Weltenbummler haben generell eher lange Bucket Lists, und für jede erfüllte Reise kommen neue Traumziele hinzu. Doch das erste Jahr der Pandemie machte viele Wünsche zunichte: Wer nicht vor März 2020 aufgebrochen ist, hatte aufgrund von Corona mit vielen Einschränkungen und Hindernissen zu rechnen.

Doch das erste Jahr mit der Pandemie ist vorbei – und damit kommt Hoffnung auf, dass es wieder besser wird und wir vielleicht mit fortschreitenden Impfungen und Teststrategien bald wieder unabhängiger sind. Wir reisereporter haben jedenfalls große und kleine Ziele.

Maikes Reise-Wunschzettel: Namibia, Griechenland, Italien

Meine Bucket List ist schon immer lang – und sie ist ganz schön Afrika-lastig. Ich habe mich im Jahr 2014 in Namibia verliebt, als ich dort für eine Zeitung gearbeitet habe. Die Tierwelt, die Landschaften, die Kultur, die Kulinarik und vor allem die Menschen dort haben sich in meinem Herzen festgesetzt. Seit meinem Abschied steht ein Wiedersehen auf dem Plan, doch zuvor waren noch Ghana, Kenia, die Kapverden und Marokko dran.  

Namibia war fest für 2020 eingeplant, doch im Juli war die Reise schier nicht umsetzbar. Daher steht das Ziel nun ganz oben auf meinem Reise-Wunschzettel für das nächste Jahr. Ich möchte endlich wieder das Gefühl endloser Weite in der Namib-Wüste erleben, die Big Five auf einer Safari suchen, beim Sandboarding die Dünen hinuntersausen, Kapana mit meinen Freunden in Windhoek essen und meinem Reisebegleiter beim Surfen an der Skelettküste zuschauen.

reisereporterin Maike möchte wieder nach Afrika – 2019 war sie zuletzt auf der Kapverden-Insel Sal.

Und auch jede Menge weitere Erlebnisse stehen meinem Wunschzettel: die Baobaballee auf Madagaskar entlanglaufen, griechische Tapas auf Kefalonia genießen, Aperol Spritz in Matera trinken, auf einer Düne in Dänemark sitzen und aufs Meer schauen, Nordlichter in Lappland sehen.

Ob ich all meine Wünsche schon 2021 erfüllen kann? Optimistisch bin ich da nicht unbedingt. Aber das hängt auch nicht nur an der Entwicklung der Corona-Pandemie ... Ich bin mir sicher, dass meine Urlaubstage dafür nicht ausreichen werden. Aber keine Sorge: 2022 kommt bestimmt!

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Maike Geißler

Brigittes Reise-Wunschzettel: Karibik

Auf meinem Reise-Wunschzettel steht in diesem Jahr ein Urlaub in der Karibik. Mein letztes Reiseziel dort war Jamaika im Jahr 2018 – das ist schon viel zu lange her. Seitdem träume ich von den weißen Stränden, dem warmen Meer und der leichten Brise, die vom Atlantik her über das Karibische Meer weht und so für eine leichte Abkühlung sorgt. 

Eigentlich hatten meine beste Freundin und ich eine Karibik-Reise für 2020 geplant, aber kurz vor der Buchung im März entschieden wir uns dagegen. Sicher ist sicher, dachten wir uns damals, und so liegt die große Hoffnung nun auf dem Jahr 2021. Auch diesmal werden wir uns eher spontan entscheiden, das genaue Ziel steht noch nicht fest. Auf unserer Liste stehen Kuba, Barbados, Puerto Rico, gerne auch wieder Jamaika und die Bahamas. 

reisereporterin Brigitte möchte mal wieder in die Karibik – wie hier auf Jamaika im Jahr 2018.

Auf den Bahamas gibt es eine Sache, die ganz weit oben auf meiner To-do-Liste steht: an einer kleinen Strandbar einen „Bahama Mama“ bestellen – so wie Bob Kelso in der Sitcom „Scrubs“. Nachdem ich die Szene das erste Mal gesehen habe, wollte ich unbedingt den Cocktail probieren. Probiert habe ich ihn schon – seither ist das mein Lieblings-Cocktail. Leider steht er auf nur sehr wenigen Getränke-Karten in Deutschland. Ob ein „Bahama Mama“ wohl auf den Bahamas genauso wie in Deutschland schmeckt?

