Auf Kreta ist alles möglich. Sonnige Tage am Strand genauso wie Shopping und Sightseeing. Klar ist: Ein Urlaub auf Kreta steckt voller Überraschungen. Denn zwischen Strand und Sonnenstunden gibt es jede Menge Kultur und Geschichte zu entdecken und ein Highlight jagt das nächste. Wir haben alle Infos, die du für einen Kreta-Urlaub brauchst.

Kreta – große Insel für Sonnenanbeter

Anreise nach Kreta

Buchen: pauschal oder individuell?

Beste Reisezeit für Kreta

Strände auf Kreta

Sehenswürdigkeiten auf Kreta

Essen und Trinken auf Kreta

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Anreise nach Kreta

Kreta hat zwei internationale Flughäfen: in Chania den Chania International Airport Ioannis Daskalogiannis (CHQ) und in Heraklion den Heraklion International Airport Nikos Kazantzakis (HER). Der Flughafen in Heraklion wird am häufigsten angeflogen, die Flugzeit liegt bei circa drei Stunden. Viele Airlines fliegen Kreta im Direktflug an, Charterflüge ab Deutschland gibt es von April bis Ende Oktober zum Beispiel mit Lufthansa, Eurowings und Ryanair.

Gut zu wissen: Linienflüge gehen generell fast immer via Athen und dann weiter mit einem inländischen Linienflug nach Heraklion oder Chania – rund achtmal am Tag in der Hauptsaison. Im Durchschnitt liegt der Preis für einen Hin- und Rückflug nach Kreta bei circa 400 bis 500 Euro pro Person. Linienflüge sind oft teurer als die in eine Pauschalreise eingebundenen Flüge.

Urlaub buchen auf Kreta

Buchst du gern Flug und Hotel in einem? Dann ist ein Pauschalurlaub richtig für dich. Hier kaufst du deine Reise im Paket und bekommst die Anreise und die Übernachtungen zusammen; zusätzlich entscheidest du, ob du nur Frühstück oder Halbpension, also Frühstück und Abendessen, bekommen willst.

Kreta ist die beliebteste Insel der Deutschen in Griechenland und sehr gut auf den Tourismus eingestellt. Deshalb findet man auch jede Form der Unterkunft, vom günstigen Apartment bis hin zum Luxushotel. Die meisten Angebote gibt es bei Pauschalreisen in Verbindung mit einem Flug. 

Ein All-inclusive-Paket buchst du in einem Reisebüro oder online. Es beinhaltet alles – von Flug und Hotel bis hin zu Transfer und Vollverpflegung. Bei dieser Urlaubsform musst du dir vor Ort über gar nichts mehr Gedanken machen, da wirklich alles inkludiert ist. An der Nordküste zwischen Chania und Heraklion gibt es die meisten großen Hotels und All-inclusive-Anlagen, sprich: Hier sind fast alle Unterkünfte für die Pauschaltouristen mit direktem oder fußläufigem Strandzugang.

Individuell reisen

Magst du es individuell und stellst dir gern einen Urlaub nach deinem Geschmack zusammen, solltest du nach dem Baustein-Prinzip arbeiten und die einzelnen Teile aneinanderfügen: zuerst die Region auswählen und entsprechende Flüge buchen, dann eine Unterkunft suchen und Programmpunkte vor Ort fixieren. An der Südküste gibt es mehr kleine Hotels und Ferienwohnungen. Im Landesinneren in den Dörfern wiederum kann man in einem familiengeführten B&B einchecken. Und in den drei größten Städten Chania, Rethymno und Heraklion gibt es alles – vom Hostel bis hin zum Luxushotel.

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Wie teuer ist ein Kreta-Urlaub?

Griechenland ist im Vergleich zu manch anderen europäischen Reisezielen verhältnismäßig günstig. Denn Hoteliers und Touristikunternehmer tun alles, um Urlauber mit unschlagbaren Angeboten ins Land zu holen. Ein Griechenland-Urlaub kostet so viel wie ein Urlaub in Spanien oder Italien. Das Preisniveau der Mittelmeerländer ist in etwa gleich.

Die Preise auf Kreta variieren je nach Saison und Unterkunftsart. In der Nebensaison findest du Pensionen ab 15 Euro, eine Ferienwohnung am Strand oder in Strandnähe ab etwa 40 Euro und ein besseres Hotelzimmer ab etwa 60 Euro. Eine Woche auf Kos kann man ab etwa 220 Euro ergattern – in der Nebensaison. In der Hauptsaison zahlt man für eine Woche im Mittelklassehotel ab etwa 500 Euro. Denn in der Ferienzeit steigen die Preise. Die Hauptsaisonmonate Juli und August sind die teuersten Monate in Griechenland.

