Romantisch, verträumt und mystisch zugleich – so lässt sich die Île de Peilz beschreiben. Lediglich ein einziger Baum steht mitten auf der etwa zwanzig mal zwanzig Meter großen Insel im Genfer See, zahlreiche Legenden ranken sich um den Ort.

Immer mehr Insta-User veröffentlichen einen Schnappschuss der einsamen, aber mächtigen Platane auf Île de Peilz. Darüber ziehen Kormorane ihre Kreise, denn die Insel dient Hunderten dieser Vögel als Lebensraum. Besonders im Winter, wenn der Insel-Baum keine Blätter trägt, wirkt die Insel düster und geheimnisvoll. Das Schweizer Portal „20 min“ sieht die Insel schon als nächsten Instagram-Hotspot.

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Île de Peilz: Eine Legende um eine tragische Liebesgeschichte

Im Sommer hingegen sorgt das satte Grün der Platane für ein romantisches Bild beim Blick auf das Gewässer. Dann zieht es Touristen mit einem Kanu oder einem privaten Boot zu der Mini-Insel, die etwa 600 Meter vom Ufer der Gemeinde Villeneuve im Kanton Waadt entfernt liegt, um ihre Schönheit zu bewundern. 

Einer Legende nach soll sich im 19. Jahrhundert ein frisch verlobtes Paar aus England in der Gegend aufgehalten haben, dabei ertrank der Mann beim Baden. Seine Verlobte soll zu seinem Andenken am Ort der Tragödie eine kleine Insel errichtet haben, die daraufhin „Ile de Paix“ (Insel des Friedens) genannt wurde.

Die Wahrheit ist weniger märchenhaft. Tatsächlich soll die Insel vor dem Jahr 1797 nur ein einfacher Fels gewesen sein, der aus dem Wasser ragte. Die Einwohner von Villeneuve haben dann darauf das Eiland aufgeschüttet. Allerdings hat die Fläche im Lauf der Zeit wieder abgenommen. Dann wurden im Jahr 1851 drei Platanen auf Île de Peilz gepflanzt, von denen nur noch eine existiert.

Aufmacherfoto: Lizenz: CreativeCommons CC BY-SA 4.0 (Kurzfassung). Die Originaldatei ist hier zu finden.