Wenn ich so darüber nachdenke, ist das Ziel eigentlich schon fast beschlossene Sache. Jetzt muss ich es nur noch meiner besten Freundin vorschlagen. Die ist bei Reisezielen aber recht unkompliziert, sodass nur noch das passende Hotel und das Reisedatum fehlen.

Brigitte Vetter

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Catharinas Wunschzettel: Färöer Inseln

Eine Liste mit Traumzielen habe ich nicht – hatte ich ehrlich gesagt noch nie. Ich will im Urlaub rauskommen, rumkommen, spontan sein, etwas erleben und diese Erfahrungen mit anderen teilen. Ob Roadtrip in Neuseeland, Marathon in Amsterdam, Fahrradtour in Kopenhagen oder Wandern auf den Färöer Inseln: Nicht die Orte machen Reisen für mich besonders, sondern die Menschen an meiner Seite. Mein Mann, meine Freundinnen, die Familie... auch wenn meine Hündin mitkommt, freue ich mich tierisch!

Trübe Aussichten? Von wegen! Catharina vermisst die raue Landschaft der Färöer.

Während des Lockdowns sehe ich mir die Fotos vergangener Urlaube an und erinnere ich mich gerne zurück, vor allem an die vielen gemeinsamen Erlebnisse, die kleinen Abenteuer. Dafür bin ich dankbar. Gleichzeitig führen mir die Bilder vor Augen, was mir gerade fehlt: unbeschwert unterwegs zu sein.

Mein Fernweh muss deshalb wahrscheinlich noch eine Weile warten. Das ist ok. Bis dahin reise ich in Gedanken am liebsten zurück auf die Färöer Inseln. Atemberaubende Fjorde, sattgrüne Hügel, frische Luft und schnuckelige Dörfer... da wäre ich jetzt gern! Aber nur in Begleitung.

Catharina Schulz

Sabrinas Reise-Wunschzettel: Australien, Neuseeland und Neukaledonien

Meine Bucket List ist schon immer lang. Sobald ich ein Ziel davon streichen kann, steht auch schon das nächste neu darauf. Zugegebenermaßen gibt es einige Orte, die mich mehr als andere reizen. Das sind die, die immer wieder auf der Liste auftauchen.

Australien zum Beispiel. Das Land am anderen Ende der Welt zieht mich immer wieder in seinen Bann. Die Landschaften und die Tierwelt, die Kultur und die Kulinarik und vor allem die Menschen machen jeden Besuch unvergesslich.

Ob in Westaustralien, auf Tasmanien oder im Northern Territory: Bei jedem Besuch des Kontinents habe ich auch immer interessante Menschen getroffen. Alle waren weltoffen, herzlich und unkompliziert. „No worries“ lautet vielerorts das Credo. Und das erscheint mir nach 2020 beinahe heilsam. Was könnte dazu besser passen, als dass auf dem australischen Wappen ausgerechnet ein Känguru und ein Emu zu sehen sind? Beide Tiere können nicht rückwärts laufen und versinnbildlichen das australische Lebensmotto: Immer nach vorn blicken.

Auf der Great Ocean Road die Küste des kleinsten australischen Bundesstaates Victoria erkunden – das ist Sabrinas Reisewunsch für 2021.

Einem anderen typisch australischen Tier würde ich 2021 gern ganz nahe kommen: dem Koala. Davon soll es besonders viele in Victoria geben. Und wie ließe sich der kleinste australische Bundesstaat besser entdecken als bei einem Roadtrip? Am besten auf der Great Ocean Road zwischen Torquay und Allansford, die als eine der malerischsten Küstenstraßen der Welt gilt.

An der südwestlichen Küste von Victoria gibt es viel zu sehen. Die Twelve Apostels zum Beispiel, bis zu 60 Meter hohe wuchtige Felsen aus Kalkstein, die zwischen Princetown und Port Cambell aus dem Meer ragen. Oder kleine Fischerdörfer wie Port Fairy. Oder den ältesten Leuchtturm des Landes in Cape Oatway. Und eben jede Menge Koalas. Von den Tieren soll es besonders viele in und um den Küstenort Kennett River geben. Auf dem Kennett River Koala Walk soll man sie ganz einfach in den Bäumen erspähen. Und falls sie nicht zu sehen sein sollten, besucht man eben eines des vielen Sanctuarys oder Wildlife Reserves in Victoria.