Spar-Tipps für Kreta

Sparen kannst du, wenn du abseits der Saison nach Kreta reist, sprich: vor oder nach dem immer gut gebuchten Sommer. Es macht auch Sinn, sich Pauschalangebote anzuschauen, bei denen die Übernachtungspreise durch das Paket geringer ausfallen.

Bei Pauschalangeboten kannst du sparen, wenn du dir vorab die Zimmerkategorien genauer anschaust. Zimmer mit Meerblick können empfindlich teurer sein, auch die Zimmergröße spielt eine Rolle. Wer ohnehin den ganzen Tag am Strand liegt, kann hier vielleicht auf die bessere Kategorie verzichten.

Wenn du individuell buchst und Flug und Hotel getrennt voneinander organisierst, solltest du genau durchrechnen, ob sich das lohnt, und versteckte Kosten einplanen. Bei Pauschalangeboten sind beispielsweise meist der Transfer oder eine Reiseversicherung inkludiert.

Viel machen auch die Lage und die Ausstattung aus. Direkt am Meer steigen die Preise, je weiter im Landesinneren, desto günstiger. Der Kompromiss ist beispielsweise ein Hotel, das nur ein paar Hundert Meter vom Strand entfernt ist. Das kann dann um bis zu 25 Prozent billiger sein als eines am Wasser. Bei der Ausstattung gilt: je mehr, desto teurer. Bleibt die Frage, ob du ein Hotel mit drei Pools brauchst oder ob es einer auch tut.

Die Frage, wann der richtige Zeitpunkt für eine Buchung ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Große Reiseveranstalter wie Tui locken mit Frühbucherrabatten. Hier kannst du bis zu 20 Prozent sparen, wenn du den Sommerurlaub bereits im Frühjahr buchst. Wer es spontaner mag und kurzfristig verreisen möchte, kann Glück haben auf Seiten wie restplatzboerse.de. Auch hier können die Preise gering sein, allerdings ist die Auswahl stärker eingeschränkt, weil nur einzeln verfügbare Angebote ausgespielt werden.

Beste Reisezeit

Kreta hat eine lange Saison, die bereits ab etwa Mitte März startet. Dann beginnt die Natur der Insel zu erblühen und es gibt schon um die 20 Grad. Ab Juni kann dann gebadet werden, im Südosten oft schon früher. Hochsaison auf Kreta ist von Juli bis September. In den Sommermonaten zur Hauptreisezeit können die Temperaturen die 30-Grad-Marke knacken, 35 Grad Celsius sind keine Seltenheit. Dann gibt es die meisten Flüge und Pauschalurlaubsangebote.

Allerdings sind in den Sommermonaten viele Urlauber auf der Insel. Deshalb gilt als beste Reisezeit der spätere Sommer oder der frühe Herbst. Denn ab etwa Mitte September legt sich der Trubel der Hauptsaison. Als Alternative bietet sich auch die erste Junihälfte an, bevor die meisten Touristen kommen. Die Saison endet im Oktober und November, auch dann gibt es noch um die 20 Grad. Die Durchschnittstemperatur auf Kreta liegt bei 28 Grad im August, die niedrigste Temperatur beträgt 14 Grad im Januar. 

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Kos

Den Charme der Insel spürst du überall. Im Urlaub lohnt sich eine Mischung aus Strand, Stadt und Storys.

Palast von Knossos

Der antike Palast von Knossos im Norden der Insel ist der größte minoische Palast Kretas. Hier staunst du über archäologische Ausgrabungen aus der Zeit des antiken Griechenlands, die zu den berühmtesten des ganzen Landes zählen. Der antike Ort Knossos galt zwischen 2000 und 1450 vor Christus als das Herrschafts- und Kulturzentrum schlechthin, im Palast war der Sitz des Herrschers.

Zur Zeit der Minoer entstanden mehrere Paläste auf Kreta, der Palast von Knossos war aber immer der größte und beeindruckendste. Er wurde zwar durch ein schweres Erdbeben zerstört, allerdings kurze Zeit später wiedererrichtet und vieles rekonstruiert. Viele Mauern des minoischen Palasts sind noch gut erhalten. So bekommst du einen super Eindruck davon, wie es hier im 14. Jahrhundert vor Christus ausgesehen haben muss. 

Kloster Arkadi bei Rethymnon

Das Kloster Arkadi bei Rethymnon ist das bedeutendste Nationaldenkmal der Insel. Hier fand im Jahr 1866 ein tragischer Moment in der Geschichte der Kreter statt. In der Nacht vom 7. auf den 8. November 1866 griff ein osmanisches Heer mit 15.000 Soldaten das Kloster Arkadi an. Im Kloster befanden sich 964 Aufständische mit ihren Frauen und Kindern. Zwei Tage lang wehrten sie sich gegen den Angriff, bis sie resignierten – und eine drastische Entscheidung fällten.

