Fast die komplette Welt ist vom Robert-Koch-Institut wegen der Corona-Pandemie als Risikogebiet eingestuft – und damit ist eine Quarantäne nach der Rückkehr vom Urlaub notwendig. Doch es gibt Ausnahmen; Ausnahmen, bei denen weder bei der Einreise vor Ort noch bei der Rückkehr nach Deutschland eine Quarantänepflicht greift. 

Da Mallorca nun kein Risikogebiet mehr ist, melden viele Reiseanbieter einen Buchungsansturm auf die Insel. Gleichzeitig schnellen die Preise für Flugtickets in die Höhe. Wer aber nicht mit Tausenden anderen deutschen Urlaubern die Osterferien auf Mallorca verbringen möchte, findet gut erreichbare Alternativen – egal, ob du deine Reise am liebsten am Strand, auf schönen Wanderwegen oder in einer unglaublichen Natur verbringen möchtest. Wir verraten sie euch.

1. Menorca – Mallorcas kleine Schwester ohne Massentourismus

Einsame Buchten, keine zugebauten Strände, und Massentourismus kennt man auf Menorca nicht. Die Balearen-Insel steht oft im Schatten der größeren und touristischeren Inseln Mallorca und Ibiza – und trumpft genau deshalb auf. Gerade in Corona-Zeiten, in denen Abstand halten das Nonplusultra ist, kann Menorca punkten. Mit Natur pur, hübschen kleinen Gassen und glasklarem Wasser.

Für Menorca gelten generell die gleichen Regeln wie für Mallorca, du brauchst einen maximal 72 Stunden alten negativen Corona-Test zur Einreise. Zudem ist die Einreise nur mit einem QR-Code möglich. Den erhältst du, wenn du online das Gesundheitsformular ausgefüllt hast.

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Doch ein bisschen mehr Freiheit als auf Mallorca hast du auf Menorca: Während auf der Deutschen liebsten Insel die Gastronomie um 17 Uhr schließen muss und ab 22 Uhr eine Ausgangssperre gilt, kannst du in Restaurants und Bars auf Menorca draußen bis 22 Uhr speisen und trinken. Eine Maskenpflicht gilt allerdings wie in ganz Spanien immer, drinnen wie draußen.

Menorca hat quasi alles, was Mallorca auch hat – nur keinen Massentourismus.

2. Formentera: das Badeparadies mit unberührter Natur

Die kleinste der Balearen-Inseln ist Formentera. Doch das heißt noch lange nicht, dass Formentera nicht auf vielen Ebenen mit Mallorca mithalten kann – oder gar besser ist. Formentera ist bekannt für seine traumhaften weißen Sandstrände und das glasklare, türkisfarbene Wasser, vor allem für einen der schönsten Strände der Welt, die Platja de Ses Illetes im Norden.

Doch Formentera ist mehr als nur ein Badeparadies. Die Insel lässt sich wunderbar auf dem Fahrrad oder bei einer Wanderung erkunden. Vor allem im dünn besiedelten Süden der Balearen-Insel findest du unberührte Natur, bei der du kein Problem haben wirst, die Abstands-Regeln einzuhalten. 

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Für Formentera gelten nahezu identische Regeln wie für Mallorca. Zur Einreise brauchst du einen maximal 72 Stunden alten negativen Corona-Test und einen QR-Code. Geschäfte und Gastronomie sind mit eingeschränkten Öffnungszeiten geöffnet. Bars und Restaurants schließen um 17 Uhr, ab 22 Uhr gilt eine Ausgangssperre. Zudem muss drinnen wie draußen eine Maske getragen werden.

Nicht die Karibik, sondern die Balearen: Formentera ist für sein glasklares türkisfarbenes Wasser bekannt.

3. Azoren: neun Insel mit ganz viel Abwechslung

Eine beeindruckende Unterwasserwelt mit Delfinen, Haien, Walen, Schildkröten, Rochen und Co. wartet rund um die Azoren auf dich, dazu Vulkane, Lagunen und Berge. In Sachen Abwechslung kommt kaum ein anderes Reiseziel den zu Portugal gehörenden Azoren gleich. Der April ist dabei perfekt für einen Ausflug auf eine der neun Azoren-Inseln: Bei bis zu 20 Grad Außentemperatur erwarten dich fünf Sonnenstunden am Tag und nur vier Tage Regen im gesamten Monat. 

