In Bayern gibt es eine FFP2-Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkauf bereits seit dem 18. Januar. Im Vorfeld der Konferenz von Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel an diesem Dienstag wurde darüber debattiert, ob eine solche Regelung für den Bahnverkehr in ganz Deutschland kommt. Nun haben ich Bund und Länder geeinigt: Die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen wird verschärft. Allerdings wurde die FFP2-Pflicht im Beschlussentwurf zugunsten von OP-Maskenpflicht gestrichen.

Die Regeln in Zügen der Deutschen Bahn

Beschlossen wurde nun, dass eine Pflicht zum Tragen medizinischer Masken im öffentlichen Personenverkehr eingeführt wird, das teilte Kanzlerin Angela Merkel mit. Selbstgenähte Stoffmasken sind damit für Bahn- und Busreisende nicht mehr zulässig.

Der Unterschied zwischen den verschiedenen Maskentypen ist vor allem die Schutzrichtung.

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Ab wann gilt die verschärfte Maskenpflicht?

„In den Zügen, Bussen und an Bahnhöfen besteht die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske“, ist inzwischen auf der Webseite der Deutschen Bahn zu lesen. Gleichzeitig wird aber auf die in den jeweiligen Bundesländern geltenden Verordnungen verwiesen.

In Bayern gilt die FFP2-Maskenpflicht in Bus und Bahn bereits seit Montag. Für die anderen Bundesländer ist noch nicht klar, ab welchem Tag Reisende im Öffentlichen Nahverkehr oder in den Zügen der Deutschen Bahn eine medizinische Maske tragen müssen. 

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Die verschärften Regeln sollen zwar deutschlandweit gelten, müssen aber noch in die Corona-Verordnung der einzelnen Bundesländer umgesetzt werden.

Mehr Homeoffice, weniger Bahnfahrer und Reisen

Ein weiterer Teil der Beschlüsse ist: Die Kontakte im ÖPNV sollen weiter reduziert werden, sodass das Fahrgastaufkommen ein Drittel der regulären zulässigen Zahlen nicht übersteigt. Beitragen zu diesem Ziel soll die Ausweitung der Regeln für Homeoffice. Und: Wo es möglich ist, sollen zusätzliche Busse und Bahnen eingesetzt werden.

Der Deutschen Bahn zufolge ist durch die Kontaktbeschränkungen während der Corona-Pandemie das Reiseaufkommen seit Ende 2020 auf ein niedriges Niveau zurückgegangen.

„Wir stellen fest, dass sich dieser Trend angesichts der neuen Einschränkungen des öffentlichen Lebens weiter fortsetzt. Der Rückgang der Fahrgastzahlen kann je nach regionaler Situation sehr unterschiedlich ausfallen“, so eine Bahnsprecherin gegenüber dem reisereporter. „Wir beobachten die weitere Entwicklung und sind dazu im engen Austausch mit Bund, Ländern, ihren Behörden und den jeweiligen Aufgabenträgern. Derzeit fahren wir 85 Prozent des normalen Angebots. Im Fernverkehr sind unsere Züge zu rund 20 Prozent besetzt.“

Bahn hat reservierbare Sitzplätze Ende 2020 reduziert

Seit Ende 2020 gilt bei der Sitzplatzreservierung: In allen Zügen ist in den Großraumwagen nun nur noch ein Sitzplatz pro Doppelsitz reservierbar. „Alle anderen Sitzplätze bleiben für eine Reservierung gesperrt“, heißt es von der Deutschen Bahn. Einzelreisende bekommen hingegen automatisch einen Fenstersitzplatz zugewiesen.

Bei Sitzgruppen mit Tisch können nur noch der Fensterplatz auf der einen Seite und der Gangplatz auf der gegenüberliegenden Seite gebucht werden. So werden laut der Bahn Reservierungen von Einzelreisenden auf nebeneinander liegenden Plätzen vermieden und es wird für mehr Abstand gesorgt.

In geschlossenen Abteilen mit sechs Sitzplätzen können Reisende nur noch zwei Plätze reservieren, den Fensterplatz auf der einen und den Gangplatz auf der anderen Seite. Der zusätzliche Abstand soll noch mehr Schutz beim Reisen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus bieten.

Ausnahmen gibt es nur für Familien und Paare. Dafür schafft die Bahn sowohl in der 1. Klasse als auch in der 2. Klasse Extra-Bereiche, in denen sie nebeneinander liegende Sitzplätze reservieren können. 

Corona-Winter: Kann ich die Reise mit der DB kostenlos stornieren?

OP-Maskenpflicht, Risikogebiet, Lockdown oder Angst vor dem Coronavirus? Das sind alles keine Gründe, um ein Bahnticket kostenlos stornieren zu können. Die DB empfiehlt daher aktiv die Buchung stornierbarer Angebote.

Sowohl die Flexpreise als auch die Sparpreise sind im Rahmen der regulären Tarifkonditionen stornierbar. Super-Sparpreis-Tickets sind von der Stornierung allerdings ausgeschlossen. Darauf weist die Bahn im Buchungsprozess explizit hin.