Derzeit sind Reisen aus touristischen Gründen in und nach Großbritannien sowie Nordirland untersagt. Da aber die seit Anfang Dezember laufende Impfkampagne schneller als geplant vorangeht und auch die Infektionszahlen sinken, hat Premierminister Boris Johnson am Montag eine Exitstrategie aus dem Lockdown für das Land vorgestellt. Mit dieser Ankündigung steigen bei Briten und Deutschen wieder die Hoffnungen auf einen Sommerurlaub. Ab wann sind also Reisen beispielsweise von und nach London wieder möglich? 

Großbritannien: Das sind die Öffnungspläne

Sofern der positive Trend bei der Reduzierung von Infektionszahlen anhalte und keine neue Virus-Variante die Lage verändere, soll der Lockdown in mehreren Schritten im Abstand von fünf Wochen aufgehoben werden. Ausschlaggebend seien aber nicht die vorgesehenen Zeitpunkte, sondern die Daten aus der Pandemie, so Johnson. Demnach soll es die ersten Lockerungen ab dem 8. März geben. Dann sollen unter anderem alle Schulen in England wieder öffnen.

Aktuelle Deals

Bars, Pubs, Restaurants, Friseure und Läden, die nicht essenzielle Dinge verkaufen, bleiben vorerst geschlossen. Sie könnten eingeschränkt im April wieder öffnen, um Gäste beispielsweise draußen zu bewirten. Die komplette Öffnung könnte bis Mai dauern, deutet der Plan an. Mitte Mai könnte für die Briten wieder Urlaub im Ausland erlaubt werden und vom 21. Juni an könnten gar keine Beschränkungen mehr gelten.

Briten wollen im Sommer nach Spanien, Portugal und Griechenland 

Die Aussicht auf Lockerungen sorgte bei der Fluggesellschaft Easyjet für einen sprunghaften Anstieg der Buchungen. Nach der Rede von Johnson seien die Flugbuchungen aus Großbritannien um 337 Prozent im Vergleich zur Vorwoche und Urlaubsbuchungen sogar um 630 Prozent gestiegen, teilte Easyjet mit. Besonders oft gebucht seien Urlaubsziele in Spanien, Portugal und Griechenland im August.

Wann genau die internationalen Routen wieder bedient werden können, bleibt aber weiter unklar. Die britische Regierung will am 12. April detailliertere Informationen in einem Reisebericht veröffentlichen. Und wohl noch bis zum 17. Mai werde das Verbot der meisten internationalen Reisen bestehen bleiben.

Reisebeschränkungen in Frankreich, Spanien und Deutschland 

Umgekehrt müssen auch ausländische Regierungen die Einreisebeschränkungen für die Briten lockern. Beispielsweise haben Frankreich und Spanien ihre Grenzen für Reisende aufgrund der neuen Corona-Varianten geschlossen. Auch in Deutschland besteht bis mindestens Anfang März ein Einreiseverbot für Passagiere aus dem Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland. 

Fluggesellschaften, Bahn-, Bus- und Schiffsunternehmen dürfen Reisende aus beiden Ländern nicht befördern. Denn seit dem 13. Januar stehen beide Länder auf der Risikogebiete-Liste des Robert-Koch-Instituts (RKI) als Virusvarianten-Gebiete. Ausnahmen gelten aktuell nur für deutsche Staatsbürger, Personen mit Aufenthaltsrecht und Transitpassagiere, die in Deutschland nur umsteigen.

Wer derzeit aus einem Mutationsgebiet einreist, der muss sich bereits vor der Einreise auf das Coronavirus testen lassen – und zwar maximal zwölf Stunden vor Abreise. Anschließend müssen Reiserückkehrer für zehn Tage in Quarantäne. Die Maßnahme kann in der Regel durch einen Test an Tag fünf verkürzt werden, sobald das negative Ergebnis vorliegt. Ausgenommen ist NRW, hier gilt die Quarantänepflicht nicht.