Einige Karibikinseln locken Reisende nicht nur mit traumhaften Stränden, sondern auch mit ganz besonderen Eigenarten – vom Tauchen bis zu Traditionen und vom Reggae bis zum Rum. Wir stellen dir die Inseln vor, damit du die beste für deinen Urlaub finden kannst:

Martinique: Die Blumeninsel

Bougainvillea, Frangipani, Orchideen, Hibiskus und Amaryllis: Wohin man schaut, grünt und blüht es auf Martinique. Das französische Überseedepartement gilt deshalb als Insel der Blumen. Die Vielfalt der Flora und Fauna macht die Insel zu einem der 35 Biodiversität-Hotspots der Welt.

Viele Bewohner haben tropische Gärten. Es lohnt sich aber besonders, den Jardin de Balata etwa zehn Kilometer nördlich der Inselhauptstadt Fort-de-France zu erkunden. Hier wachsen mehr als 3000 exotische Pflanzen. Der Landschaftsarchitekt Jean-Philippe Thoze legte den botanischen Garten 1982 rund um das typisch kreolische Haus seiner Großeltern an, das den Besuchern heutzutage auch offen steht. Ein weiterer Höhepunkt des Gartens: eine Hängebrücke zwischen zwei riesigen Mahagonibäumen.

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Im Jardin de Balata auf Martinique wachsen mehr als 3000 exotische Pflanzen wie diese Bromelien. Die Karibikinsel ist für ihre reiche Flora und Fauna bekannt.


Sehenswert sind auch die Korallengärten vor der Küste der Kleine-Antillen-Insel, die sich gut bei Tauchgängen entdecken lassen. Im Süden von Martinique bestimmen Mangrovenwälder das Bild, die sich nicht nur zu Fuß, sondern auch per Kajak oder Flachboot erkunden lassen. Der letzte noch aktive Vulkan der Insel, der Montagne Pelée, prägt den Norden. Der 1397 Meter hohe Vulkan ist 1929 zum letzten Mal ausgebrochen. Heute kann man den Gipfel erwandern – genauso wie die üppigen Wälder, in denen Mahagoni- und Teakbäume wachsen. Auch Entspannung muss nicht zu kurz kommen: Der Badeort Sainte-Anne im Süden der Insel ist bekannt für seine malerischen Strände – etwa die Postkartenschönheit Plage des Salines.

Die tropische Landschaft Martiniques inspirierte auch einen weltbekannten Künstler: Paul Gauguin wohnte 1887 mehrere Monate lang in dem kleinen Ort Le Carbet im Westen der Insel. Hier steht heute das Centre d’Interprétation Paul Gauguin, ein Museum, das dem Künstler gewidmet ist.

Curaçao: Die Taucherinsel

Papageienfische und Kugelfische, Hummer und Kraken, Meeresschildkröten und sogar Seepferdchen: Die Unterwasserwelt rund um Curaçao ist so bunt und vielfältig, dass es kein Wunder ist, dass die Insel als Blaues Herz der Karibik gilt. Die 444 Quadratkilometer große niederländische Insel, die mit Aruba und Bonaire zu den ABC-Inseln gehört, befindet sich nur etwa 60 Kilometer vor der Küste von Venezuela. Sie bietet nicht nur 38 traumhafte Strände, die vor allem entlang der Südwestküste liegen. Für Taucher gibt es mehr als 60 Tauchspots. Dazu gehört eines der am besten erhaltenen Korallenriffe der Karibik. Die Wassertemperatur schwankt ganzjährig zwischen 26 und 28 Grad Celsius.

In Curaçao hast du die Chance, mit dem weltweit einzigartigen Mini-U-Boot „Curasub“ die vielfältige Unterwasserwelt zu erkunden.


