Nationalparks sind für Naturfans ein wahres Paradies: Hohe Felsen, reißende Flüsse und eine atemberaubende Tier- und Pflanzenwelt – das alles und noch viel mehr haben sie zu bieten. In einigen Ländern zählen sie sogar zu den Hauptattraktionen für Touristen, zum Beispiel in Kenia, Tansania, den USA oder Costa Rica. Die Reiseplattform Tripadvisor hat die zehn beliebtesten Nationalparks der Welt in einem aktuellen Ranking gekürt und der reisereporter stellt sie dir vor. Vielleicht ist ja dein nächstes Reiseziel mit dabei?

1. Der Serengeti-Nationalpark in Tansania

Nicht ohne Grund hat es der Serengeti-Nationalpark in Tansania ganz nach vorn geschafft. Auf einer Fläche von 15.000 Quadratkilometern können Besucher auf spannenden Safaris die einheimischen Tiere beobachten. Der älteste Park Tansanias ist weltberühmt für ein wahres Naturschauspiel: Jedes Jahr findet hier die sogenannte Tiermigration statt. Dabei setzen sich sechs Millionen Gnuhufe in Bewegung und mehr als 200.000 Zebras und 300.000 Thomson-Gazellen schließen sich dem Zug an.

Aber auch sonst gibt es hier einiges zu sehen: große Büffelherden, kleinere Gruppen von Elefanten und Giraffen, mehrere Tausend Antilopen, Impalas und Grantgazellen sind nur einige Beispiele für die beeindruckende Artenvielfalt.

Im Serengeti Nationalpark in Tansania gibt es unter anderem Elefanten zu beobachten.

2. Jim-Corbett-Nationalpark in Indien

Der Jim-Corbett-Nationalpark in Indien ist der älteste in ganz Asien. Hier gibt es mehr als 550 verschiedene Tierarten und 400 unterschiedliche Pflanzenarten. In erster Linie ist der Park für sein Schutzgebiet für den vom Aussterben bedrohten Bengalischen Tiger berühmt.

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Der Park befindet sich im Bundesstaat Uttarakhand am Fuße des Himalaya und umfasst etwa 520 Quadratkilometer. Fast drei Viertel des Parks sind Waldgebiet. Neben dem berühmten Tiger gibt es Leoparden und wilde Elefanten, die der Besucher auf einer Safari live erleben kann.

Der Bengalische Tiger im Corbett-Nationalpark.

3. Masai-Mara-Nationalreservat in Kenia

Direkt an den Serengeti-Nationalpark in Tansania grenzt das Masai-Mara-Nationalreservat in Kenia. Auf rund 1500 Quadratkilometern leben Elefanten, Gnus, Zebras, Gazellen und Antilopen. Es ist das bekannteste Naturschutzgebiet Kenias.

Im Jahr 1961 wurde es zum Reservat erklärt. Somit ist es im Gegensatz zu einem Nationalpark den in der Masai Mara lebenden Massai erlaubt, in bestimmten Teilen des Parks ihre Rinder weiden zu lassen.

Das Naturschutzgebiet Masai Mara in der Serengeti in Kenia war Kulisse für den Film „Jenseits von Afrika“

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4. Grand-Teton-Nationalpark in Wyoming, USA

Eine spektakuläre Gebirgslandschaft mit kristallklaren Seen und einigen exotischen Tieren findest du in Wyoming in den USA. Dort befindet sich der Grand-Teton-Nationalpark, der seinen Namen der Teton-Gebirgskette zu verdanken hat, die sich von Nord nach Süd hindurchzieht.

Schon im Jahr 1929 wurde das Gebiet zum Nationalpark erklärt. Das Gebirge ist teilweise von Gletschern überzogen; der höchste Punkt ist der Grand Teton mit mehr als 4000 Metern, der laut dem Reiseportal visit-usa.at zu ausgiebigen Wanderungen einlädt.

Der Grand Teton National Park in Wyoming.

5. Kruger-Nationalpark in Südafrika

Eines der größten Waldschutzgebiete in Afrika ist der Kruger National Park (Kruger-Nationalpark). Er liegt im Nordosten, etwa vier Autostunden von Johannesburg entfernt, in den Provinzen Limpopo und Mpumalanga und am Rande von Zimbabwe, Mosambik und dem Königreich Eswatini (Swasiland).

In dem dicht mit Wildtieren besiedelten Reservat leben Löwen, Leoparden, Nashörner, Elefanten und Büffel – außerdem noch Hunderte weitere Säugetierarten sowie verschiedene Vogelarten, darunter Geier, Adler und Störche. Berge, Buschsavannen und Tropenwälder prägen das vielseitige Landschaftsbild. Abenteurer können den Park in einem Geländewagen erkunden oder mit einem Heißluftballon darüber fliegen.

