Derzeit sind touristische Reisen nach Schweden nicht ohne Probleme möglich. Zwar lässt das Land Deutsche trotz der hohen Corona-Infektionszahlen einreisen. Aber: Umgekehrt hat Deutschland Schweden zum Risikogebiet erklärt. Bei der Rückreise müssen Urlauber also in Quarantäne, außerdem müssen sie sich auf Covid testen lassen.

Reisende haben für das Jahr 2021 die Hoffnung, dass die Restriktionen bald Geschichte sein werden und der Urlaub in Schweden spätestens im Sommer wieder möglich sein wird. Dann können sich Fans des Landes auch auf einige Neuigkeiten einstellen, denn es gibt zahlreiche neue Highlights für Touristen.

Vier Städte werden 400 Jahre alt

Gleich vier Städte hat König Gustav II. Adolf im Jahr 1621 gegründet: Die Bewohner von Piteå, Umeå, Borås und Göteborg feiern in diesem Jahr den 400. Geburtstag ihrer Heimatorte – unter Berücksichtigung der Corona-Pandemie. Den großen Bogen zwischen den beiden Hafenstädten Nordschwedens und den historischen Textil- und Handelszentren im Südwesten des Landes schlägt das gemeinsame Kunstprojekt „AiR 4x400 år“.

Blick auf das Zentrum von Göteburg. Die Stadt wird 2021 400 Jahre alt.

Jeweils ein ortsansässiger Künstler schafft mit Hilfe der Kollegen aus den anderen Jubiläumsstädten eine Aktion, die dem Charakter der eigenen Stadt entspricht. Den Beginn macht Piteå – passend zu den klimatischen Bedingungen der Provinz Norrbottens Län werden die Künstler vom 15. bis 19. Februar auf dem Marktplatz Schneeskulpturen entstehen lassen. Der Regen ist das Thema des Events in Göteborg vom 31. Mai bis zum 5. Juni. Die Termine und Themen für die Folgeveranstaltungen im westschwedischen Borås und im nordschwedischen Umeå werden im Laufe des Jahres bekannt gegeben, schreibt „Visit Sweden“.

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Schwedisches Design-Museum to go

Während andere Museen ihre Designobjekte hinter Glas sperren, bekommen Touristen in diesem Fall Objekte in einem Rucksack und machen sich damit auf die Reise durch die Stadt beziehungsweise die Region. Mit der Tasche aus Stockholm geht es beispielsweise ins Erholungszentrum Hellasgarden, in Kunstgalerien und in den botanischen Garten von Stockholm.

Das „Swedish Design Museum To Go“– umfasst vier Ausstellungen: eine für jede Himmelsrichtung. Wer in Schweden ist, kann sie ausleihen und vor Ort benutzen. Aktuell ist das aufgrund von Corona nicht möglich, die Betreiber hoffen auf einen Neustart im Frühjahr. 

Verspiegelte Lodge im Safaripark

Im größten Safaripark Skandinaviens, Eriksberg im südostschwedischen Blekinge, können Touristen nun spektakulär übernachten: Eine verspiegelte Lodge mit Glasboden steht auf drei Meter hohen Stelzen im Naturschutzgebiet. Die Bewohner der neuen „SynVillan“ können so von oben Bisons, Rotwild und Wisente bei ihrer Fütterung beobachten. Außer der Holztreppe gibt es keine weiteren Verbindungen zum Boden, die Energiever- und Abfallentsorgung ist im und am Haus geregelt. 

In der Lodge im Safaripark Blekinge können die Bewohner durch einen Glasboden schauen und dabei Tiere erspähen.

So wird der gesamte Strom von Sonnenkollektoren bezogen, und ein Holzofen sorgt bei Bedarf für Wärme. Gekocht wird auf einem Gasherd, das Badezimmer verfügt über eine Verbrennungstoilette. Maximal vier Personen können in zwei Schlafzimmern übernachten. Eine Übernachtung ist nicht günstig, für zwei Personen geht es bei 400 Euro los. Der Wild- und Naturpark ist vom 27. März bis zum 29. August geöffnet.

Astrid-Lindgren-Welt in Vimmerby plant Wiedereröffnung

Es gibt so viele Plätze in Småland, die mit Astrid Lindgren und ihren Erzählungen verbunden sind: das Elternhaus auf dem Hof Näs natürlich. Und für einige fiktive Orte aus den Erzählungen – Bullerbü zum Beispiel – dienten reale Orte in Småland als Vorlage. Auch einige Filme wurden dort gedreht.

Auf die Spuren der Erzählungen können sich Besucher zum Beispiel im Themenpark Astrid-Lindgren-Welt in Vimmerby begeben – doch in der Corona-Pandemie musste der Park im Sommer 2020 schließen. 

Lebendig wird die Welt der Erzählungen von Astrid Lindgren im Themen- und Theaterpark.

Für 2021 planen die Betreiber die Wiedereröffnung, zum 40-jährigen Bestehen des Parks. Zuvor hatte es einen Rechtsstreit gegeben. Der Park an sich ist eine Veranstaltung und darf damit unter Pandemiebedingungen aktuell nur für maximal 50 Besucher zugänglich sein, sagten die Behörden. Jede Aufführung auf dem Gelände ist eine Veranstaltung für sich, halten die Veranstalter dagegen. Das zuständige Verwaltungsgericht hat der Argumentation der Parkbetreiber zugestimmt.