Um die Schätze unter der Meeresoberfläche zu entdecken, müssen Reisende aber nicht einmal nass werden: Mit dem weltweit einzigartigen Mini-U-Boot „Curasub“, das Platz für den Fahrer und bis zu vier Personen bietet, tauchen sie von der Substation Curaçao in Bapor Kibra aus bis zu 305 Meter in die Tiefe. Ein einstündiger Tauchgang auf bis zu 137 Meter ist ab 350 Curaçao Dollar buchbar. Wer es ein wenig actionreicher mag, fährt in die Piscadera-Bucht, die innerhalb einiger Minuten von der Inselhauptstadt Willemstad erreichbar ist. Mit kleinen Tauchscootern geht es hier zur Aquafari, einer Unterwassersafari.

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Bei einer Aquafari erkundest du die Unterwasserwelt mit einem Tauchscooter.


Es lohnt sich auch ein Tagesausflug zum Tauchen und Schnorcheln nach Klein-Curaçao, der vorgelagerten Schwesterinsel. Nach einer anderthalbstündigen Bootsfahrt ist die einsame Insel erreicht. Wer gern entspannt, genießt das Nichtstun an der Nordküste und wartet auf das karibische Barbecue in der Mittagszeit oder spaziert zu dem verlassenen Leuchtturm in der Inselmitte.

Jamaika: Die Reggaeinsel

Jamaika ist die Geburtsstätte der Reggaemusik – und das kulturelle Erbe ist bis heute für viele Reisende der Grund, um auf die drittgrößte englischsprachige Insel der Karibik zu kommen. Viele wollen dabei auf den Spuren von Bob Marley wandeln. Die Hauptstadt Kingston ist dafür das beste Ziel.

Das ehemalige Wohnhaus des Musikers ist heute das Bob-Marley-Museum (56 Hope Road). Marley kaufte Gebäude und Grundstück 1975 und blieb bis zu seinem Tod 1981 dort wohnen. Seine Frau Rita Marley machte es sechs Jahre später zum Museum. Besuchern stehen nicht nur original erhaltene Räume offen, sie sehen auch jede Menge Gegenstände aus dem persönlichen Besitz des Musikers. Auf dem Gelände gibt es außer einer Fotogalerie, aber auch ein Schallplattengeschäft und das One-Love-Café, das vom Rastafari-Lifestyle der Marleys inspiriert wurde. Fans steuern in Kingston außerdem das berühmte Tuff-Gong-Aufnahmestudio (220 Marcus Garvey Drive) an.

Im Culture Yard in dem Stadtviertel Trenchtown von Jamaikas Hauptstadt Kingston wandelst du auf den Spuren von Reggaelegende Bob Marley und kommst dabei mit Einheimischen ins Gespräch.

Spuren hat der Musiker auch in Trenchtown hinterlassen, einem der ärmsten Stadtteile von Kingston. Hier soll der Reggae Ende der Sechzigerjahre entstanden sein. Bei einem Besuch des Culture Yard (First Street 6/8) und einer Tour bekommen Besucher einen interessanten Einblick in das Leben im Viertel und kommen mit Einheimischen ins Gespräch.

Ein Geheimtipp für Reggaefans ist der Kingston Dub Club in den Bergen der Hauptstadt (7b Skyline Drive). Mittwochs und sonntagabends feiern hier Besucher aus der ganzen Welt gemeinsam und lassen sich dazu Rumcocktails schmecken.

Bei einer Wanderung durch die Blue Mountains hast du einmalige Ausblicke auf die Karibikinseln Jamaika.


Wer danach Entspannung in der Natur braucht, fährt am besten in die Blue Mountains und genießt während einer Wanderung auf dem Peak Trail die grandiosen Ausblicke. In den Bergen wächst auch eine der begehrtesten Kaffeesorten der Welt.

