Das Sauerland hat als Mittelgebirgsregion viele tolle Ausflugsziele zu bieten, die Wanderer und Freizeitsportler gern nutzen. In den Ferien und an Wochenenden reisen auch im Winter viele Menschen dorthin, zum Wandern oder zum Rodeln.

Besonders beliebt sind die Wintersportorte Willingen und Winterberg. Diese und einige andere Wintersportgebiete sind jedoch im Januar 2021 geschlossen, weil zu viele Menschen gekommen sind, um dem Corona-Koller zu entfliehen. Aber es gibt auch andere schöne Wanderwege im Sauerland.

Verschärfter Lockdown: Verschärfte Corona-Regeln beim Wandern beachten

Auch während des Lockdowns kannst und sollst du die frische Luft genießen und dich körperlich betätigen, allerdings nur unter Einhaltung der Corona-Regeln. Beispielsweise gilt ab Montag eine verschärfte Kontaktbeschränkung: So sind nur noch private Zusammenkünfte mit einer weiteren nicht im eigenen Haushalt lebenden Person erlaubt. Das gilt auch für Ausflüge in der Umgebung, zum Beispiel den Spaziergang im Wald.

Außerdem können Landkreise in Corona-Hotspots die Bewegungsfreiheit einschränken. Einwohner dürfen sich dort dann nur noch, sofern kein triftiger Grund vorliegt, 15 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen. Reisen und tagestouristische Ausflüge stellen explizit keinen triftigen Grund dar, so Bund und Länder in ihrem Beschluss. Allerdings dürfen die Bundesländer über die Einführung des Bewegungsradius frei entscheiden – und bisher sind weder in Nordrhein-Westfalen (NRW) noch in Hessen, in denen das Sauerland liegt, derartige Maßnahmen geplant.

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Dennoch solltest du nicht aus einem anderen Bundesland unüberlegt dorthin reisen. Wenn du nicht in der Nähe wohnst, ist es besser, auf eine Fahrt dorthin zu verzichten. Bestimmt gibt es auch in deinem Ort tolle Wanderwege.

Wandern auf dem Waldskulpturenweg im Sauerland

Ob nun im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter – elf großformatige Kunstwerke von internationalen Künstlern machen eine Wanderung auf dem Waldskulpturenweg zu einem besonderen Ereignis. Die 23 Kilometer lange Strecke beginnt am Rathaus von Bad Berleburg und endet am Rathaus in Schmallenberg.

Neben den Kunstwerken bietet sich Wanderern auch viel sehenswerte Natur, mit Mischwäldern in den Tälern und Fichten in den Kammbereichen. Wer doch lieber nur die Hälfte wandern möchte, kann auch von der Schmallenberg-Schanze aus starten. Dort kommst aus du an beliebten Kunstwerken wie der Skulptur „Der Krummstab“ vorbei. Ein blaues Tor auf weißem Grund weist dir den Weg.

Entlang des Waldskulpturenwegs im Sauerland stehen elf großformatige Kunstwerke. Dazu gehört auch „Der Krummstab“.

Wanderung rund um den Ortsteil Altenilpe

Eine 9,6 Kilometer lange Wanderung mit Panoramablick kannst du in Schmallenberg rund um den Ortsteil Altenilpe angehen. Dafür solltest du knapp vier Stunden einplanen. Startpunkt ist der Wanderparkplatz in Altenilpe. Von dort aus folgst du dem schwarz markierten Sauerland-Höhenflug-Zugangsweg, der dich über Wiesen und durch Wälder bis zu dem kleinen Gehöft Hengsiepen führt. Dort triffst du auf den Sauerland-Höhenflug, dem du nach rechts in Richtung Forsthaus/Bad Fredeburg folgst. Dabei wanderst du durch verschneite Wälder hin zu einem Panoramaweg, der dir einen tollen Blick über das Sauerland ermöglicht. 

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Der Sauerland-Höhenflug verläuft durch Fichtenwälder bis zum Alten Forsthaus, wo du den Höhenflug verlässt und der Straße ein Stück abwärts folgst. An einem Kreuzungspunkt der Wanderwege Al5 und Al4 biegst du rechts ab und folgst weiter dem Al4 zurück in Richtung Altenilpe. Einziges Manko: Im Winter wird der Wanderweg nicht von Schnee freigeräumt. Wenn dich das nicht stört, erlebst du eine aussichtsreiche Rundtour.

