Bodrum erinnert mit den weißen Hausfassaden ein bisschen an die griechische Insel Santorini. Aber auch kulturell hat der Geheimtipp unter den Urlaubsorten der Türkei einiges auf Lager. 

Urlauber können die geschichtsträchtigen Ruinen der Region erkunden, die historischen Artefakte in den Museen bewundern oder sich von der vielfältigen Kunst in der Provinz Mugla verzaubern lassen. Der reisereporter zeigt dir im Überblick, welche Kultur-Highlights du in Bodrum nicht verpassen solltest.

Amphitheater von Halikarnassos

Mitten in Bodrum finden Touristen die sehr gut erhaltenen Ruinen des Amphitheaters von Halikarnassos. Das ist der antike Name des heutigen Bodrums. Das Theater soll Historikern zufolge in der ersten Hälfte des 3. Jahrhunderts vor Christus erbaut worden sein. 

Das Ampihtheater von Halikarnassos wird auch heute noch für Veranstaltungen genutzt.

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Ganz original ist das, was Besucher heute besichtigen können, allerdings nicht mehr. Das Theater wurde zwischen den 1970er und den 1990er Jahren restauriert, um es auch heute noch nutzen zu können. So finden dort auch heute noch regelmäßig Veranstaltungen wie Balett und Konzerte mit bis zu 10.000 Zuschauern statt. 

Aber auch, wenn du keine Veranstaltung besuchen möchtest, ist das Theater tagsüber für Besichtungen begehbar. Du findest es direkt hinter dem Yachthafen in Bodrum. 

Mine Sanat Galerisi

Die „Mine Sanat Galerisi“ ist eine berühmte Kunstgalerie der Türkei. Sie hat ihren Hauptstandort eigentlich in Istanbul. Seit 1985 gibt es aber einen zweiten Ausstellungsraum in Bodrum. 

Im Nordwesten der Bodrumer Halbinsel im beschaulichen Küstenort Yalıkavak befindet sich diese außergewöhnliche Kunststätte. Sie ist oft Austragungsort von Kultur-Veranstaltungen und Kunst-Workshops. Außerdem werden dort zahlreiche wechselnde Werke zeitgenössischer Künstler ausgestellt.

Die Kunstgalerie hat ganzjährlich jeden Tag von 11 bis 0 Uhr für Besucher geöffnet. 

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Künstlersiedlung Dibeklihan

Hinter felsigen Burgmauern versteckt sich im Hinterland der Bodrumer Halbsinsel die einmalige kleine Künstersiedlung Dibeklihan. Rund 11 Kilometer vom Stadtzentrum Bodrum entfernt, können Urlauber durch die vielen kleinen burgähnlichen Gemäuer schlendern und die Kunstwerke von zahlreichen einheimischen Künstlern bewundern. 

Verschiedene kleine Burgcafès und Restaurants laden Besucher außerdem zu einem Mokka oder einem leckeren Essen ein. Wer sich dort für eine kleine Pause niederlässt, der hat außerdem einen traumhaften Ausblick auf die umliegenden Berge. In einigen Geschäften gibt es für die Gäste sogar die Möglichkeit, sich kleine Handwerkskunstwerke als Souvenir von dem Ausflug in die Künstlersiedung mit nach Hause zu nehmen. 

Kunstgalerien gibt es in Bodrum in vielen Formen und Farben.

Die Geschäfte und Ausstellungsräume sind nur in der Hauptsaison von Mai bis Oktober zugänglich. Im Mai können Urlauber von 10 bis 19 Uhr die Räumlichkeiten besuchen, vom 1. bis zum 15. Juni ist das Gelände von 10 bis 21 Uhr geöffnet und ab dem 16. Juni bis Ende September von 10 bis 13 Uhr und von 16 bis 23.30 Uhr. Im Oktober wechseln die Öffnungszeiten dann wieder zu 10 bis 21 Uhr. 

Kreuzritterburg St. Peter

Bodrum ist eigentlich für die weißen Häuser bekannt, die ein bisschen an die griechische Insel Santorini erinnern. Vom Meer aus betrachtet allerdings prägt ein ganz anderes Bild den Urlaubsort: Die massive Kreuzritterburg St. Peter. Damit ist die Burg zwischen den beiden Häfen des Ortes das Wahrzeichen der Stadt und gehört eigentlich bei jedem Bodrum-Urlaub auf die Bucket-List. 

Die Kreuzritterburg St. Peter prägt das Stadtbild von Bodrum maßgeblich.

Und das nicht nur wegen ihres imposanten Aussehens aus der Ferne, sondern vor allem wegen den Entdeckungen, die Urlauber in den Innenräumen der Burg machen können. Dort ist nämlich das Unterwasser-Archäologie-Museum beheimatet und zahlreiche Künstler und Musiker nutzen die Burg als Ausstellungs- und Veranstaltungsort. 

Zeki Müren Arts Museum

Zeki Müren war ein sehr bekannter türkischer Kompinist, Musiker und Dichter. Und weil der landesweit bekannte Promi, der von 1931 bis 1996 gelebt hat, ein großer Bodrum-Fan war, wurde sein ehemaliges Wohnhaus in dem beliebten Urlaubsort in ein Museum verwandelt. 

Touristen können das Museum in der Bodrumer Innenstadt finden. Es liegt direkt an der Straße, die ebenfalls den Namen des Künstlers trägt. Auf zwei Stockwerke aufgeteilt finden Besucher dort ausgewählte Inneneinrichtung und Gedichte des Musikers sowie einige seiner androgynen und sehr extravaganten Anzüge. 

Das Museum ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18.30 Uhr für interessierte Besucher geöffnet. 

Unterwasser-Archäologie-Museum

In der Kreuzritterburg St. Peter in Bodrum verbirgt sich ein weiterer Kultur-Hotspot: Das Unterwasser-Archäologie-Museum. Darin finden Touristen viele Gegenstände aus verschiedenen Epochen der türkischen Geschichte wieder. 

Unter anderem gibt es dort ein typisch türkisches Bad (Hamam), ein oströmisches Boot und einen riesigen Glassaal mit kunstvollen Glasobjekten zu entdecken. Aber auch typisch maritime Ausstellungsstücke und Hinrichtungsvorkehrungen aus vergangenen Zeiten sind dort ausgestellt. 

Das Unterwasser-Archäologie-Museum ist dienstags bis sonntags von 10 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Myndos-Tor

Das Myndos-Tor gehört zu den beliebtesten Kultur-Sehenswürdigkeiten mitten in Bodrum. Es ist ein Überbleibsel aus der Zeit, in der Bodrum von der Antike geprägt war und noch Halikarnassos hieß. 

Das Myndos Tor zählt zu den bekanntesten Kultur-Hotspots der Urlaubsregion.

Der Legende nach soll das Tor im 4. Jahrhundert v. Chr. unter der Herrschaft von König Maussolos erbaut worden sein. Heute bildet es einen kunstvollen Kontrast zu den Hotels und Geschäften, die im Laufe der Zeit um die Ruinen des Myndos-Tores herum entstanden sind. 

Urlauber, die sich für die Historie des Tores interessieren, können sich direkt am Tor auf einem Hinweisschild informieren. Direkt nebenan finden sich außerdem einige Überreste von einem alten Wassergraben und einen kleinen Park mit weiteren Ruinen aus Halikarnassos.