Die schönsten Regionen in Bayern sind oft auch die beliebtesten Reiseziele von Touristen. Hotspots sind natürlich München und Nürnberg, aber auch Füssen, Rothenburg ob der Tauber oder die Zugspitze und der Königssee stehen als Ausflugsziele hoch im Kurs. Sie alle haben ihren eigenen Charme und tolle Sehenswürdigkeiten, die du bei einer Reise durch Bayern unbedingt erkunden solltest. Wir stellen dir die Orte genauer vor.

München

München ist als Hauptstadt Bayerns ein regelrechter Touristenmagnet – nicht nur während des Oktoberfests. Im Jahr 2019 reisten insgesamt 8,8 Millionen Menschen aus dem In- und Ausland dorthin. Aber auch im Corona-Jahr 2020 gehörte die Stadt zu den begehrtesten Reisezielen der Deutschen. Laut einer Analyse des Buchungsportals „Omio“ waren im vergangenen Jahr nur Berlin, Hamburg und Frankfurt am Main noch beliebter.

Die wohl bekanntesten Sehenswürdigkeiten in München sind die Frauenkirche, das Schloss Nymphenburg, der Odeonsplatz, der Olympiapark, die Münchner Residenz und der Marienplatz, das Herz der Stadt. Von dem 91 Meter hohen Turm der Peterskirche aus hast du einen tollen Ausblick auf viele der zuvor genannten Hotspots.

Marienplatz München.

Kunst, Kultur und Spaß in München

Sehenswert sind außerdem die zahllosen Museen in München – da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Das Deutsche Museum zählt beispielsweise zu den größten naturwissenschaftlich-technischen Museen weltweit. Kunst- und Kulturgeschichte findest du am Königsplatz in der Alten Pinakothek sowie in der Neuen Pinakothek. Dort vertreten sind europäische Gemälde vom 14. bis zum 20. Jahrhundert. Wer lieber einen Einblick in die Lebensweise der Münchner gewinnen will, sollte das Münchner Stadtmuseum besuchen.

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Außerdem steht in München eines der modernsten und spektakulärsten Fußballstadien Deutschlands: Seit 2005 lässt die Allianz-Arena in Fröttmaning vor allem bei Bayern-München-Fans die Herzen höherschlagen. Die Geschichte des Autoherstellers BMW kannst du hingegen in der BMW-Welt erfahren.

Schloss Neuschwanstein bei Füssen

Nur anderthalb Stunden mit dem Auto von München entfernt, befindet sich bei Füssen das Schloss Neuschwanstein. Das prunkvolle Bauwerk gehört zu den meistbesuchten Schlössern in Bayern und Europa. 

Ursprünglich wurde es ab 1869 für den bayerischen König Ludwig II. als Rückzugsort aus der Öffentlichkeit errichtet. Mittlerweile besuchen in den Monaten Juli bis September dermaßen viele Touristen Neuschwanstein, dass du für eine Besichtigung mit einer erheblichen Wartezeit rechnen musst und schon zur Mittagszeit sämtliche verfügbaren Eintrittskarten ausverkauft sind. 

Wenn dir die Außenansicht auf das märchenhafte Schloss reicht, hast du einen tollen Logenblick beispielsweise von der Marienbrücke aus. Aber auch einige Wanderwege bieten dir einen traumhaften Ausblick auf das beliebte Instagram-Motiv.

Schloss Neuschwanstein im Herbst.

Das alles kannst du in Füssen außerdem erleben

Füssen hat aber noch andere Ausflugsziele zu bieten. Beispielsweise können Urlauber den Baumgarten erkunden. Dabei ist das Highlight des Stadtparks direkt hinter dem Hohen Schloss die Wasserburg, ein Wasserspeicher, der einer Burgruine ähnelt. Zudem ist der Ort ideal für eine Kanutour, zum Radfahren und im Winter zum Skifahren. Kunst und Kultur wie Konzerte, Musicals, Varietés gibt’s zu Nicht-Corona-Zeiten in Ludwigs Festspielhaus.

