Dir fallen beim ersten Gedanken an Spanien bestimmt beliebte Reiseziele wie Mallorca, Madrid, Barcelona oder die Küste Andalusiens ein. Fernab von den Hotspot-Regionen gibt es in den kleineren Provinzen Spaniens aber Hunderte versteckte Dörfer und Kleinstädte zu entdecken – mach dich bereit, deinen Koffer zu packen!

1. Die Kleinstadt Osuna in Sevilla

Die südspanische Kleinstadt Osuna ist eine der historischen Städte in der Provinz Sevilla – ein Geheimtipp Andalusiens. Besuchen musst du auf jeden Fall das Wahrzeichen der Stadt, die Kirche Colegiata de Osuna, und das nahe gelegene Nonnenkloster Convento de la Encarnación.

Neben reichlich künstlerischem Erbe und vielen Sehenswürdigkeiten pulsiert in Osuna auch das Nachtleben. Mach dich bereit für angenehm warme Sommerabende und spanisch-gesellschaftliches Temperament vom Feinsten!

Typische südspanische Architektur kann im andalusischen Osuna bestaunt werden.

2. Eine der bedeutendsten Städte Aragóns: Tarazona

Tarazona ist die viertgrößte Stadt der Provinz Zaragoza und du findest sie im Moncayo-Gebirge. Der Bischofs- und Mudéjar-Ort hat kulturell einiges zu bieten. Als besonders sehenswert gilt die Kathedrale von Tarazona. Diese Kirche wurde im französischen gotischen Stil gebaut, besitzt aber eine Kuppel im Mudéjarstil. In der Nähe befinden sich der Bischofspalast und die Magdalena-Kirche. Einen besonders guten Ruf erfährt die Provinz Zaragoza für ihre simple und extrem leckere Küche.

Panorama über die Stadt: Prachtvoll prunkt der Kirchturm Tarazonas in der Stadtmitte.

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3. Reizvolles Fischerstädtchen Llanes

Die kleine Gemeinde im Norden Spaniens, direkt an der Costa Verde, zählt zu den schönsten Orten Asturiens. Direkt zu Füßen des Gebirgszugs der Sierra de Cuera bietet sie neben künstlerisch-historischen Sehenswürdigkeiten eine malerische Umgebung für Ausflüge in die Natur.

Die denkmalgeschützte Altstadt, der kleine Fischerhafen und die alte Kirche Santa Maria zählen zu den Attraktionen von Llanes.

Im Februar peitschen die Wellen an die Küste des kleinen spanischen Dorfs Llanes.

4. Valldemossa: Nächtigen wie der Komponist Chopin

Im Nordwesten von Mallorca, im Tal des Tramuntana-Gebirges, findest du das kleine Städtchen Valldemossa. Mit knapp 400 Metern über dem Meeresspiegel liegt es direkt am Meer der Baleareninsel.

Einer der bekanntesten Gäste war wohl der polnische Komponist Frédéric Chopin im Winter 1838. Er hauste in einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Region, dem ehemaligen Kloster der Kartäusermönche, Kartause von Valldemossa, das du auf keinen Fall verpassen solltest.

Häuser aus Stein mit Blumentöpfen im Tramuntanagebirge im Nordwesten Mallorcas.

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5. Malerische Kopfsteinpflasterstraßen in Hondarribia

Die kleine Ortschaft Hondarribia im Baskenland befindet sich in der spanischen Provinz Gipurkoa an der Flussmündung des Bidasoa in den Atlantik. Die bunten Balkone der Häuser sind Teil der traditionellen baskischen Architektur in der Region. Bei einem Spaziergang über das malerische Kopfsteinpflaster saugst du die Idylle auf. Um die Altstadt zieht sich die mittelalterliche Stadtmauer.

Du kannst übrigens auch ganz schnell einen Citytrip in Frankreich machen – denn der Bidasoa bildet die Grenze. Auf der anderen Flussseite befindet sich die Stadt Hendaye.

