Kirgistan, das Herz Zentralasiens, ist für unberührte Natur, majestätische Berglandschaften und Gastfreundschaft bekannt. Aber auch in kulinarischer Hinsicht ist Kirgistan absolut eine Reise wert. Dank einer Mischung aus verschiedenen Küchen, einer großen Auswahl an Fleischspezialitäten sowie Vielfalt von Gemüse und Obst bietet die kirgisische Küche was Passendes und Richtiges für jeden Geschmack.

Beschbarmak – traditionelles Gericht auf Festen

Kirgistan war eine der bedeutendsten Handelsrouten an der Seidenstraße, daher zeigt die Küche des Landes den kulturellen Einfluss und Geschmack der verschiedenen Händler und Kaufleute, die diese Route seit Jahrhunderten beschreiten. Geprägt von mehr internationalen und modernen Einflüssen – uigurisch, dunganisch, usbekisch, türkisch oder russisch – wird die kirgisische Küche nie langweilig.

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Untrennbar zusammen gehört aber Kirgistan und Beschbarmak: Das traditionelle Gericht ist ein Klassiker auf Festen. Beschbarmak wird mit Pferde-, Lamm- oder Rindfleisch gekocht und dann mit Brühe (Schorpo) in Schalen serviert. Das traditionelle Rezept verrät dir Zhazgul, einer der lokalen Reiseexperten aus 160 Ländern von der Reiseplattform Evaneos. Sie zeigt den Reisenden die schönsten Ecken Kirgistans – und kennt sich natürlich auch mit der lokalen Küche aus.

Der Name des Gerichts leitet sich von zwei Wörtern ab: „Besch“ bedeutet fünf und „Barmak“ bedeutet Finger. Das Gericht erhielt diesen Namen, es traditionell mit den Händen gegessen wird. Das Gericht kann auf verschiedene Arten zubereitet werden, wir zeigen dir eine davon.

Rezept für Beschbarmak

Diese Zutaten brauchst du:

  • 400 g Lammfleisch (oder Rindfleisch)
  • Salz
  • 2 bis 2,5 Liter Wasser für die Brühe
  • Schwarzer Pfeffer, gemahlen
  • 500 g Mehl
  • 1 Ei
  • Salz
  • 200 ml Wasser

Zubereitung

  1. Das Fleisch mit kaltem Wasser abspülen. In einen Topf geben und mit etwa 2 Liter kaltem Wasser auffüllen.
  2. Zum Kochen bringen und den Schaum mit einem Sieb entfernen, damit die Brühe später schön klar ist. Salz in die Brühe geben. Den Topfdeckel schräg mit einem kleinen Spalt auf den Topf legen und bei kleiner Hitze etwa 2 Stunden ganz sanft köcheln lassen.
  3. Inzwischen aus Wasser, Ei, gesiebtem Mehl und Salz einen Teig herstellen. Den Teig mindestens 10 Minuten kneten, zu einer Kugel formen. Der fertige Teig sollte nicht an Händen haften. Der Teig mit einem Tuch abdecken und circa 30 Minuten ruhen lassen.
  4. Den Teig in drei Teile teilen und jeder von denen in eine dünne Schicht rollen, dass er eine Dicke von ein bis zwei Millimeter hat.
  5. Den Teig in lange und dünne Streifen schneiden und ihn 20 Minuten ruhen und trocknen lassen.
  6. Das Fleisch aus der fertigen Brühe (Suppe) nehmen, von den Knochen lösen und in kleine Stücke schneiden.
  7. Nach Belieben Pfeffer hinzufügen. Die Teigstreifen 5-10 Minuten in der Brühe kochen und den Topf vom Herd nehmen.
  8. Die fertigen Teigstreifen aus der Brühe entfernen, auf einen großen Teller legen und die Fleischstücke in den Teig geben. Die Brühe separat in einer Tasse (Schale) servieren. Nach Wunsch kann man das fertige Gericht mit Zwiebeln bestreuen (oder auch Frühlingszwiebeln).

Guten Appetit!