Diese Insel hat es einfach drauf: Neben kilometerlangen Sandstränden und charmanten griechischen Dörfern punktet Kos vor allem mit einer langen Geschichte und vielen antiken Ruinen und Ausgrabungsstätten. Kos wird als die Insel des Hippokrates bezeichnet. Der berühmte Arzt gilt als Vater der modernen Medizin und wurde auf der Insel geboren. Im Urlaub lohnt sich daher eine Mischung aus Strand, Stadt und Dörfern.

Karte für Kos: Die besten Sehenswürdigkeiten

Kos-Stadt: Sightseeing und Shopping

Das Herz der Insel liegt ganz klar in der Inselhauptstadt im Norden von Kos. Kos-Stadt ist bunt und trubelig und das kulturelle Zentrum. Hier entdeckst du jede Menge Geschichte von Kos, aber auch den Lifestyle der Insel: kleine Einkaufsgassen mit Geschäften, Cafés und Tavernen, in denen griechische Spezialitäten serviert werden. Die Highlights der Insel sind eine Mischung aus Stadt und Storys: ein Spaziergang entlang der Hafenpromenade und der Burg Nerátzia, Besichtigungen des Amphitheaters Odeon, der westlichen Ausgrabungen oder der Casa Romana und stundenlange gemütliche Bummeleien durch die Altstadt.

Die Platia Eleftherias wurde im Jahr 1935 angelegt.

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Platane von Hippokrates: Geschichte der Medizin

Weil Kos als die Insel des Hippokrates bezeichnet wird, führt kein Weg vorbei an einem ganz bestimmten Baum. Ja, richtig gelesen: Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Kos ist ein Baum, die Platane von Hippokrates im Zentrum von Kos-Stadt. Es handelt sich um einen mehr als 500 Jahre alten orientalischen Baum, den jeder Urlauber ansteuert. Er wurde 1985 zum Naturdenkmal ernannt und nach dem berühmten griechischen Arzt benannt: Hippokrates. Dieser galt in der Antike (und noch heute) als wichtigster Mediziner der Welt.

Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Kos ist die Platane von Hippokrates im Zentrum von Kos-Stadt.

Asklepieion: antikes Krankenhaus

Auch ganz in der Nähe der Inselhauptstadt liegt eine der wichtigsten Ausgrabungsstätten. Vor den Toren von Kos-Stadt steht das Asklepieion, in der Antike bekannt als größtes Krankenhaus Griechenlands. Heute kannst du die Ruinen der historischen Kurklinik besichtigen, die an einem Hang über mehrere Terrassen hinweg erbaut wurde. Diese exponierte Lage sorgt auch für eines der schönsten Panoramen auf Kos: Von der höchsten Terrasse des Asklepieions aus hast du einen umwerfenden Blick auf Kos-Stadt!

Vor den Toren von Kos-Stadt steht das Asklepieion, in der Antike bekannt als größtes Krankenhaus Griechenlands.

Alikes-Salzsee und Tigaki: Natur pur

Nicht nur das Wasser der Ägäis spielt auf Kos eine Rolle. Auch ein See gilt als beliebtes Ausflugsziel: Der Alikes-Salzsee in der Nähe des beliebten Dorfes Tigaki ist einer der schönsten Naturschauplätze der Insel. Wo noch bis zu den 1990er-Jahren Salz abgebaut wurde, liegt heute ein Salzsee, der die Heimat für zahlreiche Vögel ist. Wer Glück hat, kann hier sogar Flamingos sehen! In den Sommermonaten ist der See ausgetrocknet und wirkt aus weiter Entfernung wie ein Feld aus Schnee. Nur in den Frühlings- oder Herbstmonaten ist Wasser im See. Die meisten Urlauber kombinieren den Alikes-Salzsee und Tigaki miteinander und schauen sich erst den See und dann den Ort an. Der ist zwar touristisch, ein Besuch einer der unzähligen Tavernen lohnt sich aber allemal.

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Embros-Therme: baden in Heilwasser

Um ein anderes Gewässer mit spannendem Hintergrund dreht sich alles in der Thermalquelle von Embros. In einer Bucht an der Südküste von Kos fließt schwefelreiches Wasser ins Meer und sorgt für ein ganz spezielles Badevergnügen: Das Wasser hat eine Temperatur zwischen 50 uns 80 Grad Celsius und sammelt sich in einem kleinen Becken am Strand. Weil das Meerwasser das heiße Heilwasser abkühlt, entsteht eine Wassertemperatur von 30 bis 40 Grad. Wer hier badet, tut sich etwas Gutes, denn die heilende Wirkung der Thermalquelle von Embros ist weit über die Grenzen Griechenlands hinaus bekannt.

Die Therme Embros punktet bei Besuchern mit der heilenden Wirkung des Wassers.

Zia: das schönste Bergdorf auf Kos

Ein Highlight im wahrsten Sinne des Wortes ist das Bergdorf Zia, das höchstgelegene Dorf der Insel. Auf 300 Metern Höhe steht hier der spektakuläre Blick über die Insel im Vordergrund. Vor allem zur Zeit des Sonnenuntergangs strömen die Touristen nach Zia, um sich in einer der Tavernen das Naturschauspiel anzuschauen. Wenn du mehr Zeit hast, solltest du Zia mit einer Wanderung verbinden. Besonders lohnenswert ist die Strecke in Richtung des Berges Dikeos. Auf dem Bergweg wanderst du mit einem Traumpanorama, bei dem dir Kos quasi zu Füßen liegt.

