Spektakuläre Ausblicke auf hohe Gipfel in den Alpen, allen voran der Watzmann, der Duft von Almkräutern in der Nase und eine idyllische Landschaft mit Seen, Kuhweiden sowie urigen Almhütten – all das bieten die Wanderwege in Bayern. Dabei hat jede Region ihren ganz eigenen Charme.

Wenn du Erholung in der Natur suchst, dann warten dort über 40.000 Kilometer an Wanderstrecken darauf, von dir entdeckt zu werden. Wir stellen dir zehn der schönsten Wanderwege vor, auf denen man in Bayern gut wandern kann. Einige Strecken sind auch bestens für Anfänger geeignet.

Wandern auf dem Goldsteig

Der Fernwanderweg Goldsteig gehört zu den bekannteren Strecken für Wanderer. Er beginnt im Oberpfälzer Wald, genauer in Marktredwitz, und endet nach über 600 Kilometern in Passau. Daher ist der Goldsteig in 37 Etappen aufgeteilt. Eine besonders schöne Etappe ist Teil sechs der Strecke, die in Leuchtenberg beginnt. Sie führt dich bei einer Länge von 22 Kilometern an einer Vielzahl historischer und abenteuerlicher Burgen und malerischer Felder entlang.

Am Ende der Wanderung stehst du auf einem Hügel im Bayerischen Wald und kannst dich mit einem atemberaubenden Panoramablick belohnen.

Der Goldsteig verläuft auch durch den Bayerischen Wald.

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Altmühltal-Panoramaweg: Ideal für einen Tagesausflug

Der Altmühltal-Panoramaweg führt dich auf insgesamt 200 Kilometern durch den gleichnamigen Naturpark in Bayern. Dabei hält er, was er verspricht: einen malerischen Panoramablick. Zudem kannst du die schönsten Ecken des Wanderweges an nur einem Tag entdecken, denn Etappe drei eignet sich mit einer Länge von 15 Kilometern perfekt für einen Tagesausflug.

Los geht es im Treuchtlinger Ortstteil Dietfurt. Von dort aus wanderst du einen steilen Waldpfad hinauf und schließlich in Richtung Pappenheim wieder bergab. Dann folgt ein idyllischer Wanderweg an der Altmühl entlang.

Der Panoramaweg führt entlang vieler malerischer Ecken Niederbayerns.

Bergwandertour auf dem Heilbronner Höhenweg

Ebenfalls eine atemberaubende Aussicht hast du auf dem Heilbronner Höhenweg in den Allgäuer Alpen. Denn: Er ist der höchste Höhen-Wanderweg Deutschlands. Der Wanderweg befindet sich in einer Höhe von rund 2600 Metern mitten in der Allgäuer Berglandschaft. Start- und Zielpunkt auf der etwa 18 Kilometer-Strecke ist der Fellhornbahn-Parkplatz. Es gibt aber auch Varianten, die dich über die Grenze nach Österreich führen. Auch dort warten Gipfel auf dich.

Da die Bergwandertour teilweise sehr steil ist, solltest du Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und eine gute Kondition mitbringen. Außerdem brauchst du eine Kletterausrüstung. Und vor allem: Erfahrung. Wenn du dir die Begehung allein nicht zutraust, besteht auch die Möglichkeit, an einer geführten Tour teilzunehmen.

Der Heilbronner Höhenweg ist eine Herausforderung für jeden Wanderer.

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Dschungelpfad bei Volkach: Wandern in wilder Natur

Der Dschungelpfad  in der Nähe von Volkach in Bayern wird seinem Namen gerecht: Der 10,6 Kilometer lange Rundweg führt dich durch eine fast wilde Natur. So ist die etwa dreistündige Tour an der Volkacher Mainschleife sehr abwechslungsreich: Wald, Wiesen, Abenteuer, Wasser, Schatten und Sonne sind auf deiner Wanderung vertreten. 

Anfangs verläuft der Weg durch Quittenhaine etwas abseits des Mains. Danach beginnt der Dschungelpfad, der nicht nur durch Wald führt, sondern auch kleine Sandstrände am Mainufer aufweist.

Der naturbelassene Dschungelpfad schlängelt sich zwischen Astheim und Kaltenhausen ganz nah am Main entlang.

Wandern auf dem Alpsee-Rundweg

Einmal rund um den kristallklaren Alpsee im Ostsallgäu führt der Alpsee-Rundweg. Auf einer Strecke von 5,2 Kilometern hast du einen tollen Ausblick auf die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau. Zahlreiche Sitzbänke laden zum Verweilen ein. Startpunkt ist das Museum der Bayerischen Könige. Während deiner zweistündigen Wanderung passierst du immer wieder Stege und kleinere Brücken – das macht die Strecke abwechslungsreich.

Im Anschluss ist auch eine kleine Bootsfahrt auf dem See möglich, sofern der Bootsverleih geöffnet hat. An warmen Sommertagen kannst du auch einen Badestopp im Alpseebad einlegen.

