Elefantenreiten, Schwimmen mit Delfinen und Robbenshows – touristische Angebote mit Tieren stehen aus gutem Grund bereits seit einiger Zeit in Verruf. Die Coronavirus-Pandemie hat zunächst geschafft, was vorher nicht umsetzbar erschien: Touristen reiten bereits seit Monaten nicht mehr auf Esel, Elefant und Kamel. Aber auch die Zoos weltweit verzeichnen Besucherrekorde im negativen Sinne. 

Auch Tiere leiden unter der Corona-Krise

Das sorgt jedoch in den meisten Fällen nicht etwa dafür, dass es den Tieren besser geht – im Gegenteil: Da die Besitzer durch die Krise in finanzielle Schieflage geraten, fehlt es vielerorts an ausreichend Geld für die Nahrung der Tiere. Die Folge: Viele Besitzer verstoßen die Tiere, die wiederum in Auffangstationen, auf Gnadenhöfen und in Tierheimen weltweit landen. Und selbst inDeutschland gehen Tierheimen und Zoos so langsam die nötigen Mittel für die Tierversorgung aus. 

Falls du ein Tierfreund bist, haben wir dennoch gute Nachrichten für dich: Du kannst den unter Corona-Folgen leidenden Tieren weltweit etwas Gutes tun. Wie? Das zeigen wir dir in unserem Überblick: 

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1. Spende Geld für dein Lieblingstier

Fangen wir mit dem Offensichtlichsten an: Spende für gemeinnützige Organisationen oder deinen Lieblings-Zoo. Und denk dabei vielleicht auch an Tier-Betriebe, die einem nicht sofort einfallen. Denn von den Folgen der Pandemie sind unter anderem auch Rentiere in Lappland, Schlittenhunde in Finnland, Elefanten in Thailand und Geparden in Namibia betroffen, wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet. 

Im Zuge der Corona-Krise haben deshalb auch viele Tierschutz-Vereine ihren Fokus auf genau die Bereiche gelegt, die jetzt am dringendsten Hilfe benötigen. Vor allem Zoos und Tierparks sind aktuell in finanzieller Not, denn der Lockdown zwingt sie, ihre Türen für Besucher zu schließen, bereits zu Beginn der Krise kamen in manchen Parks erste Überlegungen über Notschlachtungen auf, weil das Geld einfach nicht für alle Tiere reicht. 

Falls du also zum Beispiel normalerweise ein- bis zweimal im Jahr in den Zoo gehst, dann spende das Geld doch einfach an den Zoo deines Herzens oder kaufe Gutscheine. Damit kannst du deine Lieblingstiere unterstützen und sie nach der Krise auch gleich noch besuchen. 

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2. Übernimm eine Tier-Patenschaft

Wenn eine einfache Spende dir nicht ausreicht und du gezielt ein bestimmtes Tier oder eine Art schützen und unterstützen möchtest, dann gibt es noch eine weitere Möglichkeit: Übernimm eine Patenschaft. Das ist in den meisten Zoos möglich oder zum Beispiel bei der Hilfsorganisation WWF. Dort kannst du übrigens auch eine Patenschaft für Tiere übernehmen, die ganz unabhängig von der Pandemie vom Aussterben bedroht sind. 

Das geht aber nicht nur mit Zootieren, sondern auch mit Koalas in Australien und vielen anderen teilweise wild lebenden Tieren.

3. Mach auf die Situation der Tiere aufmerksam

Viele touristische Angebote mit Tieren fallen seit Monaten weg. Und viele der Vierbeiner landen deshalb im Tierheim. Aber auch dort werden Geld und Platz mittlerweile zunehmend knapp. Weil das aber viele Menschen nicht wissen, ist es auch wichtig, auf die prekäre Lage der Tiere aufmerksam zu machen, um Hilfsangebote und Lösungen voranzutreiben. Das geht heutzutage zum Glück ja ziemlich leicht, zum Beispiel über Social Media. 

Eine nette Aktion in diesem Bereich hat übrigens der Deutsche Tierschutzbund ins Leben gerufen: Tierheime helfen. Dabei geht es darum, auf die Arbeit in Tierheimen und die Situation der dort lebenden Vierbeiner aufmerksam zu machen. Auf der Kampagnen-Website www.tierheime-helfen.de findest du unterschiedliche Vorlagen für Social Media, zum Beispiel GIFs und Facebook-Titelbilder. 

4. Nutze digitale Angebote von Zoos und Tierparks

Tierauffangstationen, Zoos und Parks weltweit befürchten, durch die Corona-Krise bei den Besuchern nach und nach in Vergessenheit zu geraten. Damit das nicht passiert (und um dein Bedürfnis nach süßen internationalen Tierbegegnungen zu stillen), solltest du unbedingt nach digitalen Angeboten deiner tierischen Lieblings-Reiseziele schauen. 

Das Lone Pine Koala Sanctuary im australischen Brisbane etwa hat nach der Corona-Schließung Koala-Cams aufgestellt, um die Menschen weltweit an die kleinen Kuschelfreunde zu erinnern und sie auf dem Laufenden zu halten. 

5. Adoptiere einen tierischen Mitbewohner

Solltest du allerdings noch einen Platz in deinem eigenen Zuhause frei haben für einen tierischen Mitbewohner, dann kannst du noch einen gewaltigen Schritt weiter gehen und einem Vierbeiner aus einem anderen Land ein neues Zuhause bieten. Dankbare neue Mitbewohner findest du zum Beispiel im Tierheim oder per Vermittlung. Die Organisation „Hunderettung Europa“ zum Beispiel vermittelt Straßenhunde aus mehreren europäischen Ländern.

Am Ende ist es aber ganz egal, auf welchem Weg du Tiere aus der Tourismusbranche unterstützt; mit jedem Cent, jedem Beitrag und jeder Minute Aufmerksamkeit ist den Vierbeinern geholfen. Und wenn die Krise vorbei ist, dann geht es auch unseren haarigen Freunden weltweit weiterhin gut.