Die Qual der Wahl: Vielleicht hast du dich schon entschieden, dass es dieses Jahr nach Griechenland in den Urlaub gehen soll, du weißt aber noch nicht, welche Insel es werden soll? Das ist verständlich, denn die Inselwelt Griechenlands ist groß und bietet viele Auswahlmöglichkeiten. Geht es um die beliebtesten Inseln der Deutschen, hilft dir unsere Checkliste weiter: Kreta, Kos oder Rhodos? Welche Insel perfekt für deinen Urlaub ist.

Kreta, Kos oder Rhodos: Lage

Kreta ist die größte und südlichste Insel Griechenlands und liegt knapp 100 Kilometer südlich des griechischen Festlands. Sie ist die größte griechische Insel und nach Zypern die zweitgrößte des östlichen Mittelmeeres.

Kos liegt in der östlichen Ägäis und gehört mit Rhodos und Karpathos zur Dodekanes-Inselgruppe. Die Insel befindet sich am Eingang zum Golf von Gökova und ist an der kürzesten Stelle nur vier Kilometer von der türkischen Stadt Bodrum entfernt.

Die Insel Rhodos liegt in der Ägäis, nur etwa zehn Kilometer von der türkischen Küste entfernt. Das Eiland liegt genau auf der Trennlinie zwischen der inselreichen Ägäis, von der es einen Teil des Südostrandes bildet, und dem inselarmen Levantischen Meer, beides Teilmeere des Mittelmeers. 

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Kreta, Kos oder Rhodos: Größe

Kreta ist gleichermaßen groß und großartig. Die größte Insel Griechenlands ist auch die südlichste und mit 8261 Quadratkilometern Fläche nach Sizilien, Sardinien, Zypern und Korsika die fünftgrößte Insel im Mittelmeer.

Kos ist lang und schmal und hat gerade mal eine Gesamtlänge von 45 Kilometern und eine Breite von acht Kilometern. Die gesamte Fläche macht 278,2 Quadratkilometern aus. Insgesamt leben rund 33.000 Menschen auf Kos, 19.000 davon in Kos-Stadt. Kos ist also klein und kompakt.

Rhodos ist mit rund 1400 Quadratkilometern die viertgrößte griechische Insel. Nur Kreta, Euböa und Lesbos haben eine größere Fläche. In der Region Dodekannes ist Rhodos die mit Abstand größte Insel. Rhodos ist 78 Kilometer lang und 38 Kilometer breit.

Kreta, Kos oder Rhodos: Wo ist das Wetter besser?

Auf Kreta herrscht ein gleichmäßiges Mittelmeerklima. Die Sommer sind heiß und trocken, vor allem an der Südküste von Kreta, der Küste des Libyschen Meeres. Die Winter sind mild. Oft liegt auf den Bergen Schnee und in den niederen Höhen regnet es. Kreta hat eine lange Saison, die ab etwa Mitte März startet. Dann beginnt die Natur der Insel zu erblühen und es gibt schon um die 20 Grad. In den Sommermonaten zur Hauptreisezeit können die Temperaturen die 30-Grad-Marke knacken, 35 Grad sind keine Seltenheit.

Das Klima auf Kos ist gemäßigt mediterran. Das heißt: Die Sommer sind warm und trocken und die Temperaturen klettern in der Hauptsaison von Juli bis September fast immer über die 30-Grad-Marke. Von Mai bis September liegen die Temperaturen zwischen 25 und 33 Grad. Im Sommer fällt praktisch kein Niederschlag. Ab Juni klettert das Thermometer auf über 30 Grad, der wärmste Monat ist der Juli.

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Auf Rhodos herrscht ganzjährig ein mediterranes Klima. Das bedeutet: Es gibt heiße, trockene Sommermonate und milde Wintermonate. Im Frühling und Herbst sind die Temperaturen auf Rhodos dafür gemäßigter und liegen im angenehmen Bereich. Tatsächlich ist die Insel dafür bekannt, dass es hier von Mai bis Oktober T-Shirt-Wetter gibt. Im Frühling klettern die Temperaturen auf 20 Grad, die durchschnittliche Temperatur beträgt circa 15 bis 24 Grad. Ab Mitte Juni wird die 30-Grad-Marke geknackt. Weil auf der Insel eine niedrige Luftfeuchtigkeit herrscht, sind auch hohe Temperaturen gut auszuhalten.

Kreta, Kos oder Rhodos: Wie viele Sonnenstunden?

