Quarantäne, Corona-Testpflicht, digitale Anmeldung – und Lockerungen für geimpfte, genesene und negativ getestete Reisende: Deutschland hat die strengen Einreise-Regeln für Urlaub im Ausland gelockert. Wer aus einem Nicht-Risikogebiet oder einem Risikogebiet einreist, muss nur dann noch in Quarantäne, wenn er positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Kinder unter sechs Jahren sind auch ungetestet von der Quarantänepflicht ausgenommen.

Die Regeln, nach denen für Risikogebiete eine Reisewarnung gilt, haben sich zum 1. Juli geändert. Seither gilt eine Reisewarnung nur noch für Risikogebiete mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 200. Die Bundesregierung rät seit 1. Juli auch nicht mehr generell von touristischen Reisen ins Ausland ab. Die Regeln für Reisen in Risikogebiete bleiben aber bestehen.

RKI-Risikogebiete – alle Länder und Regionen

Es gelten spezielle Regeln für Reiserückkehrerinnen und Reiserückkehrer – je nachdem, aus welchem Land sie einreisen. Denn die Bundesregierung unterscheidet zwischen Risikogebieten, Hochinzidenzgebieten und Virusvariantengebieten. Auf der entsprechenden Liste des Robert-Koch-Institutes (RKI) stehen zahlreiche Länder weltweit.

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Diese Länder und Regionen gelten als Hochinzidenzgebiete

Als Hochinzidenzgebiete werden Länder oder Regionen eingestuft, die ein Mehrfaches über derjenigen von Deutschland liegt, mindestens aber 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen beträgt.

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Für Menschen, die aus einem betroffenen Gebiet einreisen, gelten folgende Regeln:

  1. Digitale Anmeldung: Reisende müssen sich vor der Einreise auf www.einreiseanmeldung.de registrieren.
  2. Quarantänepflicht: Reisende müssen für zehn Tage in Quarantäne. Die Maßnahme kann in der Regel durch einen Test an Tag fünf verkürzt werden, sobald das negative Ergebnis vorliegt. Ausgenommen von der Quarantänepflicht sind Geimpfte und Genesene, sofern sie einen entsprechenden Nachweis bei der Einreise vorlegen.
  3. Nachweispflicht: Reisende müssen sich bereits vor der Einreise auf das Coronavirus testen lassen oder einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis vorlegen. Der Test darf bei der Einreise maximal 48 Stunden (Antigen-Schnelltest) oder 72 Stunden (PCR-Test) alt sein. Kontrolliert wird gegebenenfalls vom Beförderungsunternehmen, der Nachweis kann auch bei der Einreisekontrolle verlangt werden.

Folgende Staaten beziehungsweise Regionen gelten somit aktuell als Hochinzidenzgebiete (Stand: 23. Juli):

  • Ägypten
  • Argentinien
  • Bolivien 
  • Chile
  • Costa Rica
  • Ecuador
  • Fidschi
  • Georgien
  • Indien 
  • Indonesien
  • Iran 
  • Kolumbien 
  • Kuba 
  • Kuwait 
  • Libyen 
  • Malaysia 
  • Mongolei 
  • Nepal
  • Niederlande - inkl. der autonomen Länder und der karibischen Teile des Königreichs der Niederlande (ab 27. Juli)
  • Oman 
  • Paraguay 
  • Peru 
  • Portugal inkl. der autonomen Regionen Madeira und Azoren 
  • Russische Föderation 
  • Seychellen 
  • Spanien inkl. der Balearen und Kanaren (ab 27. Juli)
  • Sudan 
  • Suriname
  • Syrische Arabische Republik 
  • Tansania 
  • Tunesien
  • Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland der Isle of Man sowie aller Kanalinseln und aller britischen Überseegebiete 
  • Zypern

RKI-Liste: Diese Länder und Regionen gelten als Corona-Risikogebiete

Als Risikogebiete mit erhöhtem Sars-CoV-2-Infektionsrisiko werden in der Regel Länder beziehungsweise Regionen eingestuft, in denen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gab. Wer aus einem dieser Gebiete nach Deutschland reist, muss Folgendes beachten:

  1. Digitale Anmeldung: Reisende müssen sich vor der Einreise auf www.einreiseanmeldung.de registrieren.
  2. Quarantäne: Die Quarantänepflicht wurde für mehrere Personengruppen aufgehoben: vollständig Geimpfte, Genesene, negativ getestete, Kinder unter sechs Jahren sowie Grenzgänger und Grenzpendler. Nur noch in Ausnahmefällen müssen Reisende für zehn Tage in Quarantäne – nämlich bei einem positiven Coronatest, oder wenn sie bei der Einreise keinen Nachweis über Impfung, Genesung oder Test vorlegen können.
  3. Corona-Testpflicht: Reisende ab sechs Jahren müssen innerhalb von 48 Stunden nach der Einreise auf das Coronavirus testen lassen. Ausgenommen sind Geimpfte und Genesene. Wird der Nachweis bei der Einreise vorgelegt, kann die Quarantäne umgangen werden. Anerkannt werden PCR-Testergebnisse (maximal 72 Stunden alt) und Antigen-Schnelltestergebnisse (maximal 48 Stunden alt).

Folgende Länder beziehungsweise Regionen gelten aktuell als internationale Corona-Risikogebiete mit erhöhtem Sars-CoV-2-Infektionsrisiko (Stand: 23. Juli):

  • Afghanistan (seit 21. Februar 2021)
  • Algerien (seit 15. Juni 2020)
  • Andorra (seit 23. Mai 2021)
  • Angola (seit 15. Juni 2020)
  • Äquatorialguinea (seit 15. Juni 2020)
  • Äthiopien (seit 15. Juni 2020)
  • Bahamas (seit 25. April 2021)
  • Bahrain (seit 11. Juli 2021)
  • Bangladesch (seit 15. Juni 2020)
  • Belarus (seit 15. Juni 2020)
  • Belize (seit 15. Juni 2020)
  • Benin (seit 15. Juni 2020)
  • Bhutan (seit 15. Juni 2020)
  • Burkina Faso (seit 15. Juni 2020)
  • Burundi (seit 15. Juni 2020)
  • Cabo Verde (seit 20. Juni 2021)
  • Côte d'Ivoire (seit 15. Juni 2020)
  • Dänemark – mit Ausnahme von Grönland (seit 25. Juli 2021)
  • Dschibuti (seit 15. Juni 2020)
  • Dominikanische Republik (seit 30. Mai 2021)
  • El Salvador (seit 15. Juni 2020)
  • Eritrea (seit 15. Juni 2020)
  • Frankreich – die folgenden Regionen und Überseegebiete gelten derzeit als einfache Risikogebiete: Korsika (seit 25. Juli 2021), Okzitanien (seit 25. Juli 2021), Provence-Alpes-Côte d'Azur (seit 25. Juli 2021), Réunion (seit 28. Februar 2021), Französisch-Guayana (seit 21. August 2020), St. Martin (seit 26. August 2020), Martinique (seit 25. Juli 2021)
  • Gabun (seit 15. Juni 2020)
  • Gambia (seit 15. Juni 2020)
  • Ghana (seit 15. Juni 2020)
  • Griechenland (seit 18. Juli 2021)
  • Guatemala (seit 15. Juni 2020)
  • Guinea (seit 15. Juni 2020)
  • Guinea-Bissau (seit 15. Juni 2020)
  • Guyana (seit 15. Juni 2020)
  • Haiti (seit 15. Juni 2020)
  • Honduras (seit 15. Juni 2020)
  • Irak (seit 15. Juni 2020)
  • Irland (seit 25. Juli 2021)
  • Jemen (seit 15. Juni 2020)
  • Kamerun (seit 15. Juni 2020)
  • Kasachstan (seit 15. Juni 2020)
  • Kenia (seit 15. Juni 2020)
  • Kirgisistan (seit 15. Juni 2020)
  • Kongo DR (seit 15. Juni 2020)
  • Kongo Rep (seit 15. Juni 2020)
  • Korea (Volksrepublik) (seit 15. Juni 2020)
  • Kroatien - die folgenden Gespanschaften gelten als einfache Risikogebiete: Zadar (seit 27. Juni 2021)
  • Liberia (seit 15. Juni 2020)
  • Madagaskar (seit 15. Juni 2020)
  • Malediven (seit 18. Juli 2021; Hochinzidenzgebiet vom 9. Mai 2021 bis 17. Juli 2021)
  • Mali (seit 15. Juni 2020)
  • Malta (seit 25. Juli 2021)
  • Marokko (seit 15. Juni 2020)
  • Mauretanien (seit 15. Juni 2020)
  • Mexiko (seit 13. Juni 2021)
  • Monaco (seit 25. Juli 2021)
  • Myanmar (seit 18. Juli 2021)
  • Nicaragua (seit 15. Juni 2020)
  • Niger (seit 15. Juni 2020)
  • Nigeria (seit 15. Juni 2020)
  • Pakistan (seit 15. Juni 2020)
  • Panama (seit 28. Februar 2021)
  • Papua-Neuguinea (seit 17. Juni 2020)
  • Philippinen (seit 15. Juni 2020)
  • Ruanda (seit 27. Juni 2021)
  • St. Kitts und Nevis (seit 20. Juni 2021)
  • Senegal (seit 15. Juni 2020)
  • Sierra Leone (seit 15. Juni 2020)
  • Somalia (seit 15. Juni 2020)
  • Sri Lanka (seit 18. Juli 2021; Hochinzidenzgebiet von 13. Juni 2021 bis 17. Juli 2021)
  • Südsudan (seit 15. Juni 2020)
  • Tadschikistan (seit 15. Juni 2020)
  • Thailand (seit 18. Juli 2021)
  • Timor Leste (Osttimor) (seit 17. Juni 2020)
  • Togo (seit 15. Juni 2020)
  • Trinidad und Tobago (seit 11. Juli 2021)
  • Tschad (seit 15. Juni 2020)
  • Türkei (seit 6. Juni 2021)
  • Turkmenistan (seit 17. Juni 2020)
  • Uganda (seit 20. Juni 2021)
  • Usbekistan (seit 15. Juni 2020)
  • Venezuela (seit 15. Juni 2020)
  • Vereinigte Arabische Emirate (seit 18. April 2021)
  • Zentralafrikanische Republik (seit 15. Juni 2020)

