Was zeichnet die Küche Perus aus? Viele denken da wohl zuerst an Meerschweinchen, dabei gibt es so viele leckere Gerichte! Die peruanische Küche ist ein Mix, basierend auf der traditionellen Küche der Inkas, und wurde durch viele Einflüsse geprägt, zum Beispiel während der Kolonialzeit durch Spanien, später durch die Küchen der afrikanischen, chinesischen, japanischen, italienischen, französischen und englischen Einwanderer. 

Peruanische Küche: Rekorde und Vielfalt

In Peru gibt es 28 Klimazonen, eine Vielfalt an frischem Obst und Gemüse finden Touristen daher überall in Peru. Salzwasserfische fischen die Peruaner im Pazifik, Süßwasserfische im Titicacasee oder im Amazonas. Hühner finden sich in ganz Peru, Alpakafleisch und Meerschweinchen in den Bergen.

Vergessen werden dürfen natürlich nicht die Superfoods wie Quinoa, Maca und Kiwicha, welche die peruanischen Anden zu bieten haben. Um Ica servieren die Einwohner den Traubenschnaps Pisco, in den Anden verschiedene Formen des Inkagetränkes Chicha, und im Dschungel frische Fruchtsäfte, die einen die schwüle Mittagshitze vergessen lassen.

Cuy chactado ist ein traditionelles Fleischgericht der peruanischen Küche, das aus Meerschweinchen besteht.

Aktuelle Deals

Insgesamt gibt es mehr als 500 Gerichte, womit Peru im Guinnessbuch der Rekorde steht. Man findet außerdem mehr als 3000 Kartoffelsorten und 50 Maissorten, was beides ebenfalls Rekorde sind. In den vergangenen acht Jahren in Folge wurde Peru bei den „World Travel Awards“ zum besten gastronomischen Reiseziel der Welt gewählt. Also selbst ausprobieren und auf nach Peru? Wir verraten dir hier zwei traditionelle Gerichte: Tamale und Ají de Gallina.

Rezept für Ají de Gallina

Das traditionelle Rezept für Ají de Gallina kommt von Jonas, einem von 160 lokalen Experten der Reiseplattform Evaneos. Er zeigt Reisenden das traditionelle Peru – und kennt sich natürlich auch mit der lokalen Küche aus. Die meisten Zutaten für das Ají de Gallina findest du eigentlich in jedem Supermarkt.

Die Geschichte von Ají de Gallina

Ají de Gallina (Chillischoten-Huhn) ist in Peru sehr beliebt, es wird sowohl zu Hause als auch in vielen traditionellen peruanischen Restaurants gekocht. Das Ají de Gallina gehört zur kreolischen Küche und wurde im Jahr 1839 in Lima erfunden. Es enthält sowohl Zutaten aus der Küche der Quechua als auch aus der spanischen Küche. Traditionell wird das Ají de Gallina in Peru mit Hühnerbrust, Brot, Milch und gelbem Chili (Aji Amarillo) zubereitet. Heutzutage findet man aber viele verschiedene Versionen des peruanischen Ají-de-Gallina-Rezepts.

Weiterlesen nach der Anzeige

Anzeige

Aji de Gallina ist ein Hühnerfrikassee auf peruanische Art.

Welche Zutaten brauche ich (für vier Personen)?

  • 1 ½ Hühnerbrüste (ohne Haut)
  • 1 ½ Tassen Wasser
  • 150 Gramm Sellerie, grob gewürfelt
  • 120 Gramm Karotten, grob gewürfelt
  • 1 ½ rote Zwiebeln
  • 2 Esslöffel gelbe Chilis, püriert
  • 3 Scheiben Weißbrot ohne Kruste
  • ein Schuss Milch
  • eine Handvoll Parmesan (optional)
  • eine Handvoll Pekannüsse (optional)
  • 1 Teelöffel Knoblauch, gemahlen
  • 4 Eier (1 Ei pro Person)
  • Oliven, je nach Geschmack
  • Öl
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 ½ Tassen gekochten Reis
  • 8 gekochte Kartoffeln (zwei Kartoffeln pro Person)

Welche Küchenutensilien brauche ich für die Ají-de-Gallina-Zubereitung?

Drei mittelgroße Kochtöpfe, scharfes Messer, Schneidebrett, Knoblauchpresse, Käsereibe (einen Mixer zum Pürieren, wenn ihr den Ají Amarillo nur in ganzen Stücken und nicht als Paste findet).

Koch doch mal peruanisch, zum Beispiel Aji de Gallina, ein Hühnerfrikassee.

Ají de Gallina: Zubereitung

Die Zubereitungszeit beträgt ungefähr 90 Minuten.

