Wer will nicht raus aus den eigenen vier Wänden? In die Natur und auf traumhafte Campingplätze am Meer oder in den Bergen? Die Camper zieht es nach draußen. Doch noch befinden wir uns im Lockdown, und das seit dem 2. November. Die angekündigten Lockerungen gelten nicht für touristische Reisen.

In Deutschland dürfen Beherbergungsbetriebe – und dazu gehören auch Campingplätze und Wohnmobilstellplätze – bis mindestens 28. März keine Gäste haben. Genau da beginnen aber in den meisten Bundesländern die Osterferien. Ob sich zu den Feiertagen noch etwas ändern wird, erfahren potenzielle Urlauber nach der nächsten Bund-Länder-Konferenz am 22. März. Vielleicht sind Ferienhäuser und Campingplätze dann die Ersten, die öffnen dürfen? 

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Welches Bundesland stellt Öffnungen zu Ostern in Aussicht?

Nach den gemeinsamen Beschlüssen zur Eindämmung der Corona-Pandemie kann jedes Bundesland dann individuell über Lockerungen entscheiden. Die konkreten Regelungen können dann ganz schön unterschiedlich aussehen. Einige Bundesländer stellen bereits Öffnungen zu Ostern in Aussicht.

Schleswig-Holstein: Urlaub auf dem Campingplatz ab Ende März?

Der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein Daniel Günther war sagte, für ihn spreche nichts gegen eine Öffnung zu Ostern. Reisen ins Ausland seien schließlich auch möglich. Aus seiner Sicht könnten Schnelltests und eine Nachverfolgung über eine App dabei helfen, den Tourimus hochzufahren. „Lösungen in diesem Bereich zu finden ist auch ein Gebot des Respekts der Branche und den Menschen gegenüber, die dort arbeiten“, sagte Günther.

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Mecklenburg-Vorpommern will für Einheimische öffnen

Der Landestourismusverband von Mecklenburg-Vorpommern hält eine Öffnung von Teilen der Branche über Ostern für möglich. Gemeinsam mit dem Nachbarland Schleswig-Holstein wirbt er für einen „Sonderweg“ der Küstenländer. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig betonte allerdings, dies hänge von der Inzidenzentwicklung ab und gelte nur für Einwohner des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern.

Thüringen will Campingplätze öffnen

Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund plädiert dafür, touristische Übernachtungen mit sehr geringem Ansteckungsrisiko vor Ostern zu erlauben. Dazu gehören ihrer Meinung nach Ferienhäuser und -wohnungen, in denen man sich selbst versorgt, sowie Campingplätze und Wohnwagenstellplätze. Mit den Planungen dafür erst am 22. März zu beginnen findet sie zu spät.

Sachsen-Anhalt: Osterurlaub eventuell möglich

Ministerpräsident Reiner Haseloff äußerte sich ebenfalls vorsichtig optmistisch in Sachen Kurzurlaub über die Osterfeiertage. Dies müsse unter Auflagen und vor dem Hintergrund der aktuellen Inzidenz entschieden werden. Aber er könne sich vorstellen, dass Urlaub im eigenen Bundesland Sachsen-Anhalt erlaubt werde. Als Beispiele nannte er hier Ferienwohnungen und Campingplätze. Damit habe man im vergangenen Jahr gute Erfahrungen gemacht.

Niedersachsen setzt auf Tests

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil setzt darauf, dass wir bis zum 22. März deutlich mehr darüber wissen, was die neuen Testkonzepte möglich machen. Er sagte: „Ich würde mich freuen, wenn ein Osterurlaub unter spürbaren Einschränkungen auch auf unseren Ostfriesischen Inseln möglich sein würde.“ Wirtschaftsminister Bernd Althusmann sagte, der Tourismus brauche noch vor dem 22. März Klarheit, ob begrenzte Urlaubsmöglichkeiten mit hohen Sicherheitsstandards möglich seien. Näheres gibt es aber bis heute nicht.