Quarantänepflicht, Corona-Testpflicht und digitale Anmeldung: Deutschland setzt nun auf noch strengere Einreise-Regeln, mit denen dem Urlaub im Ausland ein Riegel vorgeschoben werden soll. „Auslandsreisen in Risikogebiete passen nicht zur Pandemielage. Wer trotzdem darauf nicht verzichten will, muss sich künftig bei seiner Rückkehr testen lassen. Virusmutationen sind eine zusätzliche Gefahr für unsere Gesundheit. Eine Ausbreitung in Deutschland müssen wir so weit wie möglich verhindern“, sagt Gesundheitsminister Jens Spahn.

RKI-Risikogebiete – alle Länder und Regionen

Es gelten nun spezielle Regeln für Reiserückkehrer – je nachdem, aus welchem Land sie einreisen. Denn die Bundesregierung unterscheidet mittlerweile zwischen Risikogebieten, Hochinzidenzgebieten und Virusvariantengebieten. Auf der entsprechenden Liste des Robert-Koch-Institutes (RKI) stehen mehr als 130 Länder weltweit, für alle betroffenen Gebiete gilt auch die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

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Diese Länder und Regionen gelten als Virusvariantengebiete

So weist das Robert-Koch-Institut nun auch Länder und Regionen aus, in denen eine der Virusmutationen grassiert. Vom 30. Januar bis zunächst zum 17. Februar gilt ein Beförderungsverbot für Fluggesellschaften, Bahn-, Bus- und Schiffsunternehmen für diese Länder. Außnahmen gelten unter anderem Ausnahmen für alle Deutschen und in Deutschland lebenden Ausländer sowie für Transitpassagiere und den Warenverkehr.

Für Menschen, die also aus einem betroffenen Gebiet einreisen, gelten folgende Regeln:

  1. Digitale Anmeldung: Reisende müssen sich vor der Einreise auf www.einreiseanmeldung.de registrieren.
  2. Quarantänepflicht: Reisende müssen für zehn Tage in Quarantäne. Die Maßnahme kann in der Regel durch einen Test an Tag fünf verkürzt werden, sobald das negative Ergebnis vorliegt. Ausgenommen ist NRW, hier gilt die Quarantänepflicht nicht.
  3. Corona-Testpflicht: Reisende müssen sich bereits vor der Einreise, maximal zwölf Stunden vor Abreise, auf das Coronavirus testen lassen. Kontrolliert wird gegebenenfalls vom Beförderungsunternehmen, der Nachweis kann auch bei der Einreisekontrolle verlangt werden.

Folgende Staaten beziehungsweise Regionen gelten aktuell als Virusvariantengebiete:

  • Slowakei (ab 14. Februar)
  • Tschechien (ab 14. Februar)
  • Österreich – das Bundesland Tirol (ab 14. Februar. Mit Ausnahme des politischen Bezirks Lienz (Osttirol), der Gemeinde Jungholz, sowie des Rißtals im Gemeindegebiet von Vomp und Eben am Achensee)
  • Botswana (seit 7. Februar)
  • Malawi (seit 7. Februar)
  • Mosambik (seit 7. Februar)
  • Sambia (seit 7. Februar)
  • Simbabwe (seit 7. Februar)
  • Brasilien (seit 17. Januar)
  • Eswatini (seit 31. Januar)
  • Irland (seit 15. Januar)
  • Lesotho (seit 31. Januar)
  • Portugal (seit 27. Januar)
  • Südafrika (seit 15. Januar)

  • ausgenommen: Kanalinseln und Überseegebiete (sind aber teilweise Risikogebiet)

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Diese Länder und Regionen gelten als Hochinzidenzgebiete

Neu ist auch, dass nun Gebiete mit einer Inzidenz, die ein Mehrfaches über derjenigen von Deutschland liegt, mindestens aber 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen beträgt, als Hochinzidenzgebiete aufgeführt werden. 