Grenada: Die Gewürzinsel

Sie ist nur wenige Zentimeter groß, rundlich, braun und eher unscheinbar – doch die Muskatnuss hat dem kleinen Karibikstaat Grenada den Ruf als Gewürzinsel eingebracht. Die Nuss, die sogar als Symbol auf der Landesflagge zu sehen ist, gilt als wichtigstes Exportgut der Insel. Grenada ist nach Indonesien zweitgrößter Produzent der Welt. 20 Prozent der weltweiten Muskatnüsse stammen von der Kleine-Antillen-Insel. Dank des Klimas wachsen hier außerdem Zimt, Nelken und Ingwer. Zum Beispiel in Laura’s Herb & Spice Garden im Bezirk St. David im Süden, den man bei Führungen erkunden kann.

Viele der Gewürze sind beim großen Markt in der Inselhauptstadt St. George’s erhältlich. Er findet täglich auf dem Market Square statt und gilt als einer der buntesten der Karibik. Ein Besuch lohnt sich aber vor allem samstagmorgens, wenn es hier besonders geschäftig zugeht. Hier ist übrigens auch Bois Bande erhältlich. Der getrockneten Baumrinde wird nachgesagt wie ein Aphrodisiakum zu wirken.

Wer mehr über Ernte und Export der Muskatnuss erfahren will, besucht die Gouyave Nutmeg Processing Cooperative im Bezirk St. John im Westen der Insel.

Das Belmont Estate auf der Gewürzinsel Grenada widmet sich dem Kakao. Vom Anbau bis zur Schokoladenproduktion kannst du bei einem Besuch alles nachvollziehen.


Nur etwa eine einstündige Fahrt von der Hauptstadt entfernt bietet das Belmont Estate, eine Plantage aus dem 17. Jahrhundert, einen eindrucksvollen Einblick in seine Arbeit. Hier dreht sich alles um den Kakao – vom Anbau bis zur Produktion feiner Bioschokolade.

Viele Muskatnusspflanzen sind bei einer Wanderung zu einer weiteren Attraktion der Insel zu sehen: den Seven Sisters im Grand Etang Nationalpark. Die Wasserfälle liegen im dichten Regenwald im Zentrum der Insel. Die Wanderung kann schweißtreibend sein, Abkühlung bietet das Wasser. Mutige wagen den Sprung von einem oder mehreren der Wasserfälle.

Barbados: Die Traditionsinsel

Die Vergangenheit als britische Kolonie hat Barbados eine ganz besondere Ehre eingebracht: Das historische Bridgetown und seine Garnison stehen auf der Liste des Unesco-Weltkulturerbes. Das ist meistens ein Zeichen dafür, dass sich ein Besuch besonders lohnt. Auch in diesem Fall. Zu den sehenswerten Gebäuden mit Geschichte zählen der Clock Tower aus dem Jahr 1803 und das Mutual Building von 1895.

Das Barbados Museum im ehemaligen Militärgefängnis in Bridgetown ist Teil des Unesco-Welterbes der traditionsreichen Karibikinsel.

Die britischen Einflüssen zeigen sich auch auf andere Art: Kricket ist auf der Insel Volkssport. Auch Traditionen wie das English Breakfast und die Teatime werden hochgehalten. An der Einkaufsmeile Broad Street sind ganz selbstverständlich edles Porzellan und feiner Tweed erhältlich. Kein Wunder, dass die Insel, die zu den Kleinen Antillen gehört, gern auch als Little England bezeichnet wird.

Die Landschaft hat mit dem europäischen Land aber so gar nichts gemein. Wie überall in der Karibik gibt es natürlich auch weiße Sandstrände und türkisfarbenes Meer. In der Carlisle Bay schwimmen darin gelegentlich sogar Schildkröten. Der Silver-Sands-Strand ist vor allem bei Surfern und Wakeboardern beliebt.

Rum mit langer Tradition: Die Mount Gay Distillery auf Barbados gilt als älteste weltweit noch existierende.


Die Insel gilt übrigens auch als der Geburtsort des Rums. Die Mount Gay Distillery im Bezirk St. Lucy, die 1703 gegründet wurde, gilt als älteste noch existierende weltweit. Bei einer historischen Tour bekommen Reisende einen Einblick und dürfen probieren.