Du willst endlich mal wieder den Kopf frei bekommen – wandern gehen oder die Ski einpacken und losfahren? Egal, ob du beeindruckende Berglandschaften, wilde Täler, verwunschene Wälder oder einfach eine beeindruckende Aussicht suchst: In Deutschland gibt es einige tolle Berge für deinen nächsten Ausflug. Auch für diejenigen, die es gern etwas ruhiger und entspannter angehen lassen möchten, ist bei unserer Liste der sieben deutschen Berge mit einer spektakulären Aussicht garantiert etwas dabei!

1. Großer Arber im Bayerischen Wald

Im Bayerischen Wald ragt der Große Arber ganze 1456 Meter in die Höhe. Urlauber können beim Wandern den Berg mit seinen vier Gipfeln erklimmen. Schon während des Aufstiegs gibt es einiges zu sehen: den malerisch gelegenen Großen Arbersee, tiefe Urwälder, bewaldete Bergrücken in der wildromantischen Naturkulisse.

Imposante Aussicht nach Lohberg vom Großer Arber im Bayerischen Wald.

Oben angekommen, bietet sich den Besuchern ein traumhafter Ausblick – von hier aus ist der gesamte Bayerische Wald zu sehen, zum Beispiel der Wintersportort Lohberg, vom Großen Seeriegel aus geht der Ausblick auf den Großen Arbersee, die Berge Rachel und Lusen sind zu sehen und bei Sonnenschein sogar die österreichischen Alpen.

Weiter östlich können Wanderer die Sicht auf den Kurort Bayerisch Eisenstein und auf der tschechischen Seite auf Železna Ruda (Böhmisch Eisenstein) genießen. 

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2. Watzmann im Berchtesgadener Land

Im Berchtesgadener Land findest du eine echte Schönheit: Groß und mächtig thront der Watzmann mit einer Höhe von 2713 Meter. Besonders berühmt ist er durch seine außergewöhnliche Form geworden – die Ostwand fällt aus einer Höhe von 1800 Metern fast senkrecht zum Königssee ab. Laut einer Umfrage des Magazins „Bergsteiger“ ist er sogar der schönste Berg der Welt!

Die beeindruckende Landschaft rund um den Watzmann in den Berchtesgadener Alpen.

Berchtesgaden ist bekannt für seine mächtigen Gipfel, tiefen Seen, schroffen Felsen und glasklaren Gebirgsquellwasser. Mitten im Nationalpark finden Wanderlustige den imposanten Berg mit seinen Nebengipfeln.

Unten, am Fuß des Berges, befindet sich der fjordartige Königssee. Die Aussicht von oben entschädigt Wanderer und Bergsteiger für ihre Anstrengungen. Angeboten werden sowohl einfache Wanderungen als auch die anspruchsvolle Watzmann-Überschreitung.

Übrigens: Auch die Aussicht vom Feldkogel aus ist atemberaubend – vom Gipfel auf 1886 Metern aus überblicken Wanderer das Panorama von Königssee, Watzmann und Funtenseetauern.

3. Zugspitze im Wettersteingebirge

Ganz weit nach oben kannst du an der Grenze zum österreichischen Bundesland Tirol wandern – hier erhebt sich Deutschlands höchster Berg: die Zugspitze mit 2962 Metern. Aber es geht auch entspannter: Der Alpengipfel ist über ein System von Bergbahnen erschlossen. Ausgangspunkt ist der Wintersportort Garmisch-Partenkirchen.

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Das Zugspitzmassiv liegt südwestlich von Garmisch-Partenkirchen in Bayern.

Auf dem Gipfel angekommen, gibt es reichlich Entschädigung: imposante Tiefblicke auf die Zugspitze, die Waxensteine und die riesige Alpspitz-Nordwand. Die unberührte Bergwelt mit all ihrer Schönheit lädt zum Entspannen ein. Wer sich auch kulinarisch etwas Gutes tun möchte, kann das Gipfelrestaurant Panorama 2962 und die Gipfelalm besuchen.

Corona-Hinweis: Mit der Fahrt auf den Berg musst du bis zu den Corona-Lockerungen warten – Bergbahnen und Restaurants müssen aktuell dicht bleiben.

4. Drachenfels im Siebengebirge

Klein, aber fein ist der Drachenfels am Rhein in Königswinter. Der markante Berggipfel ist bescheidene 321 Meter hoch. Dennoch ist er eine Berühmtheit: zum einen aufgrund seiner markanten Lage über dem Rheintal, der Ruine der Burg Drachenfels und der frühen touristischen Erschließung im 19. Jahrhundert. Zum anderen kommt er immer wieder in Geschichten, Sagen oder Mythen rund um die Rheinromantik vor.