Für Menschen, die aus einem betroffenen Gebiet einreisen, gelten folgende Regeln:

  1. Digitale Anmeldung: Reisende müssen sich vor der Einreise auf www.einreiseanmeldung.de registrieren.
  2. Quarantänepflicht: Reisende müssen für zehn Tage in Quarantäne. Die Maßnahme kann in der Regel durch einen Test an Tag fünf verkürzt werden, sobald das negative Ergebnis vorliegt. Ausgenommen ist NRW, hier gilt die Quarantänepflicht nicht.
  3. Corona-Testpflicht: Reisende müssen sich bereits vor der Einreise auf das Coronavirus testen lassen. Der Test darf bei der Einreise maximal 48 Stunden alt sein. Kontrolliert wird gegebenenfalls vom Beförderungsunternehmen, der Nachweis kann auch bei der Einreisekontrolle verlangt werden.

Folgende Staaten beziehungsweise Regionen gelten nun als Hochinzidenzgebiete (Stand: 5. Februar):

  • Afghanistan
  • Ägypten
  • Albanien
  • Andorra (Fürstentum Andorra)
  • Bahrain
  • Bolivien
  • Bosnien und Herzegowina
  • Botswana
  • Ecuador
  • Estland
  • Iran
  • Israel
  • Kolumbien
  • Kosovo
  • Lettland
  • Libanon
  • Litauen
  • Malawi
  • Mexiko
  • Montenegro
  • Mosambik
  • Namibia
  • Nordmazedonien
  • Palästinensische Gebiete
  • Panama
  • Virusvarianten-Gebiet)
  • Sambia
  • Serbien
  • Seychellen
  • Simbabwe
  • Slowenien
  • Spanien
  • Sudan
  • St. Lucia
  • St. Vincent und die Grenadinen
  • Syrische Arabische Republik
  • Tschechien
  • USA
  • Vereinigte Arabische Emirate

RKI-Liste: Diese Länder und Regionen gelten als Corona-Risikogebiete

Als Risikogebiete mit erhöhtem Sars-CoV-2-Infektionsrisiko werden in der Regel Länder beziehungsweise Regionen eingestuft, in denen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gab. Wer aus einem dieser Gebiete nach Deutschland reist, muss drei Regeln befolgen:

  1. Digitale Anmeldung: Reisende müssen sich vor der Einreise auf www.einreiseanmeldung.de registrieren.
  2. Quarantänepflicht: Reisende müssen für zehn Tage in Quarantäne. Die Maßnahme kann in der Regel durch einen Test an Tag fünf verkürzt werden, sobald das negative Ergebnis vorliegt. Ausgenommen ist NRW, hier gilt die Quarantänepflicht nicht.
  3. Corona-Testpflicht: Reisende müssen sich entweder innerhalb von 48 Stunden nach der Einreise oder maximal 48 Stunden nach der Rückkehr auf das Coronavirus testen lassen. Gültig sind PCR-Tests und Antigen-Tests, die mindestens eine 80-prozentige Sensitivität und eine 97-prozentige Spezifität verglichen mit PCR-Tests erreichen.

Folgende Länder beziehungsweise Regionen gelten aktuell als internationale Corona-Risikogebiete mit erhöhtem Sars-CoV-2-Infektionsrisiko (Stand: 12. Februar):