Diese Länder und Regionen gelten als Virusvariantengebiete

Das Robert-Koch-Institut weist nun auch Länder und Regionen aus, in denen eine der Virusmutationen grassiert. Laut Einreiseverordnung der Bundesregierung vom 12. Mai 2021 gilt ein Beförderungsverbot für Fluggesellschaften, Bahn-, Bus- und Schiffsunternehmen für diese Länder. Außnahmen gelten unter anderem für alle Deutschen und in Deutschland lebenden Ausländer sowie für Transitpassagiere und den Warenverkehr.

Für Menschen, die also aus einem betroffenen Gebiet einreisen, gelten folgende Regeln:

  1. Digitale Anmeldung: Reisende müssen sich vor der Einreise auf www.einreiseanmeldung.de registrieren.
  2. Quarantänepflicht: Reisende müssen je nach landesrechtlichen Regelungen bis zu 14 Tage in Quarantäne. Ein Freitesten nicht nicht möglich, es gelten keine Ausnahmen für Geimpfte und Genesene.
  3. Corona-Testpflicht: Reisende müssen sich bereits vor der Einreise auf das Coronavirus testen lassen (PCR-Test maximal 72 Stunden alt, Antigen-Schnelltest maximal 24 Stunden). Kontrolliert wird vom Beförderungsunternehmen, der Nachweis kann auch bei der Einreisekontrolle verlangt werden.

Folgende Staaten beziehungsweise Regionen gelten aktuell als Virusvariantengebiete (Stand: 23. Juli):

  • Botsuana (Virusvariantengebiet seit 7. Februar 2021)
  • Brasilien (Virusvariantengebiet seit 19. Januar 2021)
  • Eswatini (Virusvariantengebiet seit 31. Januar 2021)
  • Lesotho (Virusvariantengebiet seit 31. Januar 2021)
  • Malawi (Virusvariantengebiet seit 7. Februar 2021)
  • Mosambik (Virusvariantengebiet seit 7. Februar 2021)
  • Namibia (Virusvariantengebiet seit 20. Juni 2021)
  • Sambia (Virusvariantengebiet seit 7. Februar 2021)
  • Simbabwe (Virusvariantengebiet seit 7. Februar 2021)
  • Südafrika (Virusvariantengebiet seit 13. Januar 2021)
  • Uruguay (Virusvariantengebiet seit 6. Juni 2021)