Direkt nach Füssen und Schloss Neuschwanstein führt von Würzburg aus die Romantische Straße. Sie gilt als die bekannteste Ferienstraße Deutschlands und führt dich auf 460 Kilometern durch 29 Orte. Zu sehen gibt es Flusstäler, Wälder, Wiesen, Berge sowie Kunst und Kultur in den Destinationen.

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Nürnberg

Ein echter Touristen-Hotspot ist der Christkindlesmarkt zu Weihnachten in Nürnberg. Immerhin gehört er zu den ältesten Weihnachtsmärkten der Welt. In coronafreien Jahren findest du rund 200 Buden und zahlreichen Attraktionen auf dem Hauptmarkt. Unter anderem gehört alle zwei Jahre die Wahl des Nürnberger Christkinds zur Tradition. 

Doch auch außerhalb der Weihnachtssaison hat die Stadt einiges zu bieten. Beispielsweise lädt die Nürnberger Burg, die über der Stadt thront, zum Entdecken ein. Sie ist das Wahrzeichen der Stadt und bietet einen tollen Blick auf die Altstadt von Nürnberg. Ge­gen eine Ge­bühr kannst du das Mu­se­um be­sich­ti­gen.

Kunst, Kultur und tolle Märkte in Nürnberg

Der Haupt­markt ist der zen­tra­le Platz der Alt­stadt. Dort fin­det eigentlich täg­li­ch der Wo­chen­markt statt, auf dem du unter anderem den landesty­pi­schen Leb­ku­chen kaufen kannst. Der Handwerkerhof am Königstor sorgt hingegen für Mittelalter-Flair. Dort laden kleine Lä­den mit Hand­werks­kunst zum Bummeln ein. Ein Spaziergang entlang der historischen Fachwerkhäuser der Weißberggasse rundet einen Ausflug in Nürnberg ab.

Wer lieber Kunst und Kultur entdecken will, kann unter anderem das Germanische Nationalmuseum, das Spielzeugmuseum oder das DB-Museum besuchen. Im Albrecht-Dürer-Haus kannst einen Einblick in die Lebensweise des Renaissance-Künstlers Albrecht Dürer erhalten. Der Maler lebte ab 1509 fast 20 Jahre lang in den Räumen. Sehenswerte Bauten sind außerdem die St.-Lorenz-Kirche und die St.-Sebald-Kirche, die älteste Stadtkirche von Nürnberg.

Die Kaiserburg Nürnberg gilt als Wahrzeichen der Stadt.

Altstadt von Bamberg

Einzigartige Ornamente, Verzierungen und Details schmücken die Fassaden der historischen Häuser in der Altstadt von Bamberg. Rund 2400 denkmalgeschützte Häuser und das jahrhundertealte Gärtnerviertel machen das Stadtbild zum größten unversehrt erhaltenen Altstadtensemble in Europa. Daher steht die Bamberger Altstadt seit 1993 auf der Welterbe-Liste der Unesco.

Die malerische Kulisse in Franken lockt jährlich zahlreiche Tagestouristen an. Besonders der Anblick des Alten Rathauses in der ehemaligen Fischersiedlung „Klein Venedig“ ist ein beliebtes Foto-Motiv. Denn während sich alte Wohnhäuser aus dem 17. Jahrhundert direkt am Ufer der Regnitz aneinanderreihen, steht das Rathaus mitten im Fluss. Einer Legende nach wollte der Bischof von Bamberg den Bürgern keinen Platz für den Bau eines Rathauses gewähren, also rammten die Bamberger Pfähle in die Regnitz und erreichteten dort das Gebäude.

Blick auf die Regnitz und die Altstadt von Bamberg von oben.

Weitere sehenswerte Orte und Gebäude stehen auf den sieben Hügeln der Stadt. Auf dem Domberg beispielsweise lohnt sich ein Spaziergang im barocken Bamberger Rosengarten. Im Sommer blühen dort mehr als 4500 Rosen. Einen traumhaften Blick auf Bamberg hast du von der Gartenanlage des Klosters am Michelsberg aus, ebenso wie von dem Turm der Altenburg. Ein kleines Idyll mit kleinen Seen, grünen Wiesen und Gärten mit hübschen Pavillons erwartet dich im Stadtpark, dem Hain.