  1. Reis und Kartoffeln kochen (kann vorher gemacht werden oder parallel mit den anderen Schritten).
  2. Die Hühnerbrust in feine Streifen schneiden und zusammen mit dem Sellerie, den Karotten und etwas Salz in einem Topf mit ausreichend Wasser kochen.
  3. Sobald die Hühnerbrust gar ist, diese aus dem Topf nehmen und zerrupfen oder in feine Streifen zerschneiden. Die Brühe aufbewahren.
  4. Öl in einem zweiten Topf erhitzen und Knoblauch, Zwiebel sowie die gelbe Chili-Paste anbraten. Nach Belieben mit Salz und Pfeffer würzen. (Wenn Ihr den Chili in Stücken gekauft habt, muss dieser noch vorher püriert/gemixt werden.)
  5. Das Brot ohne Kruste in der Brühe kurz einweichen (etwa 20 Sekunden). Dann das Brot aus der Brühe nehmen, dem zweiten Topf hinzufügen und alles für ein paar Minuten zusammen köcheln lassen.
  6. Die Hühnerbrühe, das Huhn und die Milch (optional Parmesan und Pekannüsse) dem zweiten Topf hinzufügen.
  7. Unter ständigem Umrühren zum Kochen bringen.
  8. Den gekochten Reis und die gekochten Kartoffeln auf einem Teller servieren und das Ají de Gallina darübergeben.
  9. Mit Ei und Oliven je nach Geschmack garnieren

Rezept für Tamal

Das Rezept für Tamal kommt von Martina, Gründerin einer lokalen Reiseagentur in Peru von Evaneos. Sie wiederum hat es vom Local Eli bekommen, der in der Amazonas-Region wohnt. 

Traditionelles peruanisches Essen: Tamales werden aus Maismehl hergestellt und werden in Bananenblätter eingewickelt.

Tamales gibt es in verschiedenen Varianten: In wärmeren Gefilden wie Tarapoto werden Tamales mit Reis hergestellt. Aber Eli wohnt in der Region Amazonas, genauer gesagt in Leymebamba auf 2200 Metern Höhe. Dort werden Tamales aus Maismehl hergestellt, denn Mais wächst in Peru auch in den Höhen noch sehr gut. Gefüllt werden sie mit Fleisch, Käse oder anderen Zutaten und tradtitionell in Bananenblättern gegart. Tamales werden in großer Anzahl hergestellt – und gern bei Familienfeiern serviert.

Zutaten für 30 Portionen Tamales

  • 2 Kilo gekochter Mais
  • ¼ Hühnchen (oder vegetarisch)
  • 250 Gramm Erdnüsse, geröstet und geschält
  • 1 große Karotte
  • 1 große Zwiebel
  • 2 Esslöffel gemahlener Knoblauch
  • Chili-Pfeffer
  • ½ Liter Öl
  • Salz je nach Geschmack
  • 1 Kube „Doña gusta“ (wie ein Maggi-Würfel)
  • 100 Gramm grüne Erbsen Palillo (eine Art Achiote) für die orange Farbe
  • Ají esabeche (Glockenchili)
  • Achira-Blätter (dieses Blatt wird zum Einwickeln benutzt, es können verschiedene Alternativen verwendet werden: Banane, Bijao oder Bromelienblätter)

Zubereitung der Tamales

  1. Den gekochten und geschälten Mais mahlen, bis er kleinkörnig ist.
  2. Gleichzeitig das Hühnerfleisch mit Knoblauch, Salz und „Doña gusta“ eine halbe Stunde in einem Liter Wasser kochen.
  3. Die in Würfel gehackte Karotte zusammen mit den grünen Erbsen mit etwas Salz zum Kochen bringen.
  4. Die Achira-Blätter kochen, damit sie den herben Geschmack verlieren.
  5. Vorbereitung des Dressings für den Teig: Öl, Knoblauch und Palillo vier Minuten lang anbraten. Danach zusammen mit der Hühnerbrühe zum bereits gemahlenen Maismehl geben und so lange rühren, bis eine homogene Mischung entsteht.
  6. Für das Innere der Tamales: Die gewürfelte Zwiebel in Öl braten, den ebenfalls gewürfelten Ají escabeche dazugeben. Wenn es bräunt, Knoblauch, Kreuzkümmel und „Doña gusta“ hinzufügen, schließlich das zerfaserte Huhn, die Erbsen und die Karotten; alles zehn Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen.
  7. Die Erdnüsse rösten, schälen und in kleine Stücke zerdrücken.
  8. In der Zwischenzeit die bereits vorher gekochten Achira-Blätter waschen und ihre Stiele entfernen, um sie flexibler zu machen.
  9. Die Tamales einwickeln: In ein Achira-Blatt einen großen Esslöffel Teig geben und verteilen, das Innere des Tamales und einen Teelöffel Erdnüsse obendrauf, einwickeln und in den Topf geben.
  10. Etwa eine Stunde kochen lassen.

Guten Appetit!