Für einen Strandurlaub ist Korfu perfekt – aber du solltest die Badekleidung unbedingt mal gegen andere Sommerkleidung austauschen und eines der wunderschönen Dörfer auf der griechischen Insel erkunden. Davon gibt es etwa 250, die du bei einem Roadtrip mit dem Mietwagen wunderbar erkunden kannst. Wir verraten dir unsere Favoriten:

1. Fazinierende Bilderbuchkulisse in Paleokastritsa

Das Dorf liegt an der Westküste Korfus und ist klein, vor allem aber verstreut. Paleokastritsa befindet sich auf zwei Halbinseln, daher gibt es fünf verschiedene Buchten, zwei kleine Häfen und einen Anleger für Ausflugsboote. Bekannt ist das Dorf für sein hoch auf einem Felsen thronendes Kloster, aber auch für die Bilderbuchkulisse: Paleokastritsa liegt inmitten imposanter Felsen, dichter Oliven- und Zypressenwälder und des Ionischen Meeres. 

Direkt gelegen zwischen zwei Halbinseln, thront das Dorf Paleokastritsa an der türkis Küste.

Paleokastritsa bedeutet übrigens „alter Burgplatz“ und bezieht sich auf die in Sichtweite gelegene Burg Angelokastro, die im 13. Jahrhundert als Herrschersitz erbaut und wegen der strategisch guten Lage auf dem hohen Felsen als militärischer Stützpunkt genutzt wurde.

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2. Das Dorf Afionas direkt an der Schmetterlingsbucht

Eines der ältesten Dörfer auf Korfu ist Afionas. Der zauberhafte Ort liegt auf einem Bergkamm und bietet einen tollen Blick auf das Meer, insbesondere beim Sonnenuntergang. Von hier blickst du auf die Felseninsel Gravia, auf die Diapontia-Inseln und die Küsten von Arillas und Agios Georgios. Das Dorf hat auch einen der schönsten Strände der Insel: Der Afionas Beach wird als Schmetterlingsbucht bezeichnet, weil die Landzunge an beiden Seiten Zugang zum Meer hat und optisch einem Schmetterling gleicht.

Typische mediterrane Architektur hat auch das Bergdorf Afionas zu bieten.

3. „Korfus Balkon“: Das Bergdorf Chlomos

Bergdörfer mit unfassbar schönen Ausblicken sind keine Seltenheit auf Korfu. Eines trägt sogar den Beinamen „Korfus Balkon“, weil das Panorama so umwerfend ist: Chlomos ist eines der ältesten und malerischsten Dörfer auf Korfu. Es wurde ungefähr im 13. Jahrhundert erbaut und fällt vor allem wegen seiner Architektur ins Auge. Die roten und orangefarbenen Häuser sind um den Platz des Dorfes gebaut und nicht entlang einer Hauptstraße.

Einen unfassbaren Ausblick bietet das Dörfchen Chlomos, dass auch der Balkon Korfus genannt wird.

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4. Das älteste und urigste Dorf der Insel: Palea Perithia

Im Nordosten der Insel am Fuße des Pantokrators, dem höchsten Berg Korfus, befindet sich das älteste Dorf der Insel: Perithia, ganz im venezianischen Architekturstil erbaut, wurde bereits 1996 unter Denkmalschutz gestellt. Die auf einer Höhe von 650 Metern liegende, versteckte Ortschaft war einst der Zufluchtsort vieler byzantinischer Küstenbewohner, die sich hier vor den Piraten versteckten. 

Mitten im Herzen der Insel liegt ein verlassenes Dorf mit alten Steinhäusern.

Heute ist Perithia bekannt als das „verlassene Dorf“ oder „Geisterdorf“, das aber gar nicht so verlassen ist: Es gibt viele Tavernen, in denen du dir die Spezialitäten der Insel schmecken lassen kannst. Besonders sehenswert sind die Gebäude, die zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert erbaut wurden, mehrere Bauernhäuser, Ruinen von kleinen Gehöften, verfallene Hütten und viele Kirchen und Kapellen.

5. Aussicht genießen wie Kaiser Wilhelm II. in Pelekas

Im Inselinneren liegt das Dorf Pelekas, das von Urlaubern am liebsten zur Zeit des Sonnenuntergangs angesteuert wird. Denn hier steht der berühmte Kaiserthron. Der Fels bekam den Namen von Kaiser Wilhelm II., der einst hierherkam, um die Aussicht zu genießen. Der deutsche Kaiser und König von Preußen war begeistert von Korfu. Er kaufte 1907 den Palast von Kaiserin Sisi und ließ das Achilleon für sich umbauen und umgestalten. Bis zum Ersten Weltkrieg machte er jedes Jahr Osterurlaub auf Korfu.

