Besserer Service, mehr Dienstleistungen, weniger Saison-Abhängigkeit – geht es nach der National Bank of Greece, wird Griechenland sein Tourismus-Konzept überarbeiten. Als Konsequenz aus der Corona-Pandemie schlagen die Analysten der Bank nämlich vor, künftig nicht mehr auf Massentourismus zu setzen, sondern gezielt um Luxus-Gäste zu werben, schreibt die Agentur „GTP“.

Angesichts der neuen Bedingungen durch Covid-19 sei „jetzt die Chance für Griechenland, sich vom Modell des Massentourismus zu lösen“, heißt es in der Empfehlung. Damit soll Griechenland auch unabhängiger von internationalen Reiseagenturen und in der Folge eigenständiger werden. 

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Griechenland soll um „Reisende mit höherem Einkommen“ werben

Konkret schlägt die National Bank of Greece vor, mehr Luxushotels zu bauen und „Reisende mit höherem Einkommen“ anzuziehen. Zudem sollten Häfen, Flughäfen und Jachthäfen ausgebaut und modernisiert werden. Auch auf das Sicherheitsprotokoll soll vermehrt geachtet werden – immerhin hätten viele Reisende in Untersuchungen angegeben, aufgrund der Pandemie verstärkt auf Hygiene-Richtlinien zu achten. 

Für die Erkenntnis hat die National Bank of Greece den Tourismus-Sektor in diesem Jahr untersucht, die Studie wurde Mitte der Woche veröffentlicht. Ein Punkt: Griechische Ferieninseln wie Kreta und Kos sind besser durch die Pandemie gekommen als das Festland. Das liege daran, dass in den vergangenen zehn Jahren bereits ein Fokus auf mehr Service und weniger Massentourismus gelegt wurde.

Dennoch: Überall in Griechenland hat der Tourismus enorm unter der Corona-Pandemie gelitten. 80 Prozent weniger Gäste aus dem Ausland und 45 Prozent weniger Gäste aus dem Inland erwartet die Bank für das gesamte Jahr 2020. Der Branche fehlen damit 15 Milliarden Euro aus dem Tourismus im Vergleich zu den Vorjahren, so die Studie.