Kunstvolle Wände aus Schnee und Möbel aus Eis – in solchen Iglus kannst du in mehreren Ländern übernachten. Die Eishotels werden zum Teil jedes Jahr neu angefertigt und schmelzen dann im Frühling wieder. Du findest sie in Deutschland, in der Schweiz, in Österreich, Schweden, Norwegen, Finnland und in Kanada.

Die eiskalten, aber wunderschönen Zimmer der Hotels sind ideal für naturbegeisterte und abenteuerlustige Gäste, die eine Auszeit vom Alltag suchen. Aber auch Kunstliebhaber kommen auf ihre Kosten, denn Künstler verzieren viele Iglus mit Tieren, Figuren und Mustern.

Iglu-Dörfer in Deutschland, Österreich und der Schweiz

In der Schweiz entstehen bereits seit dem Jahr 1996 ganze Iglu-Dörfer: In Gstaad, auf dem Stockhorn, in Zermatt und Davos kannst du in einem der zahlreichen Eishotels übernachten. Mit steigendem Bekanntheitsgrad expandierte Initiator Adrian Günter auch in andere Länder. Daher gibt es die Dörfer mittlerweile auch in Österreich in Kühtai und in Deutschland auf der Zugspitze.

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In der Schweiz kannst du selbst zu Corona-Zeiten eine Übernachtung buchen. Die Unterkünfte in dem Land haben unter einem speziellen Schutzkonzept teilweise bereits seit Mitte Dezember 2020 geöffnet. Für das Iglu-Dorf auf der Zugspitze ist die Öffnung aufgrund des Lockdowns in Deutschland voraussichtlich auf den 8. März verschoben wurden. In Österreich fällt der Betrieb im Jahr 2021 jedoch gänzlich aus.

Ein Iglu in der Schweiz.

Eishotel in Schweden

Auch in Schwedisch-Lappland entstehen in Jukkasjärvi alljährlich kunstvolle Räume aus Eis, das aus dem Fluss Torne älv stammt. Im Icehotel können Urlauber 2021 in einer von zwölf kunstvollen Suiten aus Schnee und Eis übernachten – bei mindestens minus fünf Grad Celsius. Lange gibt es die Zimmer aber nicht, denn schon im Frühling schmelzen sie wieder und werden wieder Teil des Flusses. 

Alternativ können Gäste seit dem Jahr 2016 ganzjährig auch im Icehotel 365 schlafen – in diesem Teil werden 20 Eiszimmer mithilfe von Solarenergie konstant heruntergekühlt. Auch die 72 warmen Zimmer sind dauerhaft geöffnet.

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Die Suite der Künstler Tjasa Gusfors und Ulrika Tallving im Icehotel in Schweden.

Zwei Eishotels in Norwegen

Das wohl nördlichste Eishotel der Welt findest du in Norwegen. Auch die Iglus des Sorrisniva Igloo Hotels werden jeden Winter unter einem neuen Thema von lokalen Künstlern aus Eis und Schnee gebaut. Bei bis zu minus sieben Grad Innentemperatur schläfst du dort auf einem Rentierfell auf einem Eisbett. 

Ansonsten kannst du auch etwas an der Eisbar trinken gehen, zwischen handgefertigten Eisskulpturen spazieren gehen oder sogar in der Eiskapelle heiraten. 

Ein weiteres Eishotel befindet sich in Norwegen in Kirkenes. Das Snowhotel Kirkenes hat insgesamt 20 Schneesuiten. Auch dort wählen jedes Jahr mitwirkende Künstler ein neues Thema aus. Für eine bequeme Nacht sorgen auf dem Eisbett eine Matratze, die mit einer Wärmeauflage überzogen wird, und ein dicker Schlafsack.

Das Snowvillage in Finnland

Fast 200 Kilometer oberhalb des Polarkreises befindet sich das Snowvillage in Finnland. Für das Eishotel werden jedes Jahr rund 20 Millionen Kilogramm Schnee und 350.000 Kilogramm kristallklares Natureis verwendet, um die Räume und Skulpturen zu bauen. Im Winter 2019/2020 begeisterte das Hotel „Game of Thrones“-Fans aus aller Welt. Denn mit der Kultserie als Motto entstanden riesige Drachen, weiße Wanderer und Schattenwölfe.

Kanada: Das einzige Eishotel in Nordamerika

Magische Eiswelten gibt es aber nicht nur in Europa, sondern auch in Kanada. Das Hôtel de Glace findest du im Village Vacances Valcartier, dem größten Winter-Freizeitpark der Welt. Die Zimmer haben komplizierte Schnitzereien an den Wänden und den großen Betten aus Eis. Dort kannst du dich nach dem Skifahren oder dem Snowboarding im Park ausruhen – sofern du bei bis zu minus 15 Grad schlafen kannst. 

Weitere tolle Kunstwerke außerhalb der Zimmer kannst du auf den Gängen zum Restaurant und in der Hauptbar aus Eis entdecken.

Aktueller Corona-Hinweis: Wenn du einen Aufenthalt in einem der Hotels buchen möchtest, solltest du immer vorab die Einreise-Regeln des jeweiligen Urlaubslandes beispielsweise beim Auswärtigen Amt checken. Denn aufgrund der Corona-Pandemie verschärfen und lockern die Länder ihre Einreisebestimmungen und Regeln laufend.