Statt das Kloster aufzugeben, zündeten sie das Magazinfeuer und sprengten alles in die Luft. Seither gilt das Kloster Arkadi als wichtigster Ort für den Kampf um die Unabhängigkeit Kretas. Heute ist das Kloster ein malerischer, ruhiger Ort, mit Blumen und Pflanzen bewachsen und noch immer bewohnt von Mönchen. Vorsicht: Beine und Schultern müssen hier bedeckt werden bei einem Besuch!

Die wilde Samaria-Schlucht – mit 18 Kilometer Länge eine der längsten in Europa.

Samaria-Schlucht

Wie vielseitig die Landschaft auf Kreta ist, erfährst du, wenn du im Südwesten der Insel eine Wanderung durch die Samaria-Schlucht machst. Mit rund 17 Kilometern Länge gilt diese als eine der längsten und bekanntesten Schluchten Europas! Der Weg führt dich über wild bewachsene Hänge voller Pinien und exotischen Pflanzen und dann weiter hinauf bis auf 1200 Meter Höhe. Manche Stellen sind etwas unwegsam, daher sind feste Schuhe ein Muss.  

Die Schlucht wird gesäumt von bis zu 600 Meter hohen, senkrecht aufragenden Felswänden. Die engste Stelle der Schlucht ist gerade mal vier Meter breit. Insgesamt dauert die Wanderung rund fünf Stunden. Wem das zu viel ist, der kann die Strecke abkürzen und mit dem Schiff nach Agia Roumeli fahren. Von hieraus führt ein etwa vier Kilometer langer Weg zur „eisernen Pforte“.

Hafenstadt Agios Nikolaos

Keine Frage, auf Kreta gibt es viele schöne Berg- oder Hafenorte, der schönste liegt aber am Westufer des Golfs von Mirabello. Hier befindet sich die Hafenstadt Agios Nikolaos, die ein wichtiger Touristenort ist und neben Chania als eine der schönsten Städte der griechischen Insel gilt.

Den Namen trägt die kleine Perle wegen ihrer gleichnamigen Kirche Agios Nikolaos, die aus aus dem zehnten oder elften Jahrhundert stammt und eine der ältesten noch erhaltenen Kirchen Kretas ist. Rundum befinden sich malerische Gassen, urige Tavernen, gemütliche Cafés und der trubelige, bunte Hafen – die ideale Kulisse für einen Café frappé in der Sonne! Tipp: Jeden Mittwoch gibt es einen Wochenmarkt, auf dem es lokale Produkte zu kaufen gibt.

Die schönsten Strände auf Kreta

Lange, goldene Sandstrände wechseln sich mit kleinen Buchten ab. Kein Wunder, immerhin verfügt die fünftgrößte Insel im Mittelmeer über eine Küstenlinie von 1066 Kilometern Länge.

Balos Beach: der Karibik-Strand

Im Nordwesten von Kreta bezaubert der Balos Beach mit einer sagenhaft schönen Kulisse: Eine malerische Sandbank, die von türkis Wasser umspült wird, sorgt hier für Karibikflair!

Elafonissi Beach: der pinke Strand

Wer an den Elafonissi Beach im Südwesten von Kreta kommt, meint im ersten Moment, seinen Augen nicht trauen zu können. Denn der Strand hat einen pink leuchtenden Sand! Die rosa Färbung entsteht durch winzige rosafarbene Muschel- und Korallenteilchen.

Der atemberaubende rosarote Strand Elafonissi.

Preveli Beach und Vai Beach: die Palmenstrände

Auf Kreta gibt es nur zwei natürliche Palmenstrände. Der Preveli Beach ist umgeben von einem dichten Palmenwald, daher hat man automatisch ein tropisches Feeling, wenn man hier in den Wellen schwimmt. Neben Preveli Beach bezaubert der Vai Beach im Osten der Insel mit seinen unzähligen Palmen. Rund 5000 kretische Dattelpalmen wachsen hier!

Matala Beach: der Hippie-Strand

Der bekannteste Strand Kretas liegt beim Fischerdorf Matala, das für seinen Strand und seine Hippie-Höhlen berühmt ist. In den 60er-Jahren waren die Hippie-Höhlen Anziehungspunkt für die Blumenkinder von damals, Musiklegenden wie Bob Dylan und Cat Stevens lebten hier. Heute stehen die Höhlen von Matala unter Denkmalschutz und können besichtigt werden.

Die Küche auf Kreta

Für Foodies ist Kreta ein Geheimtipp. Die Küche auf der beliebten Mittelmeerinsel geht weit über Souflaki und Moussaka hinaus. Kretische Rezepte vereinen venezianische, türkische und sogar minoische Einflüsse. Wenn die Kreter essen gehen, dann selten allein oder zu zweit. Stattdessen findet sich die ganze Familie ein – und die ist meist groß.

Dieses Zusammensein bezeichnet man als Paréa, was übersetzt so viel wie „gute Gesellschaft“ meint. Denn auf Kreta ist Essen ein wichtiger Teil der lokalen Kultur.