Rothenburg ob der Tauber

Im Norden Bayerns liegt die Kleinstadt Rothenburg ob der Tauber. Sie ist für ihre mittelalterliche Architektur bekannt. Das wohl bekannteste Fotomotiv der Stadt ist das Plönlein. Übersetzt bedeutet dies „kleiner Platz am Brunnen“. Dazu gehört das gelbe Fachwerkhaus vor dem Eingang des Spitalviertels, der Brunnen vor dem Fachwerksolitär und die beiden Türme der alten Stadtmauer.

Bildhübsch ist auch der Burggarten und dessen Figurenbeet. Dort stehen neben einem plätschernden Brunnen auch Statuen der Jahreszeiten zwischen einem blühenden Blumenbeet. An der Aussichtskanzel am Burgtor kannst du dir einen Überblick über das Taubertal verschaffen. Eine Burg selbst gibt es dort allerdings nicht mehr, eine Schautafel erklärt, wo das Bauwerk einst stand.

Das Plönlein in Rothenburg

Kunst und Kultur kannst du in einigen Museen entdecken. Das Rothenburg-Museum gibt Einblicke in die Stadtgeschichte Rothenburgs, und das Mittelalterliche Kriminalmuseum stellt unter anderem einstige Folterinstrumente aus. Und in Rothenburgs Weihnachtsmuseum dreht sich natürlich alles um das Weihnachtsfest.

Zugspitze

Mit einer stolzen Höhe von 2962 Meter ist die Zugspitze der höchste Berg Deutschlands. Das Zugspitzmassiv befindet sich südwestlich von Garmisch-Partenkirchen in Bayern und im Norden in Tirol. Bei schönem Wetter hast du vom Gipfel aus eine spektakuläre Aussicht auf die Alpengipfel der vier Länder Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien. Hinauf kommst du mit der Seilbahn oder zu Fuß.

Alternativ sorgt die Aussichtsplattform Alpspix zusätzlich für Nervenkitzel. Denn am vorderen Ende sind die rund 25 Meter langen Stege verglast und geben damit uneingeschränkte Weit- und Tiefblicke auf die Zugspitze, den Aussichtsturm oder die Gipfel.

Zudem kannst du rund um die Zugspitze in der einen Jahreshälfte hervorragend wandern und beispielsweise die höchstgelegene Kirche Deutschland besichtigen. In der anderen Jahreshälfte sorgen dann 20 Pistenkilometer und drei Rodelstrecken zum Skifahren und Boarden für Action im Naturschnee. Ein kleines Abenteuer zum Übernachten bietet dir im Winter außerdem ein Iglu-Dorf aus Eis und Schnee.

Gipfel der Zugspitze.

Nationalpark Berchtesgaden samt Königssee

Eine märchenhafte Alpenlandschaft findest du im Berchtesgaden-Nationalpark: Dort gibt es hohe Berge, tiefe Täler und malerische Seen, die du auf rund 400 Kilometer langen Wanderwegen erkunden kannst. Das wohl beliebteste Wanderziel und schönste Fotomotiv ist der Königssee in Schönau. Der Malerwinkel-Rundweg bietet dir einen eindrucksvollen Ausblick auf den Bergsee. 

Der Königssee liegt im Nationalpark Berchtesgaden.

Die Aussicht lockt immer viele Urlauber aus ganz Deutschland an. Dabei wollen einige dort ihr Fernweh stillen – immerhin erinnert das Gewässer stark an den wohl größten Fjord Skandinaviens: den Geirangerfjord in Norwegen

Besondere Highlights sind außerdem die Wasserkirche St. Bartholomä und die Eiskapelle, welche du zwar von außen besichtigen, aber aufgrund von Einsturzgefahr nicht betreten solltest.

Hinweis: Aufgrund der Corona-Pandemie können einige Sehenswürdigkeiten geschlossen sein. Informiere dich vor Reiseantritt über die Corona-Maßnahmen für ganz Bayern sowie für dein Reiseziel.