Wem dann wieder nach ein bisschen Urbanität ist, der verbringt zum Abschluss einfach ein paar Tage in Melbourne. Die Metropole wurde jahrelang immer wieder zur lebenswertesten Stadt der Welt gewählt. Ich kann es jedenfalls kaum abwarten, dass das aktuelle Australien-Einreiseverbot endlich wieder aufgehoben wird. Und wenn es doch noch ein bisschen länger dauert: No worries – meine Bucket List ist lang. Neuseeland und Neukaledonien stehen aktuell auch ganz weit oben.

Sabrina Friedrich

Miriams Reise-Wunschzettel: Madagaskar, Kenia, Norwegen

Ich habe Heimweh. Und das, obwohl ich in meiner Wohnung in Hannover sitze. Das liegt auch daran, dass ich drei Orte mein Zuhause nenne, nebst Hannover sind das Nairobi in Kenia und Oslo in Norwegen. In Norwegen habe ich zwei Jahre gelebt, in Kenia immer mal wieder für einige Wochen oder Monate.

Als die Corona-Pandemie 2020 ausbrach, war ich gerade in Kenia – und musste kurzfristig nach Deutschland zurück. Meine Sehnsucht ist nun umso größer: Wie geht es meinen Freunden? Wie hat Covid-19 das Land verändert, die Menschen verändert? Ich träume mich auf Safari und sehe Löwen, Leoparden und Zebras vor mir. Ich höre das Meeresrauschen der Südküste. Ich spüre die Sonne. Und will nur eines: zurück.

reisereporterin Miriam im Tsavo-East-Nationalpark in Kenia – wenige Tage vor Ausbruch der Corona-Pandemie im März 2020.

Ähnlich ergeht es mir mit Norwegen. Ein Jahr ohne Norwegen ist ein verlorenes Jahr. Nun ist es zweieinhalb Jahre her, seit ich das letzte Mal dort war. Ich vermisse meine Au-pair-Familie, mein Patenkind, meine Freunde in Oslo. Ich vermisse es, am Fjord zu sitzen und meinen Gedanken nachzugehen. Ich vermisse es, raus in diese einzigartige Natur zu gehen und loszuwandern, ohne eine andere Menschenseele zu sehen.

Aber ich möchte mir noch einen weiteren Traum erfüllen: Madagaskar! Der Inselstaat steht schon lange auf meiner Wunschliste – und ganz oben, wenn es um eine Destination für die Hochzeitsreise 2021 geht. Von Affenbrotbäumen gesäumte Alleen entlangspazieren, mit Lemuren durch den Dschungel wandern, Buckelwale beobachten, am Strand von Nosy Be abhängen oder mit Schildkröten schnorcheln in den Riffen vor Nosy Tanikely – ich kann es kaum erwarten, in den Flieger zu steigen!

Miriam Keilbach

Leonies Reise-Wunschzettel: Nordlichter-Jagd in Island

Eigentlich wäre ich in diesem Jahr drei Wochen durch die USA gereist, hätte mir die vielen Nationalparks angeschaut, Kalifornien und Las Vegas besucht. Aber die Coronavirus-Pandemie hat mir wie so vielen anderen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Also freue ich mich einfach auf die Reisen, die kommen werden.

Für ihren Reisewunsch muss Leonie Zimmermann sich wärmer anziehen: Sie will Polarlichter in Island jagen.

Für das Jahr 2021 wünsche ich mir eine Reise nach Island, wo ich endlich meinen Traum von der Nordlichter-Jagd erfüllen und durch die abenteuerliche Vulkanlandschaft wandern möchte. Außerdem träume ich von Bali, wo ich am paradiesischen Strand liege und den ganzen Stress von diesem Jahr vergessen kann. Und auch der Roadtrip nach Kroatien ist auf meiner realistischen Bucket List weiter nach oben gerückt.

Aber mal unter uns – auch wenn das so nicht klappt, bin ich mir in einem Punkt sicher: Ich werde das Meer wiedersehen, zur Not auch von der deutschen Küste aus.

Leonie Zimmermann