Elefantenherde im Krüger Nationalpark in Afrika.

6. Nationalpark Vulkan Arenal in Costa Rica

Eine einzigartige Naturkulisse hat aber auch der Nationalpark Vulkan Arenal in Costa Rica zu bieten. Dichter Regenwald, heiße Quellen und majestätische Wasserfälle machen den Besuch  zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Gekennzeichnete Wanderwege führen die Besucher des Parks durch alte Lavaströme, Regenwälder und Savannen. Wasserfälle, eine Bootstour auf dem See oder eine Wanderung über Hängebrücken laden dich zu einem echten Abenteuer ein. Nach langen Fußmärschen bieten sich die heißen Quellen zum Entspannen an. 

Der Nationalpark Vulkan Arenal in Costa Rica.

7. Grand-Canyon-Nationalpark in Arizona, USA

Ein wahres Naturwunder findest du ebenso in Arizona in den USA. Der Grand Canyon National Park wurde in die Unesco-Weltnaturerbe-Liste aufgenommen. Der bekannte Colorado River hat dort in Millionen Jahren eine beeindruckende, bis zu 1,6 Kilometer tiefe und mehr als 440 Kilometer lange Schlucht ausgespült.

Um die atemberaubende Landschaft zu erkunden, eignet sich eine sportliche Wandertour zu Fuß, ein Flug im Helikopter, ein Ritt auf dem Maultier, eine abenteuerliche Wildwasserfahrt oder eine Fahrt im Jeep. Entlang der Kante des Nationalparks stehen den Besuchern zahlreiche Aussichtspunkte zur Verfügung, um den imposante Ausblick zu bewundern.

Der Grand Canyon-Nationalpark in Arizona im Winter.

8. Zion-Nationalpark in Utah, USA

Der Zion-Nationalpark in Utah gehört zu den meistbesuchten Parks der USA. Er ist für seine spektakulären Felsschluchten bekannt, die durch die hohe Fließgeschwindigkeit des Virgin River entstanden. Ein Beispiel dafür ist „The Grand Staircase“ – das sind rot gefärbte Felsen, die sich zwischen Bryce Canyon und Grand Canyon erstrecken.

Der Zion Canyon und der Kolob Canyon sind wohl die bekanntesten Schluchten des Parks. Das Gebiet mit seinen abwechslungsreichen landschaftlichen Attraktionen wurde im Jahr 1919 zum Nationalpark ernannt. Dort können Touristen in der beeindruckenden Natur wandern oder klettern gehen.

Eine Straße führt durch die Berge im Zion National Park in Utah.

9. Torres del Paine National Park in Chile

In Chile gibt es insgesamt 36 Parks. Der wohl bekannteste ist der Torres-del-Paine-Nationalpark. Sein Name kommt aus der Sprache der Tehuelche-Indianer und bedeutet laut der Plattform „Chile.de“ so viel wie „Türme des blauen Himmels“. Er befindet sich im südlichen Patagonien auf bis zu 3000 Metern Höhe um die Berggruppe Cordillera del Paine. Im Norden haben Besucher die Möglichkeit, den argentinischen Los-Glaciares-Nationalpark zu entdecken, der sich direkt neben dem Torres del Paine befindet.

Besonders beeindruckend sind die vielen Gletscher; aber auch Fjorde, große Seen, Sümpfe und Graslandschaften machen den Park zu einem unvergesslichen Naturerlebnis. Auch viele Tiere sind hier zu Hause: Pumas, Nandus und Guanakos spazieren durch die grüne Pampa.

Wilde Gletscher im Torres del Paine National Park in Chile.

10. Fiordland National Park in Neuseeland

Die beeindruckende landschaftliche Kulisse des Fiordland National Parks findest du in Neuseeland. Atemberaubende Fjorde, spektakuläre Wasserfälle und schneebedeckte Gipfel erwarten dich dort. An den hohen Berghängen gibt es uralte Regenwälder mit Wasserfällen, die Hunderte Meter in die gewaltigen Fjorde hinabstürzen.

Bootstour unter Wasserfällen im Fiordland National Park in Neuseeland.

Insgesamt gibt es hier 14 Fjorde, die vor über 100.000 Jahren während der Eiszeiten entstanden sind, erklärt das Reiseportal „Newzealand.com“. Tägliche Rundflüge und Bootstouren sollen den Besuchern die Schönheit der wilden Natur näher bringen.