Die französische Hauptstadt plant die Umgestaltung ihrer wohl berühmtesten Prachtstraße: der Avenue des Champs-Élysées, auch kurz Champs-Élysées oder Les Champs genannt. Die knapp zwei Kilometer lange Straße, die vom Place de la Concorde zum Place Charles-de-Gaulle mit seinem berühmten Triumphbogen führt, ist eine der wohl bekanntesten Sehenswürdigkeiten unter Touristen. Wer nach Paris kommt, der wird auch mindestens einmal die Champs-Élysées besucht haben, um das Flair in sich aufzusaugen.

Champs-Élysées: Eine Straße mit Geschichte

Die Avenue wurde bereits im 17. Jahrhundert angelegt – bevor der Gärtner von Louis XIV. den Grundstein legte, befand sich dort jedoch ein Sumpfgebiet. In den mehr als drei Jahrhunderten haben sich die Champs-Élysées zu einem globalen Aushängeschild entwickelt. Majestätisch wirken sie für Touristen, die zum ersten Mal den Boulevard entlangschlendern.

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Doch das Flair der einst fast königlich anmutenden Prachtstraße hat in den vergangenen Jahrzehnten durch Lärm, Verkehr und Touristenmassen gelitten. 

250 Millionen Euro für Umgestaltung der Champs-Élysées

Die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hildago, hat angekündigt, dass die Champs-Élysées bis zum Jahr 2030 für 250 Millionen Euro fußgänger- und umweltfreundlich umgestaltet werden sollen. Weniger Platz für Autos soll es geben, dafür aber mehr Spuren für Fahrradfahrer und elektrische Busse samt breiteren Fußwegen. Außerdem plant die Bürgermeisterin einen „außergewöhnlichen Garten“ mit vielen Bäumen und Parkbereichen. Im Sommer könnte es sogar rund um den Triumphbogen einen City-Beach mit aufgeschüttetem Sand und im Winter eine Eislaufbahn geben, das berichtet das „RedaktionsNetzwerk Deutschland“.

In Höhe des Triumphbogens sollen grüne Bepflanzungen und Cafés zum Flanieren und Verweilen einladen.

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Zwar gilt die Straße unter Touristen als „la plus belle avenue du monde“, also als schönste Straße der Welt, aber gleichzeitig ist sie als eine der größten Durchfahrtsstraßen durch das Pariser Zentrum auch von lauten Geräuschen umgeben. Tausende Autos fahren täglich die Champs-Élysées entlang – hinzu kommen zu Nicht-Corona-Zeiten um die 100.000 Fußgänger, rund zwei Drittel von ihnen sind Touristen.

Mehr Platz für Fußgänger soll es geben – auch inmitten der Prachtstraße zwischen den fahrenden Autos. Ein echtes Highlight für jeden Selfie-Liebhaber, denn die Mitte der Straße ist für Touristen ein beliebter Ort, um Fotos vor dem Triumphbogen zu machen.

Einige lokale Geschäftsleute diskutieren bereits seit einigen Jahren im „Comité Champs-Élysées“ darüber, wie man die Straße schöner gestalten könnte. Neben den Plänen für die grüne Oase, den Strand und die Eislaufbahn gibt es auch Ideen für ein kulturelles Zentrum für Austellungen in Nähe des Triumphbogens. 

Viele Cafés sollen zum Verweilen einladen und die Champs-Élysées gemütlicher, ruhiger und sauberer werden lassen.

Ursprünglich wollte die Hauptstadt diese Pläne noch vor den in Paris stattfindenden Olympischen Spielen 2024 umsetzen. Nun wird es aber doch noch etwas länger dauern, geplant ist die Fertigstellung bis 2030. Dann können sich Pariser und Touristen hoffentlich nebeneinander auf der Prachtstraße wohlfühlen.

Das französische Architekturbüro PCA-Stream ermöglicht mit einem virtuellen Rundgang schon vorab eine Besichtigung.