Als südlichste Insel Griechenlands ist Kreta neben Zypern die sonnigste Insel im Mittelmeer. Durchschnittlich 300 Sonnentagen pro Jahr warten hier auf Urlauber. Die Sonnenstunden steigen im Sommer auf bis zu zwölf Stunden pro Tag an.

Juli ist der sonnigste Monat auf Kos mit durchschnittlich neun Stunden Sonnenschein pro Tag. Im Jahresmittel scheint die Sonne durchschnittlich an sechs Stunden pro Tag.

Auf Rhodos gibt es ausgiebig Sonnenschein. Die Insel gehört zu den sonnenreichsten Gegenden in ganz Europa. Durchschnittlich scheint die Sonne auf Rhodos 7,6 Stunden pro Tag. Im Sommer sind es sogar zwischen elf und zwölf Sonnenstunden täglich.

Kreta, Kos oder Rhodos: Wie warm ist das Wasser des Meeres?

Die maximale Wassertemperatur auf Kreta beträgt 25 Grad, das ganze Jahr über sinkt die Temperatur nie unter 17 Grad auf. In den Monaten Juni, Juli, August, September und Oktober kann man immer bei mindestens 20 Grad baden.

Die maximale Wassertemperatur auf Kos beträgt 25 Grad, das ganze Jahr über sinkt die Temperatur nie unter 17 Grad. In den Monaten Juni, Juli, August, September und Oktober kann man immer bei mindestens 21 Grad baden.

Die maximale Wassertemperatur auf Rhodos beträgt in den Sommermonaten 26 bis 27 Grad. Die Wassertemperaturen im Herbst sind mit 23 bis 21 Grad niedriger. Spannend: Im November kann die maximale Wassertemperatur noch 23 Grad erreichen!

Archäologische Stätte auf Kos. Wann ist die beste Reisezeit für die Insel?

Kreta, Kos oder Rhodos: Wo ist die Landschaft schöner?

Das Mittelmeerklima auf Kreta sorgt für heiße und trockene Sommer und milde Winter. Oft liegt auf den Bergen Schnee und in den niedrigeren Höhen regnet es. Dieses Klima macht Kreta zu einem der grünsten Gebiete in der Mittelmeerregion. Schluchten, Berge und das mediterrane Klima sind die optimalen Voraussetzungen für Outdoorfans. Insgesamt gibt es auf Kreta vier Gebirgsketten.

Kos ist vulkanischen Ursprungs. Deshalb badet man nicht nur im Meer, sondern auch in Thermalquellen. In einer Bucht an der Südküste von Kos fließt schwefelreiches Wasser ins Meer und sorgt für ein spezielles Badevergnügen: Das Wasser der Thermalquelle von Embros hat zwischen 50 und 80 Grad und sammelt sich in einem Becken am Strand. Weil das Meer das heiße Heilwasser abkühlt, entsteht eine Wassertemperatur von 30 bis 40 Grad.

Kilometerlange Strände stehen in direktem Kontrast zum gebirgigen und bewaldeten Landesinneren auf Rhodos. Denn die Insel ist von einem Gebirgsrücken durchzogen. Der höchste Berg ist der Attavrios mit 1215 Meter Höhe. Die Landschaft der Insel ist sehr vielseitig, hohe Berge wechseln sich ab mit fruchtbaren Tälern. Im Frühling zeigt Rhodos dann gern, was die Insel kann: Dann verwandelt sich alles in ein einziges Blumenmeer und überall erblühen gelbe Margeriten, roter Klatschmohn und wilde Orchideenarten.

Kreta, Kos oder Rhodos: Wer hat die schöneren Strände?

Kreta ist groß – und hat großartige Strände. Lange, goldene Sandstrände wechseln sich mit kleinen Buchten ab. Kein Wunder, immerhin verfügt die fünftgrößte Insel im Mittelmeer über eine Küstenlinie von 1066 Kilometern Länge.

Kos ist klein, hat aber jede Menge Bilderbuchstrände, deshalb gilt die Insel als die perfekte Badeinsel. Das liegt an den langen Sandstränden, einsamen Badebuchten und dem Meer, das immer in Sichtweite scheint. Mit einer Länge von insgesamt 20 Kilometern gibt es hier für jeden Geschmack den richtigen Strand.

Auch in Sachen Strände zeigt sich Rhodos divers. Während es an der Westseite der Insel eher windig, zuweilen steinig und rau zugeht, kannst du an der Ostseite an goldenen Sandstränden in der Sonne liegen. Die Küstenlinie von Rhodos misst insgesamt rund 222 Kilometer. 