Die Burgruine Drachenfels im Siebengebirge ist der Rest der Höhenburg auf dem Berg Drachenfels.

Wer von oben aus den tiefgrünen Wald, schroffe Felsen, eine ritterliche Burg und den wunderschönen Ausblick auf den Rhein genießen möchte, kann das auch bequem mit der Drachenfelsbahn tun, der ältesten noch betriebenen Zahnradbahn in Deutschland, und sein ganz eigenes Abenteuer erleben. Ein Einzelticket kostet 12 Euro, eine Familienkarte 30 Euro. In der Bahn gilt Maskenpflicht.

5. Nebelhorn in den Allgäuer Alpen

Am nördlichen Alpenrand ragt das Nebelhorn 2224 Meter in die Höhe. Hier findest du eine populäre Wanderrregion – zum Beispiel einen spektakulären Kurzwanderweg in der Nähe der Bergstation; vorbei geht es dabei an einer Felswand über eine Stahlkonstruktion. Nichts für Menschen mit Höhenangst! Wieder heil unten angekommen, befindet sich die Talstation im Wintersportort Oberstdorf.

Ausblick auf die Allgäuer Alpen und auf die Kabine der Gipfelbahn, die zum Nebelhorn fährt.

Das Nebelhorn ist außerdem bekannt für seine beeindruckende Aussicht: An klaren Tagen kannst du vom höchsten Punkt am Gipfelkreuz aus etwa 400 Alpengipfel erkennen. Die Gipfelregion besteht aus hellem Kalkstein, die Aussicht von oben bietet ein atemberaubendes Panorama. Zu erreichen ist der Gipfel auch ganz bequem mit der Nebelhornbahn.

Corona-Hinweis: Mit der Fahrt auf den Berg musst du noch warten – die Wiedereröffnung der Nebelhornbahn ist nach einem Umbau für Ostern 2021 geplant. 

6. Wendelstein in den Bayerischen Voralpen

Einer der bekanntesten Aussichtsberge ragt 1838 Meter hoch empor in den Bayerischen Voralpen. Der Wendelstein ist zwischen dem Inntal und dem Tal der Leitzach zu finden. Hier steht Deutschlands höchstgelegene Kirche, die Wendelstein-Kirche. Aufgrund der Corona-Pandemie finden dort zurzeit keine Gottesdienste statt.

Die Wendelsteinkirche auf dem Wendelstein in den Bayerischen Alpen.

Außerdem gibt es hier spannende Höhlen, zum Beispiel die Wendelsteinhöhle, zu erkunden. Oben angekommen, können Besucher besonders bei sonnigem Wetter eine imposante Aussicht genießen – zum Beispiel zur Gebirgsgruppe Karwendel, der Glockner-Gruppe, auf die Zillertaler Alpen und die Hohen Tauern. Die Wendelsteinbahn und eine Großkabinenseilbahn fahren regelmäßig zum Gipfel hoch – falls dir nicht nach Wandern zumute sein sollte.

Corona-Hinweis: Aufgrund des Corona-Lockdowns fährt die Wendelsteinbahn bis voraussichtlich Ende Februar nicht. Aktuelle Infos findest du hier.

7. Wasserkuppe in Hessen

In Hessen ist mit 950 Metern die Wasserkuppe der höchste Berg des Bundeslandes. Neben der spektakulären Aussicht ist er besonders für seine jahrzehntelange Fliegertradition bekannt. Hier finden Besucher das Segelflugzentrum mit der ältesten Segelflugschule der Welt. Hoch kommst du entweder sportlich zu Fuß oder ganz bequem mit dem Auto. 

Beim Skiverleih Wasserkuppe im Hotel Deutscher Flieger direkt auf der Wasserkuppe können sich Wanderer auch Schneeschuhe ausleihen. Damit ist Winterwandern auch bei Neuschnee möglich.

Die Wasserkuppe im Naturpark Rhön im Winter in der Abenddämmerung.

Auf der 360-Grad-Panorama-Aussichtsplattform gibt es außerdem eine fantastische Aussicht über die Mittelgebirgslandschaft der Rhön, über den Thüringer Wald und das Spessart-Gebirge. 

Tipps zum Parken: Direkt auf der Wasserkuppe gibt es mehrere Parkflächen, pro Tag kostet das Abstellen des Autos dort 2 Euro.