.

Gastronomie, Hotel, auf der Straße: Diese Regeln gelten vor Ort

Während auf Mallorca, Ibiza und Formentera die Gastronomie um 17 Uhr schließen muss und ab 22 Uhr eine Ausgangssperre gilt, kannst auf du Menorca in Restaurants und Bars draußen bis 22 Uhr speisen und trinken. Eine Maskenpflicht gilt allerdings wie in ganz Spanien immer, drinnen wie draußen – auch in den Hotels. 

Wie in privaten Räumen dürfen sich auch in Hotelzimmern auf Mallorca vom 26. März bis zum 9. April nur Menschen eines Haushaltes zusammen aufhalten. Sprich: Zeigen zwei Personen beim Check-in ihren Ausweis vor und haben nicht die gleiche Adresse vermerkt, kann ein Doppelzimmer verweigert werden.

Außerdem gibt es in den Unterkünften strenge Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. So stehen im Eingangsbereich der Hotels Desinfektionsspender, und am Check-in sitzen die Hotelmitarbeiter hinter Plexiglasscheiben. Wie in den Hotelzimmern dürfen auch die Aufzügen nur von Personen eines Hausstands benutzt werden oder von Einzelpersonen. 

Die Geschäfte und Einkaufszentren haben geöffnet, zugelassen sind 75 Prozent der Maximalkapazität an Kunden. Das Rauchen ist auf Mallorca derzeit auch draußen untersagt, wenn kein Mindestabstand von zwei Metern gewährleistet ist. Sich rauchend zu bewegen ist ebenfalls verboten. Ebenso strenge Regeln gelten am Ballermann.

Fernreiseziele, die nicht als Risikogebiete gelten

Viele Fernreiseziele erlauben deutschen Urlaubern zwar die Einreise, aber die meisten werden von der Bundesregierung als Risikogebiete oder sogar als Hochinzidenzgebiete und Virusvarianten-Gebiete eingestuft. Einige beliebten Reiseziele außerhalb Europas stehen dennoch nicht auf der entsprechenden RKI-Liste. Hier der Überblick inklusive Einreise-Regeln.

  • Bahamas: Für die Einreise ist ein elektronisches Bahamas Health Visa erforderlich. Dafür muss ein negativer PCR-Test hochgeladen werden, der bei der Einreise nicht älter als fünf Tage sein darf.
    Zusätzlich wird bei der Einreise und vier Tage nach der Einreise ein Antigen-Schnelltest durchgeführt. 
  • Dominica: Reisende aus Deutschland müssen mindestens 24 Stunden vor der Einreise ein Online-Formular ausfüllen. Bei der Ankunft müssen sie einen negativen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden ist. Fünf Tage nach der Einreise muss ein weiterer Test durchgeführt werden, bis zum Testergebnis besteht eine Quarantänepflicht.
  • Grenada: Alle Reisenden müssen mindestens 48 Stunden vor der Einreise online eine Einreisegenehmigung beantragen und einen negativen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Bei der Einreise muss die Genehmigung und ein negatives PCR-Testergebnis mitgeführt werden. Test- und Quarantänepflichten hängen vom Infektionsgeschehen im Herkunftsland ab.
  • Ruanda: Online-Registrierung und maximal 72 Stunden alter negativer Corona-Test sind Pflicht; bei der Einreise wird erneut getestet – mit Quarantäne bis zum Ergebnis in einer staatlichen Einrichtung.
  • Sri Lanka: Reisende brauchen ein Touristenvisum, das sie nach der Buchung in einem „Safe and Secure Level 1“-zertifizierten Hotel für die ersten 14 Tage des Aufenthalts erhalten. Sie müssen einen negativen PCR-Test in englischer Sprache vorlegen, der maximal 96 Stunden alt ist, und je nach Aufenthaltsdauer drei weitere PCR-Tests in Sri Lanka durchführen.
  • St. Vincent und die Grenadinen: Deutsche müssen derzeit vor der Einreise einen negativen Covid-19-Test vorlegen, der nicht älter als fünf Tage ist, und ein Online-Formular ausfüllen. Bei der Einreise erfolgt ein erneuter PCR-Test, an den eine Quärantäne bis zur Vorlage des Ergebnisses geknüpft ist.
  • Thailand: Zur Einreise wird eine Sondergenehmigung benötigt. Alle Einreisenden müssen nach der Ankunft und auf eigene Kosten in 14-tägige Quarantäne in einem staatlich zugelassenen Hotel und mehrere Covid-19-Tests bestehen. 
  • Uganda: Bei der Ein- und auch bei der Ausreise muss ein negatives PCR-Testergebnis vorgelegt werden. Der Abstrich für den Test darf nach den aktuellsten Vorschriften nicht älter als fünf Tage sein. Weitere Informationen findest du auf der Website des ugandischen Gesundheitsministeriums.

Länder, die nicht als Risikogebiete gelten – Urlaub aber nicht möglich

Zudem gibt es noch viele weitere Länder, die zwar nicht als Risikogebiete gelten und für die somit keine Reisewarnung besteht. Allerdings ist die Einreise nur sehr schwer möglich oder sie ist für Touristen gar nicht gestattet. Hier die Übersicht:

  • Australien
  • Brunei Darussalam 
  • China
  • Cookinseln
  • Fidschi
  • Grenada
  • Hongkong
  • Island 
  • Japan
  • Kambodscha
  • Kiribati
  • Südkorea
  • Laos
  • Macau
  • Malaysia
  • Marshallinseln
  • Mauritius
  • Mikronesien
  • Myanmar
  • Nauru
  • Neuseeland
  • Palau
  • Salomonen
  • Samoa
  • Singapur
  • St. Kitts und Nevis
  • Taiwan
  • Tonga
  • Tuvalu
  • Vanuta
  • Vietnam