Märchenhaft: Wandern im Nationalpark Berchtesgaden

Eine märchenhafte Alpenlandschaft findest du auch im Berchtesgaden-Nationalpark in Bayern: hohe Berge, tiefe Täler und malerische Seen, die du auf rund 400 Kilometer langen Wanderwegen erkunden kannst. Das wohl beliebteste Wanderziel und schönste Fotomotiv ist aber der Königssee.

Der Malerwinkel-Rundweg ist ein bequemer Spazierweg für Anfänger, der dir dennoch einen eindrucksvollen Ausblick auf den Königssee bietet. Bei der Gesamtlänge von 5,6 Kilometern bist du ungefähr zwei Stunden und 15 Minuten unterwegs. Startpunkt und Ziel ist der Parkplatz Königssee. Auf dem höchsten Punkt kannst du die etwa vier Kilometer entfernte Kirche St. Bartholomä sehen.

Der Königssee liegt im Nationalpark Berchtesgaden.

Bayerischer Wald: Nationalpark voller Wanderwege

Mit seiner Gründung im Oktober 1970 ist der Nationalpark Bayerischer Wald der erste Nationalpark Deutschlands. Auf dem 24.000 Hektar großen Gebiet befinden sich Gebirgsbäche, natürliche Fichtenwälder, hoch gelegene Lichtungen, die früher als Weideflächen genutzt wurden, und 300 Kilometer markierte Wanderwege. Da ist für jeden Wanderfan etwas dabei. 

Eine Tour beispielsweise zu den Rieslochfällen, das sind die größten Wasserfälle im Bayerischen Wald, dauert etwa viereinhalb Stunden. Dabei legst du 15,5 Kilometer zurück. Die Strecke mit einem Aufstieg von 826 Höhenmetern ist allerdings eher etwas für Fortgeschrittene. Wer die Wasserfälle sehen will, kann für die Wandertour beim Hotel Waldhaus am Rißlochweg 56 in Bodenmais parken.

Die Rieslochfälle im Bayerischen Wald.

Wandern auf dem Frankenwaldsteig

„Bayerns steinreiche Ecke“ – so werden Frankenwald und Fichtelgebirge genannt. Kein Wunder: An kaum einem Ort in Europa gibt es so viele unterschiedliche Gesteinsformationen auf solch kleinem Raum. Daher steht der 242 Kilometer lange, zertifizierte Rundwanderweg Frankenwaldsteig auf der Bucket List vieler Naturliebhaber.

Auf 13 Etappen bekommen Wanderer neben Granit mit Kalkstein und Schiefer auch kulturelle Sehenswürdigkeiten wie alte Dorfkirchen und Festungsanlagen zu sehen. An 22 der mehr als 40 Highlights des Weges kannst du auf Tafeln den geschichtlichen Hintergrund erfahren.

Donauwald-Wanderweg: 60 Kilometer, fünf Etappen

Perfekt für Mehrtagestouren ist der Donauwald-Wanderweg. Der fast 60 Kilometer lange Weg zwischen Günzburg und Schwenningen wird als „der flachste Premiumweg Deutschlands“ bezeichnet. Denn Wanderer überwinden gerade einmal 68 Höhenmeter auf der Strecke entlang des namensgebenden Flusses. Damit ist dieser Wanderweg in Bayern bestens für Anfänger geeignet. 

Klassischerweise führen fünf Etappen durch Günzburg, Offingen, Gundelfingen, Dillingen, Höchstädt und Schwenningen, die alle je an einem halben Tag gelaufen werden können. Wer nicht durchgängig wandern will, kann einfach mit der Bahn nach Hause oder in seine Unterkunft fahren – sofern dies während der Corona-Pandemie möglich ist. Denn alle Etappen sind an das Schienennetz angebunden.

Herbstlicher Ausblick auf Dillingen an der Donau.

Wandern auf dem Burgensteig im Tal der Schwarzen Laber

Die Schwarze Laber ist ein 77 Kilometer langer Zufluss der Donau, der sich durch bizarre Felsformationen in Bayern schlängelt. Zahlreiche Burgen thronen über dem Flusstal und bieten Wanderern atemberaubende Ausblicke über die Region. Auch hier bietet sich eine Mehrtagestour an. Die Strecke für die Wanderung Burgensteig im Tal der Schwarzen Laber führt dich rund 58 Kilometer von Sinzing nach Beratzhausen. Auf teilweise schmalen Trampelpfaden wanderst du unter anderem zu den Burgruinen Niederviehhausen, Laaber und Ehrenfels. Die Burgruine Ehrenfels befindet sich mitten im Wald und wirkt mit ihren teilweise moosbewachsenen Mauern geradezu märchenhaft.

Für die mittelschwere Wanderung empfehlen wir dir festes Schuhwerk. Aufgrund der Länge solltest du außerdem die Tour erst starten, wenn die Hotels trotz Corona wieder öffnen können.