Die Türkei steht schon lange auf deiner Bucket List, aber du weißt nicht so richtig, was du dort alles erleben kannst? Der reisereporter zeigt dir im Überblick sieben außergewöhnliche Erlebnisse und Sehenswürdigkeiten, die du dir bei deinem Türkei-Urlaub 2021 auf keinen Fall entgehen lassen solltest.

1. Mache eine Ballonfahrt über Kappadokien

Wer an eine Reise in die Türkei denkt, der denkt nicht selten im selben Zuge auch direkt an die Vulkanlandschaft Kappadokien. Denn neben den vielen türkischen Urlaubsorten am Meer ist die einzigartige Landschaft der Region in Zentralanatolien ein wahrer Hotspot für Touristen, die das Besondere suchen. 

Und das ist auch kein Wunder. Die Kombination aus kunstvollen Felsformationen – auch Feenkamine genannt –,  unterirdischen Höhlensystemen und Dörfern sowie den Heißluftballons macht diesen Ort zu einem fast magischen Anblick. 

Die Heißluftballons über der Vulkanlandschaft Kappadokien sind ein typisches Bild für einen Türkei-Trip.

Da die Vulkanlandschaft allerdings recht weitläufig ist, empfehlen wir, den Ausflug durch die Feenkamine in der Stadt Göreme zu beginnen. Die gehört zum gleichnamigen Nationalpark und ist wegen ihrer besonderen Beschaffung ein Unesco-Kultur- und -Naturerbe. Dort gibt es zum Beispiel das Open-Air-Museum, in dem Urlauber sich knapp 150 Höhlenkirchen anschauen können. Falls du allerdings lieber wandern möchtest, legen wir dir die Region Rose Valley ans Herz. Sie trägt ihren Namen wegen der rosafarbenen Felsformationen und führt von Göreme aus über einen gut ausgebauten Wanderweg direkt in die rote Schlucht. 

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Aber was wäre ein Ausflug nach Kappadokien ohne eine Ballonfahrt? Zumindest nicht ganz so spektakulär. Denn vom Korb eines der zahlreichen Heißluftballons aus erlebst du die Vulkanlandschaft noch einmal gänzlich neu. Und weil die Ballonfahrten in der Region so beliebt sind, gibt es zahlreiche Anbieter. Je nachdem, wann und über welchen Anbieter du buchst, zahlst du für eine Stunde über den Feenkaminen 50 bis 90 Euro pro Person. 

2. Pamukkale: Baden in den Thermalquellen

Ein absolut Instagram-taugliches und auch sonst sehr lohnendes Ausflugsziel im Südwesten der Türkei ist die Stadt Pamukkale. Dort finden Urlauber nämlich ein wirklich ästhetisches Naturschauspiel: die Kalksteinterrassen. Die weißen, geschwungenen Terrassen mit heißem Thermalwasser locken Jahr für Jahr Tausende Touristen und Badefreunde an den beeindruckenden Ort. Übrigens: Dadurch, dass die Kalk-Ablagerungen ein bisschen wie Wolle aussehen, ist dieser magische Ort landesweit auch als Baumwollburg bekannt. 

So verlockend diese strahlenden Thermalquellen aber auch aussehen, baden ist dort tabu. Badehose und Bikini solltest du aber trotzdem einpacken. Denn direkt nebenan gibt es künstlich angelegte Thermalbäder, von denen aus du einen super Ausblick auf die Kalksteinterrassen hast. 

Die Thermalquellen in Pamukkale gehören zu den beliebtesten Ausflugszielen in der Türkei.

Und wenn du schon mal in der Gegend bist, dann schau dir unbedingt auch die antike Stadt Hierapolis an. Besonders das noch gut erhaltene Amphitheater der Stadt in der Nähe der Kalksteinterrassen bietet einen tollen Ausblick auf die Ruinen.

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3. Mit dem U-Boot die türkische Küste entdecken

Es gibt viele Möglichkeiten, die türkische Küste zu erkunden: zu Fuß, auf dem Schiff, im Flugzeug, auf dem Rad – oder im U-Boot. Ja, in der Türkei kannst du als Tourist in einem U-Boot in die Tiefen des Meeres sinken. Das extra dafür angefertigte U-Boot „Nemo Prime“ steigt dafür seit 2017 mehrmals täglich mit einer Ladung Besucher für eine Stunde ab und fährt die Küste vor Antalya entlang. 

Mit einem speziellen U-Boot kannst du die türkische Küste vom Meeresboden aus bewundern. (Symbolbild)

Weltweit gibt es aktuell nur 30 Modelle dieser Touristen-U-Boote. Und wer sich an Bord traut, der taucht ganze 34 Meter in die Tiefe, um sich dann die türkische Unterwasserwelt anzusehen. Grundsätzlich darf jeder mitfahren, der größer als 90 Zentimeter ist. Eine Fahrt kostet pro Person zwischen 70 und 120 Euro. 