In blühender Landschaft taucht in der Ferne das kleine griechische Dorf Pelekas auf.

6. Typisches griechisches Dorfleben genießen in Liapades

Klein, urig und charmant ist das Bergdorf Liapades, das an der Westküste Korfus liegt und von Bergen umschlossen ist. Gerade mal 100 Menschen leben hier. Wer im Urlaub sehen möchte, wie das griechische Dorfleben aussieht, ist hier genau richtig. In den schmalen Gassen ist der Esel ein gern genutztes Transportmittel. Das Dorf ist für die Herstellung von Olivenöl und für seinen Weinanbau bekannt, deshalb kann man hier auch prima Mitbringsel einkaufen. Unterhalb von Liapades liegt ein kleiner Kiesstrand, an dem es ruhiger zugeht als an den größeren Stränden, es gibt aber Cafés und Tavernen am Strand, einen Boot- und Kajakverleih und einen Tauchclub.

Von dem Bergdorf Liapades im Westen der Insel aus hat man einen wunderschönen Ausblick.

7. Agios Stefanos: der perfekte Badestrand für Familien

Ursprünglich ein kleines Fischerdorf, hat sich Agios Stefanos im Nordwesten der Insel zu einem Treffpunkt für Touristen entwickelt, noch ist der Ort aber nicht allzu überlaufen. Die Fischerei ist heute noch wichtig in Agios Stefanos, die meisten Besucher zieht es aber an den Strand des Dorfes: Der ist mehrere Hundert Meter lang und fällt sanft ab. Hier kann man nahezu 100 Meter ins Wasser gehen, was Agios Stefanos perfekt für Familien mit Kindern macht. Sehenswert ist auch die Kirche des Dorfes, die Agios Stefanos den Namen gab.

An der nördlichen Küste der Insel Korfu liegt das Dorf Agios Stefanos.

8. Kassiopi: Schiffe in der Meerenge zwischen Korfu und Albanien beobachten

Wer einen Strandtag mit einem Ausflug verbinden möchte, ist in dem kleinen Fischerdorf Kassiopi genau richtig. Rund um das Dorf gibt es mehrere versteckte Buchten, die über schmale Wege zu erreichen sind. Das Spannende an Kassiopi ist allerdings nicht das Meer, sondern die Geschichte des Dorfes: In römischer Zeit war Kassiopi gut bewohnt und besucht, weil es auf dem Seeweg lag. Der Hafen ist deshalb heute noch die beste Adresse: Hier kann man prima abhängen und dabei zusehen, wie die Schiffe die Meerenge zwischen Korfu und Albanien passieren.

Die Haupteinnahmequelle von vielen kleinen Dörfern wie Kassiopi ist das Fischereigeschäft.

9. Das 007-Dorf Pagi: Drehort von James Bond

Pagi mag auf den ersten Blick nicht das schönste Dorf auf Korfu sein, dafür gibt es hier das vermutlich schrägste Lokal der Insel: In der „Bond-Bar“ kannst du den 007-Klassiker „In tödlicher Mission“ auf einer Kinoleinwand sehen. Warum? Der Film wurde teilweise auf Korfu gedreht. 1981 stand Roger Moore als James Bond am Issos Beach und im Naturschutzgebiet rund um die Korission-Lagune vor der Kamera.

Crazy Lokalität in Pagi: Hier wurde ein Teil des James-Bond-Films „In tödlicher Mission“ gedreht.

10. Ein Fischerdorf wie aus dem Buch: Boukari

Als Geheimtipp gilt das kleine Fischerdorf Boukari an der Südostküste von Korfu. Es ist eines jener kleinen Dörfer der Insel, die authentisch geblieben sind und nicht vom Tourismus überrannt wurden.

In den kleinen Tavernen auf Korfu kann oftmals direkt am Wasser gegessen werden.

Herz des Dorfes ist der Hafen: Hier schwimmen Fischerboote auf dem Wasser, während in urigen Tavernen frischer Fisch serviert wird. In Boukari scheint die Zeit stehen geblieben zu sein – genau das macht den Charme des Dorfes aus.