Das baskische Hondarribia sticht besonders durch seine mittelalterliche Architektur heraus.

6. Kanarische Inseln: Teror auf Gran Canaria

Im Norden Gran Canarias finden Urlauber mit Teror eine der schönsten und ursprünglichsten Kleinstädte der Insel. Koloniale Architektur erstreckt sich entlang jeder Gasse und sorgt für den besonderen Charme der Stadt.

Für die Einheimischen der Insel ist die Basilika Nuestra Señora del Pino der wichtigste Wallfahrtsort der Insel. Zu anderen Sightseeing-Spots, die du gesehen haben musst, zählen der Plaza del Pino und der Calle Real.

Teror – eine Kleinstadt mit kanarischem Charme.

7. Alte Steinhäuser treffen auf Modernismus: Comillas

Der kleine Urlaubsort an der kantabrischen Küste, etwa 40 Kilometer westlich von Santander, ist eine perfekte Mischung aus reizvoller Altstadt mit Steinhäusern und wunderschönen Sandstränden. Viele Zeugnisse der Modernisierung schmücken den Stadtkern von Comillas. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören die Päpstliche Universität, die Villa Quijano von Architekt Antonio Gaudí und der Palast von Sobrellano.

Im Städtchen Comillas befindet sich eine der berühmtesten akademischen Institutionen Spaniens, die Päpstliche Universität Comillas. C imago/Joana Kruse

8. Zentralspanische Kleinstadt: Arenas de San Pedro

Arenas de San Pedro ist nicht nur wegen des großen Kulturerbes bekannt, sondern auch wegen der Burg der traurigen Gräfin (Castillo de la Triste Condesa). Sie ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der autonomen Region Kastilien-León. Der alte Ortskern wurde als Kulturgut (Bien de Interés Cultural) eingestuft.

Die Burggemeinde befindet sich an der Südseite der Sierra de Gredos und eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für Touren in die Umgebung. 

Die mittelalterliche Aquelcabo-Brücke ist eine der Sehenswürdigkeiten von Arenas de San Pedro.

9. Die elf Windmühlen von Consuegra

Die kleine Gemeinde Consuegra ist einer der bedeutendsten Orte der Provinz Toledo. Bei einer Reise darf eine Besichtigung der Burg und der elf Windmühlen aus dem 16. Jahrhundert auf dem Hügel Calderico nicht fehlen. Sie tragen Namen wie El Blanco, La Turca und El Sancho Pansa – wie der Diener im Roman „Don Quijote“. In der Mühle Caballero del Verde Gabán (Ritter mit dem grünen Mantel) befinden sich zahlreiche Ausgaben des Buches.

Die berühmten Windmühlen liegen direkt vor dem Dorf Consuegra.

10. Cadaqués: ein Juwel an der nördlichen Costa Brava

Das Fischerdorf an der Costa Brava ist ein echter Hingucker aufgrund der malerischen weiß getünchten Häuser. Zum größten Teil befindet sich der Ort an der Bucht auf der Halbinsel Cap de Creus. Labyrinthartige Straßen führen durch die Altstadt und sorgen für ein richtiges Bummel-Gefühl.

Wenn du Lust auf kulturhistorisches Sightseeing hast, bietet Cadaqués zum Beispiel das Haus von Salvador Dalí, den Torre del Colom oder die gotische Kirche Santa María.

Das Fischerdorf Cadaqués ist einer der schönsten Orte an der Costa Brava.

11. Zafra: Klein-Sevilla in Extremadura

Direkt an der Ruta de la Plata gelegen, war Zafra schon immer eine wichtige spanische Industrie- und Handelsstadt. Die Stadt in der Region Badajoz ist überregional bekannt für ihren Vieh- und Wochenmarkt, der einer der ältesten in ganz Spanien ist.

