Achensee

380 Meter oberhalb des Inntals erstreckt sich der größte See Tirols, der Achensee. Vor allem im Sommer ist das bis zu 133 Meter tiefe Gewässer bei Seglern, Surfern, aber auch bei Wanderern beliebt – liegt es doch mitten im Naturpark Karwendel, einem der ältesten Schutzgebiete in den Ostalpen.

Doch auch im Winter eignet sich die Gegend gut für eine Wanderung: Es gibt mehr als 150 Kilometer geräumte Winterwanderwege, in ein- bis zweistündigen Touren können Reisende die Täler des Naturparks in der Nähe von Pertisau erkunden und in etlichen Berggasthöfen einkehren. Wer die Siedlung Steinberg am Rofan auf 1000 Metern Höhe besucht, findet dort einen einstündigen Rundwanderweg, der abends beleuchtet wird.

Im Naturpark Karwendel nahe Pertisau am Achensee gibt es mehr als 150 Kilometer geräumte Winterwanderwege.

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Bis zum 19. März 2021 können Touristen am Achensee mit Naturparkrangern Wanderungen unternehmen und Wissenswertes über die Flora und Fauna erfahren. Die Touren tragen Namen wie „Auf den Spuren der Wildtiere“, „Winterliche Almwanderung“ oder auch „Wintererlebnis Tristenau“. Je nach Witterung geht es montags bis freitags mit Winterwanderschuhen oder Schneeschuhen auf Tour.

Kartitsch

Der 775-Einwohner-Ort Kartitsch ist ein Bergsteigerdorf. Es liegt auf einer Höhe von 1356 Metern im Gailtal – einem Hochtal der Alpen. Das Gemeindegebiet erstreckt sich auf einer Länge von sieben Kilometern zwischen den Ausläufern der Lienzer Dolomiten und dem Karnischen Kamm. Kartitsch trägt seit 2018 den Beinamen „erstes Winterwanderdorf Österreichs“.

Du findest hier etliche durchgängig präparierte und beschilderte Winterwanderwege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Auch für Ungeübte zu schaffen ist der 2,2 Kilometer lange Gailbach-Rundwanderweg, der vom Ortszentrum aus zum Gailbach und über die Gailbachbrücke, an winterlichen Feldern vorbei in Richtung des Ortsteils Winkl und dann zurück ins Zentrum führt.

Rund um Kartitsch, dem ersten Winterwanderdorf Österreichs, gibt es zahlreiche präparierte und beschilderte Winterwanderwege.

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Trainierte können auf dem 10,5 Kilometer langen Weitwanderweg Dorfberg eine fünfstündige Tour unternehmen. Diese führt sie auf mal sonnigen Wegen, mal schattigen Waldabschnitten auf ein in 1820 Metern Höhe liegendes Plateau des Dorfbergs. Später bieten sich auf dem Weg Panoramablicke auf den Karnischen Kamm, der von der Großen Kinigat bis zum Ortler reicht.

Kitzbüheler Alpen

Ungefähr zwei Drittel der Kitzbüheler Alpen gehören zum Bundesland Tirol. Wer dort Urlaub macht, findet nicht nur schroffe Berghänge. Es gibt sanfte Anstiege, die sich auch für untrainierte Wanderer eignen. Ungefähr 400 Kilometer geräumte Winterwanderwege bieten die Verantwortlichen den Kitzbüheler-Alpen-Reisenden. Davon zählen etwa 100 Kilometer zur Region Sankt Johann.

Hier, zentral zwischen Kitzbühel, Sankt Johann und Kirchberg gelegen, erstreckt sich das Hochplateau Bichlach, ein ehemaliges Bergbaugebiet. Das Bichlach, wie Einheimische es nennen, hat sich dank zahlreicher kleiner Wege und toller Ausblicke auf das Kaisergebirge als beliebtes Wanderziel etabliert.

In der Region Sankt Johann in den Kitzbüheler Alpen gibt es etwa 100 Kilometer Winterwanderwege.

Die knapp elf Kilometer lange Bichlach-Runde, die in Oberndorf beginnt, wird aufgrund der entspannten Topografie als Familienwanderweg eingestuft. Unterwegs bieten sich mehrere Möglichkeiten zum Einkehren, die vom einfach-urigen Hof bis zum gehobenen Lokal reichen. Wer die Tour nicht allein machen will, kann geführte Wanderungen buchen.

Kaisertal

Das Kaisertal im Kufsteinerland östlich von Kufstein trennt den Wilden Kaiser vom Zahmen Kaiser. Bis 2008 war es als Teil des Naturschutzgebiets Kaisergebirge das letzte bewohnte Tal Österreichs ohne Straßenanschluss. Autos für die Bewohner wurden per Helikopter eingeflogen und fuhren ohne Nummernschild – so entstand der Beiname Tal der Gesetzlosen.

Auch heute ist die Straße für Auswärtige gesperrt; Reisende, die das Tal erkunden wollen, müssen weiterhin ihre Füße bemühen. In der kalten Jahreszeit eignet sich die Route Winterliches Kaisertal gut. Das Tal gilt als windgeschützt, der Premium-Winterwanderweg verläuft auf dem sonnigen Südhang des Zahmen Kaisers.

Das winterliche Kaisertal lässt sich am besten auf der gleichnamigen Route erkunden.

Vom Ausgangsort, dem Parkplatz Kaisertal zwischen Kufstein und der Gemeinde Ebbs, führt der Weg 285 Stufen bergauf zum Talweg. Auf einer gut acht Kilometer langen Strecke geht es vorbei an Einödhöfen und der Antoniuskapelle, der Dorfkirche der Talbewohner. Von dort bieten sich Ausblicke auf den Gamsberg und den 2190 Meter hohen Totenkirchl, bevor es auf demselben Weg zurückgeht. Wer will, kann die Route zu einem Tagestrip ausweiten und bis zur Vorderkaiserfeldenhütte in 1388 Metern Höhe aufsteigen.

Olympiaregion Seefeld

Nahe Innsbruck liegt Seefeld, ein bekannter Olympiaaustragungsort für Skilanglauf und Biathlon. Mittlerweile hat sich das in 1200 Metern Höhe gelegene Seefelder Plateau auch bei Winterwanderern herumgesprochen – denn das Bodenrelief und viele präparierte Wege eignen sich gut für Touren ohne Schneeschuhe.

Mit dem Winter-Weitwanderweg bietet die Region den ersten seiner Art in Tirol. Der aus vier Tagesetappen bestehende Weg führt unter anderem durch das 16 Kilometer lange, schneesichere Leutaschtal, das durch den im Norden liegenden Wetterstein vor großer Kälte geschützt wird. Auf weiteren Teilstücken können Wanderer das Landschaftsschutzgebiet Wildmoos erkunden und die Friedensglocke des Alpenraums besichtigen. Letztere erhebt sich, zehn Tonnen schwer und 2,50 Meter hoch, auf 1250 Metern Höhe in Mösern und läutet täglich um 17 Uhr für den Frieden in den Alpenländern.

Höhepunkt in der Olympiaregion Seefeld: In Mösern steht die Friedensglocke des Alpenraumes.

Eine weitere Etappe führt zur Wettersteinhütte auf 1717 Metern Höhe, wo eine Übernachtung buchbar ist. Bei drei von vier Etappen wird ein Gepäcktransportservice angeboten.