Für Food-Lover ist die Türkei als Urlaubsziel ein wahres Mekka. Die türkische Küche setzt sich aus den Einflüssen orientalischer und griechischer sowie osmanischer Einflüsse zusammen. Dabei gibt es an den verschiedenen Orten des Landes auch unterschiedliche Ausrichtungen der türkischen Küche. 

Da der Badeort Bodrum an der Türkischen Ägais im Vergleich zu den Küstenorten Antalya, Alanya und Side noch recht unbekannt ist, finden Touristen dort viele familiengeführte Restaurants mit authentischer, landestypischer Küche. 

Besonderheiten der türkischen Küche

Aber was zeichnet die türkische Küche denn eigentlich aus? Während die Speisen in den anderen Badeorten sehr auf Fisch und Meeresfrüchte ausgelegt und von den Vorlieben der Touristen geprägt ist, vermischen sich etwa im Westen des Landes, also auch in Bodrum, die Einflüsse vom Balkan mit der türkischen und der griechischen Küche zu einer ganz neuen, mediterranen Kochart.

Das, was wir hierzulande als türkische Küche kennen, kommt den Essgewohnheiten in der türkischen Region Anatolien wohl am nächsten. Die dortige Küche ist geprägt durch das Leben der Hirten und Bauern und setzt deshalb besonders auf Ziegen-, Lamm- und Hühnerfleisch.

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Zu dem meist geschmorten Fleisch gibt es Reis und eine große Bandbreite an Gemüse: Paprika, Auberginen, Tomaten, Gurken, Kichererbsen oder Linsen. Eben all das, was auf den lokalen Feldern wächst. Außerdem gibt es natürlich Schafskäse, Joghurt und Milch.

Die Essgewohnheiten in der Türkei

In der Türkei ist das gemeinsame Essen mit Freunden und Familie ein wichtiger Bestandteil des sozialen Lebens. Da man abends nach der Arbeit am meisten Zeit für ein ausgiebiges Dinner mit den Liebsten hat, ist das Abendessen auch die wichtigste Mahlzeit für die Einheimischen.

Und die beginnt in der Regel vergleichsweise spät: Typischerweise starten die Türken um 21 Uhr mit dem Abendessen – nicht selten mit Open End bis tief in die Nacht.

Und weil am Abend zahlreiche aufwendig zubereitete Speisen auf den Tisch kommen, fallen die anderen beiden Mahlzeiten oftmals eher leicht aus. Das merkt man übrigens auch in Restaurants: Dort wird es abends oftmals voller und die Speisekarten werden deutlich dicker.

Die zehn besten Restaurants in Bodrum

Du hast jetzt richtig Lust bekommen, die kulinarischen Highlights in Bodrum zu erkunden? Der reisereporter zeigt dir im Überblick zehn Restaurants, die von den Gästen auf „Tripadvisor“ am Besten bewertet worden sind. 

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  1. Dinc Cafè Bar
  2. Tyro Italiano Pizzeria Ristorante
  3. La Pasion Restaurant
  4. Demeter Bar & Restaurant
  5. Annalivia Restaurant Gumbet 
  6. The Club Restaurant & Bar 
  7. Avlu Bistro
  8. Alfiemoons
  9. Peters Place
  10. El Vino Restaurant

Um dir die Zeit bis zu deinen kulinarischen Abenteuern in Bodrum etwas zu versüßen, haben wir außerdem ein paar türkische Rezepte zum Nachkochen für dich. Viel Spaß damit und guten Appetit!

Vorspeise: Börek

Das brauchst du für zwei Portionen:

1 Kartoffel
125 g Feta
62 g Butter
2 Eier
100 ml Milch
2 Filo-Teigblätter (oder Yufka)
75 g geriebener Emmentaler
frische Petersilie und frischer Dill
Chilipulver, Pfeffer, Salz, Schwarzkümmel
Öl

Börek kannst du ganz einfach selbst machen.



Und so bereitest du den Börek zu:

Zuerst musst du die Kartoffeln gar kochen, die Milch erhitzen und die Butter darin schmelzen. Ein Ei trennen, das Eigelb zur Seite stellen und das andere Ei zusammen mit dem Eiweiß unter die Milch rühren.

Kartoffel abgießen und pellen, Petersilie und Dill dann fein hacken. Anschließend die Kartoffel mit den Kräutern, Feta, Salz, Pfeffer und Chili (nach Geschmack) verkneten.

Das Backbleck mit Backpapier auslegen und darauf ein Filo-Teigblatt auslegen und dann mit der Milch-Butter-Mischung bestreichen. Nun musst du die Kartoffel-Feta-Paste darauf streichen und schließlich den Emmentaler darüberstreuen.

Dann kommt wieder ein Filo-Teigblatt darauf, was du noch mit dem Eigelb bestreichen und nach Wunsch mit Schwarzkümmel besteuen kannst. Das Ganze muss jetzt nur noch für circa 30 Minuten in den vorgeheizten Ofen (150 Grad Celsius Umluft), und fertig ist dein eigener Börek.

Hauptspeise: Köfte

Das brauchst du für zwei Portionen:

1 kg Hackfleisch (Lamm- und Kalb)
½ Bund Koriander
½ Bund Petersilie
5 Stängel Oregano
1 TL Kreuzkümmel
2 TL Paprikapulver
2 Schalotten
Salz, Zimt, Pfeffer und Öl

Köfte sind gebratene oder gegrillte Hackfleischbällchen.



So bereitest du die Köfte zu:

Für die Marinade verrührst du Öl, Paprikapulver, Zimt und Kreuzkümmel miteinander und massierst es dann in einer Schüssel in das Fleisch ein. Dann hackst du Petersilie, Oregano und Koriander fein und knetest es auch ins Fleisch. Die Schalotten werden nun fein gewürfelt und auch zum Fleisch gegeben.

Die Knetmasse kommt dann für zwei Stunden in den Kühlschrank und kann schließlich in kleine Kugeln geformt und gegrillt oder gebraten werden. Achte hier darauf, dass die Temperatur nicht zu hoch ist. Am besten passt zu Köfte Bulgur oder Weiße-Bohnen-Salat.

Dessert: Baklava

Das brauchst du für zwei Portionen:

300 g Blätterteig
130 g Zucker
80 g geschmolzene Butter
100 g grob gehackte Mandeln
70 g grob gehackte Pistazien
30 g Paniermehl
80 g Honig
130 ml Wasser
Nelke, Zimt

Baklava ist eine traditionelle Süßwarenspeise in der Türkei.



Und so bereitest du die süße Nachspeise zu:

Mandeln, Pistazien, Zucker und Zimt und gemahlene Nelken miteinander vermischen. Ein Drittel des Blätterteiges in eine eingefettete Auflaufform legen und mit geschmolzener Butter bestreichen. Die Hälfte der Nussmischung darauf verteilen, ein weiteres Drittel des Blätterteiges darauflegen und wieder mit Butter bestreichen.

Dann kommt der Rest der Nussmischung darauf sowie die letzte Schicht Teig, die auch wieder mit Butter bestrichen werden sollte. Das Ganze dann bei 150 Grad Celsius (Umluft) im Ofen circa zehn Minuten goldbraun backen.

Währenddessen einen Sirup aus Wasser, Honig, Zucker, Zimt und Nelken aufkochen und ihn über das fertige Gebäck gießen. Das Ganze muss jetzt noch einige Stunden ziehen und dann heißt es nur noch: genießen.