Zia gilt als schönstes Bergdorf auf Kos.

Halbinsel Kefalos: Paradies für Wanderer, Radfahrer und Naturliebhaber

Die Halbinsel Kefalos im Westen der Insel Kos gilt als ruhigster Teil der Insel. Wo einst die ältesten Zeugnisse von der Besiedlung der Insel Kos gefunden wurden, ist heute eine unfassbar schöne Gegend, die nur an wenigen Punkten touristisch belagert wird, zum Beispiel beim Küstenabschnitt bei dem kleinen Hafen Kamri und den Badeorten Onia und Kampos. Der größte Teil der Halbinsel ist bergig, nur wenige Straßen durchziehen die Halbinsel – ideale Bedingungen also für Radfahrer, Wanderer und Naturliebhaber.

Pfauenwald Plaka: tierisch interessant

Was im ersten Moment aussieht wie ein durchschnittlicher Wald, entpuppt sich als Highlight für Tierfans: Denn mitten im Plaka Forest leben jede Menge Pfauen! Bei einer Wanderung durch den Wald triffst du deshalb immer wieder auf die Tiere und ihr buntes Federkleid. Gut zu wissen: Auf dem Gebiet des Waldes gibt es zahlreiche Picknicktische, sodass die Wanderung rundum gelingt – nur das Picknick dafür musst du selbst einpacken.

Mastichari, Marmari und Tigaki: beliebte Badeorte

Die beliebtesten Badeorte im Norden der Insel sind Mastichari, Marmari und Tigaki. Hier gibt es viele Hotels und Restaurants, und alles ist auf Tourismus eingestellt. Wem das zu voll erscheint, der darf sich nicht abschrecken lassen: Insbesondere Mastichari ist ein Highlight. Der Strand ist rund zwei Kilometer lang und erstreckt sich vom Hafen des Ortes in südwestlicher Richtung, was bedeutet, dass es mehrere Abschnitte gibt. Die Umgebung ist ein Traum: auf der einen Seite das türkisblaue Wasser, auf der anderen eine üppige Dünenlandschaft und gegenüber die Insel Kalimnos, die man ab Mastichari mit der Fähre erreichen kann.

Dünen am Strand von Kos mit Blick auf die Nachbarinsel Kalymnos.

Traumstrände auf Kos

Überhaupt: Kos ist generell berühmt für seine Postkartenstrände. Mehr als 65 Prozent der Küstenlinie setzen sich aus kleinen Buchten und langen Traumstränden zusammen. Dazu kommt, dass die Insel klein ist und man locker an einem Tag mehrere Strände austesten kann. Zu erleben gibt es dann Strände jeder Art: abgelegene und einsame Strandabschnitte wie am Cavo Paradiso Beach genauso wie den fotogenen Instagram-Strand Agios Stefanos Beach, den Surfer-Strand Marmari Beach oder den Stadt-Strand Lambi Beach.

In Kastri befinden sich Ruinen einer alten Festung, die die Insel Kos vor Piratenangriffen schützen sollte.

Antimáchia-Kastell: Kreuzritterbug auf Kos

Zwischen Antimáchia und Kardámena an den Südhängen des Dikéos-Massivs thront ein Bauwerk, das jeder Kos-Urlauber sehen sollte. Die im 13. Jahrhundert von den Venezianern errichtete Fluchtburg steht einsam in ganz ländlicher Umgebung. Ziegen grasen rundum, Kräuter wachsen wild – und mittendrin steht die weitläufige Kreuzritterburg.

An den Südhängen des Dikéos-Massivs thront die Festung Andimachia.

Eine Burg existierte hier bereits zu byzantinischer Zeit, die heutige Festung wurde vermutlich zwischen 1337 und 1346 errichtet. Im Inneren der Festungsanlage ist die kleine Kirche Agios Nikolaos aus dem 16. Jahrhundert sehenswert. Von den meisten Gebäuden sind in der Anlage nur die Grundmauern zu sehen. Die Wanderung zum Kastell lohnt sich allein schon für die schöne Aussicht auf die Buchten.

Paleo Pyli: Burgruine und Freiluft-Toilette

Mindestens genauso spannend ist ein Ausflug zur Burgruine von Paleo Pyli in der Gemeinde Dikeos im Zentrum der Insel. Die Burgruine liegt oberhalb des Ortes Pyli, stammt aus dem elften Jahrhundert und zeigt sich heute fast nur als Ruine. Das macht aber nichts.

Spannend ist ein Ausflug zur Burgruine von Paleo Pyli in der Gemeinde Dikeos im Zentrum der Insel.

Neben dem Burggelände bekommst du hier einen Einblick in das unterirdische Tunnelsystem, das noch intakt ist, und du kannst zwei kleine Kirchen aus dem elften Jahrhundert besuchen, in denen es tolle Wandmalereien gibt. Der Weg nach oben ist zwar uneben und steinig, lohnt sich aber in jedem Fall. Insidertipp: Nach der Besichtigung solltest du nach Pyli fahren und einen Drink in der Taverne Oria nehmen. Berühmt ist die Taverne für ihre Freiluft-Toilette!