Für deinen Urlaub auf den Azoren musst du aber einige Vorkehrungen treffen: Zur Einreise brauchst du einen maximal 72 Stunden alten negativen Corona-Test, zudem musst du dich vorab online registrieren. Wenn du verschiedene Inseln bereisen willst, musst du ein weiteres Formular online ausfüllen. Auf den Azoren gelten je nach Infektionszahlen in den Regionen verschiedene Regeln, etwa beschränkte Öffnungszeiten oder nächtliche Ausgangssperren. Eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum besteht überall. 

Die Azoren beeindrucken mit einer unglaublichen Natur und einer spannenden Unterwasserwelt.

4. Ibiza: das Reiseziel, das Mallorca am ähnlichsten ist

Ein Geheimtipp ist Ibiza sicherlich nicht, immerhin handelt es sich dabei nicht nur um eine Partyhochburg, sondern auch um der Deutschen zweitliebste Balearen-Insel. Auch wenn dort eine Ausgangssperre ab 22 Uhr gilt und die Restaurants und Bars um 17 Uhr schließen, lässt es sich im April gut auf Ibiza aushalten. 

Selbst wenn es für Badeurlaub noch zu kalt ist, kannst du die Insel erkunden. Die Insel-Hauptstadt Ibiza-Stadt beispielsweise hat süße Gassen und so manch ein beeindruckendes Gebäude, etwa die Kathedrale Santa Maria. Damit wurde sie vor einigen Jahren in die Liste der Unesco-Weltkulturerbestätten aufgenommen.

Wenn du ein Souvenir brauchst, solltest du über den Hippie-Markt Las Dalias in San Carlos schlendern, und einen schönen Bootstrip kannst du zur sagenumwobenen Felsen-Insel Es Vedrà machen, die lediglich von Ziegen bewohnt ist. Dabei soll es sich, erzählt man sich, um die auferstandene versunkene Stadt Atlantis handeln.

Es Verdà ragt vor Ibizas Küste aus dem Meer – das sorgt für allerlei Mythen.

5. Färöer-Inseln: Abenteuer in der Natur

Während für Island keine Reisewarnung gilt, Nicht-Geimpfte nach der Einreise aber in Quarantäne müssen, sieht es auf den zu Dänemark gehörenden Färöer-Inseln anders aus. Hier kannst du mit PCR-Test deinen Urlaub in der wunderschönen Natur genießen, wandern gehen oder die einheimische Tierwelt mit Papageientauchern und Grindelwalen entdecken. 

Zur Einreise auf die Färöer-Inseln ist ein maximal 72 Stunden alter negativer PCR-Test vorzuweisen. Bei der Einreise selbst wird unabhängig davon ein weiterer Corona-Test vorgenommen. Bis zum Vorliegen des Ergebnisses muss eine häusliche Quarantäne eingehalten werden, danach kannst du die 18 Inseln aber völlig frei erkunden – mit dem Mietwagen beispielsweise. Bei im April bis zu sieben Grad und 16 Tagen Regen sollten allerdings warme und wasserabweisende Klamotten ins Gepäck. 

Fantastische Felsformationen und Natur-Highlights warten auf den Färöer-Inseln auf dich.

6. Raus aus Europa: Insel-Urlaub in der Karibik

Wer sich an Ostern nicht mit Temperaturen bis durchschnittlich maximal 20 Grad zufriedengeben will, kann auch eines der Fernreiseziele ansteuern, für die keine Reisewarnung gilt und an denen vor Ort keine Quarantäne für Urlauber verhängt wird. Zwei Inselträume in der Karibik sind dabei: Curaçao und Bahamas. Beide Inseln sind vom Robert-Koch-Institut nicht mehr als Risikogebiete eingestuft. 

Auf den Bahamas kannst du am Strand auf Schweine treffen, die auch gerne mal ein Bad im Karibischen Meer nehmen.

Weitere mögliche Reiseziele in dieser Kategorie sind Ruanda und Uganda in Afrika und Sri Lanka in Asien. Auch in Europa gelten weiterhin einige Regionen auf dem Festland nicht als Risikogebiet, unter anderem Orte in Spanien, Portugal und Kroatien.