Kennst du das Gefühl auch: Gefühlt sind nach dem monatelangen Lockdown alle Spaziergehstrecken und Fahrradwege in der unmittelbaren Nähe mehrfach gegangen und gefahren. Und hier setzen Apps wie Lialo, Komoot, Maps.me und Mapify an: Nutzer können mit ihnen neue Orte in der Umgebung – und auch am Urlaubsziel – entdecken. So werden vermeintlich ausgetretene Pfade zu unbekanntem Terrain, der schnöde Spaziergang wird zum Outdoor-Abenteuer.

Die Menschen wollen raus: Outdoor-Apps boomen

Gut 16 Millionen Menschen nutzen inzwischen den Routenplaner Komoot, mit dem Ausflügler empfohlene Strecken von anderen übernehmen oder eigene Routen für Wanderungen und Radtouren planen können. Für die deutsche App war das Corona-Jahr ein echter Anschub, berichtet Komoot-Gründer Tobias Hallermann dem reisereporter. „Insgesamt gab es einen positiven Trend für Fitness- und Gesundheits-Apps und in der gesamten Outdoor- und Fahrradindustrie.“

Für die meisten Menschen sei es ein extrem schweres Jahr gewesen, Ausflüge in die Natur seien da „besonders wichtig, um einen Ausgleich zu den Belastungen zu finden und nicht nur körperlich, sondern auch seelisch fit zu bleiben“.

Aktuelle Deals

Der Outdoor-Boom reiße auch im Winter nicht ab: Noch im November seien die Nutzerzahlen auf August-Niveau gewesen, berichtet der „Spiegel“ mit Verweis auf die Nutzungsstatistiken der App. Kein Wunder: In Zeiten von Corona, in denen Reisen und Ausflüge nicht uneingeschränkt möglich sind, ist das Naherholungsgebiet direkt vor der eigenen Haustür oftmals die einzige Freizeitmöglichkeit. 

Doch selbst nach bald einem Jahr mit der Pandemie hätten die Nutzer noch die Chance, mithilfe von Outdoor-Apps Neues zu entdecken, ist Tobias Hallermann überzeugt. Bei Komoot seien inzwischen Hunderte Millionen von Streckenaufzeichnungen hochgeladen worden, von Nutzern aus 14 Ländern. Die App biete daher „auch direkt vor der Haustüre Tourenvorschläge, die weniger populär sind und die individuell angepasst werden können“. Auf diese Art und Weise könnten Menschen ihre Umgebung „ganz neu entdecken obwohl sie dort schon seit Jahren wohnen“, so der App-Gründer.

Hier kommen die beliebtesten Strecken 2020 in Deutschland

Du willst es gar nicht so einsam haben und brauchst neue Inspirationen für den nächsten Ausflug? Hier kommt eine Zusammenstellung der drei „Komoot-Klassiker“-Strecken des vergangenen Jahres:

Mit dem Fahrrad rund um den Chiemsee

Weiterlesen nach der Anzeige

Anzeige

Die Rundfahrt, startend in Bernau am Chiemsee, ist mit den öffentlichen Verkehrmitteln einfach zu erreichen. Mit dem Fahrrad lässt sich der bayerische See perfekt erkunden.

  • Dauer: etwa 3 Stunden 45 Minuten
  • Länge der Strecke: 55,6 Kilometer
  • Schwierigkeitsgrad: mittelschwere Fahrradtour
  • Wintertauglichkeit:überwiegend befestigte Wege

Bei einer Wanderung durch den Nationalpark Sächsische Schweiz gibt es einiges zu entdecken – wie beispielsweise die Schwedenlöcher.

Eine Wanderung zur Basteibrücke

Die Sächsische Schweiz ist Teil des Elbsandsteingebirges. Die Landschaft des Nationsparks beeindruckt mit Felsen und Schluchten. Zu den Wander-Highlights gehören auf jeden Fall die Basteibrücke und die Schwedenlöcher.

  • Dauer: etwa 2 Stunden 20 Minuten
  • Länge der Strecke: 7,5 Kilometer
  • Schwierigkeitsgrad: mittelschwere Wanderstrecke
  • Wintertauglichkeit:überwiegend Berg- und Wanderwege ohne Winterdienst

Das Steinhuder Meer ist mit einer Fläche von 29,1 Quadratkilometern der größte See Nordwestdeutschlands.

Mit dem Fahrrad rund ums Steinhuder Meer

Das Steinhuder Meer in Niedersachsen ist der größte See Nordwestdeutschlands. Die Radtour startet in Wunstorf und führt einmal komplett um den See. Unterwegs kann durchgehend die Aussicht auf das Steinhuder Meer genossen werden.

  • Dauer: etwa 3 Stunden
  • Länge der Strecke: 46,7 Kilometer
  • Schwierigkeitsgrad: mittelschwere Fahrradtour
  • Wintertauglichkeit: Die Tour enthält Passagen mit losem Untergrund, die vor allem in den Wintermonaten schwer zu befahren sein können.