In der Altstadt schmiegen sich weiße Häuser mit Balkonen aneinander, beim Bummeln auf der Einkaufsstraße Calle Sevilla kannst du Mitbringsel für deine Liebsten shoppen. Weitere sehenswerte Orte sind der Palacio los Duques de Feria, das Museum von Santa Clara und die Kirche Iglesia de la Candelaria.

Weiße Häuser mit schmiedeeisernen Balkonen ziehen sich entlang der gepflasterten Straßen in Zafra.

12. Kunsthistorisches Denkmalensemble: Betanzos

Betanzos findest du am Ende des Meeresarms Ría de Betanzos, dort, wo sich das salzige Wasser des Atlantiks mit dem Süßwasser des Mandeos vermischt. Betanzos ist auch bekannt als Stadt der Ritter und daher heutzutage reich an kulturellem Erbe. Als Spiegelbild der Geschichte kannst du bei einer Erkundungstour die denkmalgeschützte Altstadt oder die Kirche Santa Maria del Azogue entdecken.

Eines der Wahrzeichen von Betanzos ist die Kirche Santa Maria Azogue.

13. Haro: die Weinhauptstadt in der Rioja Alta

Das Städtchen Haro trumpft zum einen mit einer bedeutenden architektonischen und kulturellen Geschichte auf – im mittelalterlichen Stadtkern auf dem kleinen Hügel steht beispielsweise die Kirche Santo Tomás. Und in der Altstadt kannst du gemütlich eine Tasse Kaffee auf der Plaza de la Paz schlürfen oder dem Rathaus und dem Palacio de Bendaña einen Besuch abstatten.

Aber der Hingucker sind die Weinfelder der Stadt, denn Haro ist der Hauptort des Weinbaugebietes Rioja Alta. Daher ist das Stadtbild stark vom Weinbau und den zugehörigen Bodegas geprägt. Ziemlich cool: Diese Weinkellereien befinden sich nicht nur außerhalb des Ortes, sondern auch direkt im Zentrum. Der Wein hat der Stadt Reichtum gebracht, das zeigt sich unter anderem an einigen Herrschaftshäusern aus dem 16. bis 18. Jahrhundert.

Das Weingut Vina Tondonia gehört zu einem der traditionellen Gasthöfe im spanischen Haro.

14. Mittelalter-Feeling pur: Olite

Olite ist die ehemalige Residenz der Könige von Navarra und zählt zu den schönsten mittelalterlichen Orten der Region. Das bedeutendste Bauwerk wurde Anfang des 15. Jahrhunderts von Carlos III initiiert: der königliche Palacio Real de Navarra de Olite.

Neben der prunkvollen Burg kannst du in Olite viele weitere mittelalterliche Bauwerke bestaunen, wie die Kirche San Pedro, die Kirche Santa María la Real oder die römischen Mauern oder die Plaza de Carlos III.

Anfang des 15. Jahrhunderts initiierte Carlos III. den Bau eines königlichen Palastes: des Palacio Real de Navarra de Olite.

15. Einer der schönsten Hauptplätze Spaniens: Chinchón

Wenn du der Hektik der spanischen Hauptstadt entkommen möchtest, bietet sich das idyllische Städtchen Chinchón perfekt für einen Tagesausflug an.

Vom Glockenturm Chinchons hast du eine großartige Sicht auf den Plaza Mayor.

Die kleine Landstadt besitzt mit der Plaza Mayor einen der schönsten Hauptplätze in Spanien. Mit den vielen Holzbalkonen und -fassaden aus dem 15. Jahrhundert ist er das Herz von Chinchón. Weitere Attraktionen im kastilischen Stil sind der Glockenturm und die Kirche Nuestra Señora de la Asunción.

Methode: Um herauszufinden, welche Orte bei den Spaniern am beliebtesten sind, hat die Reisebuchungsplattform „Musement“ für alle spanischen Gemeinden mit weniger als 20.000 Einwohner das Google-Suchvolumen für den Satz „que ver en ...“ (Deutsch: „Was gibt es in ... zu sehen“) analysiert.