Quarantäne, Corona-Testpflicht, digitale Anmeldung – und Lockerungen für geimpfte sowie genesene Reisende: Seit dem 1. August gilt in Deutschland eine neue Einreiseverordnung. Seither gilt eine allgemeine Nachweispflicht für die Einreise.

Das heißt: Alle Reisenden müssen bereits vor der Einreise nach Deutschland einen negativen Corona-Test, einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis vorlegen. Dabei ist es egal, aus welchem Land sie kommen und mit welchem Verkehrsmittel – also ob per Flugzeug, Bus, Bahn oder Auto. Die Nachweispflicht gilt für Kinder ab zwölf Jahren.

RKI-Risikogebiete – alle Länder und Regionen

Es gelten außerdem Quarantäneregeln für Reiserückkehrerinnen und Reiserückkehrer – je nachdem, aus welchem Land sie einreisen. Die Bundesregierung unterscheidet seit dem 1. August nur noch zwischen zwei Arten von Risikogebieten: Hochrisikogebieten und  Virusvariantengebieten. Auf der entsprechenden Liste des Robert-Koch-Institutes (RKI) stehen zahlreiche Länder weltweit.

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Diese Länder und Regionen gelten als Hochrisikogebiet

Seit dem 1. August stuft die deutsche Bundesregierung solche Länder als Hochrisikogebiete ein, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz deutlich über 100 liegt. Hinzugezogen werden aber auch weitere Kriterien – zum Beispiel die Ausbreitungsgeschwindigkeit, die Hospitalisierungsrate sowie die Positivrate der Coronatests.

Für Menschen, die aus einem betroffenen Gebiet einreisen, gelten folgende Regeln:

  1. Digitale Anmeldung: Reisende müssen sich vor der Einreise auf www.einreiseanmeldung.de registrieren.
  2. Nachweispflicht: Reisende ab zwölf Jahren müssen sich bereits vor der Einreise auf das Coronavirus testen lassen oder einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis vorlegen. Der Test darf bei der Einreise maximal 48 Stunden (Antigen-Schnelltest) oder 72 Stunden (PCR-Test) alt sein. Kontrolliert wird gegebenenfalls vom Beförderungsunternehmen, der Nachweis kann auch bei der Einreisekontrolle verlangt werden.
  3. Quarantänepflicht: Reisende, die weder geimpft noch genesen sind, müssen für bis zu zehn Tage in Quarantäne. Die Maßnahme kann in der Regel durch einen Test an Tag fünf verkürzt werden, sobald das negative Ergebnis vorliegt. Die Quarantänepflicht gilt auch für Kinder unter zwölf Jahren, endet aber automatisch nach dem fünften Tag.

Folgende Staaten beziehungsweise Regionen gelten somit aktuell als Hochrisikogebiete (Stand: 17. September):

  • Ägypten 
  • Albanien
  • Algerien
  • Antigua und Barbuda
  • Armenien
  • Aserbaidschan
  • Barbados
  • Belize
  • Bosnien und Herzegowina
  • Bolivien 
  • Costa Rica  
  • Dominica 
  • Ecuador 
  • Fidschi 
  • Frankreich: Provence-Alpes-Côte d'Azur, Guadeloupe, Martinique, St. Barthélemy, St. Martin, Französisch-Guayana, Französisch-Polynesien 
  • Georgien
  • Grenada
  • Guyana 
  • Haiti 
  • Honduras 
  • Indonesien 
  • Irak 
  • Iran 
  • Irland: Border
  • Israel – inklusive der Palästinensischen Gebiete
  • Jamaika
  • Japan
  • Kasachstan 
  • Kenia 
  • Kolumbien 
  • Korea
  • Kosovo
  • Kuba
  • Libyen 
  • Malaysia 
  • Marokko 
  • Mexiko 
  • Moldawien
  • Mongolei 
  • Montenegro 
  • Mosambik
  • Myanmar 
  • Namibia 
  • Niederlande – die folgenden überseeischen Teile des Königreichs der Niederlande gelten als Hochrisikogebiete: Aruba, Curaçao, Bonaire, Sint Eustatius, Sint Maarten, Saba 
  • Nordmazedonien 
  • Norwegen – die Provinzen Oslo und Viken
  • Papua-Neuguinea 
  • Philippinen
  • Russische Föderation 
  • St. Kitts und Nevis
  • St. Lucia 
  • Senegal
  • Seychellen 
  • Sudan 
  • Suriname 
  • Syrische Arabische Republik 
  • Tadschikistan 
  • Tansania 
  • Thailand
  • Trinidad und Tobago
  • Türkei 
  • Tunesien 
  • Turkmenistan 
  • Usbekistan 
  • Venezuela
  • Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland inkl. der Isle of Man sowie aller Kanalinseln und aller britischen Überseegebiete 
  • Vereinigte Staaten von Amerika (USA)
  • Vietnam

Diese Länder und Regionen gelten als Virusvariantengebiete

Das Robert-Koch-Institut weist auch Länder und Regionen aus, in denen eine der Virusmutationen grassiert. Laut Einreiseverordnung der Bundesregierung vom 1. August gilt ein Beförderungsverbot für Fluggesellschaften, Bahn-, Bus- und Schiffsunternehmen für diese Länder. Außnahmen gelten unter anderem für alle Deutschen und in Deutschland lebenden Ausländer sowie für Transitpassagiere und den Warenverkehr.

Für Menschen, die also aus einem betroffenen Gebiet einreisen, gelten folgende Regeln:

  1. Digitale Anmeldung: Reisende müssen sich vor der Einreise auf www.einreiseanmeldung.de registrieren.
  2. Quarantänepflicht: Reisende (auch Kinder) müssen für 14 Tage in Quarantäne, ein Freitesten nicht nicht möglich. Seit dem 28. Juli gelten zwei Ausnahmen von der Quarantänepflicht:
    1. Wer vollständig mit einem Impfstoff geimpft ist, der laut RKI als hinreichend wirksam gegenüber der jeweilige Virusvariante gilt, kann die Quarantäne mit der Vorlage des Impfnachweises beenden. Das ist derzeit aber kein Impfstoff.
    2. Wird ein Virusvariantengebiet während der Quarantänezeit herabgestuft, gelten in Bezug auf die Quarantäne die jeweiligen Regeln zu Hochinzidenz- oder Riskogebieten.
  3. Corona-Testpflicht: Reisende ab zwölf Jahren müssen sich bereits vor der Einreise auf das Coronavirus testen lassen (PCR-Test maximal 72 Stunden alt, Antigen-Schnelltest maximal 24 Stunden). Kontrolliert wird vom Beförderungsunternehmen, der Nachweis kann auch bei der Einreisekontrolle verlangt werden. Es gibt keine Ausnahmen für Geimpfte und Genesene.

Folgende Staaten beziehungsweise Regionen gelten aktuell als Virusvariantengebiete (Stand: 27. August): Seit dem 22. August keine gelten keine Staaten oder Regionen als Virusvariantengebiete.