  • Algerien (seit 15. Juni 2020)
  • Angola (seit 15. Juni 2020)
  • Äquatorialguinea (seit 15. Juni 2020)
  • Argentinien (seit 15. Juni 2020)
  • Armenien (seit 15. Juni 2020)
  • Aserbaidschan (seit 15. Juni 2020)
  • Äthiopien (seit 15. Juni 2020)
  • Bahamas (seit 15. Juni 2020)
  • Bangladesch (seit 15. Juni 2020)
  • Barbados (seit 17. Januar 2021)
  • Belarus (seit 15. Juni 2020)
  • Belgien (seit 30. September 2020)
  • Belize (seit 15. Juni 2020)
  • Benin (seit 15. Juni 2020)
  • Bhutan (seit 15. Juni 2020)
  • Bulgarien (seit 1. November 2020)
  • Burkina Faso (seit 15. Juni 2020)
  • Burundi (seit 15. Juni 2020)
  • Cabo Verde (seit 3. Juli 2020)
  • Chile (seit 15. Juni 2020)
  • Costa Rica (seit 15. Juni 2020)
  • Côte d'Ivoire (seit 15. Juni 2020)
  • Dänemark – das gesamte Land (seit 8. November 2020); Ausgenommen sind die Färöer und Grönland sowie die Region Midtjylland
  • Dominikanische Republik (seit 15. Juni 2020)
  • Dschibuti (seit 15. Juni 2020)
  • El Salvador (seit 15. Juni 2020)
  • Eritrea (seit 15. Juni 2020)
  • Finnland – die folgenden Regionen gelten derzeit als Risikogebiete:
  1. Uusimaa (hierzu gehört auch die Stadt Helsinki) (seit 22. November 2020)
  2. Varsinais-Suomi (seit 20. Dezember 2020)
  3. Mittelfinnland (seit 14. Februar 2021)
  4. Österbotten (seit 14. Februar 2021)
  • Frankreich – die folgenden Regionen gelten derzeit als Risikogebiete:
  1. Gesamt Kontinentalfrankreich (seit 9. Januar 2021)
  2. Überseegebiet: Französisch-Guyana (seit 21. August 2020)
  3. Überseegebiet: Französisch-Polynesien (seit 15. November 2020)
  4. Überseegebiet: St. Martin (seit 26. August 2020)
  5. Überseegebiet: Mayotte (seit 24. Januar 2021)
  6. Überseegebiet: Saint-Barthélemy (seit 24. Januar 2021)
  • Gabun (seit 15. Juni 2020)
  • Gambia (seit 15. Juni 2020)
  • Georgien (seit 7. Oktober 2020)
  • Ghana (seit 15. Juni 2020)
  • Griechenland - die folgenden Regionen gelten derzeit als Risikogebiete:
  1. Zentralmakedonien (seit 8. November 2020)
  2. Attika (seit 7. Februar 2021)
  3. Mittelgriechenland (seit 7. Februar 2021)
  4. Westgriechenland (seit 14. Februar 2021)
  • Guatemala (seit 15. Juni 2020)
  • Guinea (seit 15. Juni 2020)
  • Guinea-Bissau (seit 15. Juni 2020)
  • Guyana (seit 15. Juni 2020)
  • Haiti (seit 15. Juni 2020)
  • Honduras (seit 15. Juni 2020)
  • Indien (seit 15. Juni 2020)
  • Indonesien (seit 15. Juni 2020)
  • Irak (seit 15. Juni 2020)
  • Italien (seit 8. November)
  • Jamaika (seit 15. Juni 2020)
  • Jemen (seit 15. Juni 2020)
  • Jordanien (seit 7. Oktober 2020)
  • Kanada (seit 15. November 2020)
  • Kamerun (seit 15. Juni 2020)
  • Kasachstan (seit 15. Juni 2020)
  • Katar (seit 15. Juni 2020)
  • Kenia (seit 15. Juni 2020)
  • Kirgisistan (seit 15. Juni 2020)
  • Komoren (seit 15. Juni 2020)
  • Kongo DR (seit 15. Juni 2020)
  • Kongo Rep (seit 15. Juni 2020)
  • Korea (Volksrepublik) (seit 15. Juni 2020)
