Auch in Zeiten von Corona wollen viele nicht auf ihre Reise verzichten. Das Fernweh ist groß, doch die Pandemie hat vieles verändert und macht die Planung schwierig. Impfausweis, Mutation, Risikogebiet, Reisewarnung, Quarantänepflicht: Es gibt vieles zu beachten, um unnötigen Kosten und überflüssigem Stress zu entgehen.

Fehler 1: AGB des Anbieters nicht richtig prüfen

Viele Anbieter – ob für Flug, Mietwagen oder Kreuzfahrt, Hotel, Ferienhaus oder Pauschalreise – bieten dieses Jahr flexible Tarife an: Urlauber können bis wenige Tage vor Reisebeginn kostenlos stornieren oder umbuchen. Manchmal werden nicht einmal Anzahlungen fällig. Ganz wichtig ist aber: Angebote genau prüfen und nicht ohne günstige Stornobedingungen buchen!

Denn viele Angebote haben einen Haken, mahnt Robert Bartel von der Verbraucherzentrale Brandenburg. „Anbieter beschränken die kostenlosen Stornierungsrechte nur auf ausgewählte Flugpauschalreisen bestimmter Marken“, erklärt er. Urlauber sollten daher spätestens im Buchungsvorgang prüfen, ob das beworbene Stornierungsrecht für die konkrete Reise auch wirklich gilt. Der Reiserechtsexperte empfiehlt, die versprochenen Rechte beispielsweise durch Screenshots der Regelungen und des Buchungsvorgangs genau zu dokumentieren. Denn bei den flexiblen Angeboten handele es sich um befristete Regelungen, die sich nicht in den normalen Geschäftsbedingungen wiederfinden.

Aktuelle Deals

Du brauchst Hilfe bei der Suche nach flexiblen Angeboten? Wir helfen dir: Check unsere Liste der Flex-Tarife der großen Reiseveranstalter wie Tui, DER Touristik, Schauinsland, Alltours und Co. In puncto Flugtickets gibt es auch bei „Skyscanner“ den neuen Suchfilter „flexible Tickets“, der kostenlos stornierbare oder umbuchbare Flugtickets für die Reise 2021 heraussucht.

Fehler 2: Nicht an den Versicherungsschutz denken

Um die Planungssicherheit zu erhöhen, haben viele Versicherer ihren Leistungskatalog angepasst. Bei einigen Veranstaltern sind Corona-Versicherungen schon im Reisepaket enthalten. Aber auch hier muss genau geschaut werden, was wirklich drinsteht. Ein Rundum-sorglos-Paket sind sie in der Regel nicht, so ist beispielsweise eine Quarantäne vor Reisebeginn oft nicht inkludiert. Individualreisende müssen ohnehin selbst darauf achten, wie sie versichert sind. Eine gute Auslandsreisekrankenversicherung ist immer wichtig.

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Fehler 3: Reisehinweise nicht beachten

Reisende sollten sich unbedingt vor der Reise mit den verschiedenen coronabedingten Einschränkungen der gewählten Destination beschäftigen. Gibt es Einschränkungen bei der Ein- und Ausreise? Sind Corona-Tests notwendig? Muss ich nach dem Aufenthalt im Reiseland in Quarantäne, wenn ich nach Deutschland zurückkehre? Jeder Reisende ist selbst dafür verantwortlich, sich über die aktuellen Corona-Regeln zu informieren. 

Eine Reisewarnung wird vom Auswärtigen Amt derzeit für alle Risikogebiete (Siebentage-Inzidenz über 50), Virusvariantengebiete und Hochinzidenzgebiete (Inzidenz über 200) ausgesprochen. Die Warnung ist kein generelles Reiseverbot, aber ein dringender Appell, von nicht notwendigen, touristischen Reisen abzusehen. Und sie bedeutet, dass Reiserückkehrer sich auf Corona testen lassen und in Quarantäne müssen.

Fehler 4: Urlaub ohne Einschränkungen erwarten

Es wird wohl vorerst keinen normalen Urlaub 2021 geben. Es ist zum Beispiel möglich, dass vor Ort aufgrund der Pandemie nicht alle Angebote nutzbar sind. Vielleicht sind Wellness-Bereiche und Pools geschlossen. Auch außerhalb des Hotels oder der Ferienwohnung können Museen, Restaurants und Geschäfte geschlossen sein. Bei Pauschalreisen können einige Programmpunkte ebenfalls betroffen sein.