4. Weintour durch die Weinregion Kirklareli

Griechenland, Portugal oder Spanien –  das sind Länder, die für ihren Wein bekannt sind und bei denen im Urlaub eine Weinverkostung nichts Ungewöhnliches ist. Dabei gibt es auch in der Türkei mehrere Weinregionen. So ist zum Beispiel die türkische Weinregion Kirklareli durchaus einen Besuch wert. In der Nähe von Istanbul und der Grenze zu Bulgarien gelegen haben die historische Stadt und die ganze Region für Weinliebhaber nämlich so einiges zu bieten.

Der antike Teil Istanbuls ist vor allem für die vielen Weinquellen bekannt.

So lohnt sich nicht nur eine Tour durch die zahlreichen Weingüter in der Region, bei denen du unter anderem Rebsorten wie Merlot, Gabernet-Sauvignon und Zinfandel kosten kannst. Auch ein Besuch in den Strandja-Bergen, ein beeindruckendes Gebirge, das die Türkei und Bulgarien verbindet, lohnt sich. 

5. Schlendere am Hafen Kusadasi entlang

In der Türkei gibt es zahlreiche kleine heimelige Fischerdörfchen. Und eines davon möchten wir dir besonders ans Herz legen: Kusadasi. Die kleine Stadt liegt in der türkischen Provinz Aydin rund 100 Kilometer südlich von Izmir an der Ägaisküste. Und ganz besondes die Hafen-Promenade ist ein Grund, warum der Ort bei Urlaubern sehr beliebt ist. Das ist auch der Grund, wieso es neben einem großen Jachthafen mittlerweile auch einen Hafen für Kreuzfahrtschiffe dort gibt. 

Der Hafen von Kusadasi erinnert an ein kleines idyllisches Fischerdorf.

Übrigens: Wenn dir nach dem Stadtbummel in der malerischen Altstadt und dem Spaziergang an der Promenade nach Entspannung ist, dann hast du in der Umgebung die Wahl zwischen zahlreichen kleinen und großen Stränden mit feinem Sandstrand. 

6. Besuche die antike Stadt Ephesus

Kusadasi an sich ist ja bereits einen Ausflug wert – aber du brauchst von dort aus nur 20 Autominuten, um in einer ganz anderen Welt zu sein. Die Ruinen von Ephesus sind nämlich nicht weit von dem kleinen Küstenort entfernt. Und dieser wahrlich geschichtsträchtige Ort sollte auf deiner Türkei-Bucket-List als Sehenswürdigkeit nicht fehlen. 

Die antike Ruinenstadt Ephesus nahe Kusadasi kannst du besuchen.

Seinerzeit war Ephesus nämlich mit knapp 250.000 Einwohnern eine der bedeutendsten Städte Kleinasiens und mit dem Tempel der Artemis stand dort sogar eines der sieben Weltwunder. Und die Ruinen des Tempels und der ganzen Stadt kannst du jetzt in Form eines – oder gleich mehrerer – Tagesausflüge erkunden. 

Die Ruinenstadt ist recht groß, weshalb du wahrscheinlich nicht alles an einem Tag entdecken kannst. Deshalb hier die drei Spots in Ephesus, die du auf keinen Fall verpassen solltest: das Heralkes-Tor, den Hadrian-Tempel und das römische Theater. Der ganze Spaß kostet 10 Euro pro Person und Tag. 

7. Bootstour durch den Green Canyon

Eine Bootstour gehört bei einem Badeurlaub in der Türkei quasi zum Programm. Und ganz egal, ob es dich für deinen Türkei-Urlaub nach Side, Antalya oder Alanya zieht – eine Bootstour zum Green Canyon solltest du dir nicht entgehen lassen. Diese besondere Schlucht an der Oymapınar-Talsperre am Manavgatfluss ist nämlich von allen Touristenhochburgen aus erreichbar. Und gemeinsam mit dem Green Lake auf jeden Fall ein besonderes Erlebnis. 

Der Green Canyon gehört zu den schönsten Natur-Zielen in der Türkei.

Das liegt zunächst einmal daran, dass der Stausee türkis-grünes Wasser hat – und natürlich an den Bergen des Taurusgebirges, in dem er malerisch eingebettet liegt. Mit dem Boot kannst du außerdem die Schlucht ganz genüsslich vom Wasser aus entdecken und dich von den hohen Bergen begeistern lassen. Für eine Tagestour inklusive Mittagessen zahlst du je nach Startpunkt zwischen 35 und 50 Euro.