Türkisblau leuchtet der Schrecksee im Allgäu, der Spitzingsee ist der größte Hochgebirgssee, im Eibsee am Fuß der Zugspitze findet sich sogar eine kleine Insel. Das sind nur drei von 430 großen und kleinen Seen, die es in Bayern geben soll. Vor allem im Süden des Bundeslandes, in den Alpen, locken wunderschöne Bergseen.

Wir verraten dir unsere Favoriten. Ob Geheimtipp oder weltbekannter Lieblingsspot – wunderschön sind sie alle!

Karte: Die schönsten Seen in Bayern

1. Alpsee im Allgäu – Baden de luxe

Der Alpsee gehört zur Gemeinde Schwangau im Ostallgäu und vermittelt echtes Urlaubsfeeling. Die Eins-a-Wasserqualität und das grandiose Bergpanorama inklusive Blick auf Schloss Hohenschwangau machen ihn zu einem Badesee erster Klasse. Besonders das Alpseebad am Südufer mit der großen Liegewiese ist beliebt. Wer es König Ludwig nachmachen will, durchschwimmt ihn einmal der Länge nach, vielleicht direkt nach einem Besuch in Schloss Neuschwanstein.

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Der Alpsee liegt dem Schloss Hohenschwangau zu Füßen.

2. Spitzingsee – mehr als ein Skigebiet

Wer den größten Hochgebirgssee Bayerns, nahe Schlier- und Tegernsee, nur als Skigebiet kennt, verpasst den Moment, wenn sich im Sommer malerisch die Wolken auf seiner Oberfläche spiegeln. Seine Uferlänge beträgt drei Kilometer, sodass Wanderer für eine Umrundung etwa 1,5 Stunden rechnen sollten. Für ein ausgiebiges Bad ist auch er zu kalt, aber einer gemütlichen Bootsfahrt steht nichts im Wege.

Der Blick auf den Spitzingsee ist herrlich.

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3. Eibsee – am Fuß der Zugspitze

Südwestlich von Garmisch-Partenkirchen liegt der Eibsee inmitten eines sagenhaften Bergpanoramas. Im Hochsommer kann er schon mal über 20 Grad warm werden und lockt Badende mit smaragdgrünem Wasser. Der Blick auf die Zugspitze erinnert daran, dass wir hier nicht in der Karibik sind. Paradiesisch ist es aber auch hier.

Eine kleine Insel mitten im Eibsee unterhalb der Zugspitze.

4. Walchensee – beliebt bei Wassersportlern

Der Walchensee zwischen Mittenwald und Bad Tölz ist einer der tiefsten und größten Alpseen Deutschlands. Obwohl er auch im Hochsommer nie richtig warm wird, laden viele naturbelassene Badestellen zum Schwimmen ein. Wegen seiner einzigartigen Lage zwischen den Bergen entsteht ín den Sommermonaten eine besondere Thermik, die Surfer und Segler aufs türkis-grüne Wasser zieht.

Blick über den Walchensee im Frühling.

5. Altmühlsee – Wassersport-Paradies bei Nürnberg

Der Altmühlsee ist ein Stausee südwestlich von Nürnberg, der mit mehreren anderen Seen der Umgebung zum Fränkischen Seenland gehört. Er ist ein beliebter See, der zum Baden, Segeln und Surfen, Kiten, SUP-Fahren und Angeln einlädt. Sandstrände und Liegewiesen säumen sein Ufer. Knapp über die Hälfte des Sees nimmt das Naturschutzgebiet Vogelinsel ein, das aber strikt vom Freizeitbereich abgetrennt ist. 

Der Altmühlsee in Franken im Sonnenschein.

6. Königssee – König der Bergseen im Berchtesgadener Land

Umgeben von steilen Felswänden, die bis ans Ufer fallen, ist der Königssee im Berchtesgadener Land nur mit dem Schiff zu erkunden. Es gibt keine Straßen, Wander- oder Radwege rund um den See. Die Tour mit einem Elektroboot, das geräuschlos über das glitzernde Wasser des fjordartigen Sees gleitet, ist zu jeder Jahreszeit ein unvergessliches Erlebnis.

Aussichtsplattform mit Ausblick auf den Königssee und Watzmann vom Jenner.

7. Weßlinger See – der kleinste der Region

Er ist der kleinste und wärmste See des Fünf-Seen-Landes südlich von München. Mit der S-Bahn von der bayerischen Metropole aus gut zu erreichen, ist der idyllisch gelegene kleine Bruder vom Starnberger See ein ideales Ziel für einen Tagesausflug. Die Wasserfontäne in der Mitte des Weßlinger Sees gewährleistet eine konstante Wasserqualität.

Ruderboote laden zu einer Tour auf dem Weßlinger See ein.

8. Rachelsee – Relikt der Eiszeit

Der stille See im Nationalpark  Bayerischer Wald ist ein eiszeitlicher Karsee und nur auf Fußwegen zu erreichen. Sagenumwoben und geheimnisvoll liegt er inmitten eines Urwaldes, in dem seit über 100 Jahren die Natur regiert und kein einziger Baum gefällt wurde. Aus Naturschutzgründen ist das Baden allerdings verboten. Und obwohl die idyllische Lage des Sees dazu einlädt, bitten die Ranger eindringlich darum, sich an die Regeln des Nationalparks zu halten.

Blick auf den niederbayerischen Rachelsee und den Gipfel des Großen Rachel im Nationalpark Bayerischer Wald.

9. Schwaltenweiher – Naturfreibad mit flachem Ufer

Der Schwaltenweiher ist ein beliebter Badesee im Allgäu. Sein flach abfallendes Ufer macht ihn vor allem bei Familien mit kleinen Kindern beliebt, die auch die große Liegewiese, die gute Wasserqualität und den kleinen Kiosk schätzen. Aber auch für Jugendliche und Erwachsene hat der See einiges parat: Beachvolleyballfeld und Ruderbootverleih, Alpenpanorama und zwei kleine Inseln im See.

Löwenzahn blüht am Ufer des Schwaltenweihers im Allgäu.

10. Sylvensteinspeicher – ein Hauch von Kanada

Hier fühlst du dich wie in Kanada, bist aber immer noch in Bayern! Der Sylvensteinspeicher besticht durch türkisblaues Wasser, seine vielen Zu- und Abläufen und die wilde Isar, die mitten durch den Stausee im Isarwinkel fließt.

Ganz besonders ist auch die Fahrt über die Faller-Klamm-Brücke, die über den Südteil des Sees führt. Sie ist Teil der Bundesstraße 307, die Teil der Deutschen Alpenstraße Richtung Karwendelgebirge ist. 

Panorama vom Sylvensteinsee mit der Faller-Klamm-Brücke und dem Karwendel-Gebirge.

Eine weitere Besonderheit: Der Sylvensteinspeicher hat sein eigenes Atlantis. Im See versunken liegt das ehemalige Dorf Fall, das vor der Flutung abgerissen und einige Dutzend Meter höher an der Straße nach Vorderriß neu erbaut wurde.