Madeira, die „Insel des ewigen Frühlings“ in Portugal, ist ein naturbelassenes Paradies. Nur vier Flugstunden von Deutschland entfernt, kannst du das Eiland auch in Zeiten von Corona bereisen. Aufgrund der umfangreichen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen und der verhältnismäßig niedrigen Fallzahlen wurde Madeira im Rahmen der „European Best Destinations 2021“ als sicherstes Reiseziel Europas während der Covid-19-Pandemie eingestuft.

Gelockerte Einreisebestimmungen für Geimpfte und Genesene

Zwar besteht zurzeit eine Reisewarnung für Madeira, doch Urlauber mit vollständiger SARS-CoV-2-Impfung und all jene mit einer ärztlichen Bescheinigung über die Genesung einer Corona-Infektion können ohne negatives Testergebnis einreisen.

Alle anderen müssen bei der Einreise nach wie vor einen negativen PCR-Test vorlegen, der sich bequem und kostenlos direkt am Flughafen machen lässt. Das Ergebnis liegt dabei innerhalb von zwölf Stunden vor. Weitere Informationen dazu gibt es auf der Website für sicheres Reisen auf Madeira.

Madeira: Zu jeder Jahreszeit eine Reise wert

Was außerdem für einen Urlaub auf der Blumeninsel spricht? Dank der Wärme des Golfstroms herrscht ganzjährig ein mildes Klima. Dazu gibt es elf Stunden Tageslicht. Hier kommen sieben weitere Gründe, warum du unbedingt nach Madeira reisen solltest.

1. Madeira: Zum Bewundern und Bewandern

Die berühmten Levadas – künstliche Wasserkanäle, mit denen das Wasser von den niederschlagsreichen Gebieten im Norden zu den trockenen Anbaugebieten im Süden geleitet wird – sind aus Madeira nicht wegzudenken. Die beliebtesten Wanderwege schlängeln sich in einem etwa 2000 Kilometer weiten Netz den nassen Straßen entlang. Die drei schönsten Levada-Wanderungen findest du auf dem Blog „Madeira all year“.

Wer hoch hinaus will, sollte dem Pico Ruivo, dem höchsten Berg Madeiras einen Besuch abstatten. Auf 1862 Metern Höhe bietet sich ein spektakulärer Blick auf die Insel. Ein Wanderweg führt zum Gipfel des Pico do Arieiro hinab. Tipp: Nimm eine Taschenlampe mit, der Pfad führt durch mehrere Tunnel.

Ob über steile Küstenwege, hinauf in die Berge oder über mondähnliches Gefilde – Madeira ist ein Wanderparadies schlechthin.

2. Mit dem Mountainbike über die Blumeninsel

Die Blumeninsel ist ein Hotspot für Mountainbiker: Strecken mit unterschiedlichen Landschaftseindrücken, Schwierigkeitsleveln und Fahrerlebnissen garantieren Action. Mit dem Mountainbike geht es von der Hochebene über Bergpfade und vorbei an Wasserfällen über rasante Straßenabfahrten bis runter zum Strand – in weniger als einer Stunde.​

Ob Trailrunning, Mountainbiking, Wandern oder Canyoning: Auf der portugiesischen Insel ist (fast) alles möglich. Die spektakulärsten Touren findest du auf der Website von „Madeira Ocean Trails“.

Abenteuer pur: Auch in der kalten Jahreszeit machen Mountainbiker die portugiesische Insel im Atlantik unsicher.

3. Weinverkostung auf der „Insel des ewigen Frühlings“

„Das Leben ist viel zu kurz, um schlechten Wein zu trinken“, sagte schon Goethe, der sich auf Madeira bestimmt wohl gefühlt hätte. Denn der Wein, der genauso wie die Insel heißt, ist einzigartig im Geschmack, süß und wahnsinnig lecker. Kein Wunder, dass dem edlen Tropfen ein ganzes Fest vom 26. August bis zum 9. September gewidmet ist.

Die Weintour von „Discovering Madeira“ führt quer über die Insel und macht an malerischen Orten Halt. Unter fachmännischer Anleitung geht es durch idyllische Weinberge. Teilnehmer besuchen verschiedene Weingüter, wo landestypische Speisen und Weine verkostet werden. Neben dem süßen Madeira gibt es auch klassische Rot-, Rosé- und Weißweine, die auf der Insel produziert werden.

Der Madeira muss eine bestimmte Zeit bei verschieden hohen Temperaturen lagern, um die typische Süße zu entwickeln.

Der schwimmende Garten, wie Madeira auch genannt wird, hat neben dem Wein auch weitere kulinarische Köstlichkeiten zu bieten. Besonders zu empfehlen ist der Espada, der schwarze Degenfisch. Er kommt in den tiefen Gewässern rund um die portugiesische Insel vor und ist dort eine echte Delikatesse. Zubereitet wird der buttrig-weiche Fisch am liebsten mit Maracuja- oder Bananensauce, denn auf der Insel wachsen Obst und Gemüse in höchster Bioqualität.