Wandern zu den Bruchhauser Steinen

Ein aussichtsreiches Wanderziel sind auch die Bruchhauser Steine. Die rund 18 Kilometer lange Tour führt dich durch den Geologiepark, wo ein Tagesticket für Erwachsene 5,50 Euro kostet. Auf dem höchsten Stein findest du einen Aussichtspunkt und ein Gipfelkreuz. Von dort aus überquerst du den Istenberg und folgst dem Forstweg, der dich durch einen kleinen Tannenwald führt, bis zum Rothaarsteig. Dem Rothaarsteig folgst du bis zum Gipfel des Langenbergs und wanderst dann den Wanderweg B3 bis nach Bruchhausen.

Einen Ansturm auf den Geologiepark gilt es allerdings zu vermeiden. Da Skipisten und Rodelhänge aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen sind, könnten besonders am Wochenende viele Menschen dorthin fahren. Ein Besuch an einem Tag unter der Woche ist da die bessere Wahl.

Briloner Landschaft beim Wandern genießen

Ein etwas kürzerer Wanderweg führt dich durch die Briloner Landschaft. Die rund sechs Kilometer lange Tour ist ein echter Geheimtipp, bei dem du im Winter den Schnee genießen kannst. Los geht es am Parkplatz Kyrill-Tor. Von dort aus geht der Weg geradewegs durch den Ortsteil Petersborn.

Dabei kommst du an zwei Parkplätzen vorbei. Nach dem Parkplatz (Wasserbehälter) biegst du rechts ab, dann führt dich kurz vor dem Bildstock St. Antonius der Weg wieder rechts hinunter zur Hiebammen-Hütte. Von dort geht der Weg hinter der Hütte durch das Hilbringse-Tal wieder zurück zum Parkplatz Kyrill-Tor.

Wanderung rund um den Dommelturm

Der Urlaubsort Ottlar befindet sich in unmittelbarer Nähe der Diemeltalsperre und wird vom 738 Meter hohen Berg Dommel überragt – er ist der höchste Berg der Gemeinde Diemelsee. Ein Aussichtsturm bietet normalerweise einen tollen Blick über den Naturpark Diemelsee sowie die Berge und Täler des Hochsauerlandes.

Allerdings ist der sogenannte Dommelturm aufgrund von Schäden an der Tragkonstruktion aus Sicherheitsgründen derzeit gesperrt. Trotzdem kannst du bei der Wander-Tour die Reize des waldeckischen Sauerlandes erleben.

Vom Wanderparkplatz „Dommel“ aus kannst du den etwa 2,7 Kilometer langen Rundweg beschreiten. Die Strecke durch den Wald führt dich zum Turm und dann wieder zum Parkplatz zurück. Der Rundwanderweg ist, bis auf einen kleinen Anstieg am Anfang, leicht zu meistern und damit auch für Ungeübte geeignet.

Die Erlebnispfade in Neuenrade entdecken

Einen weiteren Rundweg kannst du vom Wanderparkplatz Schlader Weg in Neuenrade-Küntrop aus beginnen. Auf den neun Kilometer langen Walderlebnispfaden rund um Neuenrade kannst du spannende Besonderheiten des Waldes mitsamt der Tier- und Pflanzenwelt entdecken.

Der Weg ist mit den Zeichen A3 und A4 markiert. Er führt dich vorbei am Hexentanzplatz zum Sauerland-Höhenflug auf den Walderlebnispfad Eichhörnchenweg. 

Hexentanzplatz im Sauerland in Nordrhein-Westfalen.

Nachdem du dort die Tafel mit Informationen studiert hast, die an die realen Objekte oder an die jeweiligen Standorte gebunden sind, wählst du den Walderlebnispfad Igelweg. Auch dort gibt es viel zu endecken. Letztlich gelangst du über die Landstraße 842 über den Severinshof bis zum Freientroper Weg und schließlich zum Schlader Weg, der dich zum Wanderparkplatz führt.

Ausführliche Wegbeschreibungen bietet dir die Website „Sauerland in Südwestfalen“.