  • Kroatien (seit 1. November 2020)
  • Kuwait (seit 15. Juni 2020)
  • Liberia (seit 15. Juni 2020)
  • Libyen (seit 15. Juni 2020)
  • Liechtenstein (seit 24. Oktober 2020)
  • Luxemburg (14. Juli 2020 – 20. August 2020 und seit 25. September)
  • Madagaskar (seit 15. Juni 2020)
  • Malaysia (seit 24. Januar 2021)
  • Malediven (seit 17. Juli 2020)
  • Mali (seit 15. Juni 2020)
  • Malta (seit 17. Oktober 2020)
  • Marokko (seit 15. Juni 2020)
  • Mauretanien (seit 15. Juni 2020)
  • Moldau, Republik (seit 15. Juni 2020)
  • Monaco (seit 1. November 2020)
  • Mongolei (seit 15. Juni 2020)
  • Namibia (seit 14. Februar 2021)
  • Nepal (seit 15. Juni 2020)
  • Nicaragua (seit 15. Juni 2020)
  • Niederlande – das gesamte Land (inkl. der autonomen Länder und der karibischen Teile der Niederlande) (seit 17. Oktober 2020)
  • Niger (seit 15. Juni 2020)
  • Nigeria (seit 15. Juni 2020)
  • Norwegen - die folgenden Provinzen gelten derzeit als Risikogebiete:
  1. Oslo (seit 8. November 2020)
  2. Viken (seit 15. November 2020)
  • Oman (seit 15. Juni 2020)
  • Hinweis: Das Bundesland Tirol gilt als Virusvarianten-Gebiet seit 14. Februar – mit Ausnahme des politischen Bezirks Lienz (Osttirol), der Gemeinde Jungholz, sowie des Rißtals im Gemeindegebiet von Vomp und Eben am Achensee).
  • Pakistan (seit 15. Juni 2020)
  • Papua-Neuguinea (seit 17. Juni 2020)
  • Paraguay (seit 15. Juni 2020)
  • Peru (seit 15. Juni 2020)
  • Philippinen (seit 15. Juni 2020)
  • Polen (seit 24. Oktober 2020)
  • Rumänien (seit 7. Oktober 2020)
  • Russische Föderation (seit 15. Juni 2020)
  • San Marino (seit 1. November 2020)
  • São Tomé und Príncipe (seit 16. Juni 2020)
  • Saudi-Arabien (seit 15. Juni 2020)
  • Schweden (seit 15. November 2020)
  • Schweiz (seit 24. Oktober 2020)
  • Senegal (seit 15. Juni 2020)
  • Sierra Leone (seit 15. Juni 2020)
  • Somalia (seit 15. Juni 2020)
  • Süd-Sudan (seit 15. Juni 2020)
  • Surinam (seit 15. Juni 2020)
  • Tadschikistan (seit 15. Juni 2020)
  • Tansania (seit 15. Juni 2020)
  • Timor Leste (Osttimor) (seit 17. Juni 2020)
  • Togo (seit 15. Juni 2020)
  • Trinidad Tobago (seit 15. Juni 2020)
  • Tschad (seit 15. Juni 2020)
  • Tunesien (seit 7. Oktober 2020)
  • Türkei (seit 15. Juni 2020)
  • Turkmenistan (seit 17. Juni 2020)
  • Ukraine (seit 15. Juni 2020)
  • Ungarn (seit 1. November 2020)
  • Uruguay (seit 20. Dezember 2020)
  • Usbekistan (seit 15. Juni 2020)
  • Vatikanstadt (seit 1. November 2020)
  • Venezuela (seit 15. Juni 2020)
  • Zentralafrikanische Republik (seit 15. Juni 2020)
  • Zypern (seit 1. November 2020)

Nicht mehr als Risikogebiete gelten: 

  • Norwegen: Provinzen Rogaland, Trøndelag und Vestfold og Telemark (seit 7. Februar)
  • Dänemark: Färöer Inseln (seit 31. Januar) und die Region Midtjylland (ab 14. Februar)
  • Griechenland: Region Ost-Makedonien, Thrakien (seit 31. Januar) und Westmakedonien, Thessalien (ab 14. Februar)