Kreta, Kos oder Rhodos: Inselhauptstädte

Kreta hat drei Inselstädte zu bieten: Heraklion, Chania und Rethymnon. Jede Stadt ist anders, jede Stadt hat besondere Highlights zu bieten. Heraklion ist die größte, Chania angeblich die schönste und Rethymnon die urigste. Fakt ist: Wer mal Pause vom Chillen braucht und ein bisschen urbane Luft schnuppern möchte, sollte sich auf in die Städte machen. Hier entdeckt man spannende historische Bauwerke und viele Geschichten, aber auch Shops, Kneipen und Bars. Ein Urlaub auf Kreta wird perfekt abgerundet, wenn du durch die schmalen Gassen von Heraklion schlenderst, einen Kaffee im venezianischen Hafen von Chania trinkst oder in einem der kleinen Läden Rethymnons Mitbringsel shoppst.

Die Stadtmauer mit dem Neuen Tor in Heraklion.

Bei Kos-Stadt gilt das Motto: Liebe auf den zweiten Blick. Die Altstadt wirkt auf den ersten Blick nicht so malerisch wie die anderer griechischer Inseln. Die Schönheit zeigt sich, wenn man genauer hinguckt. Dann entdeckt man die lange Geschichte der Insel. Schon 2000 vor Christus befand sich an der Stelle des heutigen Kos-Stadt eine der wichtigsten minoischen Siedlungen außerhalb Kretas. Dann ging es los mit unterschiedlichen Epochen und Herrschern: Auf eine mykenische Epoche folgte die griechische Antike, dann ging die Insel an das Römische Reich und später an Byzanz und Venedig. 1315 wurde Kos von den Johannitern gekauft, im 16. Jahrhundert kamen die Osmanen und 1912 die Italiener.

Neben dem Platz der Freiheit ist der Hafen von Kos-Stadt ein beliebter Treffpunkt.

Rhodos-Stadt liegt auf der Nordspitze der Insel und hat etwa 57.000 Einwohner. Das Herz ist die Altstadt, die von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt wurde und wegen ihrer Schönheit zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten aller ostgriechischen Inseln zählt. Das Flair der Stadt ergibt sich daraus, dass die Altstadt gut bewohnt ist. Zwar ist Rhodos-Stadt mittlerweile stark vom Tourismus geprägt, doch in den historischen Häusern leben und arbeiten nach wie vor viele Einheimische. Das gibt der Inselhauptstadt einen ganz besonderen Charme. Sie ist in drei Teile aufgeteilt: Die Neustadt liegt auf einer Landzunge im Norden, südlich folgt die Altstadt und noch weiter südlich die weniger touristischen Wohngegenden.

Kreta, Kos oder Rhodos: Wie schmeckt das Essen?

Kulinarik wird auf Kreta zelebriert. Wenn die Kreter essen gehen, dann selten allein oder zu zweit. Stattdessen findet sich die ganze Familie ein – und die ist meist groß. Dieses Zusammensein bezeichnet man als Paréa, was übersetzt so viel wie „gute Gesellschaft“ meint. Denn auf Kreta ist das Essen ein wichtiger Teil der lokalen Kultur. Kein Wunder, dass die Spezialitäten der Insel eine lange Tradition haben. Die Gerichte sind ein Zusammenspiel sehr unterschiedlicher Traditionen der Minoer, der Venezianer und der Osmanen.

Weil der Tourismus auf Kos relativ jung ist, gibt es viele Tavernen, die schon lange vor der Ankunft der Touristen in Betrieb waren. Hier isst man besonders authentisch und gemütlich. Die Küche auf der Insel ist typisch griechisch: Klassiker wie Souflaki oder Moussaka stehen auf jeder Speisekarte. Gewürzt wird immer kräftig mit Knoblauch und Inselkräutern, wie Rosmarin, Thymian und Oregano. Ein klassisches Getränk dazu ist ein kühler Retsina, ein geharzter trockener Weißwein. 

Die rhodische Küche fand ihre Anfänge in der byzantinischen Zeit, es folgten zahlreiche verschiedene Einflüsse. Vor allem die Türken und die Italiener haben Rezepte hinterlassen. Eine Insel-Spezialität ist Saganaki, panierter und gebackener Schafskäse, der je nach Geschmack mit Zitronensaft beträufelt werden kann. Neben Fisch ist vor allem der Wein der Insel wichtig: Rhodos war schon im Altertum für gute Weine bekannt. Diese Tradition hält sich auf Rhodos bis heute und es gibt eine Vielzahl von Kellereien auf der Insel.