4. Golf am Golfstrom

Schon 1937 geriet der Ball auf dem Eiland ins Rollen, als der erste Golfplatz errichtet wurde. Seitdem können passionierte Golfer mit Blick auf das türkisblaue Meer ihr Handicap verbessern. Aufgrund der milden Temperaturen ist das Golfen das ganze Jahr über bei besten Bedingungen möglich.

Auf Madeira und der Nachbarinsel Porto Santo kannst du das ganze Jahr über Golf spielen.

Abschlag auf historischem Grund: Der ältste Golfclub der Insel, der „Clube de Golfe do Santo da Serra“, zählt laut „The Rolex World ́s Top 1.000 Golf Courses“ zu den besten in ganz Portugal. Welche Plätze sich noch eignen, verrät dir der Blog „Madeira all year“. Packende Partien auf dem Rasen sind übrigens auch auf der Nachbarinsel Porto Santo kein Problem.

5. Den Wind im Rücken: Kiten, Surfen und Windsurfen

Wer kiten, surfen und windsurfen will, ist auf Madeira goldrichtig. Verschiedene Klimazonen sorgen dafür, dass immer irgendwo der Wind geht. Wo könnte man schöner Segel setzen als hier – mit Blick auf das grüne Festland und umschwommen von Delfinen, die in den tiefblauen Gewässern rund um die Insel zu Hause sind. 

Wer hier surfen möchte, sollte aufgrund der mitunter starken Wellen geübt sein. Aber auch alle anderen müssen nicht auf tierische Begegnungen verzichten: Delfintouren führen – unter strengen Umweltschutzauflagen und mit Biologen an Bord – aufs Meer hinaus.

Ob auf oder unter Wasser: Madeira ist ein Eldorado für Wassersportler.

Tipp: Besonders geeignet sind die Strände von Funchal, Canico, Canical, Paul do Mar und Madeiras kleine Schwesterninsel Porto Santo. Wer das Meer lieber entspannter vom Brett oder Boot aus erkunden möchte, greift zu Stand-up-Paddle-Board oder Kajak. Dank des milden Klimas sind Touren fast ganzjährig möglich.

6. Auf der Vulkaninsel abtauchen

Vor Madeiras Küste geht es kilometertief nach unten ins schwarze Meer – und in den kristallklaren Gewässern fühlen sich zahlreiche Tiere wohl. Mit etwas Glück lassen sich Papageienfische, Moränen, Mantarochen und sogar Seelöwen beobachten. Wassertemperaturen zwischen 17 und 25 Grad ziehen Taucherbegeisterte aus aller Welt nach Madeira.

Auf der Vulkaninsel befindet sich der einzige Unterwassernationalpark Portugals. Seit 30 Jahren können Besucher im nachhaltigen Park „Garajau“ die Unterwasserwelten erkunden – natürlich im Einklang mit den dort lebenden Bewohnern. Das führt dazu, dass sich Mönchsrobben in der Nähe Madeiras angesiedelt haben, eine der seltensten Robbenarten der Welt.

Im angenehm warmen Atlantik begegnen Taucher und Schnorchler Barracudas, Anglerfischen, Delfinen, Rochen und Walen.

7. Porto Santo: Die unentdeckte Schwesterninsel Madeiras

Die goldene Schwesterninsel Madeiras ist eines der bestgehüteten Geheimnisse im Atlantik. Porto Santo liegt knapp zwei Fährstunden von Madeira entfernt. Ein absolutes Highlight ist der neun Kilometer lange Sandstrand, an dem unberührte Natur, kleines Restaurants und türkises Wasser auf Besucher warten.

Was dich sonst noch auf der kleinen Insel erwartet, deren Name übersetzt soviel wie „sicherer Hafen“ bedeutet, erfährst du auf dem Blog „Madeira all year“.

Neun Kilometer Glück pur: Der goldene Strand auf Porto Santo.

Übrigens: Porto Santo besitzt einen eigenen Flughafen. Die Flugzeit ab Lissabon beträgt rund anderthalb Stunden. Zwar gilt die aktuelle Reisewarnung auch für die Schwesterninsel, doch die Fallzahlen sind hier ebenfalls niedrig und stark rückläufig. Dank der umfangreichen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen steht einer Reise nach Porto Santo (fast) nichts im Wege.

Direktflüge nach Madeira gibt es von zahlreichen deutschen Flughäfen. Darunter zum Beispiel Hamburg, Düsseldorf, Hannover, Frankfurt, München, Stuttgart und Berlin).